Wenn man mich fragen würde, ob ich gerne 6 Wochen Ferien hätte, würde ich natürlich gerade heraus ja sagen. Schwieriger wird's dann aber schon, wenn die Frage mit einem "aber" ergänzt wird: Aber du verdienst dann x Prozent weniger. Es gibt noch weitere "aber": Die Steuern gehen dann rauf.
Mein Nein zu dieser Initiative hat mehrere Gründe. Das "aber" mit den Steuern ist schnell erklärt: Wenn diese Initiative angenommen wird, gilt sie natürlich auch für die Angestellten bei Bund, Kantonen und Gemeinden. Diese müssen dann ihren Service – also zum Beispiel die Schalteröffnungszeiten - dennoch aufrechterhalten. Das bedeutet, dass vor allem kleinere Gemeinden mehr Leute anstellen müssen. Die Kosten werden unweigerlich steigen und damit die Steuerbelastung.
Die Schweiz ist ein KMU Land – und das ist gut so. Viele KMU können sich keine 6 Wochen Ferien leisten, denn sonst würden ihre Produkte teurer, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit sinken würde.
Ich gönne allen 6 Wochen Ferien, aber nicht, wenn damit unsere KMUs Aufträge verlieren und unsere Steuern rauf gehen.


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