Benedikt Jorns

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ETH Zürich prognostiziert der Schweiz eine Rezession
Die plötz­li­che Auf­wer­tung des Schwei­zer­fran­kens um 20% ist für un­se­ren Ex­port und ganz be­son­ders für un­se­ren Tou­ris­mus
Fixe Wechselkurse tau­gen gegen lang­fristige Ent­w. nicht!
Fixe Wech­sel­kurse tau­gen gegen lang­fris­tige Ent­wick­lun­gen nicht!Ein Währungs­raum funk­tio­niert lang­fris­tig nur mit einer ge­mein&sh
Unsere Armee hat Zukunft, sie ist auf gutem Weg dorthin
Wir wis­sen es alle: Jedes Jahr wird ca. ein Sech­zigs­tel un­se­rer alten Stimm­be­rech­tig­ten​ durch junge Stimm­bür­ge­rin­nen und Stimm&
"Nein zum Gripen" heisst nicht "Nein zur Schweizer Armee"
Doch die Dis­kus­sion um un­sere zukünf­tige Mi­litär­stra­te­gie ist damit lan­cier­t. ­Raum­​si­che­rung, sub­si­diäre Einsät­ze, Ka­ta­stro­phen­hilfe​
F/A-18 können noch weit länger als bis 2030 fliegen
Es ist an­zu­neh­men, dass un­sere F/A-18 noch bis weit über 2030 flie­gen wer­den. Ent­schei­dend sind die noch­mals zu ü­ber­den­ken­den Prä­

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Dafür setze ich mich ein

Gute Lebensbedingungen für alle,
frühzeitiges Erkennen von kommenden Entwicklungen
und eine sich weiter entwickelnde Ethik
sind Voraussetzungen für ein glückliches Volk.

Mein Einsatz gilt insbesondere ...
... der schrittweisen Ablösung der fossilen Brennstoffe.
... langfristigen Strategien, an welchen sich die Politik orientieren kann.
... der Verbesserung einiger in der Bundesverfassung stehenden Spielregeln unserer direkten Demokratie.





Meine politischen Ämter und Engagements






Meine neusten Kommentare

Vor 23 Tagen Kommentar zu
Apocalypse Now
Was Sie schreiben, ist alles wahr. Verantwortungsgefühl und soziales Denken der Unternehmer sind wichtige Werte für ein glückliches Volk. In der Schweiz findet man viele positive Beispiele dazu. Doch leider manchmal auch das Gegenteil.

Vergessen wir jedoch eines nicht: Die Leistungsbilanz (= Export - Import inkl. Tourismus usw.) muss langfristig ausgeglichen sein und eine hohe Arbeitslosigkeit wäre schlecht. Leistungsbilanz und Beschäftigungsgrad zeigen uns, ob eine Volkswirtschaft gesund ist oder eben krank. Z.B. in den Mittelmeerländern wurden diese beiden Werte von Jahr zu Jahr schlechter. Dass dann meistens auch der Staatshaushalt stark defizitär wird, ist erst ein zweitrangiger Nebeneffekt.
Ihre Forderungen an die Unternehmer unterstütze ich voll und ganz. Doch sind gute Bedingungen für unsere Unternehmen ebenso wichtig. Forderungen von uns Arbeitnehmern müssen klug und diplomatisch sein und sollten gleichzeitig mit konstruktiven Vorschlägen für unsere Unternehmen diskutiert und realisiert werden.
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Vor 27 Tagen Kommentar zu
Apocalypse Now
Die Energiepolitik ist nicht so einfach, wie Sie Herr Landolt, Ihre Parteikollegen Hans Grunder, Werner Luginbühl und all die andern BDPler denken. Ihre Aussage: „Zynisch wird es, wenn die gleichen Absender eine Förderung des Innovations- und Forschungsstandorts postulieren. Es gibt kaum grösseres Innovationspotenzial als in der Energiewende!“ zeigt uns, dass Ihre Kenntnisse in der Physik leider nicht genügen, um in diesem Bereich der Politik aktiv zu sein. In keinem Wissensgebiet wird weltweit auf einem derart hohen Niveau geforscht wie in der Kernphysik. Nicht nur die Grundlagenforschung im Cern ist äusserst beachtenswert, auch das weltweit faszinierendste und mit Abstand teuerste internationale Energieforschungs-Pro​jekt „Iter“ in Cadarache wird wahrscheinlich äusserst wichtig für die Zukunft der Menschheit. Ohne die in Computer-Animationen der Forscher bereits weit entwickelte und bestätigte Kernfusion hätten wir Menschen sehr Mühe, die schrittweise Ablösung der fossilen Brennstoffe Erdöl, Kohle und Erdgas jemals durchzuführen. Bereits 85% des Jahr für Jahr zunehmenden weltweiten Energiebedarfs werden mit fossilen Brennstoffen abgedeckt. Doch diese sind nicht unbegrenzt auf unserer Erde zu finden und der durch ihren Gebrauch entstehende CO2-Ausstoss lässt die weltweite CO2-Konzentration jährlich konstant um 3 ppm steigen. 2014 haben wir nun bereits 400 ppm überschritten.

Die Entwicklung der Kernfusion verlangt den Bau von grossen Entwicklungsreaktoren​ mit langer Bauzeit. Deshalb darf man den ersten produktiv einsetzbaren Reaktor erst Mitte dieses Jahrhunderts erwarten. Wie lange es gehen wird, bis die Kernfusion dann auch ökonomisch vertretbar eingesetzt werden kann, wissen wir allerdings heute noch nicht. Doch zum Glück bekommt auch die Weiterentwicklung der Kernspaltung weltweit wieder zunehmend Schwung. Brennstoff hat es für mindestens einige 10'000 Jahre genug. Wer in Kern- und Reaktorphysik nicht ausgebildet ist, glaubt oft, Uran sei der Brennstoff unserer Kernreaktoren. Doch bis heute nutzen wir erst dessen Isotop Uran-135. Das sind gerade mal 2% des Natururans. Die übrigen 98% sind Uran-138. Die kommende Generation von Kernreaktoren wird auch dieses Isotop nutzen können. Daneben ist auch noch das weltweit in grossen Mengen vorhandene Thorium-132 ein Brennstoff. Es sind Kernreaktoren der 4. Generation, die diese Brennstoffe nutzen können. Bei Reaktoren der 4.Gen. werden zudem Kernschmelzen wie in Fukushima nicht mehr möglich sein. Der verbleibende Abfall hat dann nur noch Halbwertszeiten von ca. 100 Jahren. Ein erster solcher produktiv einsetzbarer Reaktor wird zurzeit in Rongcheng (China) gebaut. Er ist ziemlich klein, so dass er auch per Bahn transportiert werden kann. Vielleicht wird er schon bald ein preisgünstiger chinesischer Exportschlager.

Vi​elleicht haben meine Mails an Schweiger, Wasserfallen, Amstutz und an die meisten der Ständeräte ein bisschen dazu beigetragen, dass heute gilt: „Wir wollen kein Technologie-Verbot“. Bei der Kernfusion sind wir dank der ETH Lausanne und unserem Engagement bei „Iter“ mit dabei, doch bei der Kernspaltung sowie bei der Transmutation von hochaktiven Radionukliden (5% der ausgemusterten Brennstäbe unserer heutigen AKW) läuft uns die weltweite Forschung davon.

Klar haben wir auch die erneuerbaren Energien und die Energieeffizienz. In der Schweiz (und auch in Österreich) ist die Wasserkraft sehr gut nutzbar und der Bau von Staudämmen ermöglicht es unseren Stromproduzenten, die Spannung im Netz auf konstantem Wert zu halten. Doch reichen unsere Staumauern leider nicht aus, um die im Winterhalbjahr wegen den deutlich weniger Wasser führenden Flüssen vorhandene Stromlücke zu schliessen. Allein um einmal im Jahr Strom produzieren zu können, lohnt sich der Bau von weiteren Staumauern nicht.
Die Nutzung von Windkraft ist in windreichen Gebieten sehr produktiv. In Gegenden mit wenig Wind bringt diese Stromproduktion nicht mehr viel. Es gilt: doppelte Windstärke bringt achtmal mehr Strom. Leistungsfähige Gleichstromleitungen von den Küstengebieten bis zu unseren Pumpspeicherbecken werden dereinst die Bedeutung der Windkraft deutlich erhöhen.

Photovolt​aik bringt uns in der Schweiz zurzeit fast nichts. (Gleiches gilt auch für Österreich.) Im Sommerhalbjahr haben wir Stromüberschuss. Jede dann zusätzlich produzierte Kilowattstunde bringt uns nichts. Zeitweise bezahlen die Stromproduzenten sogar dafür, dass sie ihren Strom aufs Netz bringen können. Im Winterhalbjahr importieren wir hauptsächlich aus Frankreich (Kernkraftwerke) und Deutschland (fossile Kraftwerke) viel Strom. Nur mickrige 0,2% der Stromproduktion konnten wir 2014 mit Photovoltaik im Winterhalbjahr abdecken. Realistisch gerechnet ist Strom aus Photovoltaik in der Schweiz und in Österreich horrend teuer. In Deutschland und andern Ländern mit Strombedarf im Sommerhalbjahr bringt Photovoltaik wesentlich mehr. Sobald die Umstellung auf Elektroantrieb im Strassenverkehr dank leistungsfähigeren Akkus allgemein kommen wird, wächst unser Strombedarf etwa im Rahmen unserer heutigen Stromproduktion aus den bestehenden Kernkraftwerken. Dann wird Photovoltaik wahrscheinlich auch in der Schweiz sehr nützlich.

Erst 25% unserer Energieversorgung wird heute mit Elektrizität abgedeckt. Der Prozentsatz dieses (oder allenfalls auch eines andern) Energieträgers wird parallel zur schrittweisen Ablösung der fossilen Brennstoffe auf ca. 60% - 80% wachsen. Experten schätzen, dass ca. 12% mit Biomasse abgedeckt werden können. Was die direkte Nutzung der Erdwärme bringen wird, wissen wir heute noch nicht.

Auch wenn die zukünftige Energieversorgung der Schweiz sehr schwierig abzuschätzen ist, haben wir heute noch nicht den geringsten Grund, langfristig auf die unbeschränkt verfügbare und schon bald sehr sichere Kernenergie-Nutzung zu verzichten. Zurzeit steht jedoch nicht der Bau von neuen Kernkraftwerken im Vordergrund. Unsinnigen „Subventionitis“ müssen wir vermeiden.
Offenheit für kommende Entwicklungen sowohl bei den erneuerbaren Energien wie bei der Kernenergie ist die nahe liegende und in die Zukunft weisende Energiestrategie.

​Es wäre für Sie Herr Landolt und Ihre Pateikollegen/Parteik​olleginnen sehr gut, in der Energiepolitik diese Offenheit zu leben und auch ehrliche andere Meinungen zu respektieren. Insbesondere ist die Energiestrategie auch weiterhin in ihrer grundsätzlichen Ausrichtung offen und ehrlich im Energieartikel 89 der Bundesverfassung zu formulieren und dementsprechend vom Volk bestätigen zu lassen. Einen Vorschlag für eine Neuformulierung finden Sie in www.ch-strategie.ch
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Vor 28 Tagen Kommentar zu
Apocalypse Now
Vor seiner heutigen Selbständigkeit war Martin Landolt während vielen Jahren ein Banker, zuletzt bei der UBS. Zufälligerweise war ich eine Woche vor der Wechselkursfreigabe an einem Vortrag der UBS-Strategen. Auf die Frage eines Kunden, ob weiterhin mit einem festen Wechselkurs des Frankens zum Euro zu rechnen sei, antwortete der Chef-Stratege ohne zu zögern mit „Ja“. Die Nationalbank könne es sich nicht leisten, ein Absinken des Euros zuzulassen. Viel zu gross wäre ihr Verlust. Ich dachte mir, hoffentlich sieht der Chef-Stratege das richtig. Weiss er, wie gross zurzeit die Euro-Käufe der Nationalbank sind? Heute wissen wir alle und insbesondere die Anleger im Euro-Raum, der Chef-Stratege der UBS erzählte uns „Mist“.

Die Beurteilung der nun zu erwartenden Entwicklung der schweizerischen Volkswirtschaft ist äusserst schwierig. Selbst die Meinungen erfahrener Nationalökonomen gehen auseinander. Während Martin Landolt nur die andern Parteien kritisiert, habe ich einen konkreten Vorschlag. Hier mein Leserbeitrag in der NZZ:

Die Stützung des Wechselkurses ist „Pflästerli-Politik“.​ Da sie letztendlich unter wachsendem Druck aufgegeben werden muss, bringt sie langfristig nichts. Der Euroraum und die USA streben mit ihren Geldmengen-Erhöhungen​ eine Inflationsrate von 2% an. Die Ökonomen erachten diesen zwar kleinen aber langfristig doch wirksamen Kaufkraft-Verlust als die beste Basis für eine optimale Konjunktur. Wir haben als Wirtschaftspartner eine Inflationsrate bei ungefähr Null. Das passt nicht! So kommen unsere Währungskurse andauernd unter Druck und unser Export leidet auch bei sonst besten Bedingungen.
Wir müssen dringend eine vergleichbare Inflationsrate anstreben! „Inflation“ heisst auf Deutsch nichts anderes als „Kaufkraftverlust“. Tun wir doch dasselbe wie die USA und der Euroraum! Wir erhöhen die Geldmenge in der Schweiz schrittweise und vorsichtig genau so stark, dass wir eine Inflationsrate von 2% erreichen. Sobald die Nationalbank und unsere Regierung gemeinsam dieses währungspolitische Ziel glaubhaft bekannt geben, sinkt der Druck auf den Schweizerfranken sofort spürbar.
Die sinnvollste Anlage dieser zusätzlichen Geldmenge wäre in der Schweiz die Bildung eines Fonds für die langfristige Infrastruktur-Erneuer​ung. Diese wird in der Schweiz schon bald äusserst teuer. Mehr dazu im Migros-Magazin und in einer früheren Ausgabe des „Beobachters“.
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January 2015 Kommentar zu
ETH Zürich prognostiziert der Schweiz eine Rezession
Das Vergrössern der Geldmenge bringt ein entsprechendes Absinken der Kaufkraft. Eine Inflationsrate von 2 Prozent ist erfahrungsgemäss eine ideale Basis für eine gesunde konjunkturelle Entwicklung (gut laufender Markt mit wenig Arbeitslosigkeit, jedoch noch keine Überhitzung). Das Absinken der Kaufkraft drückt zudem den Wert der Währung im Vergleich zu andern Währungen nach unten. Zurzeit erwartet man weltweit kein Absinken der Kaufkraft des Schweizerfrankens. Dies im Gegensatz zum Euro und zum Dollar. Das drückt den Wechselkurs zum SFr. spürbar nach oben.
Der soeben erfolgte Anstieg des Frankenkurses machte uns Bürger spürbar reicher. Unser Vermögen ist beim Einkauf von ausländischer Ware deutlich grösser. Eine Inflationsrate von 2 Prozent nimmt uns von dieser Wertvermehrung wieder einen kleinen Teil weg. Nämlich genau soviel, wie die Vermehrung der Geldmenge durch die Nationalbank ausmachen würde. Dieses Kapital hätte nun der Staat zur Verfügung. Früher haben sich allmächtige Herrscher so ihre Prunkschlösser und ihre Armee finanziert. Dafür hatte dann der Bürger wertloses Geld in der Hand. Soweit dürfen wir natürlich niemals gehen. Die jährliche Wertverminderung (= Inflation) wäre auf 2 Prozent limitiert. Zudem wäre das so entstehende Zusatzvermögen des Staates für die Erhaltung unserer Infrastruktur bestimmt. Z.B. in http://www.migrosmaga​zin.ch/menschen/dossi​er/artikel/infrastruk​tur-wer-soll-das-beza​hlen ist ersichtlich, dass unglaublich grosse finanzielle Belastungen in den kommenden Jahren auf uns zukommen. Sie sind aussergewöhnlich hoch. Dies aus verschiedenen Gründen. Übliche Staatsaufgaben wie die Finanzierung der Schulen, der Armee oder der Sozialausgaben dürfen natürlich nicht auf diese Weise abgedeckt werden.
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January 2015 Kommentar zu
Franken-Schock – was ist zu tun?
Die Nationalbank ist keine „Bank“. Auch wenn ihr Name uns dies suggerieren will. Ein „Vermögen“ besitzt sie nicht. Auch wenn man gerne davon spricht und angebliche „Gewinne“ den Kantonen verschenkt. Was ist sie denn? Sie ist nichts anderes als eine staatliche Institution, die das Geldvolumen je nach Konjunkturlage vergrössert oder verkleinert.

Im Euroraum macht dies die „Europäische Zentralbank“. Heute Nachmittag will sie im Euroraum die Geldmenge erhöhen. Wir sind gespannt, um wie viel sie das tut. Schon die Ankündigung hat den Wert des Schweizerfrankens im Ausland um 20% erhöht. Als Folge davon ist eine Deflation des Schweizerfrankens denkbar. Wir wissen es heute noch nicht. In der Nationalökonomie lernt man, so etwas wäre für die volkswirtschaftliche Entwicklung eines Landes sehr schlecht.

Doch wie soll die Schweiz nun reagieren? So schwierig zu lösen wie viele denken, wäre diese Aufgabe nicht. Wir tun doch einfach dasselbe wie die USA und der Euroraum. Die Nationalbank vergrössert so viel wie nötig unsere Geldmenge. Doch sollte sie dies mit Mass und auf intelligente Weise tun.

Unsere Infrastruktur in der Schweiz braucht langfristige Investitionen. Das Geld dazu fehlt. Die Realisierung harzt. Insbesondere in armen Gemeinden. Machen wir doch mit dem neu in Umlauf zu setzenden Geld einen Fond. Verwalten soll ihn unsere Regierung entsprechend der Dringlichkeit von Projekten und der im Land vorhandenen Kapazität zur Realisierung. Das wäre viel besser, als unsere Banken im Hypothekenmarkt mit billigem Geld anzuspornen.
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November 2014 Kommentar zu
Die eklatanten Widersprüche der Gegner der Gold-Initiative
Die Nationalbank ist keine „Bank“. Auch wenn ihr Name uns dies suggerieren will. Ein „Vermögen“ besitzt sie nicht. Auch wenn man gerne davon spricht und angebliche „Gewinne“ den Kantonen verschenkt.

Was ist sie denn? Sie ist nichts anderes als eine staatliche Institution, die das in der Schweiz insgesamt vorhandene Geldvolumen je nach Konjunkturlage und Wertentwicklung des Schweizerfrankens vergrössert oder verkleinert. Sie kann zudem durch den Kauf oder Verkauf von ausländischer Währung den Wechselkurs auf gewünschter Höhe fixieren.

Gold war früher eine Art „Weltwährung“. Doch diese Bedeutung hat es schon lange nicht mehr. Müsste in Zukunft unsere Nationalbank zusätzlich zu den beiden oben beschriebenen Aufgaben noch Gold kaufen und verkaufen, würde sie dadurch sehr unbeweglich und im internationalen Geldhandel hätte sie ihre Glaubwürdigkeit nicht mehr. Zum Glück will dies gemäss der 2. Umfrage die Volksmehrheit nicht.
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November 2014 Kommentar zu
Goldpreis schwankt
Es gibt noch einen weiteren Grund, warum es für den Schweizer Export und natürlich auch den Tourismus sehr dumm wäre, wenn die Nationalbank einen dermassen grossen Goldanteil horten müsste. Unsere Exporteure profitieren sehr davon, dass die Nationalbank einen ungefähr konstanten Wechselkurs zum Euro hält. Jede Intervention der Nationalbank wirkt sich heute nicht nur auf den Schweizerfranken sondern auch noch etwas auf den Euro aus. Z.B. hat bereits alleine die Ankündigung des Mindestkurses 1,20 Fr. pro Euro durch den damaligen Nationalbank-Präsiden​​ten sofortige Wirkung gezeigt, ohne dass die Nationalbank bereits eingegriffen hat. Der Kauf von Gold wirkt sich weniger stark und vor allem weniger rasch auf den Wechselkurs aus.
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November 2014 Kommentar zu
Goldpreis schwankt
Wenn Gold ein nützlicher Rohstoff wäre, ok. Zum Beispiel das seltene und für viele Zwecke einsetzbare Platin oder das zwar häufige aber langfristig für die Menschen knappe Lithium werden langfristig sicher teurer. Doch Gold dient nur für die Herstellung von Schmuck. Sein Preis ist der Laune von uns Menschen extrem ausgesetzt und sein Wert langfristig alles andere als sicher. Gold hat zwar bei der Einführung des Geldes eine zentrale Rolle gespielt. Doch diese Zeit ist heute längstens vorbei
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October 2014 Kommentar zu
Ja zur Energiewende, ja zu Energie- statt Mehrwertsteuer
@Erich Iseli: Atommüll aus Kernreaktoren der 4. Generation ist für unsere Nachkommen unproblematisch. Ein erster produktiv eingesetzter solcher Reaktor wird zurzeit in Rongcheng (China) gebaut, weitere Typen (weltweit werden sechs sehr verschiedene Modelle entwickelt) folgen innerhalb der kommenden Jahrzehnte. Die Halbwertszeiten der Abfälle werden mehrheitlich nicht über 100 Jahre sein, der notwendige Einschluss folglich weniger als 2'000 Jahre (17-fache Halbwertszeit). Verpackungen von Atommüll schliessen mehrere tausend Jahre absolut dicht. Zum Glück kann auch der heutige Atommüll als noch äusserst ergiebiger Brennstoff in Reaktoren der 4. Gen. genutzt werden. Deshalb kommt heute der Atommüll nur für eine überblickbare Zeit in ein Tiefenlager mit Rückholbarkeit.

En​er​​gie aus erneuerbaren Quellen schätze ich sehr, doch selbst zusammen mit der Kernenergie (inkl. Kernfusion) ist die schrittweise Ablösung der fossilen Brennstoffe ein Riesending. Unsere weltweite Abhängigkeit von den Fossilen wächst jedes Jahr sehr stark. Bereits 85% des Weltenergiebedarfs wird heute mit diesen abgedeckt.
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October 2014 Kommentar zu
Ja zur Energiewende, ja zu Energie- statt Mehrwertsteuer
Wer die „Energiewende“ propagiert und gleichzeitig die fossilen Brennstoffe ablösen will, der träumt. Das geht nicht! Hartnäckig wird es zwar immer wieder behauptet. Nicht nur von Roland Fischer, selbst die mir sonst sympathische Bundesrätin Doris Leuthard und ihr nicht ganz billiges Gefolge erzählen solchen Mist. „Bewiesen“ wird das nicht selten mit dem Hinweis, dass irgend eine Ortschaft allein mit Photovoltaik mehr als sich selbst „versorgen“ kann. Doch schauen wir genauer hin, sieht man, dass solches nicht mehr als irreführende Propaganda ist. Nur ca. ein Drittel unseres Energiebedarfs wird durch Haushalte erzeugt. Den grossen „Rest“ beanspruchen die Wirtschaft, der Verkehr und all die Berufstätigen, die in unserer Gesellschaft notwendig sind. Zudem deckt z.B. Deutschland nur ca. 20% seines Energiebedarfs mit Elektrizität. Nach „Adam Riese“ versorgt diese Ortschaft also nur knapp 7% ihres Energiebedarfs mit Photovoltaik. Doch selbst das stimmt noch bei Weitem nicht. Es sind nicht die produzierten Kilowattstunden, die uns zeigen, was eine Stromquelle bringt. Es ist ihr nicht ganz einfach zu schätzender Beitrag an die Aufrechterhaltung der verlangten Spannung im Versorgungsnetz während dem ganzen Jahr. Etwa in der Schweiz und in Österreich bringt die Photovoltaik nicht viel, denn 75% ihrer Stromproduktion erfolgt im Sommerhalbjahr und dann haben wir wegen unseren viel Wasser führenden Flüssen Stromüberschuss. Dieser lässt sich heute leider schlecht im Ausland verkaufen. Der Nutzen der Windkraft ist stark abhängig von der durchschnittlichen Windgeschwindigkeit. Bis zur Grenze der nutzbaren Maximalgeschwindigkei​​​​t gilt folgende Regel: Doppelte Windgeschwindigkeit bringt achtfache Energieproduktion. Wind in windreichen Küstengebieten hat ein wesentlich höheres Potential als der in unserer Schweiz zu nutzende Wind. Zudem empfinden die davon betroffenen Menschen eine Vielzahl von Windturbinen als schlecht akzeptierbare Zumutung, die man möglichst vermeiden soll.

Zurzeit wächst in unseren Nachbarländern Deutschland, Italien und Österreich der fossile Anteil der Stromproduktion von Jahr zu Jahr. Auch der von uns aus diesen Ländern billig importierte Strom vergrössert unseren „schmutzigen Stromanteil“. Es ist nicht zu vermeiden, dass wir mit der Abschaltung unserer bereits alten AKW zunehmend Strom aus diesen Ländern importieren werden.

Glauben Sie wirklich, Herr Roland Fischer, dass Sie mit Ihrer radikalen und in ihrer Wirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz schlecht einschätzbaren Umstellung der eidgenössischen Besteuerung auf dem richtigen Weg sind? Der Bundesrat und das Parlament glauben es nicht. Ich auch nicht. Ich finde den Vorschlag einen totalen Unsinn.

Für die schrittweise Ablösung der fossilen Brennstoffe bin ich auch. Sie ist ein zentraler Punkt der von mir vorgeschlagenen Energiestrategie. Offenheit für kommende Entwicklungen, sei es im Bereich der erneuerbaren Energiequellen oder der Kernenergie, ist die beste in die Zukunft gerichtete Energiestrategie.

​​​​Bundesrätin Doris Leuthard hat freundlich dankend meinen Vorschlag für eine Neuformulierung des Energieartikels in ihre Handtasche gesteckt.
Willst Du, liebe Leserin/lieber Leser, ihn auch? www.ch-strategie.ch/E​nergiestrategie.pdf
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