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Lieber einen stabilen Werkplatz als einen labilenBankenplatz

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Too big to fail?!
Dieses Thema rund um die Fra­ge, ob die Schwei­zer Gross­ban­ken UBS und CS ein zu gros­ses Klum­pen­ri­siko für die Schweiz dar­stel­len, füllte in den letz­ten Mo­na­ten die Front­sei­ten der Tageszeitungen.
Das Thema ist wirk­lich bri­sant und wird uns wohl noch eine Weile wei­ter beschäftigen. Je­doch ist dies nur die Spitze des Eis­bergs: Die Ur­sa­che für die too-­big-to-fail Pro­ble­ma­tik liegt dar­in, dass in un­se­rem Land der Dienst­leis­tungs­sek​­tor mit den Ban­ken und Ver­si­che­run­gen gegenüber dem ge­werb­li­chen und in­dus­tri­el­len Sek­tor ge­ne­rell zu gross ge­wor­den ist. Ein­mal mehr sind wir un­frei­wil­lige Zeit­zeu­gen einer Ent­wick­lung, die sicht­bar macht, wie schnell in die­sem Sek­tor si­cher ge­glaubte Werte sich im Handum­dre­hen in Luft auflösen, wie Mil­li­ar­den von heute auf mor­gen ver­lo­ren gehen.
Erinnern wir uns: Es sind noch keine 200 Jahre her, als im Has­li­tal brot­lose Sprösslinge von armen Klein­bau­ern ein Ent­gelt von der Ge­meinde er­hiel­ten, wenn sie be­reit wa­ren, ihre Ber­ner Oberländer Hei­mat für immer zu ver­las­sen – und dabei natürlich ihr Hei­mat­recht auf­ge­ben mussten…
In der Zeit also, als die Schweiz ein Emi­gra­ti­ons­land war, wur­den auch die ur-schwei­ze­ri­schen​ Tu­gen­den ge­bo­ren: Fleiss, Be­schei­den­heit und hand­werk­li­ches Können.
Vom französischen Jura bis zum St. Gal­ler Hin­ter­land wurde aus schie­rer Not ge­wer­kelt und ent­wi­ckelt, was heute zu Pro­duk­ten führt, die Welt­klasse sind: Sei es als Swatch Group, die den welt­wei­ten Uh­ren­markt be­herrscht oder als Mode von Akris, die die her­aus­ra­gends­ten Persönlichkeiten der Ge­gen­wart kleidet.
Kurzum: Wir tun sehr gut dar­an, uns in Zei­ten des Sturms auf un­sere alten Tu­gen­den zu be­sin­nen und mit die­sem Ge­dan­ken­gut den Werk­platz Schweiz wei­ter­zu­ent­wi­cke​ln. Damit schaf­fen wir nicht nur ge­mein­sam nach­hal­tige und ro­buste Arbeitsplätze, son­dern er­zeu­gen auch wei­ter­hin Pro­dukte made in Swit­zer­land, die die ganze Welt be­rei­chern.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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50%
(2 Stimmen)
Anton Keller sagte September 2011

Dank den Banken mussten die brot­lose Sprösslinge im Haslital nur noch nach Zürich und Genf auswandern.

Wenn wir sparen müssen, dann bei den staatlichen Industrien. Heute arbeiten schon fast 50% direkt oder indirekt für den Staat.

Wenn die SP glaubhaft für die Industrie sich einsetzen will, so soll sie sich für eine sichere und preiswerte Energieversorgung einsetzen.




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100%
(2 Stimmen)
Edwin Merki sagte September 2011

Hallo Frau Zybach,
Ihren Aufruf finde ich echt gut da wir Gefahr laufen zu Gotthelfs Zeiten zurück zu kommen.
Was ich aber genau so wichtig finde ist ein Aufruf an die Bevölkerung wieder aktiv in den politischen Gremien teilzunehmen.
Bei einer solchen Gleichgültigkeit wie wir sie zur Zeit erleben, müssen wir uns nicht wundern wenn wieder Feudalherrschaften entstehen und uns regieren.
Wer nicht politisiert, wird politisiert!


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100%
(1 Stimme)
Werner Nabulon sagte September 2011

Werte Frau Ursula Zybach,

Jein, einfach zur Information, wir leben nicht mehr zu Gotthelfs Zeiten. Ich hab jetzt trotzdem ein Zustimmen gegeben.
Die Geschichte ist bekannt, Menschen mussten unser Land verlassen, oder hier verhungern. Dann kamen Investoren, in das willige, billige Lohnland Schweiz, brachten Arbeit, Arbeitsplätze.

In der Zeit wurde hier sozusagen der Sozialismus geboren, weil vor nichts zurückgeschreckt wurde, was heisst, wir waren im Stadium wie heute ein Entwicklungsland. Ferien was ist das? 6Tage Woche, eine Sozialversicherung was ist das, nur 40Stunden Arbeiten was ist das? Einen guten Lohn dazu, was ist das?
Glauben Sie mir, das es weltweit Länder gibt welche High Tech liefern, aber Arbeitsbedingungen haben wie wir damals zu Gotthelfs Zeiten, wird sich dieses Zurückbesinnen gar nicht so einfach machen lassen.



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