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Strompreise werden fallen

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Wie wur­den «Die Grünen» sei­ner­zeit als welt­fremde Spin­ner verhöhnt, weil sie den Um­stieg auf Al­ter­na­tiv­ener­gi​en for­der­ten. Mitt­ler­weil ist an­er­kannt, dass zu­min­dest neue Wind­kraft­werke zu konkurrenzfähigem Preis Strom lie­fern. Mittlerweile ver­dich­ten sich die Be­wei­se, dass nicht nur alte Was­ser­kraft­wer­ke,​ son­dern auch Ener­gie aus Wind­kraft und So­la­r­ener­gie günstiger ist als Strom aus Kohle und Atom.

«Spektrum der Wissenschaft» bringt seit der Dezemberausgabe eine Beitragsserie zur Energiezukunft. Erwarteter Preis für Windenergie aus grossen Windkraftwerken in €: 6¢ für bestehende Techniken, 2–3¢ für neuere Techniken (Fallwindkraftwerke).​

Noch spannender sind die Perspekiven bei der Fotovoltaik. Da beklagen sich zurzeit die Amis über die Dumpingpreise der Chinesen, da der Weltmarktpreis für Panels zwischen 2008 und heute von 4 Fr. pro Watt installierte Leistung auf ein Franken gefallen ist. Dieser Preiszerfall dürfte einmalig sein (grosses Mengenwachstum in Verbindung mit der Produktionsverlagerun​g in ein Billiglohnland mit tiefen Umweltauflagen). Wie bei der Computertechnologie ist aber über Jahrzehnte mit einer Verdoppelung der Produktion im 1–2 Jahresrhythmus und eine damit verbundene Preisreduktion um 20% im gleichen Rhythmus zu rechnen. Nach meiner Einschätzung dürfte diese Entwicklung dazu führen, dass Fotovoltaik in Preis und Produktion ab Mitte der 20er-Jahre jede andere Energieform schlägt.

Viel Menschen unterschätzen die Macht des exponentiellen Wachstums. Daher ein Beispiel aus einem andern Bereich: Automobile. Hätten sich die Menschen vor 50 Jahren vorstellen können, dass heute weltweit 600 Mio. Motorfahrzeuge verkehren? Bei einem Preis von Fr. 17'000 pro Fahrzeug sind das Fahrzeuge im Wert von 10'000 Mia. Franken! Im Vergleich zu dieser Summe sind die Investitionskosten für eine atomfreie Zukunft ein Klaks. Dies ergeben die fundierten Berechnungen des Physiker Gregor Czisch, der an der Uni Kassel seit langem auf diesem Gebiet forscht. Er rechnet mit Investitionskosten für eine umfassende Stromversorgung aus Windkraft von lediglich 0,6% des Bruttosozialproduktes​ während 20 Jahren.


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Kommentare von Lesern zum Artikel

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50%
(4 Stimmen)
Otto Schulz sagte Dezember 2011

Sehr geehrter Herr Heeb

Sie vergessen in Ihrem Beitrag mehrere Punkte. Vielleicht können Sie dazu weitere Ausführungen beisteuern:

Preis für Windenergie: für welche Energiemenge gelten die prognostizierten 6 bzw. 2-3 ct? und auf der Basis von welcher produzierten Gesamtmenge? Wieviele Windräder braucht es dazu? Wo sollen die alle stehen?

Solarenerg​ie: Preiszerfall wegen "grossem Mengenwachstum in Verbindung mit der Produktionsverlagerun​g in ein Billiglohnland mit tiefen Umweltauflagen". Befürworten Sie tiefe Umweltauflagen (China kämpft bekanntlich mit seiner Umweltverschmutzung)?​ Das Mengenwachstum wird wohl noch eine Zeitlang anhalten, aber exponentiell kann es auf die Dauer nicht sein - sonst wäre die gesamte Erde eines Tages mit Solarpaneelen vollgepflastert... und also ist auch die Annahme eines exponentiellen Preiszerfalls nicht glaubwürdig. Zum Mengenwachstum: eines Tages wird auch das Material knapp (seltene Erden z.B.).

Nun Ihr Automobil-Beispiel: jetzt gibt es 600 Millionen. Wenn die Produktion so weiter wächst, hat in 30 Jahren jeder Erdenbürger vielleicht 3 Autos - ja wo soll denn das ganze Material dafür herkommen? Und die Energie vielleicht aus Solarpaneelen? Und wo sollen die alle fahren?

Exponentie​lles Wachstum ist ein Modell, das in der Natur bei grenzenlosen Ressourcen und ohne externe Widerstände zeitlich begrenzt vorkommt, z.B. Algenblüte in Seen. Aber es stösst IMMER irgendwann an Grenzen. Die Politik sollte sich eigentlich nicht nur mit Träumen, sondern genau auch mit diesen Grenzen befassen.


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75%
(8 Stimmen)
Andreas Frank sagte Dezember 2011

Zuerst mal Herr Heeb leben wir in einer Welt in der man nicht Andersdenkende beleidigt. Dann leben wir in einer realistischen Welt. Nochmals was nützt uns ein Ausstieg, wenn in Frankreich an der Grenze und in vielen Staaten Europas AKW stehen. Finden sie das Timing für ihre unwahre Behauptung nicht ungklücklich. Denn zum gleichen Zeitpunkt wurde bekannt wie der Strompreis in Deutschland um mindestens 20% steigen wird, wegen dem Ausstieg:

http://w​ww.blick.ch/news/wirt​schaft/deutsche-strom​preise-steigen-etwa-2​0-prozent-127124

D​ass sowohl Strompreis, wie auch die Abschaltung, Benzinpreis massiv in die Höhe gehen werden, ist klar und sollte nicht mit Lügen abgestritten werden. Zumal wie oben erwähnt nützt der Ausstieg herzlich wenig wenn andere europäischen Staaten hier nicht mitziehen. Komisch, ansonsten sind doch gerade Linke für Global und alles nachmachen was die anderen Europäischen Staaten machen. Und nicht für Isolation..hier sind die linken aber auf dem besten Wege


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17%
(12 Stimmen)
Hanspeter Heeb sagte Dezember 2011

Liebe Kritiker, in welcher Welt lebt ihr denn? – Fakt ist doch einfach: Durch steigende Produktion fallen die Preise. Das sind ganz gewöhnliche industrielle Prozesse. Diese Entwicklung lässt sich durch politische Entscheide nicht mehr aufhalten. Die Alternativenergien werden sich durchsetzen.
Was man politsch beeinflussen kann:
1. Verzicht auf Überaktivismuss, z.B. ist es nicht nötig in empfindlichen Gegenden Kraftwerke für Alternativenergie zu bauen oder Alternativenergien besonders zu subventionieren, ein fairer Marktzugang genügt.
2. Verzicht auf Fehlinvestitionen in veraltete Technologien wie Kohle und Atom. Solche Werke brauchen einen Zeithorizont von 30 Jahren ab Mitte der 20er Jahre sind die Energiepreise zu tief. Wer etwas anderes behauptet, hat von Mathematik und industriellen Prozessen keine Ahnung. Aber auch ohne direkte Ahnung: die Erfahrung aus der Entwicklung der Automobilindustrie oder der Informationstechnolog​ie sollte eigentlich genügen.
Eine andere Frage ist natürlich, wie lange man die bestehenden Atomkraftwerke laufen lassen soll. Das sehe ich eher pragmatisch. Wir haben schon so viele Risiken geschaffen, da kommt es auch nicht mehr drauf an, ob man die alten Kraftwerke noch etwas laufen lässt. Da ist der Handlungsbedarf an anderen Orten, z.B. bei der militärischen Nutzung: Iran, Nordkorea, Indien-Pakistan, etc. oder bei der Lösung der Problems der Entsorgung des Atommülls. viel grösser.


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71%
(7 Stimmen)
Andreas Frank sagte Dezember 2011

Witzig Herr Heeb. Sie haben diesen Blog exakt an dem Tag veröffentlicht, wo bekannt wurde wie in Deutschland der Strompreis in nächster Zeit um MINDESTENS 20% steigen wird. Und dies nun wegen dem Atomausstieg. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass das Volk in der Schweiz nicht so dumm ist und für diesen Unsinn zu haben ist. Wo alles knapper und teurer wird, obschon der Ausstieg nichts nützt. Da in Frankreich gleich an der Grenze zur Schweiz z.b. ein AKW steht und verschiedene Staaten in Europa neue AKWs planen.


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63%
(8 Stimmen)
Thomas Steffen sagte Dezember 2011

Welche Beweise , Herr Heeb ? Wenn Sie das so ins Blaue hinaus behaupten muessen Sie auch die Quellen angeben. Zudem - wie koennen Sie wissen, ob die Fotovoltaik jede andere Energieform bis mit 2020 in Produktion schlaegt ? Scheint die Sonne in 10-15 Jahren mehr als heute ? Verstehen Sie mich nicht falsch, das alles waere schoen und gut, aber fuer meinen Geschmack ein bisschen viele Beuhauptungen ohne fundierte Beweise, Herr Heeb.


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69%
(13 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Dezember 2011

Dann stelle ich eine einfache Frage, die einfach zu beantworten wäre.

Warum haben sich die Grünen immer gegen den Ausbau von Wasserkraftwerken gesträubt?

Gut haben Sie an den Wahlen verloren. Euch braucht es einfach nicht.


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73%
(15 Stimmen)
Rainer Selk sagte Dezember 2011

Die Wind- bzw. Alternativenergie wurde vor allem in D stark subventioniert. Das hat bereits zu Überkapazitäten geführt, die zurückgefahren werden mussten, mit der Folge des Sterbens von nachgelagerten (klein) Unternehmen.

Da man diese billigen, aber nicht durchgehend verfügbaren Strom aber nun hat, konkurrenziert der nun z. B. die CH Wasserkraft. Es geht ein unerwünschter, weil ruinöser, Preiskampf los.

Es ist nicht dasselbe, Windpropeller in Betrieb zu halten versus der Pflege und Erhalt eines Wassekraftwerks, wie wir jene hier in der CH haben.

In D ist das Suventionssystem derartig verkommen, dass Hausbesitzer, die über genügend Geldmittel verfügen, Solarstrom installieren. Dieser Strom wird dann von allen anderen Strombeziehern, die eben keine derartigen Installationen vornehmen können, mitbezahlt. Und der so beglückte Haubsesitzer kann Überkapazität in den Netz zu höchsten Einspeisetarifen verkaufen. Ist also nur eine Frage der Zeit, bis die anderen Stromkunden jene Invesitionen des Hausbesitzers bezahlt haben!! Das nenne ich nicht mehr nur Abmelken, sondern das für mich bereits kriminelle Energie, zugelassen von linksgrünenen Regeltechnikern.

Nicht nur deshalb ist der Strom in D teurer als in der CH. Die Strombörse in Leipzig hat ein Übriges dazu getan.

Als ausserdem ab ca. 1998 die EU durchdrückte, dass die Energiemärkte liberalisiert werden mussten, hat alt BK Schröder zusammen mit linksgrün Joschka Fischer die bis dann in D bestehenden öffentlichen etwas lahmen aber gut funktionierenden Stromwerke in einer nacht und Nebel Aktiobn privatisiert.

Heut​e hat man dafür private Monopolfirmen, die den Strompreis manipulieren und nur eine Preisrichtung kennen: jene nach oben. Diese vollkommen falschen Entwicklungen in D haben u. a. zu den starken zusätzlichen Kostensteiegerungen geführt.

Und noch Wort die den zu hochgelobten Propellern. Der geneigte Leser möge sich doch bitte mal darüber informieren, was Menschen in Norddeutschland veröffentlichten, die in der Nähe solcher Anlagen wohnen: Wertverluste bei den Liegenschaften, erheblicher Lärm durch diese Kolosse und zunehmende Krankheiten bei Betroffenen. DAS ist die Realität, über die nicht oder kaum gesprochen wird, abgesehen davon, dass die sog. Windparks in der Nordsee bei einem Sturm, wie er dort alle Jahre wieder kommt, umfallen wie die Kartenhäuser. In England hat es viele solcher Fälle bereits gegeben.

Sich von der Atomkraft zu verabschieden, ist verständlich, aber nicht durchdacht. Ausserdem werden die Augen kaum auf die neuen Energiemöglichkeiten gerichtet, die im Anzug sind. Sobald die vorhanden sind, braucht es keine grünen und schon garnicht die damit verbundene linke Abzockermentalität. Energie ist eben unpolitisch.

Der CO2 Hype ist vorbei, das - pardon - 'Ideotoprotokoll' können wir getrost vergessen und damit auch die von linksgrüner Seite forcierte Kostenumlagerung von der rechten in die linke Tasche, wobei dazwischen auch Manipulierer und Kostenabzocker abschöpfen wollen. Wird es so nicht geben....


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88%
(16 Stimmen)
Heinz Mahler sagte Dezember 2011

Glauben Sie wirklich selber das was sie schreiben Herr Heeb?
Ich kann diese Propaganda grüner Fantasten nicht mehr hören. Jedem der so unsinniges Zeug behauptet sollte sofort das Warmwasser abgestellt werden. Bei Windflaute und langen Winternächten gehörte solchen Leuten der Strom ganz abgestellt.


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