Umwelt, Klima, Energie > Alternative Energien,

Die Solarpiraten

Artikel weiterempfehlen



Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Investitionsruinen

Die mit hunderten von Millionen subventionierten alternativen Energien, wie z.B. die Solarenergie (Fotovoltaik), die wir alle über eine Umlagerung auf den Strompreis mittragen, trägt derzeit nur 0,04 % zur gesamten Stromproduktion in der Schweiz bei. Man stelle sich das einmal vor, was hier an Geld verschwendet wird.

Die grosse Lüge

Wie dem auch sei. Eins ist auf jeden Fall klar. Trotz enorm hoher Rohöl- und Strompreise rechnen sich die Solarenergie und mit ihr die “Alternativen“, sprich subventionierten Energien, einfach nicht. Es macht doch keinen Sinn, in diese alternativen, am staatlichen Tropf hängenden Energien Geld zu verschwenden und damit von Politikern abhängig zu sein.

Was partout nicht in die Köpfe der Solarleute gehen will, ist die Tatsache, dass in Aarau/Buchs (AG) die absolute Sonnenscheindauer (120 W/m2) im Durchschnitt nur gerade 3,84 Stunden pro Tag beträgt. Leider scheint die Sonne nur am Tag. Elektrische Leistung bringt sie nur ohne Bewölkung, ohne diffuses Licht, nicht in der Dämmerung und schon gar nicht in der Nacht.

 

Deshalb sind erneuerbare Energien viel zu teuer und nach wie vor lösen sie die Grundlastproblematik nicht. Dass sich insbesondere die Schwellenländer diese teure Energie gar nicht leisten können, scheint hier niemand zu interessieren. Investitionen in konventionelle High Technologie unter Berücksichtigung ökologischer und moralischer Gesichtspunkte, sind trotz allen Nachteilen am Ende doch die viel besseren Investitionen.

 

Si​ch gegen Marktgesetze zu stellen, hat auf lange Sicht bislang noch jedem Unternehmen geschadet. Dies sollte sich auch swisscleantech zu Herzen nehmen. Denn jede Subvention muss zuerst einmal verdient werden. Auch in der Schweiz, dessen Parlament sich offenbar immer noch die Spendierhosen leisten kann.

 

Meine Forderung lautet darum: Jeder Politiker und jedermann der für den Atomausstieg ist, für Fotovoltaik schwärmt und dabei vergessen hat auf welchen energetischen Grundlagen unser modernes Leben beruht, wird jede Woche einen Tag und eine Nacht vom Stromnetz getrennt. Jetzt kann er sich autonom mit “Alternativen“ und Solarstrom versorgen. Viel Glück!

 

Werner Häfliger

Pfalzweg 4b

CH-5603 Staufen


Keine Artikel verfügbar
Vimentis Publikationen zu diesem Thema

Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]



57%
(7 Stimmen)
Christian Schmid sagte January 2012

Würde der Atomstrom nicht seit Jahrzehnten subventioniert (Kosten für Abfallentsorgung und Rückbau, volle Haftpflichtversicheru​ng) müssten die alternativen Energien schon lange nicht mehr subventioniert werden.


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

80%
(5 Stimmen)
Christoph Reuss sagte January 2012

Zitat: "Die mit hunderten von Millionen subventionierten alternativen Energien, wie z.B. die Solarenergie (Fotovoltaik), die wir alle über eine Umlagerung auf den Strompreis mittragen, trägt derzeit nur 0,04 % zur gesamten Stromproduktion in der Schweiz bei."

Auch die Öllampen-Industrie argumentierte am Anfang der Glühbirnen-Ära, erst 0.04% der Räume sei mit Glühbirnen beleuchtet...

Nur schon ein kleiner Teil der Sahara-Wüste empfängt genug Sonnenenergie, um den Strombedarf der ganzen Welt zu decken. Dieses riesige Potential muss jetzt nurnoch genutzt werden -- aber das verhinderte bisher die Ölindustrie, u.a. indem sie neue Technologien "aufkaufte um sie stillzulegen". Vor diesem Hintergrund wird das Gefasel vom "Markt" absurd. Jede neue Technologie muss am Anfang stark subventioniert werden, und monopolistische Verhinderungstaktiken​ der etablierten Konkurrenztechnologie​n sind staatlich zu verhindern!

Wie der Markt "funktioniert", sieht man z.B. im sonnenverwöhnten Indien, wo bis heute neue Gebäude mit Dieselaggregaten gekühlt werden, statt die Gebäude seriös zu isolieren und mit Solarenergie zu kühlen! Nennen Sie das sinnvoll?



Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



67%
(6 Stimmen)
Anton Keller sagte January 2012

Etwas geht vergessen: die Schweiz hat sich auch vor der Energiewende schon sehr vorbildlich verhalten, ohne Lenkungsabgaben. Nur wurde nur dort investiert, wo es wirklich Sinn macht. (zB: Säntispark der Migros)

Ein einzelnes PV-Solarpanel auf dem Dach, ist so unrentabel und uneffektiv, dass man es nur als Prestigebeweis aufstellt (statt den Mercedes vor der Türe zu stellen).

Genau so ist es bei den Firmen. Die Stellen ein paar Panels aufs Dach, um marketingmässig auf tausenden von Hochglanzbroschüren zeigen zu können, dass sie grün sind hinter den Ohren. Bezahlt vom Marketingbudget.

B​ei uns im nächsten Coop sind die Tiefkühltruen unbedeckt bzw. offen, obwohl Coop sich grün-fortschrittlich gibt.


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

60%
(5 Stimmen)
Thomas Steffen sagte January 2012

Herr Häfliger,

leider haben Sie nicht unrecht mit Ihrem Kommentar. Ich persönlich finde die Solartechnik eine super Idee und finde das jeder, der es sich leisten kann, ein paar Panels aufs Dach schrauben sollte um wenigstens das Warmwasser damit zu heizen. Klar, die Investition zahlt sich erst in ca 100 Jahren aus, aber manchmal sollte man auch ein wenig Ideologie spielen lassen.

Wenn überhaupt macht die Solarenergieproduktio​n nur in den südlichen Ländern Sinn. Aber auch dort muss subventioniert werden damit man es überhaupt macht. Grossprojekte wie in Nordafrika müssen sich erst noch bewähren.

Aber auch diese Technologie wird sich revolutionieren indem zB alle Dachziegel oder Fenster in Zukunft die Sonne einfangen und Strom produzieren können. Das darf jedoch nicht viel teurer als konventionelle Baumaterialien sein. Oder man könnte Zellen unsichtbar in die Autocarosserie aufschichten und am Ende des Tages die Batterie ins Haus einspeisen. Man muss der Technologie einfach die Chance geben sich weiter zu entwickeln indem man die Forschung und nicht den unwirtschaftlichen Gebrauch fördert.

Das gilt übrigens auch für die Atomenergie, Herr Heeb. Zudem ist klar wie man Atommüll entsorgen kann - ich weiss das und Sie wissen es auch - das Problem ist nur die CH-Bürokratie (jeder kann bis zum Nimmerleinstag Einsprache gegen mögliche Lagerstätten erheben). Aber wir sind schon froh, dass für einen Grünen die Entsorgung das einzige Problem darstellt.




Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



44%
(9 Stimmen)
Hanspeter Heeb sagte January 2012

Sehr überzeugende Überlegungen, Herr Häfliger. Und den Atommüll entsorgen wir in CH-5603 Staufen. Problem gelöst.


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?