Axel Ziegler

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Meine politischen Ämter und Engagements






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September 2012 Kommentar zu
Endlager für schwach und mittelradioaktive Abfälle
Sehr geehrter Herr Signer,

die Schweiz braucht noch für viele Jahre kein Tiefenendlager. Das Geld kann man besser anlegen: In die Entwicklung (oder den Kauf siehe unten) von Reaktoren der 4.Generation, die die jetzt als Abfall bezeichneten Brennstäbe aus den Leichtwasserreaktoren​ für Jahrzehnte als Brennstoff verwenden können. Dabei reduziert sich das Volumen des "Abfalls" um Grössenordnungen von 200 oder mehr. Warum? Weil die heutigen Reaktoren aus technischen Gründen weniger als 1 Prozent der Energie, die in den frischen Brennstäben steckt ausnützen können. Danach müssen sie ersetzt werden. Die neuen Reaktoren, wahrscheinlich Flüssigsalzreaktoren (Englisch MSR, Molten Salt Reactor), dagegen können fast hundert Prozent (realistisch 95 + Prozent)verbrennen. Gleichzeitig liesse sich vorallem das Volumen der Transurane wie das problematische, weil langlebige Plutonium stark reduzieren. Erst nach dieser nuklearen "Abfallverbrennung"​, verbliebe ein sehr kleiner Rest an "Abfall", der dann vielleicht definitiv gelagert werden müsste. Bis dahin wären aber Jahrzehnte Zeit und es gäbe neue Entwicklungen um diese "Abfälle" zu verarbeiten.
Die wirckliche Zukunft der Atomenergie liegt aber in der Verwendung von Thorium als Ausgangsmaterial. Auch dies würde mittels Flüssigsalzreaktoren realisiert werden. Das wäre dann eine praktisch unerschöpfliche Energiequelle, die überdies mit Sicherheit lange vor der Fusionsenergie zur Verfügung stehen wird.
Wer das nicht glaubt sehe nach China. Dort werden gezielte und gut finanzierte Projekte zur Entwicklung von Thorium-Flüssigsalzre​aktoren angeschoben, in Indien übrigens auch.Von China können wir dann solche Reaktoren in vielleicht zwanzig Jahren kaufen (siehe oben). Besser wäre es aber wohl sie in Kooperation mit Ländern wie Frankreich, Tschechien, Kanada oder Australien selbst zu entwickeln. Geld dafür wäre ja da, die Rückstellungen der Kernkraftbetreiber für das Endlager. Flüssigsalzreaktoren sind übrigens inhärent sicher, sie können nicht schmelzen, da sie ja schon den Brennstoff als Flüssigkeit beinhalten.
"Also Leute,tun wirs!"

Axel Ziegler, Staad
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September 2012 Kommentar zu
Atommüll sicher nicht entsorgen
Sehr geehrter Herr Fischer,

wir sollten den "Atommüll" nicht vergraben sondern diese grosse Energiequelle in Reaktoren der 4. Generation so "verbrennen", dass die dessen Menge um den Faktor 100 bis 1000 reduziert werden kann. Auch könnte man die Endlagerung dann auf ca. 300 Jahre statt 10000 Jahre begrenzen. Wir stehen weltweit nicht am Ende sondern am Anfang einer neuen Atomenergie. Alternative Energien sind Tagträume und die sogenannte Energiewende in Deutschland wird das aufs bitterste zeigen. Die Schweiz sollte hier nicht dieser Richtung folgen.
Ich verweise auf meine Antwort auf den Blog von Herrn Kästli.

Axel Ziegler
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September 2012 Kommentar zu
Was Sie schon immer über das Restrisiko wissen wollten
Sehr geehrter Herr Kästli
1. Harrisburg und Fukuschima waren Unfälle, genauer gesagt Kernschmelzen, die aber nicht mit dem Unfall in Tschernobyl zu vergleichen sind. Bei ersteren gab es keinen einzigen Todesfall, bei letzterem sehr wohl. Die ersten beiden Unfälle wurden zwar beide durch menschliches Versagen verursacht, zeigten aber, dass die Sicherheitsbehälter auch eine Kernschmelze sicher einschliessen konnten. Die Berichterstattung über die Unfälle war extrem einseitig und überzogen.

2. Alternative Energien und Energiesparen werden sich als nicht wirksam erweisen. Das ist homöophatie in der Elektrizitätsversorgu​ng.

3. Die Schweiz braucht neue Reaktoren der 4. Generation. Der "Atommüll" von heute kann die Schweiz für Jahrzehnte mit Elektrizität versorgen. Daher sollte man (noch) kein Geld für Endlager ausgeben sondern für die Entwicklung z.B. von DMRS Reaktoren (Denatured Molten Salt Reactors)oder LFTR (Lithium Fluid Thorium Reactor). Das sind Flüssigsalzreaktoren,​ die inhärent sicher sind. Es kann dann z.B keine Kernschmelze geben, da diese Reaktoren mit in geschmolzenem Salz gelösten Uran, Plutonium und in Zukunft Thorium arbeiten. Ausserdem arbeiten sie bei normalem Druck und nicht, wie die bisherigen Reaktoren unter sehr hohem Druck.
Wer dazu mehr Informationen braucht siehe unter www.energyfromthorium​.com und lese die dort empfohlene Literatur. Leider gibt es alle diese Informationen praktisch nur in Englisch.
Diese Technik wird sowieso kommen, denn China hat scih sehr stark darin engagiert. Die Schweiz hätte z.B in Kooperation mit Frankreich und/oder Tschechien, oder auch mit Gruppen in den USA oder Russland beste Chancen diese äusserst umweltfreundliche, zukunftssichere Elektrizitätsversorgu​ng bis zum Abschalten aller alten Reaktoren zu entwickeln. Sonst wird sie mit Sicherheit von China gekauft werden können.

Grüsse
Ax​el Ziegler
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