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Die Schweiz in der Krise. Was tun? Ökologischer Umbau (1/4)

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Die Schweiz in der Kri­se. Was tun?

  1. Wir brau­chen die rich­ti­gen Rah­men­be­din­gun­ge​n für einen ökologischen Umbau.
  2. Den Atomaus­stieg und Re­duk­tion der Erdöl-Abhängigkeit als Chance nutzen.
  3. Nicht die Ell­bo­gen-Frei­heit,​ son­dern die ge­mein­same Frei­heit fördern.
  4. Die Fi­nanz­krise ist keine Na­tur­ge­walt: Neh­men wir die De­re­gu­lie­rung zurück.

1.     Wir brau­chen die rich­ti­gen Rah­men­be­din­gun­ge​n für einen ökologischen Umbau.

Der ökologische Umbau kommt nicht von al­lei­ne. Die Po­li­tik steht in der Ver­ant­wor­tung, Rah­men­be­din­gun­ge​n zu set­zen, die die­sen Umbau rasch vor­an­brin­gen. Nur wenn klar ist, “wohin die Reise geht”, wer­den auch die rich­ti­gen In­ves­ti­ti­ons­ent­​scheide gefällt. Bürgerliche for­dern heute be­reits wie­der den Aus­stieg vom Aus­stieg. Das ist ein gefährliches Si­gnal. Nun müssen In­ves­ti­tio­nen in Ener­gie­ef­fi­zi­enz​ und neue Er­neu­er­bare allerhöchste Priorität ha­ben.

Die Energiewirtschaft ist heute in der Schweiz parastaatlich organisiert. Die schönen Markennamen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Stromkonzerne den Bürgerinnen und Bürgern gehören. Aber durch die Auslagerung in AGs wurde die politische Kontrolle und Einflussmöglichkeit massiv geschwächt. Die Kantone sollte sich – als Eigner – den Einfluss über ihre EWS und deren Beteiligungen zurückholen und eine energiepolitisch verantwortungsvolle Strategie vor Gewinninteressen stellen.

Und der Bund muss zwingende Effizienzvorschriften​ für die Energieproduzenten, für Industrie, für Autos und Lastwagen und für Haushaltgeräte aufstellen. Niemand hat etwas gegen freiwillige Vorreiter im Ökobereich. Aber die Politik steht in der Verantwortung, dass der Mainstream auch die langfristig richtigen und nicht die kurzfristig billigsten Weichen stellt.

 

[Die Punkte 2-4 folgen in weiteren Artikeln, damit sie einzeln diskutiert werden können]


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Kommentare von Lesern zum Artikel

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67%
(3 Stimmen)
Roland Steiner sagte Dezember 2011

Ja, wir brauchen die richtigen Rahmenbedingungen um die Schweiz in vernünftigen Schritten in eine bessere Zukunft zu bewegen. Leider ist dies aber in der heutigen Zeit schwierig. Die Gesellschaft, die von Aussen auferzwungenen Regelungen usw. verändern die Rahmenbedingungen in einem unkontrollierbaren Masse. Somit bleibt der Schweiz nichts anderes, als wieder etwas eigenständiger zu werden, damit wir gezielter eine Verbesserung anstreben können.

Ein wichtiger Aspekt diesbezüglich ist das Bevölkerungswachstum.​ Hier hat man die letzten Jahre gesehen, was geschieht. Nehmen wir z.B. unser Strassennetz: Die Schweiz ist seit Jahrzehnten dabei das Strassennetz in der Schweiz zu verbessern und auszubauen. Was ist aber geschehen: Die Staus wurden immer grösser, die Fahrzeiten für die gleichen Strecken immer länger. Eine der Ursachen ist dabei sicher das rasannte Bevölkerungswachstum in der Schweiz. Wäre es nicht besser, man würde das Bevölkerungswachstum gezielt kontrollieren und auf die realen Möglichkeiten beim Ausbau der Infrastrukturen (Strassen, Wohnungen, Eisenbahnen, Spitäler, Einkaufszentren usw.) abstimmen.


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75%
(4 Stimmen)
Heinz Mahler sagte Dezember 2011

Ein gescheites U-Bahn Netz, wäre doch mal ein guter Anfang. Aber mal eine andere Frage, warum soll ich nicht meine Wohnung auf 25°C heizen und die Standheizung vom Auto laufen lassen und 2 mal jäurlich zum Shoppen in die USA fliegen !?
Die feinen Damen und Herren jetten ja auch dauernd für den Verein des Klimagipfel herum. So lange Grüne Autofahren in Albauwohnungen wohnen und in die Ferien fliegen kann ich deren Predigten nicht ernst nehmen.


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67%
(3 Stimmen)
J. Nyffeler sagte November 2011

Herr Stefan Pfister
Atomaustieg lieber gestern als morgen?
Ich denke, bis wir soweit sind, hat die Politik noch viel wichtigere Dinge zu erledigen, die A- Prioritäten haben.
Also machen Sie sich da mal keine weiteren Sorgen.
freundliche Grüsse



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56%
(16 Stimmen)
Stefan Pfister sagte September 2011

Wenn sich die Kantone ihren Einfluss zurückholen, sollten sie aber auch anders im jeweiligen Verwaltungsrat vertreten sein.

Im 13-köpfigen Axpo-Verwaltungsrat sitzen beispielsweise 5 FDPler und 4 SVPler. Anfang Jahr waren es sogar noch 5 SVPler.

Nur auf grossen Druck des Zürcher Kantonsparlament wurde Ernst Stocker/SVP durch Martin Graf/Grüne ersetzt. Mit der Bemerkung, die Grünen hätten nun die Entscheide des Axpo-Verwaltungsrates​ (also der Zweidrittels-Mehrheit​ von FDP und SVP) mitzutragen.

Die Axpo gehört den Kantonen und damit der Bevölkerung. Dann soll diese auch vertreten sein. Die Mehrheit der Bevölkerung will umsteigen von Atomstrom auf erneuerbare Energien.

SVP und FDP dagegen, die "für das Volk" im Verwaltungsrat sitzen, wollen genau das Gegenteil.


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