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Nahrungsmangel und Ueberfluss

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Laut Aus­sa­gen der FAO (UNO: Or­ga­ni­sa­tion für Ernährung und Land­wirt­schaft) wer­den jährlich 1/3 aller auf der Welt pro­du­zier­ten Nah­rungs­mit­tel fort­ge­wor­fen, nämlich 1,3 Mil­li­ar­den Ton­nen.

Die reichen Länder werfen pro Person im Schnitt 100 kg Nahrungsmittel in den Abfall. Dies ist angesichts der Hungersnöte in Ostafrika unerträglich.

Es ist unangenehm, es kann vorkommen dass etwas verdirbt. Aber das darf einfach nicht mehr sein dass in hochentwickelten Ländern dermassen vergeudet wird.

Wir vernichten Nahrungsmittelüberflu​ss und 6 Flugstunden südlich von uns sterben die Kinder im 5-Sekunden Takt.

Planen der Menus und Einkäufe und das Schreiben von Einkaufslisten hilft, dass nicht zuviel eigekauft wird, was dann in den Abfall fliegt.

Und es hilft Geld sparen, damit es immer mehr für nachhaltig und fair produzierte Nahrungsmittel reicht.

Auch in den armen Ländern gibt es Verluste: beim Transport, oder weil das Wissen über die richtige Lagerung fehlt.

Entwicklungsh​ilfe muss Wissen transportieren und fördern, Hilfe zur Selbsthilfe, das ist nicht neu.

 

Allerdings muss jetzt in den Hungergebieten Ost-Afrikas trotzdem Soforthilfe geleistet werden.

Für jedes Kind das stirbt tragen die reichen Nationen eine Mitverantwortung.


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Kommentare von Lesern zum Artikel

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100%
(2 Stimmen)
* * sagte January 2012

Je mehr Lebensmittel wir in die 3. Welt schicken, je mehr zerstören wir den dortigen Bauern das Geschäft und die Zukunft.

Wer kauft schon auf dem lokalen Markt ein wenn er von den Hilfswerken Essen gratis bekommt.

So zerstören wir erfolgreich die dortigen Agrarwirtschafen im Auftrage unsrer Narungsmittel-Multis.​

Das ermöglicht dann Ländern wie China, Südkorea usw. brachliegende Ländereien zu kaufen oder langfristig zu pachten um für ihre Länder zu produzieren. Wird schon jetzt gemacht z.B. in Zimbabwe usw.

Das ist die heutige neokoloniale Wirtschaft!


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100%
(4 Stimmen)
Anton Keller sagte August 2011

lesenswert:

"Die Nahrungsmittelpreise am Horn von Afrika sind explodiert. Hirse kostet bereits über 200 Prozent mehr. Und skrupellose Geschäftsleute machen das Leid der Hungernden noch grösser."

http://​www.20min.ch/finance/​news/story/23081192


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42%
(12 Stimmen)
Walter Wobmann sagte August 2011

Sowohl die Ausführungen von Fr. M.Küng als auch von Fr.E.Meier sind noch nicht ausreichend.

gewis​se Ansätze mögen zwar gut gemeint sein, aber so lange wir grosse Flächen, die für den Ackerbau, Gartenwirtschaft und Obstbau geeignet wären, immer noch für den Futtermittelanbau oder für Viehzucht verwenden, werden wir die Bevölkerung nicht nachhaltig und gesund ernähren können! Wenn wir vom Fleischkonsum wegkämen, oder ihn aber zu Mindest stark eindämmen würden, könnten wir mit der gleichen Fläche 8 bis 10 Mal mehr Leute ernähren, und dies erst noch gesünder!
Des Weiteren werden in diesen armen Ländern leider immer noch wertvolle Flächen für Monokulturen wie Kaffee, Tabak, Drogenanbau und anderen Stumpfsinn verwendet, um angeblich den Export anzukurbeln, statt dass zuerst die eigene Bevölkerung ausreichend ernährt wird! Hier müsste jede Nation mehr Ernährungssouveränitä​t anstreben, wie dies übrigens die FAO ebenfalls empfahl!! National, dezentral und lokal produzieren, damit weniger unnötige Transporte anfallen!--
Dies jedoch wird von den internationalistisch geprägten Parteien unterschlagen, da diese lieber sehen, wenn Luxusgüter für die "reichen" Nationen produziert werden, egal ob die Bevölkerung in den Produzentenländern hungert oder nicht; ob die Bodenqualität leidet und die Erosion weiter voranschreitet!

Ab​er auch wir werden früher oder später davon betroffen sein, weil auch bei uns hier in der Schweiz der Boden schon längst nicht mehr unsere Bevölkerung ernähren kann! Dafür wird dann gutes Kulturland einfach so zubetoniert, damit wir der wachsenden Einwanderungsdruck "gerecht" werden. Dies wird sich spätestens dann rächen, wenn der "globalisierte Welthandel" zusammenbricht und die Nahrungsmittellieferu​ngen aus Übersee gekappt werden. Siehe Dollar- und Euro- Talfahrt.
Auch wir müssen unsere Landwirtschaft so umstellen, damit nicht unnötig Milchprodukt- Überschüsse hergestellt werden, sondern so produzieren, dass die einheimische Bevölkerung damit ernährt werden kann!

Dafür aber braucht es einen Einwanderungsstopp!!


Siehe die Initiative der Schweizer Demokraten (SD):
http://www.sch​weizer-demokraten.ch/​dossiers/stabilisieru​ng/dokumente/Untersch​riftenbogen_dt.pdf


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47%
(15 Stimmen)
Kurt Guido Meili-Henzi sagte August 2011

Theoretisch mag das ja stimmen. Nur, diese Probleme sind nicht erst seit heute, gestern oder vorgestern. Seit über 50 Jahren hören wir von der Hungersnot in Afrika. Ich kann mich erinnern, als, wir nannten es "Negerkässeli", der Kopf nickte immer wenn man Geld eingeworfen hatte, wir Geld gespendet hatten. Das bisschen Sackgeld viel dem "Negerkässeli" zum Opfer. Es hiess immer, die sind noch ärmer dran als wir.
Heute reut mich jeden Rappen, den ich spendiert hatte. Es hatt nichts genützt. Warum arbeiten, wenn das Geld der Reichen Wirschaftsländer unentgeltlich reinfliesst.

Wären​ die schwarzen Leute im Arbeiten so stark wie im Kindermachen hätten sie genug zu Essen. Übrigens, den schwarzen muss man nicht den Fisch geben, sondern die Fischerrute leihen, sprich, sie müssen das know how, lernen. Interessanterweise, sind es immer islat


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86%
(14 Stimmen)
Elisabeth Meier-Abplanalp sagte August 2011

Es erstaunt mich immer wieder, wie kurzfristiges Denken die Diskussion beherrscht.
Hungersn​öte sind weitgehend von Menschen verursacht: Spekulationen mit Boden, Saatgut, Nahrungsmitteln, die der wild-wütenden sogenannt freien Markwirtschaft ausgesetzt werden, wo es nicht um Ernährung der Menschen geht, sondern um Gewinn für Multis, scheint das Thema zu erschöpfen. Es ist erwiesen, dass die Produktion von Nahrungsmitteln die Welt mehrfach ernähren kann, vorausgesetzt, die Güter werden auch entsprechend gerecht verteilt.Das Problem ursächlich anzugehen, wäre der Weg. Dass dies nicht geschieht, liegt an den Interessen deren, die vom Status-Quo profitieren und die sich dieses Privileg um jeden Preis erhalten wollen. Nach uns die Sintflut ist der gängige mode of operation. Und zum Schluss noch dies: dies ist ein Thema, die ganze Misere der Welt beinhaltet viele andere, die jedoch am Gleichen kranken: das gängige Paradigma kann keine Lösungen mehr anbieten, es hat ausgedient. Erst wenn wir anerkennen, was uns die Forschung in der Quantenphysik zeigt, wird klar, dass die Schöpfung eine Einheit ist, durchgängig vernetzt und die Schaden nimmt, wenn nur ein Teil des Ganzen gestört ist.


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100%
(3 Stimmen)
J. Nyffeler sagte August 2011

Sehr gut Frau Küng
endlich wurde mal ein wichtiges Problem angesprochen. Dazu auch mehr im Buch
der Sinn des Lebens Autor (Jesus Wälti)
Freundliche Grüsse


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38%
(13 Stimmen)
David Mayer sagte August 2011

Grüezi Frau Küng

Ihre Massnahmen sind Symptom- und nicht Ursachenbekämpfung. Mit einigen Essenspaketen verlängern Sie nur das Leid.


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