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SVP macht die Schweiz erpressbar

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Die Übergangsbestimmungen​ der Zu­wan­de­rungs­i­ni­​tia­tive zu Art. 121a sehen vor, dass die Schweiz 3 Jahre Zeit für die Nach­ver­hand­lung hat. Art. 121 Abs. 4  der SV­P-I­ni­tia­tive ver­bie­tet dabei völkerrechtliche Verträge, die weder Kon­tin­gente noch in­di­vi­du­elle Kri­te­rien für die Er­tei­lung der Auf­ent­halts­be­wil­​li­gung ermöglichen. Damit muss die Schweiz nach drei Jah­ren ohne Ver­hand­lungs­er­fol​g die Personenfreizügigkeit​ ein­sei­tig kündigen, was auch die Kündigung der Bi­la­te­ra­len nach sich zieht (Guil­lo­ti­ne-­Klau­​sel).

Diese Ver­pflich­tung in den Übergangsbestimmungen​ bin­det je­doch nur die Schweiz, nicht die EU. Die EU weiss, dass wir uns den ge­la­de­nen Re­vol­ver uns an die Schläfe hal­ten. Sie weiss, dass wir nach 3 Jah­ren abdrücken müssen. Damit muss die EU die Ver­hand­lun­gen – so­fern sie überhaupt dar­auf ein­steigt – nur verzögern. Um einen Scher­ben­hau­fen zu ver­mei­den, wird die EU kurz vor Ab­lauf der Frist der Schweiz die Be­din­gun­gen dik­tie­ren können… Dank der stumpf­sin­nig for­mu­lier­ten In­itia­tive wird die Schweiz erpressbar!

Verhandlun​gstaktisch ist das schlicht Selbst­mord. Nur die SVP weiss, wie man bei so einer Aus­gangs­lage ein bes­se­res Ab­kom­men aus­han­deln will. Die In­itia­tive ist das grösste Ei­gen­goal, das man schies­sen kann. Un­vor­stell­bar wie die SVP gegen alle Schwei­zer In­ter­es­sen han­delt und uns mit einer so stümperhaften In­itia­tive der EU zum Frass vor­wer­fen will.

Die FDP ist nicht be­reit un­sere Schwei­zer Ver­hand­lungs­po­si­​tion in ir­gend einer Art zu schwächen. Wer eine hart und selbst­be­wusst han­delnde Schweiz will, die der EU stand­hal­ten kann, darf die In­itia­tive nicht unterzeichnen. 

 

Konkrete Massnahmen wie die Personenfreizügigkeit​ effektiv verschärft werden kann und wie der Missbrauch gezielt gestoppt werden kann, hat die FDP bereits 2009 präsentiert. http://www.fdp.ch/kom​munikation/26-medienm​itteilngen/627-bilate​rale-staerken-missbra​uch-bekaempfen.html


Kommentare von Lesern zum Artikel

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67%
(3 Stimmen)
Peter Heid sagte Oktober 2011

Wie ich miterleben musste, wie leicht es war, das Bollwerkchen "Bankgeheimnis" zu schleifen, habe ich keinerlei Zweifel, dass die Schweiz dank unseren bürgerlichen Politikern schneller Mitglied in der EU ist, als die meisten es sich wünschen.
Ihr werdet sehen, auch die SVP wird es dann aus irgendeinem Grund noch gut finden.
Aber es wird auch nicht so schlimm werden. Wer in grösseren Zeitabschnitten denkt, weiss, dass Nationalstaaten ein Kind des 19. Jahrhunderts sind und dass es die Schweiz in dieser Form wohlwollend gerechnet, vielleicht seit 1848 gibt.
Wer dieses Jahr in unserem Parlament gesehen hat, welche Eiertänze um die Staatsverträge aufgeführt worden sind und welche kruden Argumente herangezogen worden sind, diese nicht dem Volk vorlegen zu müssen, traut keinem Politiker. Wer denkt unsere Parteien seien demokratischer ausgerichtet als die EU-Gremien, lebt im Heidiland.


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50%
(10 Stimmen)
Jeannette Wulkow- Nyffeler sagte Oktober 2011

Meine Herren da stimme ich mit ein.
Kein Land hat Macht über die Schweizerbevölkerung,​ solange diejenigen nicht kapitulieren.



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42%
(31 Stimmen)
Ronald Stalder sagte Oktober 2011

Jetzt einfach kein Herzflattern kriegen, Herr Michel. In der Schweiz hat jede Gruppierung das Recht eine Initiative zu starten. Falls die von Ihnen erwähnte Initative die nötigen Unterschriften zusammen kriegt, gibt es eine Volksabstimmung. Das Volk entscheidet dann über diese Initiative und nicht die SVP. Ihr Artikel klingt schon fast so als hätten sie Angst vor dem Volk. Denn falls das Volk die Initiative ablehnt, passiert ja nichts. Also wieso diese Panikmache der FDP? Ich persönlich finde die Initiative nur schon aufgrund dessen gut, dass sie Druck erzeugt. Vielleicht kommt es dann dem Bundesrat in den Sinn die Ventilklausel anzuwenden. Haben Sie sich das schon überlegt?


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45%
(11 Stimmen)
David Mayer sagte Oktober 2011

Wie sagte Herr Brunner kürzlich? Sinngemäss: Wer nicht bereit ist, die Verträge neu zu verhandelt, der kapituliert vor der Massenzuwanderung. Er lässt somit die Massenzuwanderung zu


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42%
(26 Stimmen)
joey joe sagte Oktober 2011

Haben Sie es nocht nicht gemerkt? Die Schweizer haben es satt, tagein, tagaus dasselbe Lied von der "mächtigen" EU zu hören! Sie wollen uns einreden, dass die EU uns in der Zange hat. Woher wollen Sie das eigentlich Wissen? Die Schweiz hat sich ja noch nie wirklich gegen die EU gestellt.

Ich sage ja zur SVP-Initiative, ich sage ja zu Ihrem sogenannten "Kopfschuss". Dann blasen wir uns den Rest des Gehirns raus, viel scheint eh nicht mehr vorhanden zu sein vom schweizer Selbstbewusstsein. UND DANN sehen wir, zum ersten mal, wie sich die EU verhalten wird. Und glauben Sie mir, sie wird klein beigeben, denn die Schweiz hat auch einen Standpunkt, ob Sie das wahrhaben wollen oder nicht, und ihr (FDP) sowie die anderen Linken seid die einzigen, die uns einreden wollen, dass wir keine Chance hätten.

Lassen wir es darauf ankommen, wir werden garantiert als Sieger hervorgehen, mit oder ohne FDP!

Sie reden von Verhandlungstaktik. Tatsache ist, dass die Schweiz weder taktisch ist noch über ein Handlungsgeschick verfügt. Wir haben noch nichts erreicht, und dass, obwohl wir sämtliche Verträge gegenüber der EU einhalten. Die EU selber nimmt es nicht so genau mit deren Einhaltung, und was macht die FDP? NICHTS. Im Gegenteil, Sie nehmen sogar Partei ein für die EU, so eine Frechheit! Begreifen Sie es doch endlich, die Schweiz hat dann etwas zu sagen, wenn sie ihren Standpunkt einnimmt. Und nicht so, wie ihn die EU sieht, sondern so, wie es der Schweizer Bürger sieht.

Sogar Gadaffi könnte die Schweiz besser führen als die FDP, denn dessen Standpunkt wurde zu jederzeit akzeptiert, auch dann noch, als er Schweizer als Geiseln hielt. Und wir sollen Angst vor der kriselnden EU haben? Lächerlich.

Die Wahrheit tut weh, aber sie macht frei, leider ist die FDP von diesem Pfad abgekommen und Predigt jetzt irgenwelchen Mainstream-Quatsch. Kein Wunder laufen euch die Wähler davon.

Ich würde FDP wählen, wenn sie der EU einmal Paroli bieten würden....also nie. Dann halt zurück zur SVP.




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48%
(21 Stimmen)
hans-rudolf schneider sagte Oktober 2011

Herr Reuss, sie sprechen nur von den Nachteilen, überall wo Nachteile gibt gibt es in der Regel auch Vorteile. Diese müssten genau abgewogen werden. Ich bin mir da nicht so sicher dass wir nur Nachteile haben. Es gibt gewisse Kreise in der Schweiz die dem Volk wahr machen wollen,dass ein Alleingang besser ist als eine Kooperation, nur weil sie sich im Parteiprogramm verspekuliert haben. Die Schweiz wirt nicht darum kommen, Konzessionen in irgend einer Art und Weise zu machen.


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58%
(24 Stimmen)
Christoph Reuss sagte Oktober 2011

Die Kündigung der Bilateralen ist sowieso schon überfällig, denn die Nachteile sind erheblich grösser als die Jasager vor der Abstimmung (oder gar bis heute) zugeben wollten, und die Bilateralen sind eben doch nicht der Ersatz für den Beitritt, sondern der Beitritt in Salami-Scheibchen (Bilaterale I, II, III, ...).



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