Am 11. März stimmen wir über die Initiative „Schluss mit dem uferlosen Bau von Zweitwohnungen“ ab. Die Initianten wollen den Anteil an Zweitwohnungen auf starre 20% beschränken. Ich gehe mit den Initianten einig, dass wir Sorge tragen müssen zu unserer schönen Landschaft. Sie darf nicht übermässig von oft leerstehenden Zweitwohnungen überbaut werden. Ich finde es sinnvoll, wenn wenig benutzte Zweitwohnungen vermietet werden. Im heutigen neuen Raumplanungsgesetz wurde dieses Anliegen bereits aufgenommen und umgesetzt. Das Ziel des Gesetzes ist mehr Hotellerie und eine bessere Auslastung der Zweitwohnungen. Die Gemeinden müssen bis 2014 Massnahmen zur Beschränkung des Zweitwohnungsbaus aufzeigen, ansonsten dürfen sie keine Zweitwohnungen mehr bewilligen. Das ist sehr strikt für die Gemeinden. Ich lehne die Initiative ab, weil sie ein Eingriff in die Gemeindeautonomie ist, welche ein wichtiger Bestandteil unserer direkten Demokratie ist. Die Umsetzung der Initiative braucht einen riesigen Kontrollapparat und erzeugt viel Bürokratie. Lokale Massnahmen greifen besser. So verteilt zum Beispiel Zermatt Kontingente und Silvaplana im Engadin erhebt eine Lenkungsabgabe auf nicht vermietete Wohnungen. Oft ist eine Gemeinde auch gar nicht daran Schuld, dass sich der Anteil der Zweitwohnungen vergrössert – etwa wenn Einwohner abwandern und ihr Haus als Ferienhaus weiterhin behalten. Leider passiert das immer öfter. Auch in den Tourismusorten hat ein Umdenken stattgefunden zugunsten unserer Landschaft. Das neue Raumplanungsgesetz erfüllt das Anliegen der Initianten weitgehend. Deshalb stimme ich Nein zur Zweitwohnungs-Initiative.
Abstimmungen, Initiativen > National, Februar 2012
Nein zur Zweitwohnungs-Initiative
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Kommentare von Lesern zum Artikel
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Alex Schneider sagte März 2012 Zweitwohnungsinitiative Ja: Raumplanungsartikel ist wirkungslos! Der Bund hat es in den letzten Jahrzehnten nie zu einem grundsätzlichen Konflikt bei Richtplananpassungen der Kantone kommen lassen. Die Kantone regeln ihre Raumordnung weitgehend autonom. Das wird auch bei den Zweitwohnungen so sein. Die Tourismuskantone werden weiterhin für ihre Baulobby eintreten. Nur ein Ja zur Zweitwohnungsinitiative stoppt die Verschandelung unserer Alpen. |
73%(11 Stimmen) |
Karl Müller sagte März 2012 Die Gemeinden könnten bereits heute etwas tun, wenn sie es wollten. Aber viele Gemeinden unternehmen offensichtlich nichts. Es ist (leider) Druck aus Bern nötig. |
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Carlo Meyer sagte Februar 2012 Abschüssigste Hänge werden mittels teuren Direktzahlungen vor dem Verganden gerettet während unten im Alpental die Flächen für Vermögensanlagen verbaut werden. |
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Benedikt Jorns sagte Februar 2012 "Die Gemeinden müssen bis 2014 Massnahmen zur Beschränkung des Zweitwohnungsbaus aufzeigen, ansonsten dürfen sie keine Zweitwohnungen mehr bewilligen." Glauben Sie, Herr Vitali, in allem Ernst, dass ein solcher Satz im Raumplanungsgesetz so stark wirkt, dass die heutigen "Geisterdörfer" sich nicht weiter ausdehnen? Die von den Kantonen zu treffenden Massnahmen sind ewig diskutierbar und deshalb völlig ungenügend. Die Zahl der "kalten Betten" in unseren Tourismusregionen wächst zurzeit beängstigend. Daran ändert das neue Raumplanungsgesetz nichts. Da es das Parlament verpasst hat, einen Gegenentwurf zu machen, haben wir zurzeit keine andere Wahl, als die Initiative anzunehmen. Siehe auch: www.vimentis.ch/dialog/readarticle/zweitwohnungen-das-parlament-hat-seine-chance-verpasst/ |
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Anton Keller sagte Februar 2012 Wenn ich eine Zweitwohnung hätte, würde ich diese an meine Kinder pro Forma vermieten. In einem Mietvertrag kann die Nachweispflicht nur schwer integriert werden. |
32%(19 Stimmen) |
Werner Nabulon sagte Februar 2012 Mich hat es gestern geschaudert, als in der Arena über diese 2WohnungsInitiative gesprochen wurde. Das also ist unsere Neue Mitte Regierung, das sind die Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten welche die Gesetzesseite vertreten, allen vor Bundesrätin Frau Doris Leuthard. Spielt keine Rolle, dass Sie gegen diese unsinnige „Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen“ ist! Wir haben einen, auch in den Internationalen Menschenrechten festgehaltenen Artikel, der ebenfalls in unserer Bundesverfassung steht. Nebst dem Schutz der Bevölkerung, der Schutz von Eigentum. Wer also in Zukunft, nicht mehr frei über ein zum Beispiel geerbtes Haus der Grosseltern verfügen darf, ja aber hallo was soll das? Wenn mir der Staat vorschreibt, ich per Annahme der Initiative mir selber vorschreibe, zukünftig Buch zu führen, wie oft im Jahr ich diese Zweitwohnung benütze? Erreiche ich die Quote nicht, muss ich vermieten. Und wer die Quote nicht erreicht, wird schummeln, weil er nicht vermieten will. Also wird der Staat Spitzel losschicken, und prüfen müssen, ob die Angaben stimmen. Das soll noch etwas mit einem freien Demokratischen Land zu tun haben? Wo diktatorische Massnahmen, die bekannt sind aus ehemaligen Ostblockstatten eingeführt werden? Die Grundlage dieser Gesetze, überhaupt dass wir auch solche Beamte und ein solches Parlament, Bundesräte haben bilden diese Global Warming IPCC Berichte, die sich als NICHT erwiesen und FALSCH herausstellen, ebenso ist das Waldsterben gestorben. Mit diesen falschen Szenarien Klimaerwärmung, man könnte es auch boshaft Lügen nennen, wenn man durfte, immerhin hat sich das Weltklima in den letzen 10Jahren nur um plus 0,051Grad erwärmt, erwartet wurden wenn wir Glück hätten, ein plus von 0,5Grad, ja ja, ein Komafehler. Eben, mit solchen Angst Szenarien wurden Personen in Ämter geholt, die uns nun die Grün-Rote Umweltschutz Diktatur bringen. Vorausgesetzt, wir das Volk nehmen diese und weitere Gesetze an. Da wären dann noch Personen aus Bundesämtern und Regierungsstellen zu entlassen, das ist aber ein anderes Thema. P.S. Das Buch; Die kalte Sonne, von Ex-Umweltsenator Fritz Vahrenholt einem ehemaligen Fanatischen Klima Gläubigen wäre da lesenswert. |
91%(33 Stimmen) |
Peter Meyer-Wartmann sagte Februar 2012 Sie glauben doch wohl nicht im Ernst, Herr Vitali, dass die Gemeinden bis 2014 "Massnahmen zur Beschränkung des Zweitwohnungsbaus" aufzeigen? Aufzeigen, wohlverstanden aufzeigen!! Von greifenden Massnahmen "verfügen" ganz zu schweigen. Ich bin kein Prophet Herr Vitali, aber ich sage Ihnen ziemlich genau was in 90% der Gemeinden geschehen wird. - bis 2014: Nichts, nada, nothing, nitschewo, gar nüt!! - 2017: Nachdem immer noch nichts geschehen ist, warnt der Bund die Gemeinden und erstreckt die Handlungsfrist bis zum Jahr 2020 - 2022: Einer weiteren Aufforderung zum sofortigen Handeln begegnen die Gemeinden mit dem Gesuch, ihnen die Frist nochmals zu erstrecken. Mögliche Gründe: - - der Gemeinderat wurde vollständig ausgetauscht - - es fehlt an externen Gutachtern, die die entsprechenenden Massnahmen vorschlagen und/oder formulieren können - - die Gemeinde ist der Totaleausnahmefall und steht vor dem finanziellen und politischen Ruin, wenn die 20% Massnahmen umgesetzt werden müssen - - undsoweiter, undsofort, etcetera, pp Falls Sie wünschen, kann ich das Szenario bis etwa 2099 vervollständigen. Im Jahre 2100 ist das was die Schweiz mal war, sowieso zubetoniert. Das Raumplanungsgesetz war und ist ein Rohrkrepierer - die sich daraus ergebenden Folgen können schweizweit jederzeit als Beispiel dienen. Es bringt nichts, wenn wir versuchen diesen verwässerten Buchstaben in einem Teilbereich neues Leben einzuhauchen! Also ja zur Initiative und gnadenlos umgesetzt. Das Märchen von den abertausenden Arbeitslosen die daraus resultieren sollen, glauben wirklich nur noch die allerdoofsten Unterländer. |
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Carlo Meyer sagte Februar 2012 Zweitwohnungen, die nicht eine Mindestzeit im Jahr besetzt sind, sollten für die Unterbringung von Asylanten requiriert werden können. |
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Benedikt Jorns sagte Februar 2012 Gerade das von Ihnen, Herr Vitali, erwähnte Silvaplana zeigt, dass eine Lenkungsabgabe das Problem von leeren Geistersiedlungen nicht lösen kann. Wenn ich etwa durch das zur Gemeinde gehörende Surlej gehe, läuft es mir kalt über den Rücken. Sehr schöne neue Ferienhäuser und sie sind beängstigend leer. Ich werde am 11. März der Initiative "Schluss mit dem uferlosen Bau von Zweitwohnungen" zustimmen und dabei nicht zuletzt an diesen unheimlichen kalten Ort Surlej denken. |
42%(26 Stimmen) |
Christoph Reuss sagte Februar 2012 Zitat: "Ich lehne die Initiative ab, weil sie ein Eingriff in die Gemeindeautonomie ist, welche ein wichtiger Bestandteil unserer direkten Demokratie ist." Die von Ihrer Partei gepushte Gemeindefusionitis ist noch ein viel grösserer Eingriff in die Gemeindeautonomie und direkte Demokratie. |
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