Umwelt, Klima, Energie > Alternative Energien,

Die Energiewende passiert lokal

Artikel weiterempfehlen



Stimmen Sie dem Artikel zu?
Ja Nein

Nach Fu­kus­hima häuften sich die Mel­dun­gen in den Me­dien über al­ter­na­tive Energiegewinnungs-Mög​lichkeiten. Viele lo­kale Fir­men haben sich ein­hei­mi­scher Pro­duk­tion und der Nach­hal­tig­keit ver­pflich­tet. Immer mehr Pri­vat­per­so­nen würden gerne ihren Strom sel­ber pro­du­zie­ren.

Die Idee der Energiewende beginnt sich in den Köpfen festzusetzen und deren Umsetzung wird allgemein als notwendig erachtet. Schliesslich haben alle ein Interesse an einer Wirtschaft, welche auf gesunden Beinen steht und welche die Versorgung der Bevölkerung mit den für sie wichtigen Produkten sicherstellt. Nachhaltige lokale Wirtschaftskreisläufe​ sollen der Wirtschaftsmotor der Zukunft sein. Ein unökologischer EU-Beitritt wird dank der Stärke dieser regionalen Kreislaufwirtschaft nie nötig sein.

Momentan fehlen jedoch noch die nationalen und kantonalen Rahmenbedingungen, damit heute schon von einer Energiewende gesprochen werden kann. National unterliess es die Mehrheit der Parlamente direkt nach den Wahlen im Herbst 2011, griffigen Instrumenten zuzustimmen. Ein Innovationsfonds mit Anreizen für nachhaltige Unternehmen wurde vom St.Galler Kantonsparlament in der letzten Legislatur ebenfalls klar verworfen. Die Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmende wurden in den vergangenen Jahren immer schlechter, da ein Grossteil der Schweizer Wirtschaft dem Diktat hoch verschuldeter Grosskonzerne glaubt folgen zu müssen. Die Exzesse in der Finanzbranche haben verheerende globale Auswirkungen. Die Folgen davon bei uns sind Lohndumping, Schwarzarbeit und weniger Steuereinnahmen. International setzen dieselben Konzerne ganze Kontinente unter Druck, was die nicht aufhörenden Flüchtlingsströme auch in die Schweiz erklärt. International sind die Bemühungen um ein Eindämmen des Klimawandels, realistisch betrachtet, gescheitert.

Die politische Polarisierung, die Hetzkampagnen gegen Minderheiten und das zunehmende Mobbing an den Arbeitsplätzen und privat der letzten zwei Jahrzehnte sind Ausdruck der zunehmend lebensfeindlichen wirtschaftlichen Bedingungen. Der soziale Zusammenhalt unserer Region, unseres Landes, ist ernsthaft in Gefahr.

Erfreulicher​weise hat das Schiff Schweiz gleichzeitig langsam begonnen, Kurs in Richtung Nachhaltigkeit aufzunehmen. Im Kanton St.Gallen zeigte sich dies vor Allem mit der Wahl von Margrit Kessler in den Nationalrat sowie mit der Wahl von Ständerat Paul Rechsteiner. Dies ist ein entpolarisierender Anfang, welcher weitergehende Konsequenzen haben muss. Die Bevölkerung ist aufgerufen, ihre Verantwortung wahrzunehmen und im Interesse der kommenden Generationen unseren Lebensraum wirtschaftlich, sozial und ökologisch abzusichern. Eine verlässliche kantonale politische Mehrheit ist gefragt, welche die Energiewende möglichst rasch ermöglicht. Beginnen wir heute noch selber damit.

 

 


Vimentis Publikationen zu diesem Thema

Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]

0%
(1 Stimme)
Thomas Steffen sagte Januar 2012

Schöne Gedanken, Herr Kirchgraber. Was die Problem in der Finanzbranche (eigentlich sind die wirklichen Probleme eher bei der Verschuldung der Staaten zu suchen) mit Lohndumping und Schwarzarbeit zu tun haben ist mir dennoch schleierhaft. Vielleicht sollte man diese zwei konkreten Probleme bei der PFZ suchen, welche die Grünen notabene mitunterstützten, was meinen Sie ?

Was mich immer wieder überrascht, vorallem bei den Grünen, ist die Utopie, dass wir Menschen den Klimawandel eindämmen oder verändern könnten. Man muss nur auf den Knopf drücken und schon ändert sich das Klima !? Ueber Jahrmillionen verändert sich das Klima stetig und nun glauben doch einige, wir könnten da was daran ändern.

In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen ein gutes Buch empfehlen, Herr Kirchgraber: "The delinquent teenager" von Donna Laframboise. Sie erklärt eindrücklich die Machenschaften der IPCC. Mir sind beim Lesen fast die Nackenhaare eingefroren....

Un​d machen Sie sich bitte nichts vor: es sind nicht nur die bürgerlichen, welche polarisieren. Man nimmt es einfach weniger wahr wenn es um die eigenen Themen geht !

Nicht eine politische Mehrheit ist gefragt sondern konkrete und machbare Lösungen müssen gefunden werden - und nicht alleine über Subventionen !


Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu

Seite 1 von 1

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?