Gesellschaft > Gleichstellung, Diskriminierung, Minderheiten,

Alternde Bevölkerung als Chance begreifen

Artikel weiterempfehlen



Stimmen Sie dem Artikel zu?
Ja Nein

Unsere älteren Mit­menschen sind die Zu­kunft! Wenn es ihnen gut geht, dann geht es allen gut. Ältere Mit­menschen sind gute Steu­er­zah­ler, haben ein regelmässiges Ein­kom­men, unterstützen ihre Kin­der und Enkel und leis­ten Freiwilligenarbeit.

Ältere Mitmenschen sind die Zukunft

Manchen macht das Angst, sie forden höhere Geburtenraten und spätere und kleinere Renten. Welch ein Unsinn. Wir brauchen ja nur noch Wenige, um Nahrungsmittel und Industriegüter zu produzieren. Die Produktivität steigt in allen Bereichen, ausser der Kinderbetreuung. Teuer sind also Kinder, nicht eine alternde Bevölkerung. Zwar gehen die Pensionierten keiner Erwerbarbeit mehr nach, aber sie erbringen hohe Leistungen in der Freiwilligenarbeit, insbesondere bei der Betreuung von Enkelkindern.

Wenn es denn Alten gut geht, geht es allen gut

Ältere Mitmenschen haben Bedürfnisse wie Wohnen, Mobilität, Sicherheit, kulturelles Angebot, Einkaufsmöglichkeiten​, Gesundheitsversorgung​. Aufgrund ihres Alters haben sie gesteigerte Bedürfnisse:

  • Schwe​llenfreie Wohnung
  • für mobilitätsbehinderte geeigneter öffentlicher Verkehr
  • Bahnhöfe, auf denen man sich sicher fühlt
  • Kultur im Dorf
  • Mit dem öffentlichen Verkehr erschlossene Einkaufsmöglichkeiten​

Beispiele: Von einem öffentlichen Verkehr, der sich mit modernen Bussen für Ältere eignet, profitiert auch der Rollstuhlfahrer nach seinem Unfall, kann auch die Mutter mit Kinderwagen bequem benutzen. Mit Vereinen, Kultur und Läden profitieren wir alle von einem lebendigen Dorf.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Pensionierten

Pensio​nierte sind gute Steuerzahler, sie erbringen einen konstanten und beachtlichen Steuerertrag. Viele unterstützen ihre Kinder und Enkel, helfen das erste Eigenheim oder eine notwendige Zweitausbildung zu finanzieren. Sie konsumieren im Dorf. So mancher Dorfladen könnte ohne die Pensionierten nicht existieren. Wirtschaftlich haben sie deshalb einen enormen Wert als Puffer in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Sie erfordern ein ausgebautes Gesundheitswesen, von dem wir im Krankheitsfall alle profitieren.

Beispie​l: Viele Menschen mit Behinderung erhalten keine Invalidenrenten mehr, sie können aber auch nicht arbeiten, da es keine entsprechenden Stellen gibt. Trotzdem werden nur wenige bei der Fürsorge vorstellig. Wetten dass in vielen Fällen die Eltern, ohne gesetzliche Verpflichtung, die entstandene Lücke im sozialen Netz füllen.

Freiwilligen​arbeit

Zugegeben, viele Pensionierte wollen nach der Pension erst das Leben geniessen. Wer will es Ihnen verdenken, sie, die unseren Wohlstand aufgebaut haben, die sich in ihrer Jugend keine Ferien leisten konnten. Vermehrt kommen aber wir, die glücklichen Jahrgänge in Pension. Wir haben die Welt gesehen, schon als Kinder Ferien gemacht. Wir haben andere Ziele als Glückseligkeit. Wir sind satt, sind es schon immer gewesen. Für uns zählen Beziehungen, Kontakte, soziale Anerkennung.

Meine Prognose: Der Stellenwert der Freiwilligenarbeit wird steigen. Es wird zunehmend selbstverständlich, nach Abschluss der Erwerbsarbeit noch eine zweite Karriere anzuhängen. Nicht als Last, sondern als Bereicherung.

Beispi​el gefällig: Sie sollten mal unsere Senioren als Klassenhilfen erleben. Eine Bereicherung für die Kinder in der Schule und die Senioren, die sich dieser Aufgabe verschrieben haben.

Fazit: Statt Probleme herbeireden ...

Statt dümmliche Neidkampagnen gegen die Alten zu fahren und ihnen die Renten streitig zu machen, täte man besser,  sich Gedarken zu machen, wie man die Lebenqualität aller verbessern kann. Die Renten die wir den Pensionierten gönnen sind gut investiertes Geld. Von den Dienstliestungen, die wir ihnen bieten, profitieren wir alle.

... Chancen nutzen

Es gilt die Chancen einer alternden Bevölkerung zu nutzen.

Beispiel gefällig: Beim Schachklub Romanshorn haben wir wieder genügend Mitglieder für regelmässige Turniere, seit wir uns gezielt mit Seniorentrainings und Turnieren unter der Woche, die auch für schwächere Spieler attraktiv sind auf die Bedürfnisse der Senioren ausrichten.


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]



100%
(4 Stimmen)
Urs Oberholzer-Roth sagte Februar 2012

mir gefällt auch die idee, gemeinschaftliches wohnen für ältere zu fördern. viele witwer oder witwerinnen leben entweder allein im fast leeren haus und ziehen dann, wenns nicht mehr anders geht, ins alters- oder pflegeheim. die alternative: wohngemeinschaften, wo sich stärken und schwächen gegenseitig ergänzen und ausgleichen und der vereinsamung entgegengewirkt wird.


Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu



75%
(4 Stimmen)
Anton Keller sagte Februar 2012

Sie haben aber vergessen, dass die heute Alten noch gespart haben. Die nächste Generation Alte wird ohne Ersprnisse alt werden, dafür mit eine Anspruchshaltung, dass der Staat für alles und sofort zu sorgen hat. Mir graust es.


Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu

Seite 1 von 1

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?