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Altersvorsorge braucht Renditen von mindestens 5% jährlich!

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Die durch­schnitt­li­che Teue­rung über einen längeren Zeit­raum beträgt um die 3 Pro­zent. Wenn Al­ters­vor­sorge ihrem Wort noch ge­recht wer­den soll, so muss die Po­li­tik der Fi­nanz­lobby Steue­rungs­me­cha­ni​s­men auf­set­zen, wel­che das Verhältnis 80 zu 20 auf ein gesünderes Ni­veau bringt. Wenn 80 Pro­zent der Vermögen sich in den Händen von 20 Pro­zent der Bevölkerung be­fin­den (mit stei­gen­der Ten­denz zur Dis­kre­panz), spielt die Po­li­tik mit dem so­zia­len Feu­er. Wenn eine stei­gende An­zahl Fa­mi­lien trotz Voll­zeit­ar­beit noch als Bitt­stel­ler zum So­zi­al­amt pil­gern müssen, dann hat Par­tei­po­li­tik sekundären und So­zi­al­po­li­tik primären Rang!

Im Aktienrecht muss das so genannte DRIP einführt werden. Jenes Sparprogramm, welches in den USA eine Win-Win Situation erzeugt, sowohl für die Unternehmen, wie für die Langzeit-Aktiensparer​. Seien wir ehrlich: Wer die Aktionäre als Abzocker verteufelt, zugleich aber vor Aktieninvestitionen warnt, dem steht seine Hirnwäsche der vergangenen Jahrzehnte auf dem Schlauch! Schon Albert Einstein bezeichnete DRIP (Dividenden Re-Investment Plan) "The most powerful System in the world" und er war kein geringerer als der Erfinder der Kernspaltung mit ihrer enormen Kraft.

Von Amerika auch mal das Gute übernehmen und nicht nur das Schlechte!

Amerika hat es in der Vergangenheit stets verstanden, mit dem Dollarzerfall einen Aufschwung herbeizuführen. Immer noch für einen Grossteil dieser Länder der Welt ist der U.S. Dollar unbestrittene Leitwährung. Nach dem Budgetdesaster hätten logischerweise U.S. Treasury Bonds verkauft werden müssen. Doch es geschah das Gegenteil. Ein buchstäblicher Run darauf hatte stattgefunden.

Im Herbst 2001 wechselte die UBS am Schalter für CHF 1.82 den Dollar. Heute wird er um die 83 Rappen gewechselt. Das ist gegenüber dem Schweizer Franken ein Verlust von 54 Prozent in nur 10 Jahren! In den USA wie auch in der Schweiz gibt es gute Aktien, welche nicht nur zu historisch tiefen Kursen, sondern auch zu günstigen P/E‘s zu haben sind. Ja, wer den U.S. Markt kennt, findet Titel, welche vergangenen Monat im Börsentief eine stolze Dividendenrendite von 18% auswiesen und aktuell noch zwischen 14-17 Prozent ausschütten. Dies bei Price/Earnings (P/E) von unter 10 und zu Buchwerten (P/B) von unter Eins. Das sind die Altersvorsorgeaktien der Amerikaner. Die autorisierten Firmen schütten 90% ihrer Gewinne an die Aktionäre aus und zahlen dafür keine Steuern.

Rechnen Sie 54% Inflation durch 15% Rendite, dann resultieren knapp 4 Jahre. Aus heutigem Niveau wären damit nochmals 54% Kursverlust des Dollars eskomptiert, was eher unwahrscheinlich sein dürfte. Mit der aktuellen Unterbewertung von Cash-Maschinen wie Microsoft, Altria, Pfizer und Intel, um nur einige zu nennen sowie dem tiefen Dollarkurs, welcher ja bereits wieder leicht angezogen hat, kann nur von einer einmaligen Gelegenheit für Aktienkäufe gesprochen werden. Diese Firmen erwirtschaften Nettorenditen von 18-30 Prozent. Wer dann noch die Power von DRIP einsetzen kann, wird ein 100,000 Investment in 20 Jahren auf ca. eineinhalb Millionen bringen. Das geht aber nur, wenn die Abzocker Mentalität von Banken und Versicherungen aus den Sozialwerken verbannt wird.

Die UBS zahlte in der Krise 12%....der Vorsorge sparende Bürger erhält 1%!

Ich erinnere daran, dass die UBS dem Bund für seine Bürgschaft 12% p.a. Zins zugestanden hatte. Warren Buffet gab der Schweizer-RE einen Milliardenkredit für ebenfalls 12% und handelte ein Wandelrecht der Aktien zu CHF 25.00 aus, was ihm innert Jahresfrist zum Zins hinzu auch noch 100% Kursgewinn bescherte. Auch für kleine Vermögen sind gute Investitionschancen vorhanden, ohne dass gleich das Wort Abzocke in den Mund genommen werden muss. Wer den Biorhythmus kennt und auch die Jahreszeiten, wundert sich nicht, dass Wertpapierkurse ebenfalls natürlichen Schwankungen unterliegen. http://www.vorsorge.u​s zeigt und kommentiert anhand einer Aktie des Jahres, was mit einem Einsatz von nur rund $5\'000 alles möglich ist und zeigt Techniken zur Verhinderung von zu grossen Verlusten. Schwankungen bieten auch Chancen und nicht nur Frust.

http://www.vo​rsorgepower.org/downl​oads/SPXinBoersenkrac​hzeiten.pdf beleuchte​te kürzlich die Situation von Börsenschwächen, speziell die Reaktion des S&P seit dem Börsenkrach 1987. Wenn jährlich 4 Milliarden bei 80,'000 Geburten eingesetzt würden, erhielte jedes Schweizerkind 50,000 Franken Startgeld in seine Altersvorsorge. Anständiger Umgang mit dem schwer verdienten Geld eines Grossteils der Bürgerinnen und Bürger sowie Einführung von DRIP sind Zeichen unserer Vorsorgezukunft; weder die demographische Augenwischerei noch politisches Hick-Hack wie speziell jenes der letzten Jahre.

Ein Lehrling kann von seinem heutigen Lohn 200 Franken in die Vorsorge einzahlen!

Mit dem Ende der Schulzeit wären diese 50\'000 Franken bei sozialkompetentem Umgang mehr als verdoppelt und das Initialkapital des Bundes könnte an die nächste Generation übergeben werden. Der Bund wäre für die Zukunft entlastet. --Fast schon ein Perpetuum mobile! Bereits Lehrlinge müssten ihre Vorsorgeverantwortung​ spüren lernen, indem vom Lehrlingslohn jene Vorsorgeabgabe Pflicht sein müsste, wie bei den heute in die Pflicht genommenen Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Auf www.vorsorgepower.org​ ist ein Musterdepot zu finden, welches im Zentrum des Börsenkraches 2008/09 zu Marktpreisen errichtet wurde. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache mit diesen amerikanischen und kanadischen Titeln. Selbst nach Währungsverlust, Steuern und Abgaben bleibt noch ein erklecklicher Gewinn übrig.

Zum Schluss noch eine eindrückliche DRIP-Rechnung: Wer von 16 bis 26 monatlich 200 Franken in DRIP investiert und dann nichts mehr einzahlen würde, wird im Alter von 55 Jahren mehr auf seinem Konto haben, als jene Person, die erst ab dem Alter von 26 Jahren einzuzahlen beginnt und bis 55 jeden Monat diese 200 Franken einzahlt. Das einzige was gegen DRIP spricht, ist unser heutiges Aktienrecht und die Macht der Finanzlobby in der Politik.


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(3 Stimmen)
Edward (Edy) Falger sagte September 2011

Lieber Herr Pfluger
Ganz kapiert habe ich nicht, was Sie mit "Deshalb ist es gescheiter, jetzt aufzuwachen..." meinen, denn am Aufwachen erkenne ich noch keine Lösung. Die geburtenstärksten Jahrgänge haben jetzt schon seit Einführung der PK einbezahlt und nichts bezogen. Im Gegensatz zur AHV, mit ihrem Unlageverfahren...Auc​h das grösste straffreie Ponzi System genannt.

Wenn die ständigen Kapitalrenditen nur zur Befriedigung von Bank- und Vorsorgemanagern sowie zur Fütterung des Molochs STAAT infolge unsäglicher Vorschriften dienen, dann ist "aufwachen" ein erforderliches Wort. Durch den Compounding-Effekt müssten nämlich die letzten 30 Jahre gewaltige Kapitalien pro beschäftigten geäufnet worden sein.

http://www.falger​.com/HERZKL/DRIP_Comp​ounding_WMT.pdf beschreibt, was ich damit meine und was vor allem möglich ist, beachtet man lediglich ein paar grundlegende Erkenntnisse des Aktiensparens. Ein konkretes AHV-Begleitportfolio als Teil eines privaten Wertpapierdepots, welches die Funktion der PK übernimmt, finden Sie auf http://www.powervorso​rge.com. Es kann von Vorsorgesparern sowohl als Compounding-Maschine eingesetzt sowie als permanente Auszahlungsquelle genutzt werden; je nachdem, ob man noch anspart oder schon Altersvorsorgebezüger​ ist.


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100%
(2 Stimmen)
Christoph Pfluger sagte September 2011

Lieber Herr Falger

Gerade weil die Altersvorsorge (d.h. die Pensionskassen) die ständigen Kapitalrenditen braucht, kann sie nicht funktionieren. Ewiges Wachstum gibt es nur in unseren Träumen. Deshalb ist es gescheiter, jetzt aufzuwachen und die verheerenden Probleme mit unserem Geldsystem zu erkennen.
Wenn Sie gerne ein paar scharfe Texte dazu lesen möchten: www.christoph-pfluger​.ch
Herzlich, Christoph Pflugert


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