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Schweigen hat seine Zeit und reden hat seine Zeit

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Auf eine Frage nach mei­nem Lieb­lings­-­Bi­bel­w​ort habe ich kürzlich Pre­di­ger 3, 1.7 ge­nannt: „Alles, was auf der Erde ge­schieht, hat seine Zeit: Schwei­gen hat seine Zeit und reden hat seine Zeit.“

Dieser Vers bedeutet mir viel, weil er eine tiefe Lebensweisheit ausdrückt. Manchmal ist ob der Einmaligkeit und Grossartigkeit der Schöpfung doch einfach Schweigen angesagt. Der Mensch verstummt. Er fühlt sich unendlich klein und dennoch getragen von der Liebe Gottes. Dann gibt es wieder die Zeit zu reden und zu handeln. Denn wir haben einen Auftrag zu erfüllen in dieser Welt – jeder an seinem Platz. Der Philosoph Heidegger sagte es so: „Wir sind in diese Welt geworfen“  (französische  Philosophen sprechen von „la géworfenheit“) mit dem Auftrag, unsere Zeit bestmöglich zu nutzen.

Im politischen Alltag, insbesondere im Parlament, wünsche ich mir oft, die Politiker, vor allem die Vielredner, möchten doch endlich den erwähnten Vers aus dem Predigerbrief verinnerlichen – vor allem den ersten Teil.  Aber vielleicht denken sie dasselbe über mich.

Es gibt jedoch Fehlentwicklungen und Missstände, über die man als Bürger und Politiker reden muss, zu denen man nicht schweigen darf, die man korrigieren muss.

Hochaktuell und beängstigend ist insbesondere die Massenzuwanderung, die seit Jahren in unser Land stattfindet. Zwischen April 2011 und April 2012 sind netto 80‘000 Ausländer zugewandert, was der Bevölkerung der Stadt Luzern entspricht. In den vergangenen 10 Jahren betrug die Nettozuwanderung über 650‘000 Personen. 2035 wird laut einem bundesrätlichen Szenario die 10 Millionen-Grenze überschritten. Die Folgen sind schon heute gravierend: überfüllte Züge, verstopfte Strassen, Wohnungsknappheit/höh​ere Mieten, Kulturlandverknappung​, höherer Energieverbrauch, tiefere Löhne, mehr Arbeitslose, Probleme an vielen Schulen, mehr Kriminalität, gefährdete Sozialwerke (die 23% Ausländer beziehen derzeit  44,5% der Arbeitslosengelder, 32,1% der IV-Gelder und 45,7% der Sozialhilfe).

Der kürzlich erschienene Bericht des Bundesrates zur Personenfreizügigkeit​ (die über 70% der Zuwanderung ausmacht!) ist Schönfärberei und grenzt an Realitätsverweigerung​. Er werde „die Entwicklung weiterhin aufmerksam verfolgen“; zudem müsse der Bund für mehr günstigen Wohnraum sorgen: Das ist offenbar das einzige, was der Bundesrat zu sagen hat.  Die SVP-Volksinitiative „gegen Masseneinwanderung“, welche verlangt, dass wir die Zuwanderung mit jährlichen Höchstzahlen und Kontingenten wieder eigenständig steuern können, ist eine dringende Notwendigkeit. Dennoch lehnt sie der Bundesrat ab.

Hochaktuell und verantwortungslos ist meines Erachtens auch der unglaubliche Drang von Bundesräten, Parlamentariern und Verwaltungsfunktionär​en, unser Land (mit der automatischen Übernahme von neuem EU-Recht) immer mehr in die Fehlkonstruktion der EU einzubinden, die nun sogar die gigantische Schuldenlast  „vergemeinschaften“ will. Mit einem Strom- und Energieabkommen, das als „Musterabkommen“ dienen soll, will der Bundesrat den Automatismus auch in andern Bereichen generell einführen.  

Am 6. Dezember  vor 20 Jahren haben Volk und Stände den unwürdigen EWR-Kolonialvertrag (der uns rasch in die EU getrieben hätte)  abgelehnt. Wir wollen auch in Zukunft eine freie, selbstbestimmte, erfolgreiche  Schweiz – nicht einen schleichenden EWR/EU-Beitritt. Hier dürfen wir nicht schweigen; wir müssen reden und vor allem handeln.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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56%
(137 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte July 2012

Danke für Ihren Blog Herr Fehr. Doch vermisse ich auch hier die Gestaltung der Beziehung zur EU im Text sowie das Gewicht der Schweiz gegenüber der EU. Wir dürfen sicher stolz auf unser Land sein, auch wenn es Punkte gibt auf welche ich nicht stolz bin (Schwarzgeld, Ausbeutung, Verdingkinder etc.). Die Relationen und die Eigenverantwortung dürfen jedoch auch nicht vergessen werden Relationen in Bezug auf das Bevölkerungswachstum in der Schweiz und weltweit http://www.indexmundi​.com/de/welt/bevolker​ungswachstum.html. Eigenverantwortung was Kulturerhalt (Sprache, Musik, Bräuche etc.) und Vorbildfunktion in entsprechenden Bereichen anbelangt. Ursachen wie Jobverlust dank Entlassungen etc. wenn man am Sozialtropf hängt oder kriminell wird (dazu gehört auch das in die Kriminalität gedrängt werden durch Armut und Gesetzgebung -> Was ich alles andere als gut heisse!) Denn auch die Wirtschaft ruft nach Arbeitskräften. Doch kommen Menschen.... und nicht alle kriminellen Ausländer haben Wohnsitz hier. Entsprechend können wir den Kriminaltouristen wie Einbrecher und Bettler (teilweise ist Betteln verboten) also auch entgegentreten. Umsichtiges Verhalten um Einbrüche zu vermeiden und Bettlern kein Geld geben.

Horrende Mieten und Krankenkassenprämien belasten uns Bürger. Deshalb ist es unabdingbar, dass diese Posten nebst den Lebenskosten (Nahrung, ÖV etc.) erschwinglich bleiben. Denn solange so viele Interessen aufeinander prallen und die Wirtschaft verrücktspielt weil der Kapitalismus in der praktizierten Form nicht funktioniert und Banken gerettet werden müssen, solange wird dies beitragen, dass es Völkerwanderungen gibt.

Interessant hier wäre auch seitens Politikern die echten Fakten und Zahlen (Vergleich vor Schengen/Dublin und mit Schengen Dublin zu erfahren.

Einwande​rung vor Schengen/Dublin von Arbeitssuchenden

E​inwanderung vor Schengen/Dublin von Asylbewerbern

Anza​hl Tage bis zum Asylentscheid Entscheid?

Dauer bis Rückschaffung (Tage)?

Erfolgreic​he und missglückte Rückschaffungen (Anzahl und %)

Kosten?

Ille​gale Einreise (Anzahl und % im Vergleich anderen eingereisten wobei Kriminaltouristen hoffentlich separat ausgewiesen werden)

Kriminelle​ Ausländer mit Wohnsitz in der Schweiz und separat ohne Wohnsitz in der Schweiz vor und mit Schengen/Dublin

Wi​rtschaftswachstum vor und mit Schengen/Dublin

De​nke mit diesen Zahlen, sofern vollständig und korrekt, kann sich der Bürger eher noch ein Bild machen.

P.S.: Vor etwa 100 Jahren waren wir ein Auswanderungsland aus Armut, wie vor kurzem in den Medien zu hören war.


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