Gut möglich, dass das SVP-Trio (Blocher, Lei und der IT-Mitarbeiter) mit dem Sturz Hildebrands so nebenbei etwas erreicht haben, was SP und Grünen in Jahrzehnten nicht gelang: dem Bankgeheimnis den endgültigen Todesstoss zu versetzen. Als vehemente Verteidigerin eben dieses Bankgeheimnisses ist die SVP nämlich nicht mehr glaubwürdig, seit ihre Exponenten, darunter SVP-Übervater Blocher, es selber gebrochen haben. Vor allem, weil dieser Bruch von der Volkspartei als notwendig angesehen wird. Und wenn der Bruch des Bankgeheimnisses notwendig ist, um einen moralischen Lapsus aufzudecken, dann ist er zur Aufklärung von Straftaten erst recht notwendig. Die Gegner des Bankgeheimnisses können sich bei der Volkspartei bedanken.
Finanzen, Steuern > Sonstiges, Januar 2012
Hildebrand und das Bankgeheimnis
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Kommentare von Lesern zum Artikel
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40%(5 Stimmen) |
Ronald Stalder sagte Januar 2012 Gerne unterbreite ich Herr Pfister folgenden Link: http://www.sonntagonline.ch/blog/462/ Hut ab von diesen SP-Vertreter, die sachlich an das Thema herangehen und nicht alles durch die ideologisch gefärbte Parteibrille betrachten. Nehmen Sie sich doch ein Beispiel. |
81%(16 Stimmen) |
Theobald Schweiger sagte Januar 2012 Man sollte noch daran erinnern, warum es die ganze Kampagne gegen Hildebrand eigentlich gibt. Der wahre Whistleblower ist Hildebrand selber, denn er deckte 2008 an der Rive-Reine auf, dass die Eigenkapitalquote der UBS abgrund tief war. Ospel getraute sich dann nicht mehr ans Dinner und sein Fall war eingeitet. Der angebliche Hildebrand-Skandal ist nur ein Rachefeldzug des Umfeldes von Ospel, zu dem bekannterweise auch Blocher und Co. gehören. Ums Reglement der SNB ging es nie, denn SVP-Finanzfachmann Hans Kaufmann bekämpfte noch vor kurzem eine Verschärfung des Reglementes. Alles nur Heuchelei. |
69%(29 Stimmen) |
Heinz Kremsner sagte Januar 2012 Bei jedem Delikt gibt es ein Opfer und einen Täter. Das Opfer hier ist ganz klar unsere Schweiz, ein Staatsstreich ausgeführt durch eine SVP-Verschwörertruppe - alles SVP-Mitglieder! Der Täter ist auch ganz klar. Das Motiv das ewig selbe: Geld, Macht. Herr Baron Dr. iur. Christoph Wolfram Blocher-Kaiser von Wängirain und zu Herrliberg muss seine sämtlichen Transaktionen und Korrespondenzen offenlegen, damit wir, das Volk, ihm glauben können, ja und dann seine hochstehende Ethik und Moral. Das verlangen wir auch von ihm. Und warum flüchtet Hr Blocher mit seiner EMS-Chemie nach der Kanalinsel Guernsey (steht in EMS-Geschäftsbericht) und versteckt sich hinter dem Bankgeheimnis von Guernsey ? Warum versteckt er sich nicht hinter dem Schweizer Bankgeheimnis ? Ja zum Teufel will er jetzt das Schweizer Bankgeheimnis oder nicht oder doch oder nicht ? Statt dessen benutzt er das Bankgeheimnis von Guernsey. Auf der winzig kleinen Insel Guernsey gibt es über 45'000 !!!! Firmen, wozu ? - Steuerhinterziehung. Das Bankgeheimnis deckt alles. Wir das Schweizer Volk verlangen Transparenz die sie immer fordern Hr Blocher. Sie verlangten volle Transparenz im Falle Hildebrand. Hr Hildebrand Fr Hildebrand haben sich nackt ausgezogen und alles gezeigt. Wir verlangen auch von Ihnen volle Transparenz |
24%(17 Stimmen) |
Ronald Stalder sagte Januar 2012 Das Bankgeheimnis ist schützenswert! Ich bin der Meinung, dass der Datendieb und allfällige Anstiefter zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Das das Bankgeheimnis von SVP-Mitglieder verletzt wurde, finde ich bedenklich. Es gibt jedoch in allen Kreisen und Parteien Leute, die kriminelle Handlungen begehen. Dies ist eine Frage des Charakters und nicht des Parteiprogramm! Man muss sich aber auch ersthaft fragen, wieso das plötzlich linksorientierte Kräfte das Bankgeheimnis so hoch halten. Gerade diese Kreise applaudieren doch immer, wenn wieder mal ein Datendieb Steuerunterlagen an einen anderen Staat weitergibt. Ich finde der Fall Hildebrand hat auch sein Gutes: Vielleicht lernen wir Schweizer das Bankgeheimnis wieder mehr schätzen und erkennen seinen wahren Wert. Ich lade jedenfalls die SP herzlich ein, sich bei der nächsten Gelegenheit auch so vehement für das einzusetzen. |
68%(38 Stimmen) |
Hans Meier sagte Januar 2012 Das ist das Beste an der ganzen Geschichte. Die SVP als Abschafferin des Bankgeheimnisses. Wenn für die SVP die Verwendung von gestohlenen Bankdaten um legale Transaktionen aufzudecken in Ordnung ist, so kann den Steuerbehörden den Einblick nicht mehr verwehrt werden. |
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Anton Keller sagte Januar 2012 Das Bankgeheimnis hat noch NIE vor Straftaten geschützt. |
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Stefan Kunz sagte Januar 2012 1. Da wäre ich nicht so sicher, im Strafgesetzbuch sind solche Insider-Geschäft nicht erlaubt. Aber es wird wohl nicht def. bewiesen werden könnte. Erstaunlich natürlich wie er hier nicht von Kriminell redet der Pfister 2. ja die illegal in Besitz genommenen Kundendaten wo unsere Linksaussen gejubelt haben, bewirkte dies. Aber NICHT das Bankgeheimnis schützt diese Hinterzieher, wenn schon sind es die Anlagenberater und Bänker. Das Bankgeheimnis schützt den Bürger vor der willkür des Staates und der Totalkontrolle. es ist alamierend wie Linksaussen den Sozialismus wollen... 3. Nein es geht darum wie der höchste Bänker der Schweiz eine für die Schweiz gefährliche Handhabung mit Moral hat. Denn es kann nicht sein, dass er die Kurse so beeinflusst, dass es für seinen Geldbeutel gut ist..so kommen die 140 Millionen Eurokauf in ein ganz anderes Licht... Und nicht die SVP hat ein Bruch des Bankgeheimnisses gemacht..wie seine Linke Widmer-Schlumpf kommt hier die gleiche Platte. Das Bankgeheimnis soll nicht solche dubiosen Gestalten schützen, sondern den rechtschaffenden Bürger |
![]() 56%(45 Stimmen) |
Stefan Pfister sagte Januar 2012 Herr Steffen, das Bankgeheimnis nützt in erster Linie den Banken, nicht den Kunden, und die bürgerlichen Politiker handeln im Sinne der Banken. Am besten hat man es gesehen beim Staatsvertrag UBS/USA. ALs es den Banken nützlich war, die Daten geheim zu halten, wurden sie geheimgehalten und die bürgerlichen Politiker, welche "mehrere Hunderttausend Franken" von den Grossbanken erhalten (Zitat Marcel Ospel 2004), haben es mitgetragen und es mit dem "Schutz der Privatsphäre" legitimiert. Als es für die UBS nützhlich war, einige Daten preiszugeben, um ihren eigenen Untergang zu verhindern, wurden diese preisgegeben - von genau denselben Politikern getragen. Und man sah: das ganze Gerede von Privatsphäre war nur Gerede. Es ging und geht immer noch nur um die Banken. Nicht um die Kunden. Denn von denen erhalten die bürgerlichen Parteien ihr Geld. |
44%(25 Stimmen) |
Christoph Reuss sagte Januar 2012 Zitat S.Pfister: "Und wenn der Bruch des Bankgeheimnisses notwendig ist, um einen moralischen Lapsus aufzudecken, dann ist es zur Aufklärung von Straftaten erst recht notwendig." Sie meinten wohl "dann ist ER ... erst recht notwendig" (ER = der Bruch des Bankgeheimnisses, nicht ES = das Bankgeheimnis). Sie sind aber auf dem falschen Gleis, denn zur Aufklärung von Straftaten ist eben KEIN Bruch des Bankgeheimnisses notwendig, da das Bankgeheimnis NICHT für Straftaten gilt! (Steuerflucht aus dem Ausland ist in der Schweiz KEINE Straftat!) Wenn ein Arzt Kenntnis von einem Mord erhält und zur Polizei geht, dann hat er auch nicht das Arztgeheimnis gebrochen -- weil dieses nicht zur Vertuschung von Straftaten da ist. |
![]() 69%(26 Stimmen) |
Kurt Nünlist sagte Januar 2012 Als vehemente Verteidigerin eben dieses Bankgeheim nisses ist die SVP nämlich nicht mehr glaubwürdig, seit ihre Exponenten, darunter SVP-Übervater Blocher, es selber gebrochen haben. Guten Tag Herr Pfister. Sie können ihre Aussage belegen, dass Herr Blocher das Bankgeheimniss gebrochen hat? |
63%(30 Stimmen) |
Thomas Steffen sagte Januar 2012 Herr Pfister - ganz offensichtlich verstehen Sie nicht, was der Sinn und Zweck des Bankgeheimniss ist. Das Bankgeheimniss ist nicht da um illegale Machenschaften zu decken sondern um sicher zu stellen, dass man nicht einfach auf ein Konto irgend eines Bürger zugreifen kann. Würde ich Ihr Kontoauszug in der Welt herumschicken könnten Sie mich kurzerhand verklagen und der Richter würde kurzen Prozess machen. Hier handelt es sich jedoch um etwas anderes. Zudem ging der IT-Angestellte ja auch nicht direkt an die Presse sondern zu einem Anwalt, welcher sich an Blocher gewandt hat. Der wiederum ging auch nicht an die Presse - obwohl das ein Fest gewesen wäre für die SVP - sondern zu einem der Chefs von Hildebrand, dem Bundesrat. Bankgeheimniss heisst nicht, dass man machen kann was man will. Wenn einer mit einem Koffer in ein Bank geht und das Geld anlegen will und die Bank den begründeten Verdacht hegt, dass es sich um Geldwäscherei handelt, dann kann der das Bankgeheimniss vergessen und muss froh sein wenn er die Bank schneller verlassen kann als die Polizei auftaucht. Oder möchten Sie, dass jeder dahergelaufene und noch schlimmer Behörden auf Ihr Bankkonto zugreifen können ? Ahh, der Pfister hat sich einen schönen Urlaub geleistet, oder ahh, da hat er sich was beim Juwelier gekauft - aber seine Frau hat doch keine Schmuck auf Weihnachten geschenkt bekommen, etc, etc...:-) |
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