BewohnerInnen grösserer Tourismusorte kämpfen mit hohen Mietern und ständig steigenden Immobilienpreisen, die auch durch den uferlosen Bau von Zweitwohnungen verursacht werden. Hinzukommen die finanziellen Lasten eines betroffenen Gemeinwesens. Gemäss einer Studie der Universität Bern entstehen der Gemeinde Davos durch Zweitwohnungen jährlich Infrastrukturkosten in Millionenhöhe. Das ist faktisch eine Subventionierung des Zweitwohnungsbaus.
Die Politik der letzten Jahre hat es versäumt diesem Problem Herr zu werden. Die Interessen der Bauwirtschaft und der Immobilienspekulanten fallen zu stark ins Gewicht und verhindern wichtige Regelungen. Massnahmen wie Kontingentierungen etc. lösen das Problem noch nicht im Kern. Grundeigentümern bleibt dabei die Aussicht auf eine, wenn auch etwas spätere, Bebauung mit Zweitwohnungen. So nimmt der Druck auf dem Erstwohnungsmarkt nicht ab und die Preise und damit auch die Mieten steigen weiter. Darum braucht es eine klare Trennung des Bodenmarktes für Erst- resp. Zweitwohnungen. Die Initiative gewährleistet genau das. Die Gemeinden wären gezwungen Flächen zu bestimmen die nur mit Erstwohnungen bebaut werden dürfen. Dies senkt die Nachfrage nach Bauland, was eine lang ersehnte Senkung der Landpreise und damit auch der Mieten zur Folge hätte.
Unsere Alpen, das wichtigste Kapital unserer Tourismuswirtschaft, werden durch die Initiative geschützt. Dem Verschandeln unserer Landschaft auf dem Altar des Zweitwohnungsbaus wird endlich Einhalt geboten.

