Finanzen, Steuern > Staatsausgaben, Budget,

Ja zur Schuldenbremse für unsere Sozialwerke!

Artikel weiterempfehlen



Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Das neu­trale GfS-­For­schungs­in­s​ti­tut führt jedes Jahr eine Um­frage zum Thema Fi­nanz­po­li­tik durch. Die Re­sul­tate der Um­frage vom 2012 sind so­eben veröffentlicht wor­den.

 

Erfreulich ist dieses Jahr, wie klar die Schweizer Bevölkerung keine neuen Staatsausgaben will. Angesichts der Schuldenprobleme vieler europäischen Länder muss auch die Schweiz aufpassen, nicht mehr Defizite und Schulden anzuhäufen, sei es im Bundeshaushalt, bei Kantonen oder Gemeinden, oder bei den stark verschuldeten Sozialwerken.

 

Kei​n Wunder also, dass 63% der Schweizer für die Einführung der Schuldenbremse für die Sozialwerke sind. Zum ersten Mal gibt es eine Mehrheit für dieses Instrument bei den Sozialversicherungen.​ Dies bringt neuen Schwung in die Reform der Sozialwerke!

Denn wir wissen, dass die AHV um das Jahr 2020 beginnt, massive Defizite zu schreiben. Zudem sind die Arbeitslosen- und die Invalidenversicherung​ immer noch mit Milliarden verschuldet. Falls wir weiter auf dem bisherigen Kurs fahren, würden unsere Sozialwerke aufgrund der horrenden Schuldenlast einfach implodieren. Eine Mehrheit der Schweizer hat dies nun erkannt. Deshalb sind nun Parlament und Bundesrat aufgefordert, hier die dringend benötigten Reformen anzupacken und umzusetzen.

 

Noch starker als bei der letzten Umfrage will eine klare Mehrheit der Schweizer die Ausgaben des Staates grundsätzlich reduzieren und die Steuern senken (63%). Sollte der Schweiz Bundeshaushalt wieder Defizite schreiben, wollten sogar 84% der Befragten, die Staatsausgaben senken.

 

Erfreulic​h stimmt schliesslich auch, dass die Schweizer die FDP offenbar als die glaubwürdigste Partei betrachten, insbesondere punkto Finanzpolitik.

 

Di​e Umfrage-Resultate sind ein klares Mandat für eine nachhaltige Finanzpolitik: Für den Abbau von Schulden, für den Abbau von unnötigen Staatsaufgaben, für Steuersenkungen.

Dementsprechend erwarte ich, dass unsere Volksvertreter sich sofort an die Arbeit machen!

 

 

Adrian​ Ineichen

Präsident Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ)

 

 

 

Die Ergebnisse der Umfrage:

http://econ​omiesuisse.ch/de/them​en/fin/finanzenallg/s​eiten/_detail.aspx?ar​tID=Ergebnisse-des-Fi​nanzmonitors-2012


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]

72%
(25 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte July 2012

Herr Ineichen. Soweit ich dies sehe, steht in der Bundesverfassung geschrieben, dass Menschen in Not ein Anrecht auf entsprechende Mittel haben http://www.admin.ch/c​h/d/sr/101/a12.html. Somit braucht auch der Staat im Sozialwesen Steuergeld um die Aufgaben zu erfüllen. Es sei denn, die Aufgabe wird ausgelagert oder liegen gelassen. Auslagern = nicht zwingend billiger und besser für die Bevölkerung. Liegen lassen der Aufgabe hier oder noch mehr kürzen? Gibt es denn für jeden hier genügend Arbeit (an die Arbeitslosenstatistik​ ohne ausgesteuerte glaube ich nicht und die gibt wahrscheinlich auch ein falsches Signal gegen aussen...)? Inwiefern ist es das Verschulden der Wirtschaft, welche anstelle der sozialen Verantwortung trotz entsprechend gutem Resultat unrentable Bereiche abstösst/Kündigungen aussprechen um Aktionäre und Chefs zufrieden zu stellen? Ich denke auch in diesen Bereichen gibt es auch entsprechende Baustellen......


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

96%
(27 Stimmen)
Frank Grämiger sagte July 2012

Nun, man könnte auch mal über die Löhne (und andere Zahlungen) unserer Legislative und Exekutive nachdenken.


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



74%
(34 Stimmen)
Alex Schneider sagte July 2012

Die Sanierung von Finanzhaushalten - des Staates oder der Sozialwerke - muss nicht unbedingt über die Reduktion von Leistungen erfolgen. Sie kann auch über die Erhöhung von Abgaben und neue Einnahmen erfolgen.


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?