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Grosse Unternehmen an die Leine

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Grosse Un­ter­neh­men an die Leine neh­men

Grosse und sehr grosse Unternehmen mit Sitz in der Schweiz verdienen im Ausland oft sehr viel Geld, ohne dass sie sich um die Menschrechte und um die Umwelt kümmern. Sie bezahlen immer wieder sehr tiefe Löhne, fordern lange Abeitszeiten, bieten schlechte Arbeitsbedingungen und verbieten es, dass Arbeiterinnen und Arbeiter sich organisieren. Immer wieder sind sie im grossen Stil für die Zerstörung der Umwelt verantwortlich, zum Beispiel im Bergbau. Und wenn die grossen Unternehmen nicht selbst so handeln, dann arbeiten sie mit kleineren Firmen oder Tochtergesellschaften​ zusammen, die solche Geschäftsmethoden haben. Was für jede Einzelperson und für alle kleinen Unternhemen gilt, muss auch für die Grossen gelten. Alle müssen sich an die Gesetze und die Menschenrechte halten und für die Umwelt Sorge tragen. Deshalb braucht die Schweiz ein Gesetz, dass auch für die grossen Konzerne gültig ist, die im Ausland ihr Geld verdienen.

In diesem Gesetz müsste zum Beispiel die Grundlage für die juristische Aufhebung von Mutter- und Tochtergesllschaften verankert sein. Denn dann können Firmen mit Sitz in der Schweiz für ihr Verhalten in der ganzen Welt verantwortlich gemacht werden.

Auch der Kanton St.Gallen sollte grosse Firmen, die sich in St.Gallen ansiedeln jeweils genau unter die Lupe nehmen.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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50%
(2 Stimmen)
Kuno Ammann sagte March 2012

Da wir leider die Regeln in anderen Ländern nicht direkt positiv beeinflussen können, sollten wir an die Vernunft der gut informierten Konsumenten plädieren. Soll man ein günstiges T-Shirt aus China wirklich anderen T-Shirts vorziehen?
Ich denke jeder Konsument kann durch sein Verhalten sehr viel selber beeinflussen. Das geht nicht sehr schnell, aber es ist dann dafür meist stabil. Wenn man von Aussen andere Staaten und Regionen zu rasch und nur aus dem eigenen Blickwinkel 'verbessern' will, kommt dies leider meist falsch raus.

Weitere Beispiele:
- Man sollte keine Tierprodukte aus Regionen kaufen, welche man nicht kennt resp. denen man nicht vertraut. Ich kaufe z.B. lieber Eier aus der Schweiz, statt billigere aus der EU?
- Sobald mir klar wurde, welches Regim ich über Tamoil unterstütze, habe ich dort nicht mehr getankt. Wobei ich leider nicht ausschliessen kann, dass andere Anbieter nicht auch von dort Öl bezogen haben, resp. noch schlimmere Quellen haben :-(


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(2 Stimmen)
Stefan Kirchgraber sagte February 2012

Danke für dein Engagement - bitte auch zu meinem Wohle.

http://www.​vimentis.ch/dialog/re​adarticle/politische-​fehlentscheide---waru​m-passieren-sie/



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50%
(2 Stimmen)
Stefan Kirchgraber sagte January 2012

Die grossen Konzerne können nur dann an die Leine genommen werden, wenn die Schweiz anders politisiert als die EU. Das ist bis heute leider nicht der Fall.
Die EU ist drauf und dran, das demokratische Europa für den Euro zu opfern. Einer solchen EU darf die Schweiz nie beitreten!

http://​www.welt.de/debatte/a​rticle13841150/Europa​-laeuft-Gefahr-die-De​mokratie-zu-verspiele​n.html


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(1 Stimme)
Werner Nabulon sagte January 2012

Frau Mariana Veiga Siqueira Nufer,
In der Schweiz gelten Schweizer Gesetze.
Und das Internationale wäre, so meine ich es geregelt durch zum Beispiel die Internationalen Menschenrechte.
Und nun sollen wir verantwortlich dafür sein, wenn irgend wo auf der Welt diese Rechte nicht eingehalten werden?
Und dafür brauchen wir ein neues Gesetz? Ich glaube eher, anstelle für immer neuen Gesetze zu plädieren, sollten wir mal diese Gesetze umsetzen.

Und dann meine ich noch, dass bei Demos gegen diese Ausbeutung und diesen Kapitalismus auch das Eigentum der Firmen, plus das Allgemeineigentum öffentlicher Raum zu schützen wäre.
Ich kann niemanden ernst nehmen, der hier laufend durch die Internationalen Menschenrechte garantierte Rechte missachtet.


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100%
(2 Stimmen)
Daniel Rebmann sagte January 2012

Sehr geehrte Frau Siqueira Nufer

Ich gebe Ihnen Recht, moralisch völlig untragbar. Denken wir noch einen Schritt weiter: Wir wollen diese Firmen nicht mehr (z.B. Nestle oder Glencore). Was machen diese Firmen? Sie wandern aus, Arbeitsplätze verschwinden (und wenns nur die Verwaltung ist), Steuererträge verschwinden (Sie und ich bezahlen demnach mehr), die Arbeitslosenquote steigt und wir haben bei einer immer älter werdenden Bevölkerung weniger AHV-Einzahler. Es ist dasselbe wie beim Waffenexport.

Die Welt ist ungerecht, aber würde die Schweiz im Alleingang solche Schritte wagen, würde uns dies ganz einfach unseren Wohlstand kosten.


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33%
(3 Stimmen)
Stefan Kirchgraber sagte January 2012

Ein weiteres Problem ist, dass Schweizer Banken heute absolut unökologisch und asozial investieren d.h. Kredite vergeben. Da zwei Drittel des globalen Geldvermögens auf Schweizer Bankkonten gehortet wird, sollten wir uns fragen, wie wir die Banken dazu kriegen, das ihnen anvertraute Geld ökologisch und sozial nachhaltig zu investieren. Dazu muss eine Bank einen wirtschaftlichen Anreiz haben, d.h. dass sie anders nicht existieren kann. Dazu braucht es einen reellen Markt anstatt des jetzigen Kleptokratismusmonopo​ls.

Wie kriegen wir eine politische Mehrheit hin, welche entsprechende Anreize wie beispielsweise den Umstieg auf Erneuerbar setzt? Mit dem Entscheid zum Atomausstieg alleine ist noch nichts erreicht!

Ich empfehle allen konstruktiven politischen Kräften, sich öffentlich von einem unökologischen bzw. asozialen EU-Beitritt zu distanzieren, und dies als einzelne Personen. Um die Bevölkerung überhaupt offen gegenüber der Grünen Politik werden zu lassen, hiesse das ein Nein in einer Vimentis-Umfrage. Die obig beschriebene Begründung dazu ist implizit im Parteiprogramm der Grünen Schweiz zu finden, also keine Erfindung von mir.

Wir müssen so kommunizieren, nur schon vor dem Hintergrund der vergangenen Diffamierungen derjenigen Personen gegenüber, welche berechtigterweise immer gegen einen EU-Beitritt waren.
Sonst kann grüne Politik nicht ernst genommen werden, da nicht glaubwürdig. Vertrauen ist ein Gut, mit welchem nicht gespielt werden darf. Und Vertrauen ist radikal, da es die Gesellschaft verändert.



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67%
(3 Stimmen)
Rainer Selk sagte January 2012

Besser wäre, wir legen hier grüne Mülltonnen an die Leine oder subventionieren denen mal eine 2-jährige Ausbildung vor Ort, damit sie sich so richtig informieren können, WAS vor Ort wirklich abgeht


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67%
(3 Stimmen)
Rainer Selk sagte January 2012

Da haben wir in China schwelende Braunkohlenflötze, weil der Abbau nicht geregelt ist. In Afrika haben wir Müllhalden, weil dortige Politiker bestechlich sind. Die EU fischt vor der Westafrikanischen Küsten die Gewässer leer usw. Und an allem sind die bösen grossen Firmen schuld. Alles Paletti.

Liebe Frau Nufer, haben Sie sich mal schlauch gemacht, wie lange es in Europa dauerte, bis wir hier unsere Rechte erkämpft haben? Und glauben Sie, dass 'andere' das nicht auch tun müssten oder sind wir dafür auch noch zuständig. so quasi Entwicklungshiflepämp​ers?

Nein, Sie stricken sich da ein zu einfaches Weltbild, meine Liebe.


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75%
(4 Stimmen)
Christoph Reuss sagte January 2012

Zitat: "Immer wieder sind sie im grossen Stil für die Zerstörung der Umwelt verantwortlich, zum Beispiel im Bergbau. ... Alle müssen sich an die Gesetze und die Menschenrechte halten und für die Umwelt Sorge tragen."

Im Ausland gelten die dortigen Gesetze. Wenn diese Firmen dort so handeln (dürfen), dann sind die dortigen Gesetze zu lasch! Aber Schuld ist natürlich immer die Schweiz... Und weil die Schweiz so grottenböse ist, sind Sie oder Ihre Vorfahren eingewandert, oder?


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