Ich habe vor ein paar Tagen einen Artikel im "Bund" gelesen und mich einmal mehr endlos aufgeregt über einen ganz speziellen, dreisten Arbeitgeber, der die Frechheit besitzt wertvolles "Humankapital" gegen billiges Geld arbeiten zu lassen. Ich dachte nur:
Ein eindeutiger Fall für die Gewerkschaft! So ein skandelöser Arbeitgeber gehört bestreikt und an den Pranger gestellt. An dem Fall zeigt sich exemplarisch wie enorm wichtig Gewerkschaften sind und wie lösungsorientiert gearbeitet wird.
Ich bin mir absolut sicher, dass auch in dem Fall die Schuld 100%ig, einzig und allein der Arbeitgeber hat. Die Mitarbeiterin - ich muss weder sie noch den Arbeitgeber besser kennen, um es zu wissen - wird seit Jahren vom Arbeitgeber ausgebautet, diskriminiert, übergangen und gemobbt. Es ist doch geradezu bezeichnend, dass ein als "Duke" bezeichneter Chef ihr im Weg steht. Dass er Mitarbeiter dazu nötigt sich (er hat sie eben an der kurzen Leine) für ihn einzusetzen. Das hat ganz bestimmt nichts zu tun mit der Arbeitnehmerin.
Denn eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die gewerkschaftliche Daseinsberechtigung gibt vor, dass die Schuld immer und ausnahmslos beim Arbeitgeber liegt. Auch in dem Fall.
Desillusioniert musste ich dann feststellen, dass dieser Arbeitgeber die UNIA selber ist. So ein Mist. Da Fällt doch die gesamte Ideologie wie ein Kartenhaus zusammen.



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