Sonstige,

Acht Sponsoren können die FDP kaufen

Artikel weiterempfehlen



Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Die Po­li­tik­fi­nan­zie­​rung der Schweiz ist in­trans­pa­rent und damit anfällig für Kor­rup­ti­on. Jeder Po­li­ti­ker weiss das. Aber die Mehr­heit will nichts daran ändern. Für die FDP war der Druck aber of­fen­bar gross ge­nug, dass sie vor ei­ni­gen Mo­na­ten eine neue Regel eingeführt hat. Neu nimmt die FDP nach ei­ge­nen An­ga­ben keine Spen­den mehr an, die mehr als ein Fünfzehntel ihres Ge­samt­bud­gets be­tra­gen. Laut FDP-Generalsekretär Brup­ba­cher wird die Ein­hal­tung die­ser neuen Be­stim­mung regelmässig von einer Re­vi­si­ons­stelle überprüft.

 

Ein einzelner Sponsor, so die Argumentation, kann die FDP nicht kaufen. Das Problem: 15 Sponsoren können die FDP kaufen. Es reichen sogar acht Sponsoren mit gleichen Interessen. Wenn jeder dieser acht ein Fünfzehntel des FDP-Budgets übernimmt, haben sie sozusagen die "Aktienmehrheit" und können ihre Bedingungen diktieren. Ohne dass die Wähler etwas davon wissen.

 

Fazit: Das Fünfzehntel-System der FDP ist eine untaugliche Alibi-Lösung. NIcht nur, dass man damit Korruption nicht bekämpfen kann. Den Ruf der Käuflichkeit und den, die „Partei der Geldsäcke“ (*) zu sein, wird sie damit auch nicht los. Denn Letzteres hat sie wohl beabsichtigt.

 

(*)​ Zitat von FDP-Nationalrat Otto Ineichen.


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]



29%
(7 Stimmen)
Anton Keller sagte April 2012

Ihr von den Grünen seid von den internationalen Konzernen Greenpeace, WWF bezahlt. Schaut mal, wo Eure Mandatsträger denn so arbeiten. Wer bezahlt denn die Grünen Kampagnen zu den Abstimmungen? Sicher nicht die mausarmen Grünen, sondern eben die internationale Konzernen Greenpeace und WWF.


Ihr werdet von Ländern wie dem Iran finanziert. Oder weshalb politisieren die grünen Nationalräte hauptsächlich über Palestina statt über die Schweizer Energiewende?


"​Wir Grünen haben keine Sponsoren aus der Wirtschaft, wir finanzieren unsere Politik aus Mitgliederbeiträgen und mit Mitteln von privaten Spendern."

http:/​/www.gruenezuerich.ch​/mitmachen/spenden/

... weil Wirtschaftlicher Erfolg und grüne Ideologie sich ausschliessen? Sonst gäbe es doch Sponsoren aus der Grünen Wirtschaft. Oder die Grünen bekommen doch Geld von der Raiffeisenbank, CS und UBS und lügen nur unverschämter.

Und​ schliesslich gibt es immer noch einige die glauben, das Stimmvolk lässt sich kaufen. Das funktioniert nicht mal bei den verlockenden 6 Wochen Ferien.

Bedauerlic​herweise muss das Volk den Ständerat wie die Katze im Sack kaufen, denn die Abstimmungsresultate werden nicht publiziert. So kann ein Ständerat im Wahlkampf ohne weiteres für die Umwelt sein und ohne Wimpernzucken jeweils still und heimlich dagegen abstimmen, vielleicht weil gekauft oder weil es Mode ist oder sonst was. Auf jeden Fall nicht im Sinne der ihn Wählenden.


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



70%
(23 Stimmen)
Adrian Schenk sagte April 2012

... und wie sieht das denn bei den JG od. Grüne aus.... liegen da alle Fakten auf dem Tisch?


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



78%
(40 Stimmen)
Urs Gassmann sagte March 2012

Es ist etwas kühn, eine politische Partei einer AG gleichzusetzen.
Spendieren tut normalerweise nur, wer mit der gehabten Stossrichtung
einer Partei einverstanden ist und es Gattung macht, dass diese Richtung weiterhin eingehalten wird. Wenn die FDP tatsächlich eine Regelung
eingeführt hat mit der eigenen Argumentation, dass sie damit von einem einzelnen Sponsor nicht „gekauft“ werden könne, hat sie sich mit dieser stümperhaften Formulierung, die praktisch dem Eingeständnis der
potentiellen Korrumpierung nahekommt, natürlich schwer blamiert. Die FDP besteht ohnehin aus einer Mitgliedschaft, deren Credo ausgesprochen heterogen ist, womit ihr bestimmt kein Geldgeber so ohne weiteres etwas aufdiktieren könnte (einzelne ihrer Exponenten mögen durchaus käuflich sein). Die sich selbst auferlegte Regelung ist somit völlig für die Katz und überdies leicht durchschaubar; man will sich dabei wohl bloss abheben von einer anderen Partei, der man Käuflichkeit im Hinblick eines angeblichen Hauptsponsors zu unterschieben trachtet.

„…ohne dass die Wähler etwas davon wissen“: Bis zur nächsten Wahl nehmen sie
aber Kenntnis davon, dass etwas nicht mehr mit rechten Dingen zugeht, und sie
legen ihre Wahlzettel für eine andere Partei ein. Herr Pfister hat uns hier ein besonders holzschnittartiges Exposé geliefert.



Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

70%
(40 Stimmen)
Thomas Steffen sagte March 2012

Die Sponsoren spenden, weil Parteien das unterstützen was die Sponsoren auch gerne wollen. Die FDP ist für die Kerneenergie - so wird sie von der AKW Lobby unterstützt. Damit hat die AKW Lobby die FDP nicht gekauft sondern unterstützt sie mit Sponsorengeldern für das Bestreben in deren beider Interessen.

Oder glauben Sie die SP würde sich für die Bauern einsetzen wenn sie 100 Millionen Sponsorengelder erhalten würde ? Oder die Grünen für die Kernkraft wenn Millionen von der AKW Lobby fliesen würden ?

Ich weiss ja nicht was Herr Otto Ineichen macht......


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?