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Gotthard Frick sagte Mai 2012
11.05.2012.
Antwort an Herrn Dieter Lohmann
Mit der Hälfte der Bevölkerungszahl Pekings, ohne Rohstoffe und ohne direkten Zugang zum Meer, gehört die Schweiz zu den weltweit führenden Wirtschafts- mächten. Mit den Alpentransversalen sind wir auch noch Besitzer eines Elementes von gesamteuropäischer strategischer Bedeutung und die Alpen sind ein militärisch relativ leicht zu haltendes Bollwerk. Und schliesslich haben wir ein grossartiges demokratisches System.
Wir hätten also allen Grund, uns als selbstbewusstes, starkes Land zu sehen und unseren Nachbarn und der Welt gegenüber auch entsprechend aufzutreten (ohne gleich in Arroganz und Überheblichkeit zu fallen).
Aber viele tragen einen schweizerischen Minderwertigkeitskomplex mit sich herum, sehen nur die Stärken der anderen und die eigenen Schwächen und kapitulieren vorausschauend und rückblickend. Sie erwarten, dass andere für unsere Sicherheit sorgten. Die Meinung von Herrn Dieter Lohmann zur Rolle unserer Armee im 2. Weltkrieg ist eine sehr gutes Beispiel dieses „Syndroms“. Er behauptet, die Sicht, wonach die Schweiz ihre Unversehrtheit der Armee verdanke, basiere auf einem Mythos.
Wie verhält es sich damit?
Schaut man das Gesamtbild des 2. Weltkrieges in Europa an, den stechen am Anfang des Krieges die Völker hervor, die innerlich schon vor Kriegsausbruch vor Hitler kapituliert hatten, die also die gleiche Einstellung hatten, wie Herr Lohmann heute.
Frankreich und all die anderen kapitulierten nach dem deutschen Angriff nach kürzester Zeit kläglich, obschon Deutschland gar nicht so stark war, wie sie es sahen, sie selber viel stärker hätten sein können, als sie sich selber sahen. (Die deutschen Panzer hatten gegen die damals als am weltbesten beurteilten französischen Panzer im Gefecht keine Chance. Zudem hatte Frankreich rund 400 Panzer mehr als Deutschland).
Auf der anderen Seite gab es freie Völker, wie die Finnen, die Griechen, die ohne zweifelnd zu fragen, ob man eine Chance habe, einfach kämpften.
Die Finnen hielten vier Monate lang gegen die angreifende, übermächtige Sowjetunion stand und konnten als einziges der von ihr besiegten Länder ihr demokratische System behalten.
Der griechische Nationalfeiertag fällt auf den 28. Oktober und heisst noch heute NEIN-Tag, weil am Tage des italienischen Ultimatums vom 28. Oktober 1940, als Italien mit Krieg drohte, falls das Ultimatium nicht angenommen werde, das ganze griechische Volk von links bis rechts, an Massendemonstrationen "NEIN, NEIN, NEIN" ("Ochi, Ochi, Ochi") skandierte. Sie riefen "NEIN" zur Unterwerfung unter das italienische Diktat und wählten den Krieg. Als freie Menschen kam es ihnen überhaupt nicht in den Sinn zu fragen, ob ihre Armee den Armeen der Achsenmächte gewachsen wäre. Diese brauchten dann 6 Monate, um das kleine, arme Land zu besiegen (Was zu einer für die Wehrmacht verheerenden Verzögerung des Angriffes auf die Sowjetunion führte).
Interessant, dass die führenden Militärs, die Regierungen und Diplomaten und die Medien aller Kriegsparteien des 2. Weltkrieg die Schweizer Armee ganz anders beurteilten, als Herr Dieter Lohmann, obschon sie auch deren Schwächen sahen, Schwächen die auf das Wirken seiner damaligen Gesinnungsgenossen zurück-zuführen waren.
Hier einige Beispiele:
Schon kurz vor dem 2. Weltkrieg liessen sowohl der deutsche wie auch der französische Generalstab abklären, ob es sich für die eigene oder die gegnerische Armee lohnen würde, die jeweils gegnerische Verteidigungsfront durch die Schweiz zu umgehen. Beide kamen zum Schluss, angesichts der Schweizer Armee und dem schwierigen Gelände sei das zu aufwendig und unsicher. Der deutsche Generalstabschef, Halder, unter dessen Führung bis September 1942 die Wehrmacht alle ihre grossen Operationen plante, fügte in seinem Kriegstagebuch zu diesem Entscheid noch die vielsagende Anmerkung an: "Eine Umgehung durch eine unverteidigte Schweiz wäre eine verlockende Möglichkeit".
Im Juli 1938 besuchte ein deutscher Generalstabsoffizier das Scharfschiessen mit Artillerieunterstützung des Gebirgsinfanteriebataillons 36 und der Gebirgsbrigade 10. Er schrieb darüber: "Die Truppe macht einen guten Eindruck. Die Soldaten arbeiten mit Passion und Ernst.... sie sind etwas schwerfällig, jedoch sehr kräftig, zäh und zuverlässig... Es muss anerkannt werden, dass die Feuerleitung der Artillerie und der schweren Infanteriewaffen sehr wendig und bemerkenswert gut waren... Die Übung zeigt, dass bei dem in der Schweiz üblichen Verzicht auf einschneidende Sicherheitsbestimmungen ein natürlicher Übungsverlauf und die Gewöhnung der Truppe an das Feuer erreicht wird". Diese "Feuertaufe" war für eine Armee ohne Kriegserfahrung von entscheidender Wichtigkeit.
In der deutschen Angriffsstudie von 1943 sagte General Böhme dazu: "Gelingt es der Schweiz, die beiden kritischen ersten Wochen durchzuhalten, so werden zahlreiche feuergewohnte Truppen zur Truppen zur Verfügung stehen".
Der damals weltberühmte amerikanische Journalist William J.Shirer, der bis zur Kriegserklärung Hitlers an die USA Ende 1941 für die Medien der USA aus Berlin schrieb, meinte kurz nach Kriegsausbruch: "Die Schweiz hat eine Zehntel der Bevölkerung unter den Waffen, mehr als irgend ein anderes Volk der Welt. Sie sind bereit für ihre Lebensart zu kämpfen.... Die Holländer werden für die Deutschen eine leichte Beute sein. Ihre Armee ist miserabel (Holland kapitulierte innert Tagen). Die Schweiz wird eine härter zu knackende Nuss und ich bezweifle, ob es die Deutschen versuchen werden."
Die britischen Joint Chiefs of Staff kamen am 16. September 1939 ebenfalls zu einem negativen Urteil. Wegen der Enge des Raumes, dem schwierigen Gelände und der bereits aufmarschierten Schweizer Armee hielten sie eine Umgehung der gegnerischen Front weder für Deutschland noch für Frankreich für eine realistische Option.
Im Juni 1940, nach dem Angriff auf Frankreich, flogen grössere deutsche Geschwader (je 28 Kampfflugzeuge) mehrmals über die Ajoie, also eindeutig über Schweizer Gebiet. In den darauf folgenden Luftkämpfen mit zahlenmässig nur halb so grossen Verbänden der Schweizer Luftwaffe verloren die Deutschen 11, die Schweiz 3 Maschinen. Schon vorher waren in Luftkämpfen oder von der Schweizer Fliegerabwehr mehrere deutsche Flugzeuge so getroffen worden, dass sie in der Schweiz notlanden mussten. 17 deutsche Piloten befanden sich deshalb in Schweizer Spitälern und Internierungslagern (einige waren tödlich getroffen worden). Ein „Mythos“, wie Herr Lohmann die damalige Schweizer Armee sah, kann kaum fremde Kriegsflugzeuge abschiessen.
Am 1. September 1940 meldete der italienische Militärattaché in Bern, Oberst Bianchi, nach Rom, dass der Grenzschutz 3-4 Stunden nach Mobilmachung ein Dispositiv bezogen haben werde, dessen Abwehrkraft ein auf Schnelligkeit bedachter Gegner nicht unterschätzen dürfe.
Der (deutsche) Generalstab des Heeres gab am 1. September 1942 für die Truppe das "Kleine Orientierungsheft Schweiz" heraus. Darin steht u.a." Das schweizerische Milizsystem ermöglicht eine vollständige Erfassung der Wehrfähigen unter verhältnismässig geringen Kosten. Es erhält den im schweizerischen Volk seit je regen soldatischen Geist und gestattet die Aufstellung eines für das kleine Land sehr starken und zweckmässig organisierten Kriegsheeres. Der schweizerische Soldat kennzeichnet sich durch Heimatliebe, Härte und Zähigkeit aus" (Die deutschen Generalstabsoffiziere, die das Heft verfassten, konnten natürlich den viel später geborenen Herrn Dieter Lohmann noch nicht kennen und in ihre Beurteilung einbeziehen). Nach Nennung der Schwächen (z.B. wegen mangelnder Panzer, Flieger etc.) sagt das Heft, das Schweizer Heer habe seit Kriegsbeginn Zeit gehabt seine Schwächen auszugleichen und dann wörtlich: "Es ist bei starkem Ausbau der natürlichen Hindernisse des Landes in der Lage, auch gegen einen überraschenden Angriff an den Grenzen zeitlich begrenzten Widerstand zu leisten und sich im Hochgebirge längere Zeit zu halten. ..... Die Entschlossenheit von Regierung und Volk, die schweizerische Neutralität gegen jeden Angreifer zu verteidigen, steht bisher ausser Zweifel".
In der bereits erwähnten Angriffsstudie von 1943 untersuchte General Franz Böhme zuerst die militärpolitische Lage der Schweiz. Er stellte fest, dass die Schweiz tief beeindruckt sei von den grossen Anfangserfolgen der deutschen Wehrmacht. Aber dann fährt er fort, die Schweiz habe „ihr Heer den neuen Gegebenheiten angepasst, statt es, wie auch zu erwarten gewesen wäre, weitestgehend zu entlassen..... Die sichtbare Folge ist das Réduit: Lieber kämpfen, als sich zur Gänze in die Belange des Neuen Europa einzufügen.“ Die totale Umzingelung der Schweiz durch die Wehrmacht ab Sommer 1943 sei nach Schweizer Einschätzung eine „äusserst schwierige Lage, doch wäre es weit gefehlt, wenn deutscherseits angenommen würde, dass die Schweiz deshalb ihre Wehrpolitik einer Revision zugunsten Deutschlands unterziehen wollte.“ Gleichzeitig sagte Böhme, diese Umzingelung biete eine ideale Ausgangslage für einen Angriff, da dieser von allen Seiten erfolgen könne.
Dann untersucht er eingehend die Stärke der Schweizer Landesverteidigung. Dazu meint er: " Das Schweizer Heer verfügt über eine grosse Tradition. Das Wehrsystem hebt es von vielen anderen hervor“. Nachdem er auf die Schwächen der Schweizer Armee hingewiesen hatte, führt er weiter aus: "Doch darf deshalb der Wert der Schweizer Armee nicht zu bedenkenlos herabgesetzt werden. Der Kampfwille der Schweizer Soldaten ist ein hoher und wir werden ihn in etwa dem der Finnen gleichstellen müssen. Ein Volk, das gute Turner hat, hat auch immer gute Soldaten gehabt. Die Vaterlandsliebe der Schweizer ist auf denkbar höchster Stufe" (Auch er hatte natürlich nicht die Ehre, Herrn Dieter Lohmann zu kennen). Die Schiessausbildung der Schweizer Soldaten sei trotz des Milizsystems besser als beim ehemaligen österreichischen Heer, wo die Dienstzeit 18 Monate betragen habe. (Böhme war Österreicher. Österreich war 1938 von Hitler annektiert worden). "Seit 1939 habe zahlreiche Schweizer Truppenteile aller Waffengattungen Gelegenheit gehabt, ihr Können zu vervollständigen und haben es auch getan." Wohlausgewogen werde die mangelnde Kriegserfahrung "vom den Umstand, dass der Schweizer in bekannten Gelände kämpfen wird."
Dann wird noch darauf hingewiesen, dass jetzt die "Idee des nationalen Réduit" in den Vordergrund trete. Dazu meint er: „Vielmehr geht es (bei einem deutschen Angriff, der Verf.) gerade um den Besitz der wichtigen Nord-Südverbindungen. Erst ihr uneingeschränkter Besitz, .....samt ihrer Stromanlieferungen, bedeutet einen klaren militärischen Sieg über die Schweiz.“ Damit hat er bestätigt, dass General Guisans Réduit-Strategie richtig war.
Auch Deutschland hatte nicht eine unbeschränkte Anzahl von Truppen, Waffen und andere Rüstungsgüter. Das bedeutet, die Truppen, die in den Angriffsstudien für Angriffe auf die Schweiz eingeplant wurden, waren immer auch für andere Aufgaben vorgesehen oder bereits im Einsatz.
So waren z.B. die meisten Panzer- und Infanteriedivisionen, die für den in der Operation TANNENBAUM vom Sommer 1940 geplanten Angriff auf die Schweiz vorgesehen waren, gleichzeitig auch für den Angriff auf Grossbritannien vorgesehen und waren teilweise schon in den Raum Calais verschoben worden.
Zum gleichen Thema äusserte sich auch General Böhme in seiner Angriffsstudie von 1943. Die von ihm als nötig erachteten Verbände waren alle irgendwo im Einsatz. Sie hätten also von dort abgezogen werden müssen. Er schrieb dazu: “Durch den Angriff auf die Schweiz wird daher zeitweilig eine weitgehende Schwächung der zur Abwehr einer Landung der Westalliierten bestimmten Kräfte eintreten. Auch bedeutet der Abzug der mit dem Ostkrieg vertrauten Gebirgstruppen eine gefährliche Einbusse an dieser Front“. Was den Zeitpunkt eines Angriffes auf die Schweiz betrifft kommt er zum Schluss: „Nach einer Landung angloamerikanischer Truppen wird Deutschland für eine nicht unbedingte notwendige Operation gegen ein gut verteidigtes Gebirgsland keinesfalls die hiefür notwendigen Kräfte abzweigen können.“ Er meinte deshalb, falls die Schweiz sich Deutschland gegenüber zu feindselig verhalte, könne man sie durch Abschneiden aller Zufuhren unter Druck setzen, damit sie etwas flexibler würde.
General Böhme schliesst das Kapitel „Stärkebeurteilung der Schweizer Landesverteidigung“ wie folgt: „Die Schweizer Landesverteidigung verfügt über eine Heer, das schon wegen seiner zahlenmässigen Stärke ein äusserst beachtlicher Faktor ist. Die Bezwingung der sich erbittert verteidigenden Truppen im Hochalpenreduit wird eine schwer zu lösende Aufgabe darstellen.“ Bekanntlich kann man auch scheitern, wenn man schwer zu lösende Aufgaben lösen will. Für die Bezwingung eines „Mythos’“ braucht kein General eine aufwendige Studie durchzuführen.
Keine Armee der Welt konnte so schnell mobilisieren wie die Schweizer Armee (das war bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts noch so). Dies schrieb nach einem Besuch der Schweizer Armee in der TIMES vom 11. November 1938 auch der Lord Mayor von London. Er wollte, dass Grossbritannien das Schweizer System übernehme.
In der mehrmals der neuesten Lage angepassten deutsche Angriffsstudie TANNENBAUM von Sommer 1940 hiess es, dass ein Teil der Grenztruppen innert 5 Stunden nach Mobilmachung kampfbereit sei, die Grenz-, Gebirgs- und leichten Brigaden nach einem Tag und die ganze Armee innerhalb von 2 Tagen. Zum Vergleich: In den Planungen des deutschen Generalstabschef für den Einsatz italienischer Verbände rechnete er allein für deren Mobilmachung mit 2 Wochen. Dazu käme noch die Zeit für die Verschiebung an die Einsatzorte.
Dort wurde auch mit Bedauern festgestellt, dass ein deutscher Angriff vom Bodensee das Rheintal hinauf - obschon militärisch sehr erwünscht - wegen der starken Schweizer Festungen und dem gebirgigen Gelände keine Aussicht auf Erfolg habe und deshalb nicht in Betracht gezogen werden könne.
In einer deutschen Angriffsplanung vom 4.Oktober 1942 hiess es, man dürfe bei der Berechnung der für einen Angriff erforderlichen deutschen Kräfte keinesfalls nur von den gerade im Dienst stehenden Schweizer Soldaten ausgehen, sondern müsse von der Gesamtstärke der Schweizer Armee ausgehen, da die demobilisierten Soldaten sofort wieder kampfbereit seien. (Die Schweizer Armee zählte mehr als 500'000 Mann, dazu gegen 300'000 Hilfsdienstpflichtige, bewaffnete Orts- und Betriebswehren und freiwillige Frauen und Jugendliche im „Flieger Beobachtungs- und Meldedienst“).
Am 7. Dezember 1942 veröffentlichte das auch heute noch berühmte amerikanische Magazin TIME unter dem Titel: „Die Schweiz allein: Klein und zäh.“ einen Artikel über unser Land. Dann wird gesagt: „Mann für Mann hat die Schweiz heute wahrscheinlich die zweitbeste Armee Europas“. (Die beste war nach wie vor die deutsche Wehrmacht.).
In einer Notiz der deutschen Abwehr vom Januar 1944 wurde festgehalten, das Réduit sei zu einer schwer bezwingbaren Festung geworden und noch nie sie die Schlagkraft der Schweizer Armee auf einer solchen Höhe gewesen.
Im Herbst 1944 blieben die Alliierten lange an der deutschen Front in Frankreich stecken. An einer Konferenz in Moskau vom 9. bis 19. Oktober 1944 forderte deshalb Stalin den britischen Premier Churchill und den US Botschafter Harrison ultimativ auf, den alliierten Streitkräfte zu befehlen, die deutsche Front durch die Schweiz zu umgehen. Beide lehnten sofort ab. Aber die Joint Chiefs of Staff der USA prüften den Vorschlag trotzdem auch militärisch. Sie kamen am 29. Dezember 1944 zu einem negativen Schluss: „Die Schwierigkeiten des Geländes und die anerkannte Fähigkeit der kleinen, aber effizienten Schweizer Streitkräfte im Kampf auf ihrem eigenen Boden würden ein solches Projekt fragwürdig machen (doubtful).“ Mit anderen Worten, selbst die Spitze der inzwischen so mächtigen und kriegserfahrenen amerikanischen Streitkräfte hielt einen Angriff auf die Schweiz für zu riskant.
Alle diese und viele andere Menschen aller damaligen Kriegsparteien nahmen die Schweiz und ihre Armee als eine Realität wahr, mit der zu rechnen war, nicht als Mythos, wie Herr Lohmann heute.
Erwacht die Schweiz noch rechtzeitig und nimmt zur Kenntnis, dass auch extrem düstere Szenarien in wenigen Jahren Wirklichkeit werden können, und dass wir stark genug sein müssen, um sie möglichst vom Land fernzuhalten? Im Notfall wird uns niemand zur Hilfe leisten. Alle Länder, ob wir sie als Freunde oder Feinde sehen, verfolgen nur ihre eigenen Interessen, ganz besonders in Krisenzeiten. Das heisst nicht, dass wir als hoffentlich bald wieder starkes, selbstbewusstes Land nicht aktiv am Aufbau einer besseren Welt mitarbeiten sollten. (Alle Zitate wurden dem Buch des Verfassers „Hitlers Krieg und die Selbstbehauptung der Schweiz 1933-1945“, ISBN 9783033029484, entnommen. Dort werden auch seine Quellen genannt.)
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