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Schuldenberatung statt Party

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Jugendliche wer­den durch zügelloses Kon­sum­ver­hal­ten stark be­ein­flusst. Staat, Fa­mi­lie und Freunde leben vor, dass der Be­sitz von Gütern wich­tig und der fremd­fi­nan­zierte Kon­sum selbstverständlich ist.

 

Früher waren Schulden ein Tabuthema. Heute zählt man bald zur Ausnahme, wenn man nicht auf Pump lebt. Gemäss neusten Erkenntnissen sind die Schweizer Durchschnittsjugendli​chen bereits mit Fr. 500.- verschuldet.

 

Wie kam es dazu? Die Lebensstile der Individuen aber auch die Werte der Gesellschaft haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Zusätzlich sind neue Verschuldungsmöglichk​eiten hinzugekommen wie z.B. Kredite, Leasing und Kundenkarten von verschiedenen Dienstleistungsbetrie​ben. Schnell erhältliche Angebote im Internet und die immer aggressivere Werbung verstärken diesen Trend.

Hinzu kommt die Tatsache, dass in vielen Familien nicht über die anfallenden Lebensunterhaltskoste​n gesprochen wird und so die Kinder ungenügend auf den verantwortungsvollen Umgang mit Geld vorbereitet werden.

 

Im Baselbieter Landrat wird in der nächsten Sitzung über die Standesinitiative für den „verbesserten Schutz junger Erwachsener im Rahmen des Konsumkreditgesetzes“​ diskutiert. Mit der Zustimmung Vorlage könnte der Verschuldung der Jugendlichen entgegen gewirkt werden. Ich werde mich dafür einsetzen, da mir die Thematik am Herzen liegt!


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Kommentare von Lesern zum Artikel

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67%
(3 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Dezember 2011

Herr Heinz Mahler,

Junge Menschen orientieren sich eben schon nach der Erwachsenen Welt, was so vorgelebt wird.
Und die Werber haben ja ein Spektrum von Kindern bis etwa 28/35Jährige, was voll beackert wird.
Werber, jedem Tierchen sein Pläsierchen, also jeder angehende Erwachsene Frau Mann möchte sich auf eine Art darstellen als Individuum, als Einzigartig, und die Werbung sagt, wenn Du diesen I-Pad hast, bist Du es. Produkte sind auswechselbar.

Bei​m nächsten ist es das Fahrzeug, der nächste haut Piercing rein und färbt die Haare, wieder andere schwören auf ÖV, andere meinen mittels ewigen Privatschulen sich zu bilden.

Es muss konsumiert werden, auch dieser Ich verzichte auf Konsum, ist Konsum, halt Konsum von Öffentlichen Staatlichen Einrichtungen und Geldern.

Andere versuchen die Kinder bis Jugendliche in irgendwelche Religionen zu ziehen, und ruinieren sie so, wenn die „Sekte“ die Abzocker sind.

Das haben wir seit der 68ger Bewegung hingekriegt, das volle Chaos von netten Menschen.



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75%
(4 Stimmen)
Heinz Mahler sagte Dezember 2011

Mich würde mal interessieren wozu diese Debatte gut sein soll? Ich glaube kaum das jeder Jugendliche und junge Erwachsene aus reiner Konsumgeilheit schulden macht. Meist liegt es doch einfach bei den Abzockerfirmen die wenig erfahrene um den Finger wickeln und ihre Opfer mit Wucherzinsen gleich doppelt abzocken. Man sollte auch nicht vergessen das Junge Erwachsene wegen der RS fallen gelassen werden und auch durch den Dienst am Vaterland in die Schuldenfalle geraten.


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83%
(6 Stimmen)
Jeannette Wulkow- Nyffeler sagte November 2011

Sehr geehrter Herr Bauer
Mit einem kann ich mit Ihnen nicht ganz mithalten und zwar, bei der familien politik.
Einerseits finde ich es sicherlich nicht schlecht, wenn man Familien unter die Arme greift, anderseits muss man ja auch sehen, dass wenn man nur bekommt, auch nicht den Umgang erlernt, nur soviel zu gebrauchen wie man eigentlich hat.
Freundliche Grüsse


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75%
(12 Stimmen)
Werner Nabulon sagte November 2011

Sehr geehrte Frau Sabrina Mohn,

Wie soll denn ein Kind / Jugendlicher überhaupt den Umgang mit dem Geld lernen? Bald stehen wieder Weihnachten vor der Türe.
Die Wünsche logisch durch die Werbung erst geweckt, sind gross. Die Wünsche werden immer teurer.
Man kann ja nicht in einem Leasing Fahrzeug auf der Strasse fahren, in einer Wohnung hausen welche preislich zu teuer ist, von Möbeln aus im Home Kino Filme schauen die auf Abzahlung da stehen, nach alle dem in Betten schlafen die nicht bezahlt sind, dann dem Kind den Wunsch verweigern.
Standesg​emäss, dies genauer definieren lohnt sich nicht, muss dann auch weiteres zum Schein erworben werden.

Wir leben doch schon lange in einer Sein Schein Gesellschaft, mit protzen wird vorgegaukelt es gehe uns bestens. Ohne Leasing munkelt man, würden 60% weniger Privatfahrzeuge fahren.
Wären die Menschen nicht verschuldet, munkelt man, würden sehr viel weniger Stress Wut, Trauer und Scheidungen in den Ehen, Familien entstehen.

Es ist „normal geworden“ bis in die Regierungen hinein, das man angeblich zu Gunsten des Volkes, um die Wirtschaft zu stabilisieren, total überschuldet ist.

Nutzniesser solange die Zinsen bezahlt werden, die Banken und Investoren bis hin zu den Fürsorgekassen…
Nega​tive Auswirkungen, man muss laufend die Steuern erhöhen und neue Steuern erfinden, um diese „ Bonzen“ weiter mit Geldern zu füttern. Ich schreibe sonst nichts von „Bonzen“ aber alle jene welche sich Mitte Links und gute Politische Menschen nennen, gegen diese „Bonzen“ sind, sind genau ohne es zu merken die Schergen dieser, ziehen den BürgernInnen angeblich zu deren Wohl immer mehr Geld aus der Tasche.

Neue Gesetze helfen da wenig. Zu meiner Zeit wurde gegen Abzahlung und Kleinkredite ein Feldzug geführt.
Damals hatten Grossbanken um den Schein zu wahren Kreditbanken, man wollte ja mit diesem scheusslichen Geschäft nichts zu tun haben.
Mit dem Neuen Ehegesetz sollten Beide einen Vertrag unterzeichnen MÜSSEN, heute darf Mann und Frau dies alleine tun, warum das so ist, weiss nicht.
Die Liste wäre noch lang….

Es gibt nur eines: Jeder Einzelne muss endlich selber die Verantwortung für sein Handeln übernehmen. Man muss weg kommen von diesem Staat, der Erwachsene zu Kindern macht, oder diese Erwachsenen benehmen sich wie Kinder, wollen alles haben.

Ich weiss nicht wie viel Energie fossile aber auch Strom wir einsparen würden, wenn nur noch gekauft würde, was bar bezahlt wird.

Es ist ein ganzer Rattenschwanz, ein Teufelskreis, aber wer verschuldet lebt, muss das Tun, was die Geldgeber fordern.
Siehe der nette Umgang mit Griechenland.


Staatsverschuld​ung in Relation zum Bruttoinlandprodukt

Die Starken sechs:
Luxemburg ​19.5%
Finnland 49.1%
Niederland​e 64.2%
Österreich​ 72.7%
Deutschlan​d 81,7%
Frankreich​ 85.,%


Estlan​d 5.8%
Bulgarien ​ 17.5%
Rumänien 34%
Schweden ​36.3%
Litauen 37.​7%
Tschechien 39,​9%
Slowakei 44,5%​
Lettland 44.8%
​Slowenien 45,5%
P​olen 56,7%
Spani​en 69.6%
Ungarn ​75.9%
Grossbritannie​n 84%
Belgien 97.2%
Portugal ​ 101,6%
Irland ​108.1%
Italien 120.5%
Griechen​land 162.8%

Erf​olgreich ins Prozentzahlen, man kann das auch Arroganz nennen.




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89%
(9 Stimmen)
Peter P. Bauer sagte November 2011

Nicht nur junge Erwachsene, sondern alle Bürger sind vor schädlicher Verschuldung zu schützen. Dies gilt auch für den Staat. In diesem Sinne unterstütze ich die Familienpolitik der CVP. Hoffe aber auch, dass diese Mittepartei eine wirkunsvolle Energie- und Stromversorgung garantiert und nicht kurzsichtige Effekthascherei betreibt.


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