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Bankraub à la carte – Vorsicht «Skimming»!

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Von Da­ma­ris Bächi, Vize-Präsidentin Junge SVP

Stadt und Bezirk Winterthur, Winterthur ZH


Neuerdings läuft in der Schweiz eine Kampagne der Polizei, die auf sog. «Skimming» hinweist. Doch was verbirgt sich denn genau hinter Skimming und wie kann man sich davor schützen?

 

Der Begriff «Skimming» kommt aus dem Englischen und heisst übersetzt so viel wie «abheben» oder «abschöpfen». Skimming definiert das Manipulieren von Kartenautomaten. Hauptsächlich betroffen sind Geld- und Billettautomaten sowie Zahlterminals an Tankstellen, im Detailhandel, in Gastrobetrieben usw. Dabei wird mittels zusätzlich eingebautem Lesegerät auf dem Karten-Einschiebescha​cht der Inhalt vom Magnetstreifen der Kredit-, Debit- oder EC-Karte ausgespäht und auf eine gefälschte Karte – «White-Plastic» genannt – kopiert. Mit einer Funk-Kamera oberhalb der Tastatur – kleiner als ein Stecknadelkopf – gelangen die Täter an den unverdeckt eingetippten PIN-Code der ahnungslosen Kartenbesitzer.

 

F​iese Tricks

 

Manche Finanzinstitute verfügen über einen Vorraum, für dessen Zutritt der Einsatz der Karte unerlässlich ist. Dies nutzen die Täter oft für ihre fiesen Machenschaften, indem sie ein Aufsatz mit einem zusätzlichen Lesegerät in den Türöffner einbauen, der die Daten vom Magnetstreifen kopiert und den eingegebenen PIN speichert.

 

Zum Einsatz kommen auch Tastenfeld-Attrappen,​ die über das Original-Tastenfeld geklebt werden. Diese sehen einer normalen Tastatur verblüffend ähnlich und zeichnen Tastendrücke bei der PIN-Eingabe auf.

 

Böses Erwachen

 

Die Täter fertigen eine Kopie der Karte an und beziehen damit Geld im Ausland. Ebenso können sie mit den Daten handeln, indem sie diese via Internet an andere Betrüger verkaufen. Diese wiederum plündern dann die betroffenen Konten leer. Die Opfer bemerken dies oft erst, wenn es zu spät ist; bei der Überprüfung der Konto-Auszüge.

 

Be​i einfachen Karten wird der Zugang zu den Daten per Lesegerät gesteuert, was das Skimmen vereinfacht. Bei sog. Smartcards (Karten mit Chip) kann nur teilweise aufgestöbert werden, da die Karte selbst die korrekte Eingabe der PIN kontrolliert und sich nach einer gewissen Anzahl Fehlversuchen automatisch sperrt. Allerdings gilt es zu beachten, dass einige Länder nicht auf Smartcards ausgelegt sind, was dazu führt, dass trotz Chip auf den Magnetstreifen der Karte zurückgegriffen wird. Deshalb ist auch bei Smartcards Vorsicht geboten!

 

Illegale​ Datenbeschaffung

 

Wer skimmt, macht sich der unbefugten Datenbeschaffung (Art. 143 StGB), des Datenmissbrauchs (Art 147 StGB), des Betrugs (Art. 146 StGB) und Urkundenfälschung (Art. 251 StGB) strafbar und muss mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen. Zudem kann eine vollständige Rückzahlung verlangt werden.

 

Die Täter

 

Bei Skimming handelt es sich mehrheitlich um eine Form des Organisierten Verbrechens. Banden aus Südosteuropa – hauptsächlich aus Rumänien und Bulgarien – treiben in der Schweiz vermehrt ihr Unwesen. Diese gehen in sehr strukturierten Arbeitsgruppen vor: Ein Teil der Bande stellt die Skimming-Ausrüstung her, ein anderer Teil bringt sie an die Automaten an, entfernt sie nach dem Angriff wieder und übermittelt die gestohlenen Daten. Eine weitere Arbeitsgruppe stellt die gefälschten Karten her und eine vierte Arbeitsgruppe hebt die Gelder im Ausland ab.

 

Gesteuert werden die Banden von Hintermännern, die sie instruieren und mit dem notwendigen Equipment ausstatten. Da Aufsatzgeräte und Kameras schon nach wenigen Stunden entfernt werden, gestaltet sich die Ermittlung gegen die Skimming-Betrüger besonders schwierig.

 

Wie schützt man sich?

 

Die Sicherheitsstandards von Schweizer Geldautomaten sind sehr hoch und werden regelmässig kontrolliert und angepasst. Dennoch hat die Polizei fünf goldene Regeln gegen Skimming herausgegeben, die jedermann beim Geldabheben beherzigen sollte:

 

  1. Sich von niemandem helfen lassen
  2. PIN-Code immer verdeckt eingeben
  3. PIN-Code nie bei sich tragen oder weitergeben
  4. Immer auf Privatsphäre bestehen
  5. Auffälligke​iten melden

 

Wichtig ist, dass verdächtige Automaten nicht benutzt werden sollten und sofort dem jeweiligen Finanzinstitut und der Polizei gemeldet werden. Liegt ein Skimming-Fall vor, sollte man die Karte umgehend sperren lassen und nach Absprache mit dem Finanzinstitut die Polizei verständigen.

 

Ein​e polizeiliche Untersuchung nimmt viel Zeit in Anspruch und ist mit viel Aufwand verbunden. Es empfiehlt sich daher, den Kontostand regelmässig zu kontrollieren und Auffälligkeiten sofort zu melden. Falls die Sorgfaltspflicht verletzt wurde, haftet der Kartenbesitzer selber. Ansonsten kommen die Finanzinstitute für den entstandenen Schaden auf.

 

Fazit: Befolgen Sie die Informationen Ihrer Ortspolizei. Melden Sie Verdächtiges so schnell wie möglich, damit Sie und andere Personen sich vor illegalem Datenklau schützen können.



Kommentare von Lesern zum Artikel

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26%
(23 Stimmen)
Daniel Rebmann sagte April 2012

Was bezüglich Selbstschutz noch fehlt: Mit dem Portmonee die (metallene) Tastatur nach Eingabe etwas länger abgedeckt lassen (vor allem bei kälteren Temperaturen). Mit Infrarotkameras kann sonst die Reihenfolge der eingetippten Zahlen abgelesen werden.


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27%
(26 Stimmen)
Damaris Cynthia Bächi sagte April 2012

Sehr geehrter Herr Scheiwiller,

Wie Sie richtig erkannt haben, ist Vimentis eine «Politische Informations- und Diskussionsplattform»​. Mein Blog-Beitrag dient der Information - stets neutral geschrieben und enthält keinerlei Parolen der (J)SVP. Eine Information «von Bürgern für Bürger».

Leider ist es nunmal eine Tatsache, dass die Täterschaft hauptsächlich aus Rumänien und Bulgarien stammt und hier in Mittel- und Westeuropa ihr Unwesen treibt. Ich wüsste nicht, was daran ausländerfeindlich sein soll.

Ich habe das Thema Skimming gewählt, weil es zurzeit - wie Sie sicher auch auf den Plakaten gesehen haben - hochaktuell ist. Phishing gehört auch zu dieser Kategorie, da haben Sie schon recht.

Dieses Problem betrifft Politik eben nicht am Rande, da das Parlament Gesetze - wie die oben im Blog erwähnten StGB-Artikel - zur Lösung solcher Probleme / Vergehen beschliesst bzw. beschliessen muss. Dies dient der Sicherheit für die Bevölkerung (nicht nur für uns Schweizer, sondern auch der hier lebenden Ausländer).


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16%
(19 Stimmen)
J. Nyffeler sagte April 2012

Sehr geehrter Herr Urs Scheiwiller
Leider gehört dies zur Politik in unserem Lande wird KRIMINALITÄT nähmlich gross geschrieben.
Oder, finden Sie, dass alles in Ordnung ist?



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75%
(36 Stimmen)
Urs Scheiwiller sagte April 2012

Entschuldigen Sie, Frau Bächi, ist ja toll abgeschrieben, aber was hat das Ganze auf Vimentis (Die politische Informations- und Diskussionsplattform)​ zu suchen? Was hat das mit aktueller Politik und Erklärungen dazu zu tun? Sehr wenig, auch wenn die Behörden gestern eine neue Statistik darüber veröffentlicht haben. Das Problem kennen wir nun doch schon seit Jahren und es betrifft die Politik nur am Rande. Es sind doch vor allem Straftaten, die da begangen werden.
Ausserdem gibt es beim Bund (Melani etc.) und den Polizeikorps (stop-skimming.ch) genügend gute und bessere Erklärungen zum Skimming und zum eigenen Verhalten zur Prävention.
Wollten Sie einfach mal einen eigenen Beitrag platzieren? Dann schreiben sie über etwas Politisches. Und wenn Sie schon einen Beitrag zu solchen Straftaten verfassen, dann sollten Sie die Leute auch vor dem noch als viel gefährlicher einzustufenden Pishing warnen. (Direkter Zugriff auf unsere Bankkonten)
So wie ich allerdings vermute, Sie sind ja von der JSVP, wollten Sie einfach mal wieder platzieren, dass die Ausländer an solchen Straftaten grossmehrheitlich beteiligt sind. Dann machen Sie darüber einen politischen Blog!


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