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EU: Nord-Süd-Gefälle fatal für den Euro!

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Es zeigt sich nun deut­lich, dass die überhastete Einführung des Euro für die wirt­schaft­lich schwa­chen Länder der Eu­ro-­Zone ein gros­ser Feh­ler war. Die Sen­kung von Nominallöhnen müsste par­al­lel zur Sen­kung der Preise für Inlandgüter und -dienst­leis­tun­gen vor sich ge­hen. Dies ist po­li­tisch weit an­spruchs­vol­ler als es eine Bei­be­hal­tung der ei­ge­nen Währung ge­we­sen wäre. Heute ist es dazu wohl zu spät. Man hat all­ge­mein den Ein­druck, dass die EU mit ihrer Ver­ein­heit­li­chung​s­po­li­tik viel zu rasch vor­an­schrei­tet. Ist dies ein Zei­chen dafür, dass sich al­ternde Po­li­ti­ke­rIn­nen in den EU-­Gre­mien noch rasch ein Denk­mal set­zen wol­len?


Kommentare von Lesern zum Artikel

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(3 Stimmen)
Rainer Selk sagte Juni 2012

Dass GR durch gelogene Zahlen unter bester Mithilfe von Goldman Sachs und wider besseres Wissen von Frankreich und Deutschlan, Schröder, Eichel, und J. Ficher in die EU regelrecht gesogen wurde, spielt bei diesen Betonisten keine Rolle.

Und nun ist Deutschland Zahlmeister und mutiert zum Oberkontrolleur. Wir werden weder griechisches Feuer löschen, wenn die GR das nicht selbst tun, noch andere dolce vita Mentalitäten dazu zwingen können, sich via Währung oder sonstigen abstrusen Pakten zu fügen. Das brächte mindestens einer Generation.

Kommt die Holo-Wurscht von alt BK Schmidt und Steinbrück mit ewigschuld garniert dazu. Dient am Ende nur dazu, Europa auf eigenen Kurs zu bringen.

Diese EU ist angetreten, ihren eigenen Untergang zu administrieren. Da wundert einen nicht, dass die ca. 40000 EU Beamten in Brüssel angst um ihre ach so schmalen Pensionen haben.

Ein Unternehmen, dass mit einem guten Produkt plötzlich voll Bücher hat, kann dennoch kolabieren und zwar infolge Liqiditätskallaps.


Das gute Produkt der EU, die tiefen Zinsen und sozialen Wohltaten, für die Viele kaum etwas beigetragen haben sind diese Liquiditätsfalle der EU.

Um es etwas einfach zu sagen: die Schweiz wäre vollkommen - sorry - bescheuert, wenn sie bei der bestehenden Ausgangslage der EU beitreten würden. Im Gegenteil, der Verlust wäre gewaltig. Indirekt merken wir das ja bereits. Dennoch, Finger weg von diesem Konstrukt.


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100%
(3 Stimmen)
Kurt Anton Brugger sagte Mai 2012

Guten Tag Herr Schneider, ja Sie haben recht, aber Ihre Argumente greifen zu kurz. Schon der gute alte Churchill hat gewusst, dass die kulturellen Unter-schiede der Gesellschaften, und die unterschiedliche wirtschaftliche Leistu-ngsfähigkeit der Volkswirtschaften in den europäischen Staaten, eine Wirt-schafts-Union zulassen, aber eine Fiskal-Union ein No go ist. In seiner histo-rischen Ansprache (1947) auf dem Fraumünsterplatz in Zürich, hat er den Grund-stein gelegt. Seine Vision für das darniederliegende Europa, war der Abbau von Handelshemmnissen, und ein freier Markt zwischen den kriegsversehrten Ländern.

Aus dieser Vision ist der EWR und die EU entstanden. Die schon damals von gig-antischen Vorstellungen getriebenen EU-Gewaltigen, haben sich der Illusion hingegeben (in massloser Selbstüberschätzung)e​ine Fiskal-Union in einem der grössten Märkte der Welt, würde dieser EU eine unwiderstehliche Eigendynamik verpassen. Man rühmte sich, einen Staatenbund zu schaffen, der alles bisher Dagewesene verblassen lässt.

Der EURO die neue Währung, sollte schon bald zum Richtwert für den weltwei-ten Handel mit Waren und Devisen werden. Mit euphorischer Geschäftigkeit und manischem Aktivismus, wurden marode Volkswirtschaften ins Euroland integrie-rt. Mit geschönten Bilanzen, haben sich Italien, Griechenland, Spanien, Portugal ua, aus ihren dutzendfach abgewerteten Währungen, in den EURO gerettet.

Für den Preis der schnellen Realisation dieser Fiskal-Union, sind Finanz-Kont-rollen, Budgetdisziplin, und jegliche Art von Eckdaten, in unverantwortlicher Weise verschlampt oder gar ignoriert worden. Eine Vorwärtsstrategie getragen von Realitätsverlust der Verantwortlichen. Die jedem vernünftig denkendem Oekonomen den kalten Schweiss auf die Stirn trieb. Hüben und drüben haben die Entscheidungsträger sich gegenseitig Mut gemacht, durch Schulterklopfen. Dabei übersehen (verdrängt),dass die Menschen aus unterschiedlichen Kulturen kommen, und die Volkswirtschaften höchst unterschiedliche Leistungsausweise haben.

Die Schweizer haben in einer denkwürdigen Volksabstimmung den EU-Gewaltigen die Gefolgschaft verweigert. Später durch bilaterale Verträge die wirtschaft-liche Zusammenarbeit geregelt. Die geografische Lage und die langjährige Zu-sammenarbeit im Import und Export von Gütern haben diesen Schritt erforder-lich gemacht.

Die EU-Gewaltigen, unbeachtet der aktuell enormen, schier unüberwindbaren Schuldenprobleme, halten fest an ihrer Strategie des "Monopolys mit maroden Staaten". Der 1.Teil der Osterweiterung ist vollzogen (Rumänien,Ungarn,Pole​n, Bulgarien), die zweite Runde steht unmittelbar bevor (Serbien, Kroatien). Die Länder des 1. Teils sind weder politisch, wirtschaftlich noch gesellschaft-lich gefestigt.

Wer bei nüchterner Betrachtung dieser desolaten Situation, glauben kann diese Krise könne aus- und durchgestanden werden, braucht eine hohe Dosis an Optimissmus und dazu noch ganz viel Gott-Vertrauen.


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67%
(6 Stimmen)
Thomas Hunziker sagte Mai 2012

Ist noch hinzuzufügen, dass die EU die armen Griechen gezwungen hat, den EU Sparkurs zu folgen. Schon aus den 30iger Jahren weiss man aus Deutschland, dass wenn sich ein Land kaputt spart, es kaputt geht und die Menschen radikalisiert werden. Man sieht wieder Hakenkreuze auf den Strassen von Griechenland. Wenn das die Zukunft von Europa ist, dann gute Nacht.




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