Sozialpolitik, Sozialsysteme > Sonstiges,

Sozialhilfebetrug auf hohem Niveau

Artikel weiterempfehlen



Stimmen Sie dem Artikel zu?
Ja Nein

Das Be­zirks­ge­richt Zürich hat am Mitt­woch einen heute 57-jährigen Sozialhilfebetrüger zu einer 24-­mo­na­ti­gen, be­ding­ten Frei­heits­s­trafe ver­ur­teilt. Er hatte rund 400'000 Fran­ken So­zi­al­hilfe be­zo­gen aber gleich­zei­tig lu­kra­tive Geschäfte abgewickelt.

Das Ge­richt ver­ur­teilte den Tes­si­ner pa­kis­ta­ni­scher Herkunft wegen gewerbsmässigem So­zi­al­hil­fe­be­tr​ug und Urkundenfälschung. Die Pro­be­zeit für die Frei­heits­s­trafe beträgt zwei Jah­re.

Ans Licht gekommen war der Sozialhilfebetrug im Rahmen der Whistle-Blowing-Affär​e um Margrit Zopfi und Esther Wyler. Der Beschuldigte war jahrelang Stammgast auf dem Zürcher Sozialamt und kassierte zwischen 2002 und 2007 als angeblich Mittelloser neben der Sozialhilfe auch rund 146'000 Franken Arbeitslosengelder.

 

Das Gericht sah es jedoch als erwiesen an, dass der vierfache Familienvater gleichzeitig als Unternehmer gute Geschäfte machte. Die Anklage sprach von Millionenumsätzen. Das Gericht sah einen Deliktsbetrag von 200'000 Franken als erwiesen an.

Der Kaufmann nutzte für die Geschäfte seine Kontakte zum pakistanischen Militär und verkaufte unter anderem Panzer oder beteiligte sich an einem Flughafenprojekt in Islamabad. Auch im Teppichhandel betätigte er sich.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine unbedingte Freiheitsstrafe von 42 Monaten gefordert. Die Verteidigung verlangte dagegen einen Freispruch und eine Entschädigung von drei Millionen Franken. Weil er 2008 für 109 Tage in Untersuchungshaft sass, habe er einen Ausfall von 3 Millionen Franken zu beklagen.

(sda)
 

 

Der Artikel ist auf Swisscom/Bluewin unter folgendem Link zu haben:
 
Zur Erinnerung, die Whistleblowerinnen, die erst ermöglichten, dass solche Fälle aufgedeckt werden, wurden mit Schimpf und Schande davon gejagt. Die ehemals grünrotgute Sozialvorsteherin bezieht womöglich noch eine dicke Rente.
 
Recht hat sie und Recht hat der Pakistani, wenn wir uns das gefallen lassen, haben wir es nicht anders verdient!
 
Übrigen​s, die Kommentarfunktion zu diesem Artikel wurde auf Swisscom/Bluewin nach knapp drei Stunden eingestellt (09.44 bis 12.39 Uhr)! Was sagt uns das denn wieder?
 
Da die Kommentare natürlich recht direkt und prägnant sind, muss die Redaktion unsere liebgewonnen Sozialabzocker ganz offensichtlich vor unseren fremdenfeindlichen Sozialbeträgezahlern schützen. Ich schreibe das Wort "Zensur" bewusst nicht nieder, das gibt's bei uns nicht.

Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]

93%
(14 Stimmen)
Franziska Keller sagte Februar 2012

Ihre Äusserungen hier, im ganzen Forum, sind Beispielhaft für vieles was man auf auf der Strasse von Bürgern dieses Landes hört.

Keiner hat mehr Vertrauen in die Politik der Landesführung. Viele Menschen haben den starken Verdacht, dass wir Bürger nur noch als hirngewaschene Manipulationsmasse zwischen den scheinbaren Gegensätzen von links und rechts hin- und hergehetzt werden sollen. Wohl damit wir keine Zeit mehr haben zu bemerken wie wir schleichend unserer Mitbestimmungsrechte beraubt und EU-Konform zurechtgestutzt werden.
Man hat vor kurzem gerade vor aller Augen gezeigt, wie sehr man von Seiten der Landesführung geneigt ist Gesetze und Absprachen mit dem Bürger einzuhalten. Die Konkordanz wurde unterwandert und zwar so billig das es eigentlich lächerlich ist. Wir haben alle zu gesehen, die Ausreden der "Begründer" angehört und so getan als wären diese glaubhaft?

Wenn man aber die Leute auf der Strasse, in der Beiz, im Laden reden hört, sind die Äusserungen und Analysen der Lage der Nation und der politischen Führung des Landes bestimmt, klar und radikal.

Wie geht das zusammen?




Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu



50%
(12 Stimmen)
Stefan Pfister sagte Februar 2012

Wozu die künstliche Empörung?

Der Betrug ist entdeckt, der Betrüger bestraft.

Und dass Whistleblower besser geschötzt werden müssen, ist auch erkannt. Das würde dann für alle Betriebe gelten, nicht nur im Sozialamt, sondern auch beispielsweise in Banken.


Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu

92%
(12 Stimmen)
Heinz Mahler sagte Februar 2012

Angenommen ein Schweizer ohne Wurzeln in Pakistan oder sonnst wo, hätte Immobilien im Ausland. Würde die Steuerbehörde auch akzeptieren wenn man sagt das man diese nur Proforma besitzt, selbst wenn man dort eingetragen ist ?
Brisant wäre noch dass es der gewesen ist, der das ausgemusterte Armeematerial viel zu billig von dem Beamten der Swiss Army gekauft hat.



Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu

100%
(15 Stimmen)
Thomas Steffen sagte Februar 2012

Und eines das korrupte Sozialbeamte bestraft !


Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu

94%
(18 Stimmen)
Hans Meier sagte Februar 2012

Wir brauchen darum ein Gesetz das Whistleblowr schützt.



Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu

Seite 1 von 1

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?