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Ökologische Steuerreform statt Gaskraftwerke!

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Über die Sonn­tags­presse sind erste Ele­mente der Ener­gie­stra­te­gie 2050 des UVEK durch­ge­si­ckert. Dem­nach soll der Atomaus­stieg in ers­ter Linie durch höhere Sub­ven­tio­nen für die Pro­duk­tion er­neu­er­ba­rer Ener­gie und für ener­ge­ti­sche Gebäudesanierungen sowie – aus ökologischer Sicht unverständlich - den Bau von Gas­kraft­wer­ken ermöglicht wer­den. Ebenso unverständlich ist, dass eine ökologische Steu­er­re­form of­fen­bar nicht Teil die­ses Mass­nah­men­pa­kets ist. Denn nur die stärkere Be­steue­rung der nicht er­neu­er­ba­ren Ener­gie gibt die rich­ti­gen Preis­si­gnale für den Ener­gieum­bau. Mit einer ökologischen Steu­er­re­form ist die Ener­gie­wende möglich, ohne Gaskraftwerke!

Es gehört zu den anerkannten Grundsätzen der Ökonomie, dass die Nachfrage der Konsumenten nach Gütern und Dienstleistungen von deren relativen Preisen abhängt. Das bedeutet, dass jene Güter und Dienstleistungen stärker nachgefragt werden, welche den höchsten Nutzen zu den tiefsten Preisen stiften. Dies gilt auch für den Energiekonsum, zumal es sich z.B. beim Strom um ein relativ homogenes Produkt handelt. Verbraucher haben deshalb einen starken Anreiz, Strom aus der preisgünstigsten Quelle nachzufragen.

Etwas über 40% des in der Schweiz produzierten Stroms entfällt heute auf nicht erneuerbare Energie, d.h. hauptsächlich auf die Atomkraft. Bei der erneuerbaren Energie dominiert die Wasserkraft. Neue erneuerbare Energien, wie z.B. die Photovoltaik und die Windenergie, haben (noch) einen verschwindend kleinen Anteil von lediglich 2 Prozent. Beim Gesamtenergiekonsum stammt sogar die grosse Mehrheit aus nicht erneuerbarer Energie. Damit sich diese Verhältnisse massgeblich zu Gunsten der erneuerbaren Energie ändern, ist eine Verschiebung der relativen Preise unumgänglich. Das heisst, nicht erneuerbare Energie muss massiv teurer werden, damit die Verbraucher einen Anreiz haben, deutlich mehr erneuerbare Energie nachzufragen. Erst dann werden Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und höhere Investitionen in die Produktion erneuerbarer Energie in genügend hohem Umfang ergriffen bzw. ausgelöst.

Ohne eine deutliche und spürbare Änderung der Preisverhältnisse sind zudem höhere Subventionen für die Produktion erneuerbarer Energie und die energetische Sanierung von Gebäuden zwar gut gemeint. Deren Wirkung dürfte aber weitgehend verpuffen und viel zu gering ausfallen, um den Energieumbau zu erreichen. Kein Wunder muss das UVEK auf Gaskraftwerke setzen. Denn ohne ökologische Steuerreform fehlen die Preissignale für eine erfolgreiche Energiewende.

Zwar führen höhere staatliche Beiträge an die Produzenten erneuerbarer Energie dazu, dass z.B. Solarstrom oder Windenergie zu tieferen Kosten produziert wird, wodurch das Angebot steigt. Die kostendeckende Einspeisevergütung erhöht das Angebot zusätzlich. Werden jedoch nicht gleichzeitig die Preise der nicht erneuerbaren Energie durch Steuern erhöht, steht dem zusätzlichen Angebot an erneuerbarer Energie eine zu tiefe Nachfrage gegenüber. Wird erneuerbare Energie nicht deutlich günstiger als nicht erneuerbare Energie angeboten, bestehen wenig Anreize, das Konsumverhalten zu ändern. Es besteht sogar die Gefahr, dass aufgrund des höheren Angebots die Preise sinken und der Gesamtenergiekonsum zunimmt.

Man kann einwenden, dass zur Vermeidung dieses Effekts die Gesamtnachfrage nach Energie durch Energiesparen und höhere Subventionen für energetische Gebäudesanierungen reduziert werden könne. Sanierungen werden jedoch nur dann in genügend hohem Ausmass getätigt, wenn sie sich wirtschaftlich lohnen; es sei denn, man wende Zwang an, was wohl mit unseren demokratischen und freiheitlichen Rechten kaum vereinbar wäre. Investitionskosten (Zinsen und Abschreibungen) müssen deshalb durch entsprechend hohe Einsparungen bei den Energiekosten kompensiert werden können. Selbst wenn Bund und Kantone die Investitionskosten zu einem grossen Teil bezahlen würden, wird ein Hauseigentümer nur dann bereit sein, in neue Heizungen und die Isolation der Gebäudehülle zu investieren, wenn seine Energiekosten dadurch deutlich sinken. Es ist deshalb auch im Hinblick auf eine Zunahme von Gebäudesanierungen unabdingbar, dass die Preise nicht erneuerbarer Energie deutlich steigen.

Ein Anstieg der Preise nicht-erneuerbarer Energie wird wirtschafts- und sozialverträglich mit einer ökologischen Steuerreform erreicht, wie sie z.B. die Volksinitiative „Energie- statt Mehrwertsteuer“ der Grünliberalen vorsieht. Kernelement der Initiative ist eine neue Steuer auf dem Import und der Produktion von nicht-erneuerbarer Energie, wobei der Gesamtertrag dieser Energiesteuer gleich hoch sein soll wie heute die Mehrwertsteuer. Die Mehrwertsteuer wird im Gegenzug abgeschafft, sodass die Reform staatsquotenneutral ist. Das heisst, Wirtschaft und Konsumenten werden insgesamt nicht stärker durch Steuern und Abgaben belastet als heute. Da erneuerbare Energie nicht besteuert wird, werden Atomstrom, Öl, Gas und Benzin gegenüber erneuerbaren Energien deutlich teurer, d.h. die relativen Preise verschieben sich zu Gunsten der erneuerbaren Energie.

Im Rahmen der Energiestrategie 2050 sollte deshalb eine ökologische Steuerreform absolute Priorität geniessen. Subventionen, welche im Übrigen die Staatsquote erhöhen und somit die Volkswirtschaft mit zusätzlichen Abgaben belasten, sollen lediglich ergänzend und in einer Übergangsphase ausgerichtet werden. Nur so kann dem Energieumbau zum Durchbruch verholfen werden, auch ohne Gaskraftwerke.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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43%
(14 Stimmen)
Erich Wirth sagte April 2012

Die Initiative hat mehrere Geburtsfehler

Die zu ersetzende Mehrwertsteuer bringt zur Zeit ca. 20 Milliarden in die Bundeskasse. Das bedeutet, dass der Ertrag der Energiesteuer festgelegt ist, unabhängig wie viel Energie verkauft wird. Wenn also die Verkäufe zurückgehen wird die Energie teurer. Dabei spielt es keine Rolle ob weniger verbraucht wird, oder mittels Tanktourismus im Ausland gekauft wird. Beim Start würde der Liter Benzin oder Diesel ca. Fr. 3.- kosten. Eine Tankfüllung also um die Fr. 180.- Was glauben Sie wie viele Leute im Ausland tanken und mit dem Wocheneinkauf verbinden werden? Es winken Einsparungen von Fr. 200.- und mehr. 70% der Schweizer Bevölkerung wohnen nicht weiter als 50 Km von der nächsten Grenze!
Damit dreht sich eine Schraube, die nicht mehr zu stoppen ist. Die Verkäufe gehen zurück und um die Einnahmen zu erreichen, muss der Preis erhöht werden, was noch mehr Konsumenten ins Ausland treibt, usw. Wenn das Ziel die Reduktion des Verbrauches dazu kommt, dreht sich die Schraube noch schneller. Preise von 5.- bis 10.- pro Liter sind in kürze erreicht. Was dann?

Im Warenaustausch mit dem Ausland geschieht ebenfalls unerfreuliches. Der Ausländische Lieferant bekommt die Vorsteuer in seinem Land rückvergütet und weil es in der Schweiz keine MWSt mehr gibt, verbilligen sich seine Produkte um 8%
Der Hersteller in der Schweiz bezahlt an Stelle der MWSt die Energiesteuer. Diese dürfte seine Produkte im Schnitt um die 10% belasten. Erhat also einen Preisnachteil von 10%
Wenn er ins Ausland liefert verteuert sich sein Produkt zusätzlich um die MWSt auf der Energiesteuer. Dabei ist zu beachten, dass die 10% ein Durchschnittwert ist. Energieintensive Produktion in der Schweiz ist nicht mehr möglich. Wobei dies den Energieverbrauch reduziert und wie oben beschrieben die Energie noch teurer macht.

In den einschlägigen Kreisen hat man dies erkannt und will mit einem Rabatt auf dem Energiepreis die energieintensiven Betriebe vorübergehend entlasten. Das ist allerdings Flickschusterei der übleren Sorte.
Wer investiert in eine Firma die nur überlebt weil diese vorübergehend einen Rabatt erhält und nachher nicht mehr konkurrenzfähig ist?
Eine Partei die sich unter anderem liberal nennt, sollte endlich in dieser Sache den Rückwärtsgang einlegen und eingestehen dass man sich verrannt hat.



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25%
(4 Stimmen)
Erich Wirth sagte April 2012

Die Initiative ESM /energie- statt Mehrwertsteuer) hat mehrere Geburtsfehler

Die zu ersetzende Mehrwertsteuer bringt zur Zeit ca. 20 Milliarden in die Bundeskasse. Das bedeutet, dass der Ertrag der Energiesteuer festgelegt ist, unabhängig wie viel Energie verkauft wird. Wenn also die Verkäufe zurückgehen wird die Energie teurer. Dabei spielt es keine Rolle ob weniger verbraucht wird, oder mittels Tanktourismus im Ausland gekauft wird. Beim Start würde der Liter Benzin oder Diesel ca. Fr. 3.- kosten. Eine Tankfüllung also um die Fr. 180.- Was glauben Sie wie viele Leute im Ausland tanken und mit dem Wocheneinkauf verbinden werden? Es winken Einsparungen von Fr. 200.- und mehr. 70% der Schweizer Bevölkerung wohnen nicht weiter als 50 Km von der nächsten Grenze!
Damit dreht sich eine Schraube, die nicht mehr zu stoppen ist. Die Verkäufe gehen zurück und um die Einnahmen zu erreichen, muss der Preis erhöht werden, was noch mehr Konsumenten ins Ausland treibt, usw. Wenn das Ziel die Reduktion des Verbrauches dazu kommt, dreht sich die Schraube noch schneller. Preise von 5.- bis 10.- pro Liter sind in kürze erreicht. Was dann?

Im Warenaustausch mit dem Ausland geschieht ebenfalls unerfreuliches. Der Ausländische Lieferant bekommt die Vorsteuer in seinem Land rückvergütet und weil es in der Schweiz keine MWSt mehr gibt, verbilligen sich seine Produkte um 8%
Der Hersteller in der Schweiz bezahlt an Stelle der MWSt die Energiesteuer. Diese dürfte seine Produkte im Schnitt um die 10% belasten. Erhat also einen Preisnachteil von 10%
Wenn er ins Ausland liefert verteuert sich sein Produkt zusätzlich um die MWSt auf der Energiesteuer. Dabei ist zu beachten, dass die 10% ein Durchschnittwert ist. Energieintensive Produktion in der Schweiz ist nicht mehr möglich. Wobei dies den Energieverbrauch reduziert und wie oben beschrieben die Energie noch teurer macht.

In den einschlägigen Kreisen hat man dies erkannt und will mit einem Rabatt auf dem Energiepreis die energieintensiven Betriebe vorübergehend entlasten. Das ist allerdings Flickschusterei der übleren Sorte.
Wer investiert in eine Firma die nur überlebt weil diese vorübergehend einen Rabatt erhält und nachher nicht mehr konkurrenzfähig ist?
Eine Partei die sich unter anderem liberal nennt, sollte endlich in dieser Sache den Rückwärtsgang einlegen und eingestehen dass man sich verrannt hat.



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33%
(12 Stimmen)
Roger Villiger sagte April 2012

Habe neulich gelesen, dass es auch noch andere Alternativen gibt:

--Stromprodu​ktion im eigenen Keller: Der Hamburger Ökostromanbieter Lichtblick und Europas größter Autokonzern Volkswagen planen den Bau von Mini-Kraftwerken als Alternative zur Atomkraft. Das Projekt für den Bau von sogenannten Zuhause-Kraftwerken solle am Mittwoch in Salzgitter vorgestellt werden, sagte Lichtblick-Sprecher Ralph Kampwirth am Sonntag. Er bestätigte damit einen "Spiegel"-Bericht, wonach Lichtblick und VW diese Woche einen weltweit gültigen Exklusivvertrag zum Bau und zur Vermarktung von gasbetriebenen Blockheizkraftwerken abschließen wollen.
Geplant ist demnach, die kleinen Anlagen in den Kellern normaler Wohnhäuser zu installieren. Dort sollen sie Wärme für Heizungen und Warmwasserbedarf bereitstellen. Gleichzeitig könnten die Anlagen gewaltige Mengen Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Dank intelligenter Steuerung und Vernetzung soll das vorzugsweise dann passieren, wenn am Markt ein hoher Strombedarf besteht. Durch die äußerst schnellen Reaktionszeiten könnten dann 1000, 10.000 oder auch 100.000 Anlagen zu einer Art virtuellem Großkraftwerk zusammengeschaltet werden, um die notwendige Menge Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen. Mindestens zwei große Atomkraftwerke oder Kohlemeiler sollten durch die Mini-Kraftwerke ersetzt werden.
94 Prozent Wirkungsgrad
Bei den Aggregaten handelt es um Erdgasmotoren aus dem VW Golf, die im Werk Salzgitter gebaut werden. Vieles, was man zur Herstellung von Minikraftwerken brauche, sei auch in hochmodernen Autos vorhanden, sagte Werksleiter Rudolf Krebs dem "Spiegel". Dem Bericht zufolge haben die Motoren einen Wirkungsgrad von 94 Prozent, während Atomkraftwerke auf 30 bis 40 Prozent kommen. In Salzgitter sollen pro Jahr mindestens 10.000 Kraftwerke vom Band laufen.
VW hat bereits Erfahrungen bei der Energieerzeugung. So betreibt der Konzern an den Standorten Wolfsburg, Kassel, Hannover, Emden und Mlada Boleslàv Heizkraftwerke und versorgt damit seine Werke mit Strom. Lichtblick ist nach eigenen Angaben mit über 500.000 Kunden der größte von den Energiekonzernen unabhängige Versorger in Deutschland. Das Unternehmen wirbt mit sauberer Energie.
Stromproduktion im eigenen Keller: Der Hamburger Ökostromanbieter Lichtblick und Europas größter Autokonzern Volkswagen planen den Bau von Mini-Kraftwerken als Alternative zur Atomkraft. Das Projekt für den Bau von sogenannten Zuhause-Kraftwerken solle am Mittwoch in Salzgitter vorgestellt werden, sagte Lichtblick-Sprecher Ralph Kampwirth am Sonntag. Er bestätigte damit einen "Spiegel"-Bericht, wonach Lichtblick und VW diese Woche einen weltweit gültigen Exklusivvertrag zum Bau und zur Vermarktung von gasbetriebenen Blockheizkraftwerken abschließen wollen.
Geplant ist demnach, die kleinen Anlagen in den Kellern normaler Wohnhäuser zu installieren. Dort sollen sie Wärme für Heizungen und Warmwasserbedarf bereitstellen. Gleichzeitig könnten die Anlagen gewaltige Mengen Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Dank intelligenter Steuerung und Vernetzung soll das vorzugsweise dann passieren, wenn am Markt ein hoher Strombedarf besteht. Durch die äußerst schnellen Reaktionszeiten könnten dann 1000, 10.000 oder auch 100.000 Anlagen zu einer Art virtuellem Großkraftwerk zusammengeschaltet werden, um die notwendige Menge Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen. Mindestens zwei große Atomkraftwerke oder Kohlemeiler sollten durch die Mini-Kraftwerke ersetzt werden.
94 Prozent Wirkungsgrad
Bei den Aggregaten handelt es um Erdgasmotoren aus dem VW Golf, die im Werk Salzgitter gebaut werden. Vieles, was man zur Herstellung von Minikraftwerken brauche, sei auch in hochmodernen Autos vorhanden, sagte Werksleiter Rudolf Krebs dem "Spiegel". Dem Bericht zufolge haben die Motoren einen Wirkungsgrad von 94 Prozent, während Atomkraftwerke auf 30 bis 40 Prozent kommen. In Salzgitter sollen pro Jahr mindestens 10.000 Kraftwerke vom Band laufen.
VW hat bereits Erfahrungen bei der Energieerzeugung. So betreibt der Konzern an den Standorten Wolfsburg, Kassel, Hannover, Emden und Mlada Boleslàv Heizkraftwerke und versorgt damit seine Werke mit Strom. Lichtblick ist nach eigenen Angaben mit über 500.000 Kunden der größte von den Energiekonzernen unabhängige Versorger in Deutschland. Das Unternehmen wirbt mit sauberer Energie.--
© Chris Gossmann/DPA


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50%
(10 Stimmen)
Werner Nabulon sagte April 2012

Ich habe mir gestern die Arena Sendung zu diesem Thema angesehen und glaube nicht, dass wir forwärts kommen.


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22%
(9 Stimmen)
Werner Widmer sagte April 2012

Ein Video, das sich Jeder/Jede anschauen sollte!! Vor allem aber unsere Politiker. http://www.youtube.co​m/watch?feature=playe​r_embedded&v=-pRfGVHU​_Qg



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62%
(13 Stimmen)
werner witschi sagte April 2012

Zur Initiative von Herrn Jorns folgenden Nachtrag:
Zur Initiative: da fehlen die wichtigsten Anpassungen die da heissen
Es muss ein Endlagerstandort für stark-, mittel- und schwach Radioaktive Stoffe vorhanden und gebaut sein.
Die Kosten des Rückbaues und der Endlagerung gehen vollends zulasten der Betreiber.
Die Finanzierung neuer Werke haben einzig und allein die Betreiber zu tragen.

Es kann doch nicht angehen, dass da schon wieder Initiativen gestartet werden, bevor die alten Probleme gelöst sind.



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73%
(15 Stimmen)
Werner Nabulon sagte April 2012

Ich stelle fest, dass in einem Jahr ausser sprechen und Parolen Pro und Contra schwingen, noch kein Nagel eingeschlagen wurde.
Und so kommen wir nicht weiter, mit solchen Grundlagen welche keine sind können keine Entscheidungen gefällt und durchgezogen werden.



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73%
(15 Stimmen)
Benedikt Jorns sagte April 2012

Gaskombikraftwerke zu bauen wäre die grösste Dummheit, die wir bei unserer Stromproduktion machen könnten. Die stark wachsende Abhängigkeit von den fossilen Brennstoffen ist ein beängstigendes Risiko für die Menschheit. Bereits haben diese Energiequellen einen Anteil von 85% an der Gesamtenergieprodukti​on erreicht. Wir müssen vom Erdöl und Erdgas in den kommenden Jahrzehnten schrittweise wegkommen. Grafik: www.bernerschach.ch/I​EA.pdf Auch wenn uns das heute fast unmöglich erscheint, gibt es keinen anderen Weg. Allerdings müssen wir dabei realistisch einsehen, auslesen unter den uns verbleibenden Energiequellen können wir nicht! Da führt uns auch Roland Fischers Preistheorie aus der Volkswirtschaftslehre​ nicht viel näher zum Ziel.

Von den Lesern des Internet-Forums der Tagesschau des Schweizer Fernsehens sind 59% gegen den Atomausstieg. Die Leser meines Beitrages unterstützen zudem die Idee einer Energie-Initiative, welche im Artikel 89 der Bundesverfassung insbesondere festhält:

"Der Bund setzt sich ein für die Ablösung der fossilen Brennstoffe durch mehr Energieeffizienz, die vermehrte Nutzung der erneuerbaren Energien und eine den Bedürfnissen der Energieversorgung, dem Entwicklungs- und dem Sicherheitsstand der Nukleartechnik entsprechende Nutzung der Kernenergie."

Siehe unter:
www.tagesscha​u.sf.tv/Nachrichten/A​rchiv/2012/04/15/Schw​eiz/Gaskombikraftwerk​e-sind-umstritten

Vollständiger Initiativtext:
www.b​ernerschach.ch/Energi​e-Initiative.pdf
Zurzeit suche ich eine politische Partei, welche diese Initiative unterstützt.

Nur wer auch Argumente der Andersdenkenden beachtet, kann sich weiter entwickeln. Ob wir in den kommenden Volksabstimmungen den eingeschlagenen Atomausstiegskurs unserer Regierung langfristig stützen werden, ist heute noch offen. Nach dem Fukushima-Schock haben wir eine Phase des kritischen Denkens und objektiven Argumentierens erreicht.


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50%
(16 Stimmen)
Hans Meier sagte April 2012


Bin zwar GLP Wähler. Halte jedoch diese Initiative für nicht schädlich.
- Höher Strompreise lassen sich leicht über die Strommarktliberalisie​rung erzielen. Das wäre echte Marktwirtschaft. Nichts verteuert etwas schneller als gierige Aktionäre.
- Kein Privater finanziert heute Atomkraftwerke. Alle Neubauten weltweit werden über Subventionen finanziert.
- Im Prinzip sollte der Stromkonsum sinken und damit langfristig das Steueraufkommen. Die Mehrwertsteuer, müsste dann wider eingeführt werden.
- Ein gewisser Stromanteil muss mindestens zu Gestehungskosten an Strom intensive Industrien abgegeben werden. Hier ganze Industriezweige zu vertreiben, damit die in anderen Ländern an billigen Kohlestrom angeschlossen werden, ist werde wirtschafts- noch Umweltpolitisch zweckmässig. Ist leider nicht keine liberale Idee.




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53%
(17 Stimmen)
Karl Müller sagte April 2012

Gaskraftwerke sind nicht optimal, denn:
1. Sie stossen CO2 aus.
2. Wenn irgendwer auf die Gasleitung steht, sei dies nun mit oder ohne Absicht, gehen bei uns sehr schnell die Lichter aus.

Die AKWs sind noch einige Jahre am Netz. Wir haben also noch etwas Zeit. Die einfachste Art um Strom zu sparen ist, weniger Konsumenten.

Nun ist es so, dass in der Schweiz etwa 750'000 Ausländer leben, die von der Wirtschaft nicht benötigt werden. Diese Zahl erscheint auf den ersten Blick unheimlich hoch aber sie ist leicht zu erklären:
In der Schweiz fehlen etwa 450'000 Arbeitsplätze. Für eine Begründung, siehe mein Kommentar unter:
http://www.vi​mentis.ch/d/dialog/re​adarticle/zersiedelun​g-auch-im-mittelland-​bekaempfen/
Für die meisten arbeitslosen Schweizer gäbe es eine Stelle, die von einem Ausländer besetzt wird.
Die Erwerbsquote der Ausländer beträgt etwa 60%, es kommen also noch etwa 300'000 nicht arbeitende Familienmitglieder hinzu.
Das sind total 750'000 Ausländer.

Es ist offensichtlich: wenn diese 750'000 Ausländer nicht in der Schweiz leben würden, wäre der Stromverbrauch entsprechend kleiner.
Es genügt also, wenn wir dafür sorgen, dass die von der Wirtschaft nicht benötigten Ausländer in ihre Heimat zurück kehren. Das lässt sich einfach durch eine Anpassung des Ausländerrechts erreichen.
Dies hätte weitere Vorteile: weniger Sozialausgaben, mehr Platz auf den Strassen und in den Zügen, tiefere Mieten, weniger Druck auf die Natur usw.

Einverstanden​ so verschieben wir das Problem einfach in die Heimatstaaten der Ausländer. Aber diese sind für den Stromverbrauch ihrer Landeskinder zuständig und nicht wir.


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59%
(17 Stimmen)
Werner Nabulon sagte April 2012

Herr Thomas Steffen,

""Jetzt​ haben wir den AKW Austritt beschlossen und müssen eine Ueberganslösung finden. ""

Ihren Satz kann ich so nicht akzeptieren, der Ausstieg ist erst beschlossen, wenn nach einem Volksentscheid, **noch immer hat in der Schweiz das Volk das letzte Wort** dies so beschlossen wird.
Da kann ein Bundesrat und ein Parlament noch so beschliessen, ich hoffe dann sehr, dass es eine Volksabstimmung gibt.
Da muss sich dann jede Bürgerin und jeder Bürger über die Folgen im Klaren sein, die Alternativen müssen bekannt sein, Einsprachen von Verbänden gegen solche Projekte müssen gestoppt werden.


"Klar die CO2 Ziele können wir mittelfristig natürlich vergessen. Die CO2 "Problematik" wird sowieso überschätzt."
Also das und weiteres muss sich BürgerIn Schweiz im klaren sein, alles hat Zwei Seiten...




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45%
(22 Stimmen)
HaRu WEBER sagte April 2012

Bereits vor einigen Wochen an BR DL geschrieben:
Zur Vermeidung der Stromknappheit: Abschaltung der heutigen AKW's (die auf der grünen Wiese !)+Ersatz durch ca ein Dutzend AKW's - Typ U-Boot/ Flugzeugträger - und gebaut tief im Fels wie in LUCENS ! ! ! + sofortiger Zuwanderer Stopp (Mehr-Verbraucher !!!) Alles Andere ist Utopie !


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78%
(23 Stimmen)
Roland Steiner sagte April 2012

Herr Fischer, die ganze Energiepolitik des Bundes ist sowieso nicht glaubwürdig und schadet langfristig unserem Land. Auch ihre Idee ist mit vielen Nachteilen verbunden. Hier ein paar Stichworte:

- Das Bevölkerungswachstum wird von keiner Partei in die Energiebetrachtung der Schweiz miteinbezogen. Dies ist aus 2 Gründen ein grosser Fehler.
1. Mehr Leute verbrauchen automatisch mehr Energie als weniger Leute.
2. Investitionen in neue Infrastrukturen (die mehr Leute automatisch brauchen) reduzieren die Möglichkeiten Investitionen in Ersatz oder Renovationen von bestehenden Bauten zu tätigen. Die Priorität liegt beim quantitativen und nicht beim qualitativen Ausbau der Infrastrukturen.

-Verteuerung der Energie bedeutet auch, dass Produktionsbetriebe noch weniger konkurenzfähig gegenüber dem Ausland werden. Dies führt dazu, dass unsere Gesellschaft noch weiter in Richtung Dinstleistungen abdriftet. Damit kann man aber eine Gesellschaft nicht am Leben erhalten. Es müssen auch reale Werte produziert werden um die Wirtschaft zu stützen.

-Das Leben in der Schweiz wird noch teurer und die Hochpreisinsel Schweiz wird noch weniger attraktiv für Touristen. Auch ist damit zu rechnen, dass noch mehr Schweizer ihr Geld ins nahe Ausland tragen.

Die Schweiz muss endlich mal bereit sein, die Energieversorgung gesammtheitlich zu betrachten. Es geht nicht an, verschidene Energieträger gegeneinander auszuspielen sondern darum, die Schweiz auf die best mögliche Art mit Energie zu versorgen. Dabei sollen die ökonomischen und auch die ökologischen Aspekte gemeinsamm in die Betrachtung miteinbezogen werden. Dies soll aber auf eine ehrliche und sachliche Art und Weise geschehen.


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62%
(26 Stimmen)
Thomas Steffen sagte April 2012

Bei den erneuerbaren Energien in der Schweiz dominiert nicht die Wasserkraft - die Wasserkraft ist die einzige erneuerbare Energie in der Schweiz ! Die paar kWh, welche hier auf dem Dach oder einem Windrad produziert werden passen in keine Statistik.

Ihr Grünen (dazu gehört auch die GLP) müsst einfach einmal einsehen, dass man nicht einfach die AKWs und alle fossilen Energieformen heute abschalten und morgen durch Alternative ersetzen kann. Jetzt haben wir den AKW Austritt beschlossen und müssen eine Ueberganslösung finden. Klar die CO2 Ziele können wir mittelfristig natürlich vergessen. Die CO2 "Problematik" wird sowieso überschätzt.

Oekos​teuer - schauen Sie das Auto an. Immer mehr wird das Medium besteuert und trotzdem gibt es immer mehr Autos. Beim Strom wird es noch viel extremer sein. Während viele ohne Autos auskommen könnten, kann keiner ohne Strom auskommen. Das Endresultat wird sein, dass ALLE Produkte, welche mit Strom hergestellt werden teurer werden. Ist das das Ziel der GLP !





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43%
(14 Stimmen)
Werner Nabulon sagte April 2012

Das hat ja der ehemalige Budesrat Moritz Leuenberger schon gesagt, Gas Kombi Kraft Werke anstelle A-Tom Kraftwerke...

Pass​t das Ihnen auch wieder nicht?


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