An einem Samstag im November besuchte ich mit einigen Freunden das Eishockeyspiel Rapperwil-Jona Lakers gegen den SC Bern. Das Spiel war wenig berauschend die Lakers verloren. Spannender Hingegen war es zu beobachten, wie sich die Fans bzw. Ultrás von Rappi verhalten hatten.
Aufgefallen ist mir ein kleiner Junge in der Gruppe der treusten aber auch fundamentalsten Ultrás. Er war kaum zwölf Jahre alt, trug Trainerhosen und einen kleinen Stoffrucksack (gilt als Zeichen für Gewaltbereitschaft) und war an er fordersten Front mit dabei. Am Anfang des Spiels unterstütze er "sein" Team lautstark, als dann aber die Lakers immer mehr ins Hintertreffen gerieten, ging er dazu über die gegnerischen Fans zu provozieren. Wer jetzt denkt, dass er von seinen Kameraden in die Schranken gewiesen wurde, der irrt sich! Nein, er wurde noch Unterstützt!
Nach dem Spiel suchte ich mit den Verantwortlichen der Gruppe das Gespräch und forderte sie auf, einem solchen Jungen und dessen Verhalten doch Einhalt zu gewähren. Sie taten meine Argumentation ab und begründeten das Verhalten diesen Jungens als normal, es sei schon in Ordnung und man dürfe das ganze nicht so ernst nehmen.
Für mich ist es nicht in Ordung, dass dieser Junge tun und machen kann was er will. Ich bin mit den Fan- bzw. Ultrágruppen nicht einverstanden, dass sie ein solches Verhalten tolerieren. Ich habe mir dann aber noch eine zweite Frage gestellt: wissen die Eltern, wie sich ihr Sohn im Stadion verhält? Ich denke kaum.
Die Eltern sollten wissen was ihr Kind in einem Hockey- oder Fussballstadion macht. Die Lösung liegt darin, dass Kinder unter 14 Jahren nur noch in Begleitung der Eltern in ein Stadion dürfen. So wissen die Eltern was ihr Kind macht und das Kind lern vielleicht den anständigen Umgang mit Gästefans. Wenn das Kind dann 14 Jahre alt geworden ist, ist es Urteilsfähig und es kann dann auch für sein Handeln zur Rechenschaft gezogen werden.

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