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Erziehung

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Die ei­gent­lich sehr sorgfältig er­zo­gene Lisa ist auf dem Weg zu Schule und wirft – was ihr gar nicht ähnlich sieht – vor lau­ter Ärger eine kleine Pet­fla­sche weg - lei­der nicht in den Mülleimer son­dern di­rekt hin­ter den nächsten Busch.

Wie reagieren Sie, wenn Sie die Szene beobachten?

a) Sie schauen weg und reagieren gar nicht.

b) Sie schimpfen in ungefähr diesem Sinne: „Unglaublich, wie schlecht erzogen die heutige Jugend ist“; „wo sind denn da die Eltern? - wahrscheinlich nicht zu Hause“. „Die heutigen Eltern sollte man einmal bestrafen, so schlecht erziehen sie ihre Kinder“; „heutige Jugendliche sollte man konsequent mit Bussen bestrafen: Bis sie sich wieder anständig benehmen“, etc.

Wenn Sie Glück haben treffen Sie auf eine weitere Person, die sich mit Ihnen zusammen ärgert.

c) Sie ziehen Lisa an den Haaren und zwingen Sie schimpfend, sofort diese Flasche hochzuheben. Wenn Sie ganz wütend sind, verlangen Sie ihre Telefonnummer, denn Sie wollen sich bei den Eltern melden.

d) … oder aber Sie fühlen sich als Mitglied der Gesellschaft verantwortlich und bitten Lisa höflich, freundlich, aber bestimmt, sie möge bitte die Flasche selber aufheben und in den Mülleimer werfen. Vielleicht lächeln Sie ihr zu und erinnern Sie daran, dass sie das ja eigentlich schon gewusst habe und vielleicht entwickelt sich ein freundliches Gespräch daraus.

Ein solches Gespräch – das nicht nur Lisa sondern auch der Gesellschaft einen Nutzen bringt – braucht Zivilcourage von Seiten der erwachsenen Person. In einer kinderfreundlichen, bzw. gesunden Gesellschaft, sind solche Gespräche normal.

 

Ich bin für d)


 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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50%
(4 Stimmen)
Waldemar märki sagte December 2011

Liebe Frau Schmid-Federer


I​ch habe nur eine Anregung zu Ihrem Blog.
Abschnitt C: gefällt mir gar nicht, den wenn so was passieren würde müsste meine Tochter
Ihre Telefonnummer haben , so das ich mich bei Ihnen melden könnte.

Bringt man den Iowas nur mit Gewalt hin, Gewalt gegen Kinder ?! Ne ne Liebe Frau....
Das fängt meines Erachtens schon zu Hause an, und am Umgang des Kindes (Freunde).

Was tun ? Ja meiner Meinung nach könnte man doch in den Schulen anfangen wöchentlich 1 Stunde in der Gemeinde Fötzelen gehen, und den Jugendlichen damit Zeigen was Sie eigentlich für eine Sauerei und Dreck hinterlassen. Aber sorry, nicht nur die Jugend nein auch viele Erwachsene sind kleinere Schweinchen....... Die Jungen sind gar nicht so schlecht wie Ihr ruf, aber eben die ausnahmen......


​Beste Grüsse

Waldemar Märki


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63%
(8 Stimmen)
Roger Villiger sagte November 2011

Liebe Frau Schmid-Federer ,
eines würde mich aber zum Schluss doch noch interessieren: Hat Lisa letztendlich die Flasche aufgehoben und entsorgt?? ;-)


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63%
(8 Stimmen)
Heinz Mahler sagte November 2011

Lisa hat ihre Verantwortung wahrgenommen und macht nur das nach was die Erwachsenen in Kölliken vorgemacht haben.


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82%
(11 Stimmen)
Werner Nabulon sagte November 2011

Gut, das Thema PET Flasche wäre ja nun besprochen.
Gut haben wir darüber geredet.

Beim Thema Erziehen gibt es aber noch sehr viel mehr zu beachten, als wie man eine PET Flasche richtig entzorgt. Bekommen wir da auch noch was zu lesen? So, wie bereite ich meine Lisa richtig auf das Leben vor?


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69%
(13 Stimmen)
Thomas Steffen sagte November 2011

Ich bin auch für d - nur leider sind die meisten Jugendlichen heutzutage nicht so freundlich wie Sie Lisa beschreiben. Man wir beschimpft (oft in einer Sprache in der man nur erahnen kann was gemeint ist) und muss sogar mit physischer Gewalt rechnen. Darum wählen die meisten Variante B, leider !


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63%
(16 Stimmen)
Anton Keller sagte November 2011

Ich bin auch für d). Nur lernen Kinder, dass es cool ist, sich über Regeln hinwegzusetzen.

Hat eine Person Lust auf dem Bundesplatz / beim Paradeplatz etc. zu campieren oder ein Saufgelage zu machen, dann machen man es einfach. Kommt dann ein Polizist, der sie freundlich auf die Regeln hinweist und nicht einmal büsst, so wird dieser angespuckt und beschimpft. Selbstverständlich steht dann in den Medien, dass der Polizist sich so schlecht verhalten hat, dass er vom Dienst suspendiert werden sollte. Die vom Polizisten so schlecht behandelten erhalten unentgeltliche Rechtshilfe. Am Schluss erlaubt der Polizeivorstand das wilde Campieren und besaufen.

Im Vergleich dazu werden bei Unterschriftensammlun​gen Bewilligungen und Gebühren verlangt um ein Tischen aufzustellen. Da gibt es von der Regierung kein Pardon.

Ich musste meinem Kind erklären, weshalb sich andere Kinder und Erwachsene nicht an die Regeln halten.




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82%
(17 Stimmen)
Werner Nabulon sagte November 2011

Herr Hans P. Grimm,
Auch wir, wie viele Eltern auch, haben unsere Kinder erzogen, gezeigt wie man sich verhalten sollte, und ab und zu funktioniert es ja auch.

Es gibt ja Situationen, die etwas eskalieren, dass Jugendliche aufgegriffen werden, und am Ende auf einer Dienstelle landen.
Man nimmt dann mit den Eltern Kontakt auf, und bekommt dann eben oben geschriebene Worte ;"mein Kind wurde erzogen, macht so was nicht", zu fast 100% als erste Antwort zu hören.

Es lässt sich dann nur mutmassen, an Hand der Uhrzeit, und weiteren Umständen, ob da von Elternseite wirklich eine Erziehung statt fand, und wir wenn wir von Erziehung reden, auch gleiches meinen.


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76%
(17 Stimmen)
Hans P. Grimm sagte November 2011

Ich kann nur meine Kids erziehen! und ich hab sie auch so erzogen, dass sie nichts auf die Strasse werfen. War nicht immer einfach, wenn sogar Erwachsene alles wegwerfen und sie es nicht durften!

Das Vorbild der Eltern und Erwachsenen ist das wichtigste, die Kids orientieren sich an uns, wenn wir zu doof sind um uns ordentlich zu benehmen wird die nächste Generation auch nicht besser!


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38%
(13 Stimmen)
Hansrudi Narr sagte November 2011

Toll wenn nur die Politiker Zivilcourage hätten, haben sie leider nicht.

Sie sind mit dem Eilzug durch die Kinderstube gegangen .

Sagt der narr, Frau Wulkow ist natürlich anderer Meinung wie immer.


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91%
(11 Stimmen)
Georg Stamm sagte November 2011

Im Fall einer kleinen Lisa würde ich auch die Variante d wählen, d.h. höflich intervenieren. Man riskiert nichts. Gel. sieht man aber solche Situationen mit Jugendlichen, ev. in Gruppen, und da sieht es schon anders aus, denn man riskiert einiges wenn man sich einmischt, auch höflich. Was würden Sie in diesem Fall machen, Frau Schmid-Federer ?
Uebrigens: Wir haben vor kurzem einen Greifer gekauft, weil auf unseren Spazierwegen oft Abfall (auch Glasflaschen, Scherben) herumliegen. Sehr schlecht für Tiere ! Wir wollen das Zeugs nicht von Hand anfassen, aber mit dem Greifer (wie ihn die Gemeindearbeiter haben) ist es machbar. Wir haben noch einen Plastiksack dabei. Gel. werden wir schief oder interessiert, je nachdem, angeschaut.


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89%
(19 Stimmen)
Werner Nabulon sagte November 2011


Nun, Frau Barbara Schmid-Federer CVP,

Ich würde mit D beginnen und dann zeigt sich, die Reaktion von Lisa, was an Erziehung das Kind mitbekommen hat. Herr Kurt Nünlist hat es angedeutet, die Reaktionen sind dann sehr unterschiedlich.
Wenn es ausartet, kann man dank moderner Zivilisation, mittels Händy die Polizei rufen und dann versuchen eine Erklärung anzubringen, dass hier ein recht unerzogenes Kind Littering betreibt und gespannt der Antwort lauschen die dann folgt.

In meinem Leben habe ich eines gelernt, es gibt kein Schubladen Denken und Erziehen von a bis d, es ist etwas vielfältiger, man muss recht flexibel sein, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren.



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86%
(21 Stimmen)
Kurt Nünlist sagte November 2011

Guten Tag Frau Federer

Ich gehe hien, lächle Lisa an, hebe die Pet-Flasche auf, entsorge sie. Fertig. Gebe ich Erklärungen ab, kommt es immer negativ, ich wäre ein altes Ars...... Sage ich nichts, macht sich Lisa selber Gedanken darüber. Das wäre anders, wenn Lisa mein Kind wäre. Dann wäre D angebracht.

Nun aber etwas anderes. Verkaufstellen gibt es viele, Entsorgungsstellen wenige. Ich weiss jetzt nicht wie sie pendeln. Aber bei den meisten Bahnhöfen, hat es Kioske, die Pet-Flaschen verkaufen, aber keine Rücknahmestelle in der Nähe. Auch ein Abfalleimer sucht man vergebens. So muss man den Abfall oft in einem Behälter der SBB entsorgen. Das stört mich ungemein.

Weiter an vielen Orten, hat man Abfalleimer entfernt. Viele öffentlich Bänke, hatten früher einen Abfalleimer, heute nicht mehr.

Das selbe bei den Robydoogs, viele hat es nicht und neuerdings sind die Säcke so schlecht verschweisst, dass man oft den Hundekot in den Finger hat, weil die Säcke reissen. Das ist sehr ärgerlich.

Schauen sie, man will die Leute erziehen, selber baut man aber immer wie mehr Leistung ab und erschwert das Ganze ungemein. Manchmal hat man das Gefühl, dass man testen will, wie blöd ist der Mensch und wie lange macht er mit.

Liebe Grüsse Kurt Nünlist



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43%
(14 Stimmen)
J. Nyffeler sagte November 2011

Sehr richtig Frau Schmid
Bei Kindern finde ich D auch richtig. Bei Erwachsenen und Jugendlichen, leider nicht. Da müssen schon andere Massnahmen ergriffen werden.
Freundliche Grüsse


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