Bei rein arithmetischer Betrachtungsweise der Stärken in der Vereinigten Bundesversammlung hätte das rechte Lager (SVP inkl. Berücksichtigung der beiden Lega-Nationalräte und des MCG-NR sowie des Ständeratssitzes von Thomas Minder) theoretisch knapp Anrecht auf 2 Bundesratssitze. Die SVP hat sich selber in die heute missliche Ausgangslage begeben. Es hat u.a. mit der Abwahl von Ruth Metzler im Jahre 2003 und dem Rauswurf von Evelyne Widmer-Schlumpf 2007 aus der SVP zu tun. Dass sich die SVP nun auch mit ihrer unglücklichen Nomination von Herrn Zuppiger in die Nesseln gesetzt hat, lässt deren Ernsthaftigkeit auf einen 2. Sitz bezweifeln. Die Exekutivwahlen zeigen nun auch auf Bundesebene zu Recht auf, dass für die Wahl der durch die Parteien vorgeschlagenen Personen deren Integrität, aber auch der Politinhalt sowie der Politstil der nominierenden Parteien eine eminent wichtige Rolle für erfolgreiche Wahlen spielen.
Beat Murer, Luzern

