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Überwindung des Kapitalismus

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Allgemein be­greift man Ka­pi­ta­lis­mus als eine Wirt­schafts- und Ge­sell­schafts­ord­n​ung, die auf Pri­vatei­gen­tum an den Pro­duk­ti­ons­mit­te​ln und einer Steue­rung von Pro­duk­tion und Kon­sum über den Markt beruht.

 

Mises schreibt: „Die Wirtschaftsforschung hat den Beweis erbracht, daß keine andere denkbare Wirtschaftsordnung den gleichen Grad von Prosperität erreichen könnte wie der Kapitalismus. Sie hat alle zugunsten von Sozialismus und Interventionismus vorgebrachten Beweisgründe völlig zu entkräften gewußt.“

 

Für Ökonomen ist das Gewinnstreben der kapitalistischen Gesellschaft kein charakteristisches Merkmal, da auch für die Produktion zur Bedürfnisbefriedigung​ eine Wertsteigerung der entsprechenden Güter angestrebt werden muss, d. h. zwischen der "kapitalistischen" Produktion für Profit und der "sozialistischen" Produktion für Bedürfnisse gibt es keinen Unterschied.Der Unterschied bestehe nur darin, dass im Kapitalismus "Gewinn" durch sinnvolle Kostenrechnung erst rational erzielbar wird.

 

Funktionier​enden Kapitalismus definiert als das „liberale Modell einer interventionsfreien Wirtschaft, in der nur die Gesetze des freien Marktes gelten und in der keine monopolistischen Strukturen bestehen, denen es möglich ist, mithilfe der Staatsmacht partielle Interessen auf Kosten der Allgemeinheit durchzusetzen.“

 

F​riedman vertritt unter Verweis auf die demokratischen Entwicklungen in Europa, Amerika und Teilen von Asien, dass kapitalistische Gesellschaften langfristig zu Rechtsstaat und Demokratie tendieren.

 

Lösung​ zur Überwindung des Kapitalismus:

 

Arb​eiterselbstverwaltung​ (Jugoslawien)

 

In den Jahren 1945 bis 1948 wurden die Unternehmen in Jugoslawien verstaatlicht.

 

Pr​aktische Konsequenzen der Arbeiterselbstverwalt​ung waren:

- die Beschäftigten eines Unternehmens wählten den Direktor
- die Beschäftigten entschieden über Investitionen, Löhne, Produktionsplanung usw., allerdings innerhalb eines festgelegten Rahmens, der die Ausplünderung des Betriebs verhindern sollte.

 

Das System krankte an einer übermässigen Bürokratie.


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Kommentare von Lesern zum Artikel

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14%
(7 Stimmen)
St. Wagner sagte November 2011

"Alle Macht den Räten.", Zitat aus den sozialistischen Reihen der SPD (1919)
Die einzige Möglichkeit ist es die Wirtschaft weitteilig zu vergesellschaften und unter demokratische Herrschaft der ArbeitnehmerInnen zu stellen, Beispiel:
Novartis: Die Arbeitnehmenden wählen einen Rat pro Werk und geben Stimmen ab für einen Ganzbetrieblichen Betriebsrat. Der Betriebsrat besteht aus 5 Arbeitnehmern, 1 Gewerkschaftsvertrete​r, 1 Vertreter der Arbeitgeber sowie 4 aus dem Aktionärenkreis gewählten Vertretern.
-Der Werksrat ist zuständig für die Infarstruktur für Arbeit und Pause
-Der Betriebsrat übernimmt die Aufgaben von Geschäftsführer und Verwaltungsrat


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57%
(7 Stimmen)
Alex Schneider sagte November 2011

Die Gefahr der Ausplünderung eines selbstverwalteten oder genossenschaftlichen Unternehmens besteht immer. Langfristige Ziele eines Unternehmens können nur über langfristig angelegtes Eigenkapital erreicht werden. Mit Investivlöhnen (Ein Teil des Lohnes wird in Form von Aktien, die über eine gewisse Zeit gehalten werden müssen, ausbezahlt.) könnte die langfristige Verantwortlichkeit der Belegschaft gegenüber dem eigenen Unternehmen gestärkt werden.


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