Die Schweiz beklagt einen akuten Mangel an Ingenieurinnen und Ingenieuren und allgemein an Fachpersonen im Bereich der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT). Dieser Engpass gefährdet den Wirtschaftsstandort Schweiz und ist auf ein strukturelles Problem unseres Bildungssystems zurückzuführen. Die CVP fordert, dass sich die Bildungseinrichtungen auf allen Ebenen für eine kontinuierliche Förderung dieser Bereiche einsetzen. Nur mit Schülern und Schülerinnen, welche eine positive Einstellung zu MINT-Fächern gelernt haben, kann die Zahl von qualifizierten Bewerbern für technische Ausbildungsberufe und Studienfächer gesteigert werden. Absolvierende von MINT-Ausbildungs- und Studiengängen finden als gefragte TechnologiexpertInnen, NaturwissenschaftlerInnen oder InformatikerInnen attraktiven Karrieren, v.a. in der Nordwestschweiz. Bei uns müssen heute viele Arbeitsplätze, v.a.in der Life-Science-Industrie, von ausländischen Arbeitskräften besetzt werden, weil die inländischen Fachkräfte schlichtweg fehlen. Weil die Generation von Morgen für die Zukunft vorbereitet werden muss und weil ein zukunftsorientiertes und wegweisendes Zeichen gesetzt werden muss, wird die CVP auf Ebene Bund und Kanton Vorstösse einreichen. Wir sind überzeugt, dass wir mit einem Aufbruch ins MINT-Zeitalter den Wirtschaftsstandort stärken.
Bildung, Forschung > Forschung, März 2012
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Kommentare von Lesern zum Artikel
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71%(21 Stimmen) |
Hans Meier sagte März 2012 Das viele Arbeitsplätze an Ausländer vergeben werden müssen stimmt sicher. Nur könnten wir wesentlich mehr Arbeitsplätze mit Einheimischen besetzen, würden wir diese Leute ausbilden. Seit Jahren werden Ärzte und Pflegepersonal importiert, obwohl wir den Bedarf zu 100% selbst mit Einheimischen decken könnten. Wir bilden nur einen Bruchteilt der Interessierten aus. Tiefe Steuern haben aber Priorität. Zweitens könnten massiv mehr Frauen beschäftigt werden. Das verhindert jedoch die fehlenden Tagesstrukturen für die Kinder. Zweitens werden Frauen gerade in den Naturwissenschaften von den Arbeitgebern massiv benachteiligt, indem ihnen nichts zugetraut wird und sie nicht einmal zum Bewerbungsgespräch eingeladen werden. |
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Anton Keller sagte März 2012 Wir haben trotz Personenfreizügigkeit einen angeblichen Mangel an Ingenieurinnen und Ingenieuren? Unter http://www.treffpunkt-arbeit.ch/arbeitgeber/kandidatensuche finden Sie heute 1731 arbeitslose Ingenieurinnen und Ingenieure, sowie 1270 Informatiker. |
76%(29 Stimmen) |
Rolli Anderegg sagte März 2012 Ja liebe Frau Nationalrätin Schneider-Schneiter, auch Ihre Partei wollte den Freien Personenverkehr, damit unsere Studenten noch einfacher ( als wäre das vorher schwer gewesen) im Ausland studieren können ( war auch immer so ein Argument von PFZ-Befürwortern wie Schneider-Ammann). Die Studenten aus den Vertragsländern haben aber dann das selbe Recht bei uns, womit unsere Unis noch stärker als jemals zuvor mit ausländischen Studenten überschwemmt wurden!! Dann über zu wenig Schweizer Ingenieure, Mathematiker, Informatiker und Naturwissenschafter zu jammern, finde ich nicht ganz ehrlich von Ihnen!! Mann sollte sich halt vorher über mögliche Nachteile Gedanken machen und nicht die PFZ-Gegner als Isolationisten hinstellen!! Den Füffer und s'Weggli kann man einfach nicht haben!! Entweder sind wir " global " mit offenen Türen und Fenstern, wo jedermann einwandern und studieren darf, oder dann halt weniger offen, dafür mehr für unsere eigenen Leute verantwortlich!! Aber da wird man ja wieder von den Linken in eine bestimmte Ecke gedrängt wenn man dies zur Debatte bringt... Und wenn die Wirtschaft natürlich boomt die Bevölkerung rasant wächst, dann werden wir immer an allen Ecken und Enden zu wenig Fachkräfte haben, weil immer noch zu viele unqualifizierte Ausländer einwandern, für die es auch neue Häuser braucht ( Ingenieure) zusätzliche Lehrer für deren Kinder ( Mathematiker), Ärzte, Polizisten,Handwerker, Verkäufer usw. Also bitte mal etwas vernünftiger werden und auf Qualität setzten und nicht mehr auf Quantität!! |
35%(23 Stimmen) |
Hans Meier sagte März 2012 Die Kunden sitzen nun einmal oft im Ausland. Die bezahlen halt keinen Extrapreis, nur weil ein CH-Ingenieur mehr verdienen will. |
91%(22 Stimmen) |
Karl Müller sagte März 2012 Warum gibt es zu wenig schweizer Ingenieure und Naturwissenschaftler? Weil den Gymnasiasten Mathe keinen Spass macht. Warum macht den Gymnasiasten Mathe keinen Spass? Weil sie die Grundlagen wie Bruchrechnen, Ausklammern usw. nicht beherrschen. Dann gibt es zwangsläufig Probleme und dementsprechend Frust, wenn es an die "höhere" Mathematik geht. Warum beherrschen die Schüler die Grundlagen nicht? Sie üben zu wenig! Es genügt nicht, wenn die Kinder das Prinzip verstanden haben. Niemand kann schon Fussball spielen, wenn er die Abseitsregel begriffen hat. Niemand kann schon Klavier spielen, wenn er die Tonleiter kennt. Profisportler und Profimusiker üben regelmässig die einfachen Bewegungsabläufe. Mit der Mathematik ist es genau so: es hilft nur üben, üben, üben, usw. Das ist verpönt. Wann gibt es nicht mehr zu wenig schweizer Ingenieure und Naturwissenschaftler? Sobald die Primarlehrer ihre Abneigung gegenüber dem Uebenlassen ablegen. |
50%(14 Stimmen) |
J. Nyffeler sagte März 2012 Arm durch Arbeit, oder Arm durch Arbeitlosigkeit?????? |
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Anton Keller sagte März 2012 "Die Schweiz beklagt einen akuten Mangel an Ingenieurinnen und Ingenieuren und allgemein an Fachpersonen im Bereich der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT)." Genau deshalb sinken die Löhne in diesen Berufen seit Jahren und die arbeitslosen Ingenieurinnen und Ingenieuren finden keine Arbeit. |
93%(29 Stimmen) |
Roland Steiner sagte März 2012 Frau Schneider-Schneiter Was nützen all die staatlichen Förderungen, wenn schlussendlich der Lohn nicht stimmt. Ich habe ein Ingenieurstudium und arbeite schon über 20 Jahre in dem Bereich. Vom finanziellen Aspekt her war dieses Studium ein grosser Fehler. Mit dem gleichen Aufwand hätte ich im Bereiche der Wirtschaft oder der Juristerei ein bedeutend lukrativeres Studium absolvieren können. Leider werden unsere Löhne durch die Fachkräfte aus dem Ausland weiter tief gehalten. Somit wird auch in Zukunft ein naturwissenschaftliches Studium nicht attraktiv sein. Dann gibt es noch einen weiteren Punkt: Es gibt viele Berufe die ausbildungsmässig immer höhere Anforderungen verlangen, obwohl dies in der realen Arbeitswelt nicht gerechtfertigt ist. Diese zusätzlichen Studiengänge stehen in direkter Konkurenz zu den naturwissenschaftlichen Studienrichtungen. Somit müssen die vorhandenen Gelder unter mehr Studienrichtungen aufgeteilt werden. Ein gutes Beispiel dazu sind die Ausbildungen für Lehrer und Kindergärtner. Erstens verhindert dies, dass geeignete Leute diese Berufsrichtungen nicht mehr wählen, da sie die Matur nicht haben und somit an den Studien gängen nicht zugelassen werden. Zweitens wird die praxisnahe Ausbildung immer weiter in den Hintergrund gedrängt. |
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Peter Oberholzer sagte März 2012 ARBEITSKRÄFTEMANGEL IST PROPAGANDA, LOHNDRÜCKEREI IST REALITÄT In den letzten Monaten wurde wiederholt beschrieben, dass wir die Personenfreizügigkeit behalten müssen, weil die Politik der EU einen Systemwechsel nicht erklären kann. Dies wurde so dokumentiert, weil weitere Arbeitskräfte aus dem Ausland nicht benötigt werden. Für einen Arbeitskräftemangel gibt es in der Realität denn auch keine Anzeichen. Pro Position erhalten die Unternehmen noch immer sehr viele Angebote. Die Bevölkerung erwartet von den Parlamentariern, dass Sie auf der Basis der Realitäten und der gesetzlichen Vorgaben arbeiten. Um dies zu verstehen braucht es keine spezielle Ausbildung. |
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