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Das "Mitte-Links"-Gesch​wafel

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Die Bun­des­rats­wah­len sind vor­bei. Eve­line Wid­mer-­Schlumpf wurde wiedergewählt, und die Bun­des­ver­samm­lung​ hat sich in kei­nem Wahl­gang dazu hin­reis­sen las­sen, am­tie­rende Re­gie­rungs­mit­glie​­der ohne Not abzuwählen. Die­je­ni­gen, die auf­grund ihrer Wählerstärke einen zwei­ten Sitz ge­for­dert ha­ben, müssen sich wei­ter­hin ge­dul­den und sind daran er­in­nert wor­den, dass sie „ihren“ zwei­ten Sitz sel­ber willfährig aus der Hand ge­ge­ben ha­ben.

Was sich nun fortsetzt, ist das gebetsmühlenartige Gejammer über eine angebliche Mitte-Links-Regierung​, die unser Land innert kürzester Zeit in den Ruin führen wird.

 

...Mitte-Li​nks?

Unser Bundesrat setzt sich aus zwei sozial-demokratischen​ und aus fünf bürgerlichen Vertreterinnen und Vertretern zusammen. Unser Land ist grossmehrheitlich bürgerlich ausgerichtet, im National- und Ständerat besteht eine ebenso klare bürgerliche Mehrheit wie im Bundesrat.

Die BDP übrigens trägt „bürgerlich“ in ihrem Namen ist – wie SVP und FDP – rechts der Mitte positioniert. Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf war früher in der SVP, was durchaus Gründe hatte. Hier von Mitte-Links zu sprechen, ist Unsinn und kann nur damit erklärt werden, dass einem so ziemlich alles als links erscheinen muss, wenn man selber weit genug rechts sitzt…

Ist nun eine bürgerliche Regierung auch eine liberale Regierung? – Ja, klar! Liberal in (aber nicht ausschliesslich) wirtschaftlichen Fragen, aber auch liberal in beispielsweise familienpolitischen Fragen oder liberal in ökologischen Standpunkten. Eine bürgerliche Politik ist grundsätzlich liberal, frönt aber deswegen nicht ohne Vorbehalte dem vollumfänglichen Liberalismus.

Wir leben seit Jahrzehnten mit Erfolg in einer sozialen Marktwirtschaft, wo der Staat so wenig wie möglich, aber eben auch so viel wie notwendig Einfluss nehmen soll. Liberal heisst nicht „kein Staat“, und ein starker Staat ist keineswegs mit einem grossen, trägen Staat (mit einer entsprechenden Verwaltung) gleichzusetzen. Daran wird sich auch der aktuelle Bundesrat orientieren, der mehrheitlich rechts der Mitte politisiert.

 

 


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Kommentare von Lesern zum Artikel

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60%
(15 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Februar 2012

Richtig erkannt Herr Kurt Nünlist,
Heute ist es Steuergeld, morgen etwas anderes was einem Staat, oder Staatengebilde nicht passt, es wird einfach weiter erpresst, genötigt, Druck gemacht.

Was mich zur Zeit noch stört, man hört nichts davon dass die USA, GB, und andere Staaten auf Ihre eigenen Steuerparadiese Druck machen. Eine weitere Doppelmoral.

Und noch etwas stört mich persönlich extrem.

Da geht wer hin, setzt alles daran, viel Zeitaufwand, Workaholic genannt, Intelligenz geht oft grosse Risiken ein welche sich dann positiv erfüllen, ist mit Ethik Moral sozialer Kompetenz angeblich nicht so zart besaitet, und hat Erfolg.
Schiebung, Diebstahl, Betrüger, Abzocker, Macho bei Männern, Business Emanzen Tusse, es gibt Hundert Wort bald, wie man diese Konsum- Arbeits- Freaks nennt.
Man könnte sie auch Wirtschaftliche Stütze der Gesellschaft nennen.

Eine Andere Gruppierung ist jene, die das Gegenteil macht, auf Ethik, Moral, soziale Kompetenz achtet, immer etwas abgehoben, nicht mit beiden Füssen auf dem Boden stehend. Die einen wollen schlicht nicht arbeiten, zumindest nicht profitabel, die anderen können nicht mehr Arbeiten weil sie ausgelaugt wurden.
Sie retten angeblich tausend Mal die Welt, kümmern sich wie Sisyphus intensiv um kleinste Details, eröffnen für jedes Detail eine Non Profit Organisation, denn Profit orientiert arbeiten ist böse. Hängen ab und lassen die benötigten Gelder durch den Steuervogt eintreiben.

Eine Weitere Gruppe ist einfach nur Machtbesessen, sei es politisch oder religiös angetrieben, benutzen alles und jedes um Ihre Macht auszubauen. Das sind die gefährlichsten. Denn die gibt es in Beiden oben erwähnten Gruppierungen!
Das sind die Gurus und Führer von Sekten, es sind in bürgerlichen wie in sog linken Lager führende Politikerinnen und Politiker.
Es sind die Fanatiker Anführer Präsidentinnen und Präsidenten von NPO’s, es sind aber auch Despoten und Diktatoren.
Und diese Psychogruppe treibt mit Wonne Keile zwischen die Menschen, zettelt Kriege und Krisen an, rottet sich zu Welt Organisationen zusammen, immer angeblich für das Gute.

Das einfachste bekannte Sprichwort funktioniert: Wenn Zwei sich streiten freut sich der Dritte.



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45%
(20 Stimmen)
Felix Schnyder-Jud sagte Januar 2012

...man merkt auch hier in diesem Blog: die Damen und Herren der BBB Partei haben immer noch Mühe mit der Abspaltung aus "ihrer Partei"...mit dem kürzlichen Wahlverfahren ins Vizepräsidium zeigt sich auch das wahre demokratische Verständnis... sorry, aber das muss auch gesagt werden...
Das bei der heutigen SVP alles links ist, wird ja auch bemerkt,,,


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76%
(25 Stimmen)
Franziska Keller sagte Januar 2012

Herr Landolt, ich kann es nicht mehr hören oder lesen!
Was ich bei allen "Verlautbarungen" ihrer Parteiexponenten vermisse, ist eine klare Aussage zu den aktuellen Problemen die wir tatsächlich haben.
Alles was die BDP bisher von sich gibt sind Rechtfertigungsversuc​he für ihre nicht gerechtfertigte Existenz in unserer Regierung.
Und ihre BR ist gerade wieder dabei (WEF) sich mit genauso unklaren Aussagen "Wir sind einen Schritt weitergekommen!" (Geithner) ein Riesenproblem zu "lösen" indem sie diese Aussage etwas 12 mal wiederholt.
Es wird auch in dieser Frage damit enden, dass der Deal (nur für die Banken???) als Verlust endet und uns ähnlich wie im Fluglärmstreit eine BR einen Riesennachteil als Vorteil und Gewinn für unser Land zu verkaufen versucht.
Zu den aktuellen dringenden Angelegenheiten äussert sich die BDP nie. Ihre BR lügt der ganzen Nation vor laufenden Kameras ins Gesicht (Arena-Hildebrand) und was weiss Ihr Präsi Grunder dazu zu sagen: Die SVP ist böse! Die BDP ist bürgerlich! EWS ist lieb! Und damit wird jetzt alles gut!
Sehen Sie, man kann das ganze ewig wiederholte unheilige Mantra das ihre Partei ausmacht so kurz zusammenfassen - denn mehr ist einfach nicht drin.

Na und?


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83%
(23 Stimmen)
Peter Meyer-Wartmann sagte Januar 2012

Zitat:
Die BDP übrigens trägt „bürgerlich“ in ihrem Namen ist – wie SVP und FDP – rechts der Mitte positioniert.

Selt​en so gelacht! Danke.


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82%
(22 Stimmen)
Hans P. Grimm sagte Januar 2012

Frau Widmer, muss sich ja immer an die SP und Grünen anbidern, damit sie politisieren kann! Ganz schlechte Aussichten!

Frau Widmer hat auch das ganze Migrationsamt, im interesse von Rot-Grün, demontiert, damit ja keine vernünftige Asylpolitik mehr möglich ist.

Ich als Büezer sehe da nichts Bürgerkliches, eher schon Anarchie!


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63%
(35 Stimmen)
Kurt Brugger sagte Januar 2012

Herr NR Landolt, Ihr Beitrag gibt mir zu denken. Trotzdem wünsche ich Ihnen vorerst ein gutes neues Jahr. Wenn Sie von mitte-links Geschwaffel schreiben, so habe ich meine liebe Mühe nachvollziehen zu können, wie Sie die Funktion des politischen Bundesbern einschätzen.
Ihre BR EWS ist eindeutig von mitte und links gewählt.Schon 2007 wurde sie ausschliesslich von diesen Parteivertretern auf den Schild gehoben.Der Wahlkampf der BdP war einzig auf die Wiederwahl ausgerichtet.
Spätestens am Ende dieser Legislatur, wenn Bilanz gezogen wird, werden auch Sie einsehen müssen, Politik ist zwar ein Geben und Nehmen, aber in erster Linie ein Geschäft bei dem die Wahrheit öfter zurecht gebogen wird.


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52%
(62 Stimmen)
Rolli Anderegg sagte Dezember 2011

Die BDP ist nun gar nicht bürgerlich und hebt sich in folgenden Punkten auch massiv von der SVP ab:

- bei der Mehrwertsteuererhöhun​g
- bei der AKW Frage
- bei der Personenfreizügigkeit​
- bei Schengen/Dublin
- beim Militäreinsatz im Kosovo
- beim Bankgeheimnis
- bei der Ökosteuer
- bei der Ausschaffungsinitiati​ve
- bei der Einbürgerungsinitiati​ve
- bei der Verjährungsinitiative​
- bei der Minarettinitiative
-​ bei der Abzockerinitiative
-​ bei der Komplementärmedizin

usw.

Und an der BDP ist nun gar nichts neu, ausser dem Namen! Dort wird eigentlich nur ständig der CVP nachgeplappert, im kleinen Mass auch der FDP! Aber nichts das auf eigenem Mist gewachsen ist! Ziemlich monoton und langweilig! Nur gegen die SVP zu sein und ständig von Anstand zu reden ist noch kein Parteiprogramm! Ausser dem SVP-Bashing bekannter BDP-Politiker, untermalt von einem aufgezwungenen Dauerlächeln, hab ich von diesen Leuten noch nie etwas über Inhalte und Ideen vernommen! Etwas kreativer sollten Sie schon sein Herr Landolt! Da habe sogar ich als Nichtpolitiker mehr Profil als Sie und die BDP!

Die billige Ausrede mit " die SVP habe doch vor 4 Jahren zwei Bundesräte bekommen, EWS sei gewählte SVP-Bundesrätin ", SVP diese willfährig verspielt, ist so nicht länger haltbar. Die Zusammensetzung des Bundesrates anhand Parteien Größe richtet sich nämlich immer nach der letzten Parlamentswahl. Und hier ist eben Frau EWS in der Zwischenzeit in eine neue Partei gegangen, die bei den letzten Parlamentswahlen angetreten ist ( ohne SVP) und nur 5% Wähleranteil holte! Folglich ist die Mär von einer SVP Bundesrätin Widmer-Schlumf tatsächlich nichts anderes als eine Mär! Dann auf den Wähleranteil betrachtet ist der Anspruch der SVP auf 2 Sitze völlig legitim!

Es ist schon ziemlich dreist wie hier das Schmierentheater vom 14.12 beschönigt wird! Das ist doch keine Stabilität und Kontinuität , wenn man die stärkste Partei des Landes zum wiederholtenmale nicht angemessen an der Macht beteiligen möchte! In praktisch jeder westlichen Demokratie ist es üblich, dass die mit Abstand größte Partei mitregieren darf, aber nur nicht in der Urdemokratie Schweiz! Das ist höchstens eine Stabilität und Kontinuität in der Intrige und Unwahrheit!

Und damit wir auch einmal über die Leistung von EWS reden: Soooo großartig war die BDP-Bundesrätin nun mal auch nicht. In Sachen Asylanten und widerrechtliche Herausgabe von Bankkundendaten machte die BDP-Dame aus Felsberg keine gute Figur! Was der AKW Ausstieg kostet hat die Dame uns bisher auch nie erklären können. das würde ich aber gerne einmal wissen! Dafür war die Büntnerin für für die Erhöhung der Mehrwertsteuer und die Einführung einer Ökosteuer! Den kleinen Mann und Steuerzahler wirds freuen! Aber eben, nur weil EWS eine Frau ist und gegen die SVP ist alles was sie sagt und macht grossartig und richtig.

Und wenn man schon bei der So das Proporzglück und Restmandate verschweigt ( zu den % Verlusten), dann darf man auch einmal das Proporzpech der SVP nennen! Darauf entfallen 2-3 Sitzverluste, aber immerhin doch 26,6% Wähleranteil, mit Abstand stärkste Partei, trotz Parteispaltung! Aber vor allem sagt das sehr viel aus über die wahre Stärke einer Partei, da die SVP kaum Listenverbindungen gemacht hat, währende dem die BPP ohne Listenverbindungen deutlich weniger Sitze geholt hätte!

Und Herr Landolt kann noch lange vom Bürgertum schwafeln, wenn seine Partei dennoch mit den Linken ins Bett geht, wie neulich bei den SR-Wahlen in BE und SG! Den Worten müssten von der BDP endlich auch einmal Taten folgen!





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69%
(134 Stimmen)
Hanspeter Elmer sagte Dezember 2011

Im Gegenteil zum Geschwafel der SVP hätte mir von Ihnen schon mehr Geschwafel gewünscht. Zum Beispiel vor Ihrer Wahl zum Nationalrat, als sie klammheimlich ihre Frau verlassen und sich eine neue Freundin zugelegt haben, dies bis zur Wahl aber verschwiegen haben und auf Ihrer Homepage wunderschöne Familienfotos präsentierten. Oder vor diese Nationalratswahl, als die UBS mal locker 2 Milliarden in England in den Sand gesetzt haben, waren Sie auf einmal unaufindbar. Sie haben sich quasi in Luft aufgelöst, obwohl Sie als politischer Berater und Direktionsmitglied der UBS, der gleichzeitig Nationalrat ist, es dem Bürger eigentlich schuldig gewesen wären, dazu Stellung zu nehmen. Aber nein, obwohl Sie bei der Annahme des Mandates ja vollmundig erklärt haben, sie seien nicht der Handlanger der UBS und hätten sich Eigenständigkeit ausbedungen, kam kein Wort zu diesem Thema über ihre Lippen. Dass Sie - und das sage ich jetzt als Glarner - trotzdem wiedergewählt wurden und wir einen unserer wenigen NR-Sitze einfach so der UBS überlassen haben, ärgert mich als Glarner. Wieso schweigen Sie nicht einfach weiter wie vor den Wahlen, anstatt sich jetzt über die Partei auszulassen, die sie erst bekannt gemacht hat oder wenn Sie schon Ihr Schweigen brechen, wieso äussern sich nicht doch einmal über den Fall Adoboli und die Versäumnisse der UBS?

Nein, darauf können wir lange warten. Aber jetzt - nachdem an sicher für 4 Jahre wiedergewählt ist - kann man grosse Reden schwingen, bis dann wieder die Wahlen vor den Türen stehen. Bin jetzt schon gespannt, was Sie dann zu verschweigen haben.

Herzliche Grüsse aus dem Glarnerland


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74%
(84 Stimmen)
Heinz Mahler sagte Dezember 2011

Liberal in wirtschaftlichen Fragen !? Herr Landolt, glauben Sie wirklich daran ?


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41%
(234 Stimmen)
Ruedi Lais sagte Dezember 2011

C. Blocher war als Mitglied einer Regierung untauglich. In all seinen Funktionen hat er sich als teamunfähig herausgestellt. Er hat nur dort Erfolg, wo er dank seiner Finanzkraft allein entscheiden kann. Zu seiner Zeit kam es zu unzähligen Indiskretionen, er biederte sich der türkischen Regierung in der Armenier-Frage mit einem Angriff auf unser demokratisch beschlossenes Anti-Rassismusgesetz an. Auch als Bundesrat gebärdete er sich als Chef seiner Partei. In seinem Büros wurden Kampagnen genehmigt und die Finanzen dafür gesprochen. Dieses Verhalten und das Resultat der Wahl von 2007 haben ihn die Mehrheit von SVP, FDP und einigen rechten CVPlern gekostet, die ihn 2003 gewählt hatte.
Das gleiche Schicksal wird ihn auch bei der SVP ereilen. Auch dort kann er sich nicht in ein Team einfügen und auch einmal zurückstehen oder Rücksicht auf Andere nehmen. Noch hält ihn sein mit enormen Finanzen geknüpftes Netz von Abhängigkeiten im Amt. Diesen Finanzen und seinem Spürsinn für frustrierte Gefühle im Volk halten ihn noch im Amt. Wenn er keine Wahlsiege mehr garantieren kann, wird er gestürzt.



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72%
(216 Stimmen)
Christoph Reuss sagte Dezember 2011

Herr Landolt, warum wehren Sie sich denn gegen den Begriff "Mitte"? Ihr eigener Parteichef Grunder und Ihre eigene Bundesrätin EWS haben doch in ihren Aussagen die BDP der "Mitte" zugeordnet, z.B. als es um die "Stärkung der Mitte" ging, um EWS' BR-Sitz zu halten. Es wurde ja sogar eine Fusion der BDP mit der CVP angedacht.

Aber "Mitte-Links-Geschwa​fel" hin oder her: Ihr Artikel lenkt ab von der wesentlichen Frage, mit welchem Recht eine 5%-Partei einen BR-Sitz beansprucht. Ihre Ausrede, die SVP habe durch den Parteiausschluss von EWS ihren 2. Sitz "sel­ber willfährig aus der Hand ge­ge­ben", überzeugt nicht, denn durch ihr regelmässig zur SVP entgegengesetztes Politisieren wäre EWS sowieso nicht als SVP-Bundesrätin gegangen. Unabhängig davon, was die SVP bezüglich EWS entschieden hat, wäre eine "SVP-Bundesrätin EWS" ein Etikettenschwindel gewesen, entgegen dem Wählerwillen, denn die Partei-Anteile sind auch nach der Parteispaltung ganz unterschiedlich gross (26% SVP, 5.6% BDP). Das Volk hat eindeutig entschieden, dass der SVP 2 BR-Sitze zustehen, aber Sie verweigern dem Volk die Umsetzung seines Willens.

Durch die Wiederwahl von EWS -- erstmals unter BDP-Label -- hat das Parlament die jahrzehntelang bewährte Zauberformel abgeschafft und damit einen der zentralen Grundwerte des Schweizer Erfolgsrezeptes "ohne Not" zerstört. Dies als "Stabilität" und "Beibehalten des Status Quo" zu verherrlichen, ist eine orwell'sche Verdrehung. Das Volk wurde über diesen wichtigen Schritt nichtmal gefragt! Das Jasager-Parlament schafft alle CH-Sonderfälle ab, um die Schweiz an die EU anzupassen ("Harmonisierung"),​ und dazu gehört auch, das Volk nicht zu fragen, und mutwillig das Gegenteil des Volkswillens umzusetzen. Gemäss der Abstimmung über "Ja zu Europa" ist die Mehrheit in allen Kantonen gegen den EU-Beitritt (das war schon vor 10 Jahren, und heute mit der Euro-Krise und der EU-Verfassung ist es noch stärker so) -- darum müssten im Bundesrat 4 Neinsager sitzen, nicht "ein Halber"! --, aber Parlament und Bundesrat halten trotzdem am EU-Beitrittsgesuch und dem EU-Beitritt in Salamischeibchen fest (auch bei unnötigen und unilateral beschlossenen Schritten wie z.B. Cassis de Dijon). Das ist anti-demokratisch.



Und _Konkordanz_ muss bedeuten: Konkordant mit dem Volk, nicht bloss konkordant untereinander in einer kleinen CLasse PolitIQUE (kurz: Clique), die ihre Eigeninteressen zu Lasten des Volkes verfolgt. Also muss die Konkordanz im BR klar gegen den EU-Beitritt (auch auf Salami-Raten) sein.


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75%
(158 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Dezember 2011

Sehr geehrter Herr Landolt,

Dem Namen nach bürgerlich. Bürgerlich Demokratische Partei, ja, das würde verpflichten, eigentlich.
Ausser man muss das Wort Bürger, bürgerlich genauer definieren?
Der / die Bürger / Bürgerin, ist jemand der als Welten Bürger, oder als Europa Bürger, als Schweizer Bürger, als einem Staatsbürger oder Kantonsbürger, Gemeindebürger, oder in einer Burg wohnender, schlicht, der Name Bürger alleine sagt nichts aus.
Übrigens auch der Name Volks Partei sagt nicht wirklich etwas aus. Ohne Schweizerische Volks Partei, oder Christliche Volks Partei besagt der Name auch nur, jemand gehört einem Volk an. Schweizerisch bindet dann eher zum Land Schweiz.
Oder eben zum Christlichen hin, das müsste man dann aber merken wenn es um Religionen geht.
Mit einer Freisinnigen Demokratischen Partei, (diese Liberalen) dieser Liberalismus, der lässt doch alles zu.
Ich persönlich binde eine Partei, eine PolitikerIn gemäss dem Parteiprogramm fest. Für was die einstehen, was für Ideen und Visionen die haben, wie sie Abstimmen.

Und vor allem, wie authentisch, gradlinig, diese PolitikerInnen rüberkommen. Auch wenn PolitikerInnen nicht jene Ansichten vertreten die mir gefallen, aber Hut ab, die verfolgen seit Jahrzehnten Ihre Ziele.
Bei denen kann man sich drauf verlassen, Grüne, die bleiben so, SP bis zu Kommunisten, die bleiben so, SVP, die bleiben so.
Den Rest kann man spülen, CVP was ist das? FDP was ist daraus geworden? EVP? Oder diese GLP Wischiwaschi siehe deren Präsidenten.
Am schlimmsten aber deucht mich diese BDP, und wenn ich so höre und sehe wie die sich verhalten? Gut sind die nicht mehr in der SVP.
Tja, dann zeigen Sie einmal zum Wohle dieses Landes, Bildung, Wirtschaft, Soziales wie denn diese „Bürgerlichen“ angesiedelt sind!



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35%
(143 Stimmen)
Jürg Walter Meyer sagte Dezember 2011

Ich habe Ihren Beitrag mit grossem Interesse gelesen, sehr geehrter Herr Landolt. Ich bin mit Ihnen gleicher Meinung, dass unsere stimm- und wahlberechtigte Bevölkerung grossmehrheitlich rechts der Mitte rechts angesiedelt ist. Richtig, das zeigt sich auch in der Sitzverteilung im National- und Ständerat.


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75%
(169 Stimmen)
Thomas Steffen sagte Dezember 2011

Klar müssen Sie speziell darauf aufmerksam machen, dass das Wort "bürgerlich" ja im Parteinamen enthalten ist. Dann hört es aber schon auf mit "bürgerlich" bei der BDP. Die BDP ist eine Satelittenpartei, dreht sich jeweils in die Richtung aus welcher das stärkste Signal kommt.

Einmal für die AKWs dann vor den Wahlen wieder gegen die AKWs. Wenn Stimmen benötigt werden wird man plötzlich rot-grün und mit der SVP stimmt man ums "verrecken" nicht mit. Herr Landolt, die BDP wird es in ein paar Jahren nicht mehr geben. Kein Parteiprogram, keine Linie und keine Wähler. Man hängt am Talismann EWS. Wenn die weg ist, ist auch die BDP weg vom Fenster. Also klopfen Sie hier keine grossen Sprüche von wegen die SVP hätte den zweiten Sitz verspielt. Einfach ruhig dasitzen und die nächsten 4 Jahre den unverdienten BR Sitz geniessen.


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