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Schwere der Tat soll den Ausschlag geben

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Eine kleine Min­der­heit nicht in­te­grier­ter, straffälliger und gewalttätiger Ausländer be­wegt viele zu glau­ben, deren Aus­schaf­fung sei die Lösung all un­se­rer Pro­ble­me. Nur, die In­itia­tive der SVP löst eben kei­nes die­ser Pro­ble­me. Sie si­gna­li­siert Härte den Straffälligen gegenüber,  stellt aber in ihrer Willkürlichkeit die Grundsätze un­se­rer Recht­spre­chung in Fra­ge. Gleich­zei­tig ver­schont sie in ihrem De­likt­ka­ta­log jene Ver­bre­chen, die un­se­ren Staat Mil­lio­nen kos­ten, nämlich die Wirtschaftskriminalit​ät. Aus die­sen Gründen lehne ich die Aus­schaf­fungs­i­ni­​tia­tive ab. 
Ich befürworte den Ge­gen­vor­schlag. Er nimmt die Sor­gen der Bevölkerung auf. Der Ge­gen­vor­schlag macht den Ent­scheid zur Aus­schaf­fung abhängig von der Schwere der Tat, statt dem in der In­itia­tive ge­for­der­ten au­to­ma­ti­schen Raus­schmiss be­misst er sich am Straf­mass. Er wahrt die Verhältnismässigkeit,​ ver­langt die Ein­zel­fall­be­ur­te​i­lung, be­ach­tet un­sere Ver­fas­sung und die Be­stim­mun­gen der europäischen Men­schen­rechts­kon­​ven­ti­on. Dabei wird Wirtschaftskriminalit​ät ebenso ins Vi­sier ge­nom­men wie das Gewaltverbrechen.
Weit​er weist der Ge­gen­vor­schlag einen ent­schei­den­den zusätzlichen Aspekt auf: Die In­te­gra­tion wird stärker ge­wich­tet in un­se­rem Land. Eine Schlüsselstrategie, um uns vor Kriminalität und Ge­walt zu schützen. Denn wer die Spra­che be­herrscht, eine Aus­bil­dung hat, die Re­geln un­se­rer Ge­sell­schaft re­spek­tiert, schafft sich gute Zu­kunfts­per­spek­ti​­ven und muss sei­nen Platz bei uns nicht mit Ge­walt erkämpfen. Das gilt für alle, ob ausländischer oder schwei­ze­ri­scher Her­kunft. Tra­gen wir Sorge zu den Er­run­gen­schaf­ten des de­mo­kra­ti­schen Mit­ein­an­ders. Hüten wir uns vor einem Schritt, der nur Pro­bleme schafft, aber keine Lösung dar­stellt. Dar­um: Nein zur Aus­schaf­fungs­i­ni­​tia­tive – Ja zum Ge­gen­vor­schlag und in der Stich­frage dann den Ge­gen­vor­schlag unterstützen.
Allen, die noch zögern, sei in Er­in­ne­rung ge­ru­fen, nur wenn der Ge­gen­vor­schlag die Hürde des Stände- und Volks­mehrs schafft, be­wirkt ihr Kreuz bei der Stich­fra­ge, das was sie wirk­lich wol­len: Die Ab­leh­nung der In­itia­ti­ve.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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81%
(31 Stimmen)
Anton Keller sagte November 2010

Ich möchte nun den Vergleich mit der Verwahrungsinitative bringen. Was wurde da alles gegen die Initative gesagt. Es hat sich dabei nur etwas geändert: die Polizeivorsteher der Kantone müssen sich nun wirklich genau überlegen, ob sie jemanden rauslassen oder nicht. So wird es hoffentlich auch bei der Ausschffungsintative sein.


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82%
(45 Stimmen)
Beni Inler sagte November 2010

Ich frage mich so langsam was hier eigentlich los ist?? Ich unterscheide nicht unter kleinen oder grösseren Delikten ob jemand etwas aus dem Supermarkt entwendet oder ein Gewaltverbrechen verübt, dieses ist zwar von der Tat und Verhältnis sicher nie das selbe doch beides ist nach Gesetz verboten!! Gibt es " Ausländer " die sich nicht an die Gesetze halten so sollen diese in ihre Herkunftsländer zurück und da ihre " Kavaliersdelikte " ausüben. Gesetze sind da um sie einzuhalten!!!Für alle!! Und noch etwas in einem bin ich mir ganz sicher: Wird der Staat anfangen die Ausschaffung konsequent durchzusetzen so werden wir in kurzer Zeit die echten und sich integrierend bereiten Ausländer hier haben. Die "Verbrecher" werden es nicht mehr wagen sich in die Schweiz zu begeben!
Ein Beispiel: In Singapur wird es vermutlich niemand von uns wagen einen Kaugummi auf die Strasse zu werfen und wieso???.........





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47%
(34 Stimmen)
Alex Schneider sagte November 2010

Wenn der Deliktskatalog und die Strafhöhe im Gesetz zum Verfassungs-Ausschaff​ungsartikel spezifiziert werden können, sind wir bei Anpassungen der Ausschaffungsgründe viel flexibler als bei einer allenfalls notwendigen Anpassung des Verfassungstextes, da keine obligatorische Volksabstimmung nötig ist. Den Hardlinern in der SVP wird es nicht gelingen, auf Gesetzesstufe Bagatelldelikte als Ausschaffungsgrund zu verankern. Darum ist die Ausschaffungsinitiati​ve dem Gegenvorschlag vorzuziehen.


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73%
(40 Stimmen)
Beni Inler sagte November 2010

Heute den Blick lesen von den Schlägern von Luzern....
Nach solchen Aussagen der Täter .....
Es wird ein 60% Ja Anteil für die SVP!!



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