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Das Kyoto-Protokoll führte uns auf einen Irrweg.

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Auf den ersten Blick denkt man, es sei sinnvoll, für jedes Land den CO2-Ausstoss von 1990 als Basis zu nehmen, um seinen heute und in Zukunft erlaubten CO2-Aus-stoss festzulegen. Doch jedes Land hat eine völlig andere wirtschaftliche Entwicklung. China sieht sich ge­zwun­gen, durch­schnitt­lich jede Woche ein Koh­le­kraft­werk in Be­trieb zu neh­men, um die not­wen­dige Strom­pro­duk­tion zu si­chern. Um­ge­kehrt re­du­ziert sich in Staa­ten mit einer rückläufigen Schwer­in­dus­trie der CO2-Aus­stoss ganz von selbst.

In der Schweiz ist auch mit ma­xi­ma­ler Förderung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz​ und der er­neu­er­ba­ren Ener­gien der Atomaus­stieg nur möglich durch den Bau von ca. 7 gros­sen Gas­kom­bi-­Kraft­wer​­ken. Gleich­zei­tig wird der Um­stieg auf eine um­welt­freund­li­che​ Nut­zung von Wärmequellen fürs Hei­zen wegen den dabei not­wen­di­gen Wärmepumpen ge­bremst. Auch die Einführung des Elek­tro­mo­bils kann nicht gefördert wer­den. Der Kauf von Emis­si­ons­rech­ten im Aus­land ist eine Alibi-Übung, wel­che den welt­wei­ten CO2-Aus­stoss nicht be­ein­flusst.
www.ber​nerschach.ch/CO2.pdf

 

Wir brauchen neue Ideen zur Reduktion des nicht nur weltweit sondern auch in der Schweiz nach wie vor stark wachsenden CO2-Ausstosses.

Dieser wächst zum allergrössten Teil mit dem Verbrauch von fossiler Energie. Andere Energiequellen tragen nur in dem Mass bei, wie für ihre Gewinnung und Verarbeitung fossile Energie verwendet wird.

 

Wie müsste ein weltweites Abkommen aussehen, um den CO2-Ausstoss zu verringern?

Erstens müssen wir die CO2-Abtrennung bei neu installierten oder revidierten fossilen Kraftwerken verlangen. Die so anfallenden Mehrkosten würden auch vermehrt zu nicht fossiler Stromproduktion führen.

Zweitens müssen der Verkehr und die Gebäudeheizungen nach periodisch festzulegenden Vorgaben schrittweise von den fossilen Brennstoffen auf andere Energiequellen umgestellt werden.

Diese Massnahmen sind ohne Umweg über einen Handel von Emissionsrechten direkt wirksam und deshalb leichter verständlich. Es wird Rücksicht genommen auf die unterschied-lichen Ausgangsbedingungen der verschiedenen Länder und es werden vorwiegend zukünftige Neubelastungen vermieden.


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Kommentare von Lesern zum Artikel

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75%
(8 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Dezember 2011

Herr Benedikt Jorns,
Ich lese sehr gerne was Sie schreiben. Um so interessierter habe ich den Titel gelesen, Kyoto Protokoll führt uns auf den Irrweg.

Zum Überlegen:
Die Klima Diskussion wurde erwiesenermassen von Menschen eröffnet, denen es in der Tat um unsere Umwelt geht. WWF, Green Peace, usw.
Auch wenn das jetzt so schön geschrieben ist und aller Eigennutz dieser Netten Umweltschützer und Umweltforscher mal weggelassen wird.


Dagegen standen Industrien, welche diese Energien zur Produktion brauchen, und daran zu Grunde gehen, da sie schlicht nicht so hohe Energie Preise und so hohe Lohnkosten tragen können. Die haben auf Druck hin ausgelagert in Länder die eben dem Kyoto Protokoll nicht so eine Hohe Beachtung schenken.

Den Energie Konzernen oder auch den Förderländern kann es eigentlich egal sein, wie hoch die Preise sind, oder wie fest mit den Fossilen Spekuliert wird, schlussendlich bezahlen ja die Konsumenten, Verbraucher die Produzenten diese Kosten.

Und die Staaten profitieren auch mehr von hohen Energiekosten, da sie mit der Mehrwertsteuer daran beteiligt sind.
Plus, dann eben diese CO2 Steuer, welche ja die Zukunft für Energie Effizienz ebnen sollte.

Ohne Fukushima hätte man diese Anti Atom Bewegung so weit im Griff gehabt und neue KKW, und Giga Stauwerke erstellen können.

Mir ist eines klar, diese Regierungen Konzerne die seit der Jahrtausendwende erstaunlicherweise auf den Öko Zug aufgesprungen sind, und diese „Klima Lüge“ mitgetragen haben, erkennt nun, dass Ihre Rechnung so nicht aufgeht. Und darum werden die das sinkende Schiff wieder verlassen.
Alle diese welche da erstaunlicherweise mitgemacht hatten, wollten profitieren, absahnen, und massig Geld machen.



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