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Grüne Wirtschaft statt Tourismus

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Die grösste glo­bale po­li­ti­sche Her­aus­for­de­rung sind nicht die Schul­den der USA und verschiedener
EU Länder, son­dern die glo­bale ökologische Ver­schul­dung. Seit etwa dreis­sig Jah­ren lebt die
Mensch­heit nicht von den Früchten der Na­tur, son­dern zerrt am Na­tur­ka­pi­tal. Für die Produktion,
der in einem Jahr von der Mensch­heit ver­brauch­ten Ökodiensleistungen braucht die Erde ein Jahr
und sechs Mo­na­te. Wir leben auf Pump! Nur weil die Ökosysteme so träge rea­gie­ren, müssen wir
noch nicht die volle Rech­nung zahlen.

Die OECD pro­gno­s­ti­ziert eine glo­bale Ver­drei­fa­chung des Wirt­schafts­vo­lu­me​n bis 2050. Mit der
heu­ti­gen Wirt­schaft führt dies zur Verstärkung der Ab­hol­zung von Urwälder, Ver­seu­chung der Meere
durch immer wag­hal­si­gere Erdölförderung, übernutzte un­frucht­bare Böden und dazu noch eine
dra­ma­ti­sche Klimaveränderung. Als Folge muss statt für das Wohl­be­fin­den der Men­schen immer
mehr Geld für die Kom­pen­sa­tion von Ausfällen der Ökodiensleistungen ver­wen­det werden.

Weil sie nicht am ei­ge­nen Ast sägt, er­laubt die grüne Wirt­schaft lang­fris­tig einen höheren
wirt­schaft­li­chen Wohl­stand. Die grüne Wirt­schaft wird des­halb über kurz oder lang zum
do­mi­nie­ren­den Wirt­schafts­mo­del. Dies be­deu­te­tet, dass grüne Pro­dukte immer stärker nachgefragt
wer­den, während um­welt­feind­li­che Pro­dukte mehr und mehr Re­strik­tio­nen er­fah­ren werden.

Des­halb, Herr Bun­des­rat Am­man, bitte nicht Geld in den struk­tur­schwa­chen Tou­ris­mus verbuttern
son­dern die grüne Wirt­schaft stärken. Damit si­chern wir ei­ner­seits un­sere ei­gene künftige
Wettbewerbsfähigkeit,​ tra­gen an­der­seits dazu bei die echte glo­bale Wirt­schafts­krise vor­zu­beu­gen.


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Kommentare von Lesern zum Artikel

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89%
(9 Stimmen)
Markus Breisinger sagte Dezember 2011

Sehr geehrter Herr Girod
Haben Sie schon mal im stillen Kämmerlein skizziert, welches Potenzial die Grüne Wirtschaft hat und haben Sie sich auch überlegt, was es bedeutet, wenn die Schweiz desindustrialisiert wird. Man kann zu Papierfabriken und der Schwerindustrie ein gespaltenes ökologisches Verständnis haben - aber es sind Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Sie äussern sich ebenfalls kritisch zum Tourismus. Haben Sie auch dazu Statistiken gelesen und sind Sie sich der volkswirtschaftlichen​ Bedeutung bewusst? Das scheint mir nämlich nicht der Fall zu sein. Ansonsten würden Sie dieses Aneinanderreihen von netten Sätzen mit Fakten untermauern.
Ich sähe gerne eine Grüne Wirtschaft - nur es fehlt mir der Glaube und Sie und Ihre Parteifreunde tragen wenig dazu bei.
Sprechen Sie von Umweltanliegen. Davon verstehen Sie (hoffentlich) etwas. Bis Sie allerdings von Wirtschaft reden können, müssen Sie noch viele Hausaufgaben machen.
Bringen Sie uns Ihre Schwerpunktthemen näher. Für Kommentare über die SVP, Herrn Blocher im Speziellen oder Wirtschaftsthemen zerreissen Sie keine Stricke.


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50%
(10 Stimmen)
Karl Müller sagte September 2011

Wir übernutzen die Erde. Einverstanden.
In Zukunft wird es noch schlimmer. Einverstanden.

Doc​h was ist grüne Wirtschaft?
Einfach nur ein politsches Schlagwort ohne Inhalt?
Es fehlen Beispiele.

Sind grün geredete Güter automatisch auch gut für die Umwelt?
Ist Bio-Gemüse grün?
Bio-Gemüse ist teurer als normales Gemüse. Das weckt in mir einen Verdacht.
Ist Photostrom grün?
Photostrom ist teurer als normaler Strom. Das weckt in mir einen Verdacht.

Ich kann mich an eine Faustregel erinnern nach der jeder Franken des Preises einem Verbrauch von einem Deziliter Heizöl entspricht. Je teurer ein Gut ist umso grösser ist auch der mit der Produktion verbunde Energiebedarf. Nun sind aber grüne Produkte teurer als normale Produkte. Es braucht immer ein Extrazüglein. Der Kontrollaufwand ist enorm. Grüne Produktion ist alos meist sehr lohnintensiv. Was tun die Leute mit ihrem Lohn? Sie konsumieren und belasten dadurch die Umwelt.

Ist es für die Umwelt besser, wenn wir auf die teuren grünen Produkte verzichten? Vermutlich ja.
Leider habe ich keine konkreten Zahlen. Können Sie damit weiterhelfen?


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30%
(10 Stimmen)
Karl Müller sagte September 2011

Die Offroader-Initiative wurde zurück gezogen. War das grüne Wirtschaft?

Und die zivilen Panzerfahrer werden mit ihren Monsterschlitten weiterhin die Strassen unsicher machen! Ist das grüne Wirtschaft?

Das war eine Fehlentscheidung! Es spricht nichts gegen Mobilität, aber bitte mit einem vernünftigen Verkehrsmittel.

Es​ sollte den Initiativkomitees verboten werden Initiativen zurück zuziehen!


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69%
(13 Stimmen)
Karl Müller sagte September 2011

Je mehr Menschen in der Schweiz leben umso schlechter geht es der Natur.
Wann kommt eine Einwanderungsstopinit​iative von den Grünen?


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17%
(12 Stimmen)
Benedikt Jorns sagte August 2011

Die Nationalbank hat bekanntlich beschlossen, die Geldmenge in der Schweiz massiv zu erhöhen. Sobald dieses Geld in Umlauf kommt, verliert der Schweizer Franken an Wert. Der Frankenkurs wird so nach unten gedrückt und die Inflation verstärkt. Während das Erste erwünscht ist, nehmen wir das Zweite als nicht zu vermeidenden Nachteil in Kauf. Wie stark die Wirkung sein wird, ist schwierig abzuschätzen.

Eine beschlossene Geldmengenerhöhung wird erst nach einiger Zeit wirksam. Bis dann können unsere Exportfirmen und unser Tourismus so unter Druck geraten, dass langfristig sinnvolle Arbeitsstellen gefährdet sind. Es ist auch in andern Ländern üblich und sinnvoll, während einer Übergangszeit solche Unternehmen staatlich zu unterstützen. Solange keine Strukturveränderungen​ in der Wirtschaft bewirkt werden, kann dies nicht als Eingriff in die Marktwirtschaft bezeichnet werden.

Die zur Diskussion stehenden zwei Mia SFr. sind also zur Erhaltung von langfristig sinnvollen, jedoch kurzfristig gefährdeten bereits existierenden Arbeitsstellen zweckbestimmt. Zu entscheiden, wer davon profitieren soll, ist selbstverständlich heikel. Doch in der heutigen Situation nimmt man das in Kauf. Es werden im Export tätige Firmen und der Tourismus unterstützt. Die Massnahmen müssen zeitlich begrenzt werden.



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24%
(25 Stimmen)
Hans Meier sagte August 2011

Sie könnten zusammen mit Ihren Kollegen die Landwirtschaftssubven​tionen aufheben. Die Landwirtschaft ist der Naturvernichter Nr.1 in der Schweiz. Das frei werdende Geld könnte dann für Energiesparmassnahmen​ eingesetzt werde. Das wäre Kostenneutral und ein grosser Gewinn für die Natur.


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48%
(23 Stimmen)
Kurt Guido Meili-Henzi sagte August 2011

Diesen grünen blödsinn höhren wir nun seit 50 Jahren. Damals wurd schon prophezeit, Weltuntergangsstimmun​g. Kein Erdöl mehr. Hört entlich auf mit diesem grünen scheiss.


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73%
(15 Stimmen)
Roland Steiner sagte August 2011

Herr Nabulon, da kann ich ihnen nur zustimmen.

Es ist vielen Leuten nicht bewusst, dass das Wirtschaftswachstum weitergehen wird und muss. Es ist doch verständlich, dass alle Leute danach streben, einen gewissen Wohlstand zu erreichen. Es ist auch nur gerecht, dass diese dieses Ziel auch erreichen können.


Dass dies natürlich bedeutet, dass die Ökologie dabei leidet können wir nicht ändern. Dies bezüglich gibt es schon seit den 70er Jahren eine Aussage des Club of Rome. Wenn ich mich recht erinnere, lautet diese folgendermassen:

A​uf unserer Erde wäre es möglich 50 Milliarden Menschen am Leben zu erhalten.
Wenn die Menscheit aber im Einklang mit der Umwelt leben möchte und alle Menschen einen der westlichen Zivilisation entsprechenden Lebensstandard haben sollen, dürften nur 2 Milliarden Menschen auf der Erde leben.

Ich glaube nicht, dass die 2 Zahlen genau sind. Dies spielt auch keine grosse Rolle. Sie sollen nur aufzeigen, in welche Richtung sich die Weltbevölkerung bewegen soll.

Aus diesem Grunde werde ich auch die 3 aktuellen Bevölkerungsinitiativ​en unterstützen. Irgend jemand muss doch endlich damit anfangen und ein Umdenken anstossen. Ich bin überzeugt, dass die Schweiz mit einer stabilen oder soger abnehmenden Bevölkerungszahl erfolgreich sein kann. Dies wäre dann ein gutes Beispiel für andere Staaten.


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65%
(17 Stimmen)
Werner Nabulon sagte August 2011

Herr Bastien Girod Grüne,

Die OECD prognostiziert eine Verdreifachung des Wirtschaftswachstums,​ was Ihnen offensichtlich Angst macht.
Was heisst das eigentlich, dass das Wirtschaftswachstum gesteigert wird und warum?

Wir haben unterentwickelte Gebiete auf der Welt, die Hungern, die keine Infrastrukturen haben, das muss glaube ich nicht genauer erklärt werden.

Will man diesen Menschen helfen, heisst das, man muss Netzwerke, Wasserversorgung, Strom, Kommunikation, Verkehrswege und auch Häuser, Siedlungen aufbauen.

Wie dann genau die Wasserversorgung aufgebaut wird, ob mit Solarbetriebenen Anlagen, und ob es ausreicht Brunnen zu bohren, oder man über hunderte Kilometer in Pipeline das transportieren muss, zeigt sich.
Ob in Zukunft in diesen Ländern mit Solarenergie gekocht wird, oder weiter Raubbau an den Wäldern betrieben wird, eine Weitere Frage.
Und auch wenn dort ein Öv Netz aufgebaut wird, das mit Strom betrieben wird, alle diese Handlungen führen dazu, dass es ein Wirtschaftswachstum beinhaltet.

Übrige​ns, unsere Zukunft hier in Europa wird nicht das Pellets verbrennen sein, wenn alle auf Holz umstellen zum Bauen zum Heizen reicht das Wachstum der Wälder hier nicht.

Sie sind einfach zu sehr fanatisch. Sie sehen nur, dass wenn die Wirtschaft wächst, wir überall nach Erdöl graben, dass wir Rohstoffe abbauen, auch für den Öv, eine Eisenbahn, und dazu noch Bäume fällen, um Bahnschwellen aus Hartholz zu fertigen.
Übrigens ein ganz spezielles Thema in Heissen Ländern, Bahntrassen, welche der Hitze am Tag, der Kälte in der Nacht stand halten.

Das tun wir, weil noch nicht genügend Alternativen da sind, welche funktionieren. Also lassen Sie uns Alternativen suchen, welche sicher Funktionieren, und man wird den alten Zopf, Ausbeuten von Erdöl, oder KKW betreiben sein lassen.

Ich selber sehe keinen Grund, mich gegen ein weiteres Wirtschaftswachstum zur Wehr setzen, und endlich einmal in den Entwicklungsgebieten vorwärts zu machen. Das können wir aber nur, wenn bei uns alles klappt.



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67%
(18 Stimmen)
Hans P. Grimm sagte August 2011

Bla, bla, bla ohne Substanz, es tanzen nun alle um das gldene Kalb das Geld, jeder will und jeder meint es stehe nur ihm zu!

Ich wähle sicher nicht Grün ich wähle verantwortungsvolle Poitiker, nur habe ich da ein Problem, ich sehe da sehr wenige!


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