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Kollektivanlagengeset​z-Revision: Keine Überregulierung!!

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Die Teilrevision des Ge­set­zes über die kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen (KAG) wird gegenwärtig in der Wirt­schafts­kom­mis­​sion be­han­delt, hat aber be­reits grosse Wel­len ge­wor­fen, und in der Fi­nan­z­welt welt­weit Re­ak­tio­nen her­vor­ge­ru­fen.

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Kritiker monieren, dass die KAG-Revision, welche u.a. aufgrund von neuen europäischen Richtlinien zu alternativen Anlagen angestossen wurde, weit über letztere hinausschiessen und den Markt für Hedge Funds und Private Equity Gesellschaften übermässig stark regulieren würde. Einige der vorgeschlagenen Bestimmungen könnten die Innovationskraft des Schweizer Finanzplatzes schwächen und einzelne Geschäftsbereiche gar gänzlich unattraktiv machen. Dies kann nicht im Interesse der Schweiz liegen! Währenddessen reibt man sich in England bereits die Hände, und hofft, dass Fonds aus der Schweiz abziehen und sich bald im liberaleren London niederlassen werden.

 

Die Revision des KAG steht erst am Anfang des parlamentarischen Prozesses. Doch die Kommissionen und Versammlungen beider eidgenössischen Räte sind sehr gut beraten, ein schlankes, massvolles Gesetz zu beschliessen. Die Schweiz hat bereits heute ein Dickicht an teils schlechten, sich widersprechenden und kontraproduktiven Regulierungen, welche jedes Jahr rund 50 Milliarden Franken an Kosten verursachen.

Neben dem immer noch nicht vollständig gelösten Steuerstreit mit den USA und europäischen Ländern und den stetigen Angriffen auf die immer wieder nachgebende Schweiz dürfen wir unseren Finanzplatz nicht noch mehr schwächen. Schon gar nicht durch eine fehlgeleitete, überbordende Regulierung.

 

Finm​a und Parlament sollen deshalb die harsche Kritik zur vorgeschlagenen KAG-Revision ernst nehmen. Das neue Gesetz darf unter keinen Umständen zu Arbeitsplatzverlusten​ führen. Trotz gutgemeinten Regeln zur Verbesserung der Qualität und dem Streben nach EU-Kompatibilität darf das neue KAG nicht Finanzinnovationen abwürgen. Vielmehr soll es den Finanzakteuren genügend Raum geben, innovativ und kundenfreundlich zu sein, und damit den Schweizer Finanzplatz noch wettbewerbsfähiger zu machen.

 

 

 

Adr​ian Ineichen

 

Präsiden​t Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ)

 

www.jfz.ch

 

 

 

Links:

S​chweizerischer Gewerbeverband: Regulierungskosten

h​ttp://www.sgv-usam.ch​/politische-schwerpun​kte/regulierungskoste​n.html

 

FT Deutschland: Schweiz will strengste Hedge-Fonds-Regeln der Welt

http://www.ftd.​de/finanzen/maerkte/:​neue-regeln-schweiz-w​ill-strengste-hedge-f​onds-regeln-der-welt/​70023041.html

 

FT:​ New rules hit Switzerland’s ‚Finance Valley‘

http://www.f​t.com/intl/cms/s/0/67​9cf570-8596-11e1-a394​-00144feab49a.html#ax​zz1szszTgVg

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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67%
(3 Stimmen)
Heinz Mahler sagte May 2012

Banken konnten und können ja immer noch jeden Kunden legal abzocken, es ist eigentlich verwunderlich das es nicht schon eher strengere Regeln gab. Leider wird die Schweiz von den Banken und Versicherungen regiert. Problematisch ist es eben wenn die zu lasche Gesetzgebung den Kunden nicht vor abzockerei schützt und den Finanzplatz Schweiz in Frage gestellt wird. Beispiele dafür gibt es ja Genug.


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