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Slowakei wählt pro-europäisch

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Der Erd­rutsch­sieg der pro-europäischen Kräfte in der Slo­wa­kei zeigt ein­mal mehr: Die europäische Bevölkerung steht hin­ter den Er­folgs­pro­jek­ten EU und EURO. Die bis­he­ri­ge, kon­ser­va­ti­ve, EU-­kri­ti­sche Re­gie­rung wurde vom slo­wa­ki­schen Volk abgestraft.

 

Erdru​tschsieg für Pro-Europäer
Die pro-europäischen Sozialdemokraten haben die vorgezogenen Parlamentswahlen im EU- und EURO-Staat Slowakei klar gewonnen. Mit knapp 45 Prozent der Stimmen erreichte die Partei SMER des früheren Ministerpräsidenten Robert Fico eine absolute Mehrheit der Sitze im Parlament. Der Stimmenanteil reichte, weil viele Kleinparteien an der Fünfprozenthürde scheiterten. Der Sieg der SMER ist das stärkste Ergebnis einer Partei bei Wahlen seit der slowakischen Unabhängigkeit vor 19 Jahren.

Eine dramatische Niederlage erlitt die konservative, europa-​kritische Regierungspartei SDKU mit ihrem Spitzenkandidaten Mikulas Dzurinda. Ihr Wähleranteil brach auf 5,9 Prozent an, das ist nur noch ein Drittel des Resultats der vorigen Wahl im Jahr 2010. Doch damit schafft die von Korruptionsvorwürfen erschütterte SDKU immerhin den Sprung ins Parlament. Umfragen hatten der Partei ein mögliches Scheitern an der Fünfprozenthürde vorhergesagt.
 
Pro​-europäische Regierung
Der designierte neue Regierungschef Fico versprach, er werde eine "eindeutig pro-europäische Regierung" bilden. Er werde zudem Massnahmen einleiten, die das Land auf Sparkurs halten und die Euro-Zone stärken. Die Slowakei setze sich für den Erhalt der Euro-Zone und den Euro als starke Währung ein.
 
Hohe Zustimm​ung für EU und EURO in ganz Europa
Dieses Wahlergebnis zeigt einmal mehr (wie schon die Zustimmung des kroatischen Volkes zum EU-Beitritt), wie gross der Rückhalt der erfolgreichen EU und der erfolgreichen Währung EURO nach wie vor ist in Europa!

Kommentare von Lesern zum Artikel

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100%
(2 Stimmen)
Kurt Anton Brugger sagte April 2012

Grüezi Herr Lohmann, leider sehe ich aus Ihrem Profil noch immer nicht, auf welchem Gebiet Ihre Stärken liegen. Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Politik, oder sonstwo. Das ist schade, ich möchte Ihnen nämlich eine kombinierte (betriebs- und volkswirtschaftliche)​ Denksport-Aufgabe rüber schieben.
Fall 1 Swissair, die Hunterstrategie der Swissair-Gewaltigen. Die bereits finanziell angeschlagene Swissair, hat marode (verschuldete)Airline​s "gesammelt" (unter ihre Fittiche genommen). Als der Cash ausging, hat sich die Führungsriege, samt vorheriger Aufstockung der Bel-Etage-Versicherun​g (2.Säule), durch den Dienstbotenausgang verabschiedet. Der Sanierer ist, wegen nicht deklarierten Eventual-Verpflichtun​gen, gescheitert (Grounding). Eine Ikone der Schweizer Wirtschaft ging in die Insolvenz.

Fall 2 EU und Euro, die Hunterstrategie der EU-Gewaltigen, ist ein vergleich-barer Vorgang, im Massstab 1:10'000. Sie sammeln marode Volkswirtschaften, obwohl selber insolvent (Cash nur noch durch Aufstocken der Schulden vorhan-den), nach dem Motto: Management by Kanghuru! Grosse Sprünge und nichts im Beutel.

Quizfrage:​ 1. Sehen Sie Parallelen zwischen Fall 1+2?
2. Können Sie sich vorstellen, dass die Barroso's,Junker's und Van Ropoy's, wenn sie am Ende der finanziellen Fahnenstange angekommen sind, in der Grosslimousine mit liviriertem Chauffeur (und gefüllter Brieftasche) auf der Hauptstrasse davon düsen?
3. Was glauben Sie, was los ist in der EU, wenn diese Ultima Ratio, den enttäuschten Europäern auf die Stirn gedrückt wird?

Soeben lese ich, die Gewerkschaft der Verwaltungsangestellt​en in Brüssel, sorge sich um die PK-Einlagen mehrerer tausend Mitglieder. Vor ca 20 Tagen hat sich ein Rentner in GR (vor dem Regierungsgebäude) das Leben genommen. Seinen gebeutelten Mitbürgern hat er mitgeteilt, er habe nicht ein Leben lang gearbeitet, um im Alter nach essbaren Abfällen zu suchen um überleben zu können. Täglich hören wir von solchen und ähnlichen Signalen aus der Bevölkerung hüben und drüben. Alarmierend und tragisch was sich hinter dem abspielt, was die EU-Gewaltigen zur Krisenbekämpfung inszenieren. Mit wenig spürbarem Erfolg.



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50%
(2 Stimmen)
Kurt Anton Brugger sagte April 2012

Sehr geehrter Herr Lohmann, ungfähr im gleichen Stimmenverhältnis wurde in den Staaten abgestimmt, die seit Jahren in der EU sind. Mit noch viel grösser-er Euphorie wurde der Euro eingeführt. Frankreich hat den NFF ersetzt. Die französische Währung (FF) wurde in den Nachkriegsjahren periodisch und massiv abgewertet. Durch streichen einiger Nullen (vor dem Komma) wurde der NFF im-plantiert. Diesen ereilte bis zur Einführung des Euro das gleiche Schicksal. Italien mit der Lira, nach Ende des 2. WK, hat wegen hoher Staatsverschul-dung, die Notenpresse gar nicht mehr abgestellt, um genügend Cash zu haben für die laufenden Ausgaben. Die Hyperinflation führte zu denkwürdigen Situa-tionen, so habe ich meinen Zahltag (während meinem Sprachaufenthalt, teilzeit-lich gearbeitet) jeweils sofort in CHF oder USD gewechselt, weil Gefahr einer Abwertung über Nacht bestand. Zuletzt mussten die "Tifosi" beim Beck 1 Mio Lire in die Hand nehmen um die Frühstücksbrötchen zu zahlen. Während meines Aufenthalts war ich das erste (und einzige) Mal mehrfacher Millionär in
meinem Leben (in Liren).

Die Franzosen und die Italiener haben sich, nicht zuletzt aus diesem Grund eu-phorisch gezeigt, um sich in den Euro zu retten. Weil Sie ja von einem Erd-rutschsieg schreiben, in der Slowakei, gehe ich davon aus, Sie kennen dieses Land, und seine mausarme Bevölkerung. Ueber 8 Jahre habe ich mehrmals Bike-Ferien in diesem Land verbracht (ausserhalb der Stadt Martin am Fuss der Tatra). Eine wilde, unberührte Landschaft, mit herrlichen Bike-Trails. Dieses gastfreundliche Volk ist in der Vergangenheit wahrlich nicht verwöhnt worden. Wirtschaftlich völlig am Boden (einzig Skoda in der VW Gruppe floriert), land-wirtschaftlich unterentwickelt, Infrastruktur mit riesigem Nachholbedarf, Bevölkerung von Entbehrungen gezeichnet. Diese Menschen setzen grosse Hoffnun-gen in die EU und den Euro. Sie sind über mehrere Generation von Ihren Politi-kern enttäuscht und betrogen worden.

Vielleicht​ erklären Sie mir noch in Ihrem Beitrag, wie diese Menschen reagie-ren, wenn sie in einigen Jahren in der gleichen Situation sind wie die Griechen?




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76%
(17 Stimmen)
Franziska Keller sagte March 2012

Herr Lohmann, ich möchte Sie bitten meinen Kommentar so wie er ist hier stehen zu lassen, auch wenn er den Inhalt Ihres Blogs in Frage stellt.

Für mich ist es äusserst schwierig nachzuvollziehen, warum Sie die Europäische Union, den Euro nach wie vor als einen Erfolg ansehen und woher Sie die Bestätigung beziehen, dass die europäischen Völker nach wie vor voll hinter der EU stehen.
Ich würde es sehr begrüssen, wenn Sie mir zu diesen Fragen ernsthafte, erhellende Antworten geben würden.

Wenn ich die News täglich durchforste, z.b. in www.net-news-express.​de kann ich beim besten Willen die Bestätgigung für das nachfolgende Zitat von Ihnen, Herr Lohmann, nicht finden:
"....... wie gross der Rückhalt der erfolgreichen EU und der erfolgreichen Währung EURO nach wie vor ist in Europa!"

Lieber Herr Lohmann,
Wo man auch hinsieht sind die Leute am verzweifeln. Es ist schon offiziel, dass nach Griechenland jetzt Spanien auf der Kippe steht - auch Irland ist längst pleite, Grossbritannien bankrott, Frankreich und Belgien am Anschlag, Italien windet sich am Abrund entlang - und der deutsche Bürger bezahlt.

Da geht es nicht nur um Geld - oder um die einzelnen Währungen, sondern um zunehmendes soziales Elend und um eine Umverteilung des Geldes und der Macht. Die Menschen sind nicht überzeugt oder gar begeistert von der EU. Sie sind nur verzweifelt und rennen von einer Ecke in die andere.
Das nützt aber niemandem, die Suppe ist angerichtet und wir alle werden sie auslöffeln müssen. Es spielt schon länger keine Rolle mehr welcher Partei man angehört, welche Linie man vertritt, wie man am besten wen provoziert und wem man für alles die Schuld in die Schuhe schieben kann.
Das ist alles überholtes Kleingärtnerdenken!

Man soll besser mal einen Überflug riskieren und sein Augenmerk auf USA - CHINA - EU - RUSSLAND und den IRAN lenken, da wird das zusammengebrutzelt und hochgekocht was als nächstes in unseren Tellern landet.
Es wird nicht gut schmecken und hässlich aussehen, soviel ist sicher.

Herr Lohmann, wenn man sich gesamthaft in der Presse umsieht, kann man wirklich nicht zum Schluss kommen, dass die Europäische Union ein Erfolgsmodell ist. Man bekommt eher den komplett gegenteiligen Eindruck, nämlich den, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis die EU im Kampf ums Überleben zu allen Mitteln greifen wird und das sind für uns keine guten Aussichten.

(Aber eins ist dabei doch immerhin gut zu wissen:
Der Joe Ackermann (Bilderberger) verlässt die Deutsche Bank, kommt zurück ins Heimetli und kriecht beim Zurich Konzern unters Gefieder!)




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77%
(22 Stimmen)
Rolli Anderegg sagte March 2012

Und wieder ist in China ein Reissack umgefallen. Mit 4 Millionen Leuten und der selben Grösse wie die CH ist die Slowakei wirklich sehr relevant für uns;-) Dieser Blog über die Slowakei hat eigentlich nichts mit vimentis zu tun, wenn man dessen Zielsetzung liest:

http://www.​vimentis.ch/d/ueberun​s/ziele.html

Aber wenn wir schon beim Thema sind, dann muss ich wieder das ergänzen, was Herr Lohmann einmal mehr unterschlagen hat. Der Chef der siegreichen Smer, Robert Fico, steht gleichermassen linksaussen wie der Blogautor selbst! Fico war früher in der kommunistischen Partei und in seinem Büro hängt ein Bild von Che Guevara!! Bereits in den ersten Monaten seiner ersten Amtszeit besuchte Fico Gaddafi!! Auch beteiligte er sich sogleich an einen offiziellen Empfang der kubanischen Botschaft in der Slowakei!!In der selben Zeit wollte der Smer-Chef überdies den Linkspopulisten Hugo Chavez in Venezuela besuchen!! Aus Gesundheitsgründen musste er den Termin aber anulieren.

Aber immerhin wissen wir nun wessen geistes Kind dieser Fico nun ist und wie Herr Lohmann politisch linksaussen steht!!


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80%
(35 Stimmen)
Thomas Steffen sagte March 2012

Das Wahlergebnis in der Slovakei zeigt einmal mehr "wie gross der Rückhalt der EU ....in Europa ist".

Hmm, mit anderen Worten was die Slovakei sagt gilt auch für den Rest der EU ? Herr Lohmann, machen Sie die gleiche Analyse doch mal in einem Westeuropäischen Land.

Klar will die Slovakei dabei sein. Sind sie doch auch eine der grössten Nettoabkassierer der EU.

Mal schauen wie Pro-Europäisch die noch sind nach dem 4. und 5. Paket für Griechenland und wenn dann aktiv an der EU mitbezahlt werden muss - lol.



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