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Teddybären bluten nicht

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Mit Emo­tio­nen kann man in der Schweiz Ab­stim­mun­gen ge­win­nen. Dar­auf setzt nun auch das In­itia­tiv­ko­mi­tee​ für die Waf­fenini­tia­ti­ve,​ das mit einem Teddybär mit einer blu­ti­gen Schuss­ver­let­zung die Kam­pa­gne star­tet. Dass Teddybären nicht blu­ten können, spielt ihnen dabei wohl kaum eine Rol­le. Zudem wird auf den Pla­ka­ten nur auf die Militärwaffen hin­ge­wie­sen, ob­wohl dies nicht dem In­itia­tiv­text ent­spricht, denn dort sind alle Waf­fen in den Schwei­zer Haus­hal­ten betroffen.  

Wir alle fordern, dass der Umgang mit Waffen mit mehr Sicherheit verbunden sein muss. Darum ist der Bundesrat seit der Einreichung der Initiative nicht untätig geblieben. Das Waffengesetz wurde den Schengenrichtlinien angepasst, das heisst die Kantone müssen Informationssysteme führen und der Zugriff zu den Daten für Strafverfolgungs- und Justizbehörden wurde geregelt. Die Ordonnanzwaffen können freiwillig und kostenlos im Zeughaus abgegeben werden, die Taschenmunition wurde schon vorher eingesammelt. Armeeangehörige werden bei der Rekrutierung einer Sicherheitsprüfung unterzogen. Dies wirkt sich dann so aus, dass einzelne keinen Militärdienst leisten können, andere während ihrer Dienstpflicht keine Waffe erhalten. Beim Beenden der Dienstpflicht können die Armeewaffen nur mit einem Waffenschein erworben werden. Die Kantone nehmen das Thema mit den Waffen ernst und haben zum Teil selber schon Einsammelaktionen durchgeführt, dies vor allem mit Waffen, die in Privathaushalten gelagert werden.

Die Möglichkeit die Waffen abzugeben oder zentral zu lagern besteht schon heute. Dennoch gibt es Schützen, Jäger oder Sammler, die ihre Waffen auch in Zukunft zu Hause lagern könnten. Aus diesem Grund vermittelt die Initiative eine trügerische Sicherheit. Zudem werden viele Waffen weggeschlossen, die nirgends registriert sind und kaum alle freiwillig abgegeben werden. Das Einsammeln dieser Waffen könnte höchstens mit einem riesigen Polizeieinsatz gewährleistet werden.

Ich lehne diese Initiative ab, denn ich will keine weitere Ergänzung der Bundesverfassung mit Forderungen, die einmal mehr, nicht umsetzbar sind.


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Kommentare von Lesern zum Artikel

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100%
(7 Stimmen)
Alain Michel sagte January 2011

Ich mag zwar keine Waffen, störe mich aber prinzipiell an der geplanten Einführung eines sog. 'Bedarfsnachweis'.

Das rechtsstaatliche Grundprinzip der Unschuldsvermutung wäre durch einen entsprechenden Verfassungsartikel zumindest tangiert. Nicht eine Gewalthandlung oder die erwiesene Absicht dazu werden sanktioniert sondern bereits die theoretische Voraussetzung, i.e. der Waffenbesitz. Die Beweislast wird vom Staat auf den Bürger übertragen – er muss seinen Bedarf begründen. Falls er dies nicht kann wird er sozusagen unter Generalverdacht gestellt und darf keine Waffe erwerben.

Nulla poena sine culpa? – Hier steht mehr auf dem Spiel als die Schützentradition. Es ist beunruhigend zu sehen mit welchem Leichtsinn rechtsstaatliche Grundprinzipien zur Disposition gestellt werden. Hört sich theoretisch an, ist aber die Grundlage der hohen Sicherheit und Lebensqualität in unserem Land. Letztlich auch die Grundlage unseres Wohlstandes.



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74%
(19 Stimmen)
Werner Amsler sagte January 2011

Tötet die Armeewaffe?
Nein, denn es ist die Kugel, ein Bestandteil der Munition, die tötet. Diese Erkenntnis führte dazu, dass seit 2008 die Taschenmunition nicht mehr nach Hause mitgegeben wird. Ohne Munition hat das Sturmgewehr lediglich das Gefahrenpotential eines Schirmständers und ist so für eine Gewalttat weit weniger geeignet, als ein Beil oder ein Spaten.
Eine Tötung mit der Armeewaffe ist nur noch möglich, wenn die Munition auf illegalem Wege beschafft wurde. Illegal Beschaffen kann man sich aber auch eine zivile Waffe. Die Armee hat in letzte Zeit sehr viel getan um Missbräuche zu verhindern ohne aber das ausserdienstliche Schiessen zu behindern. Der Anteil der Ordonanzwaffen an Suiziden sank im Jahr 2009 auf nur noch 1.6% (Siehe Aarg. Zeitung) vom 22.01.11).
Für unsere Milizarmee ist es wichtig, dass der Wehrmann mit seiner persönlichen Waffe das Schiessen zwischen den Wiederholungskursen üben kann und üben darf.
Viele Wehrpflichtige hätten Stunden um ihre Waffen für den WK, das Obligatorische, das Feldschiessen oder ein anderes Schützenfest aus einem der fünf Logistikzentren (Hinwil, Monte- Ceneri, Thun, Othmarsingen oder Grolley ) abzuholen und wieder einzulagern. Diese wäre unzumutbar und würde die Teilnehmerzahlen an Schiessanlässen dramatisch reduzieren.

Unbestrittene Tatsache ist, dass die Initianten die friedlichste Armee der Welt abschaffen wollen! Dies steht bei der GSOA im Name und bei der SP im Parteiprogramm. (Im Gegenzug streben sie den EU-Beitritt an um dann als NATO-Mitglied unsere Freiheit am Hindukusch zu verteidigen). Weil sie dieses Ziel niemals direkt erreichen können, probieren sie es mit dieser Salamitaktik. Wer Ja sagt zu unserer Milizarmee, sagt NEIN zur Waffeninitiative.
We​rner Amsler, Oftringen



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90%
(20 Stimmen)
Roberto Piccinno sagte January 2011

Sehr geehrter Herr Holl

Vielleicht trägt das japanische Beispiel dazu bei Ihr Verständnis kein "Ja" in die Urne zu legen:
Japan hat eines der weltweit strengsten Waffengesetze, dennoch hat Japan auch eine der weltweit höchsten Suizidraten. Wenn also die beinahe mantrische Formel der Initianten "weniger Schusswaffen = weniger Suizide" wahr wäre, müsste es doch in Japan keinen einzigen Suizidfall mehr geben.
Ein weiteres Beispiel ist Kanada, nach einer ganzen Reihe eingeführter Waffenverbote sind zwar Schusswaffensuizide gesunken, jedoch ist die GESAMTsuizidrate gleich hoch stabil geblieben. Dies weil Selbstmörder schlicht andere Suizidmethoden gewählt haben. Das kanadische Beispiel ist weiterhin auch kennzeichnend für die totale Nutzlosigkeit eines zentralen Waffenregisters. Obwohl die kanadische Regierung mit Verschleuderung etlicher hundert Millionen Steuergelder ein Mammutregister forciert haben, konnte dadurch die Gewaltkriminalität um kein Promille reduziert werden.
Dasselbe gilt übrigens für alle weiteren europäischen Länder, die ihre Waffengesetze teils bereits seit Jahrzehnten massiv verschärft haben. Nach Einführung strengster Waffengesetze in Deutschland und Italien Mitte der 1970er Jahren konnte weder eine Senkung der Gewaltkriminalität noch der Suizide verzeichnet werden!
Dies sollte Ihnen und den Initianten doch zu denken geben, oder nicht?


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68%
(37 Stimmen)
Werner Amsler sagte January 2011

Soll das Volk entwaffnet werden?
Nebst der Schwächung der Milizarmee geht es bei der Initiative „Schutz vor Waffengewalt“ auch um die Entwaffnung der legalen Waffenbesitzer. Neu wäre der Besitz nur erlaubt, wenn ein Bedarf nachgewiesen werden kann. Einen „Bedarf“ billigen die Initianten aber nur Jägern, Kleintierzüchtern und Schützen zu. In der Praxis müssten die meisten ihre legal erworbenen Gewehre abgeben. So auch „die Berechtigten“, sobald sie nämlich mit ihrem Hobby aufhören. Die Initianten wollen einen Grossteil der 2,3 Mio. Waffen einsammeln, was mehrere hundert Millionen kostet.

Gänzlich verboten würden effektvolle Verteidungswaffen, obwohl mit diesen kaum Suizide verübt werden. Dies zeigt, dass es nicht primär um die Verhinderung von Selbsttötungen, sondern um die Entwaffnung vom Volk geht. Für die Initianten gibt es kein Recht auf Selbstverteidigung in den eigenen vier Wänden. Dies erhöht die Sicherheit der Kriminellen, die lachen sich ins Fäustchen! Sie sind noch bewaffnet und unser Heim präsentiert sich als Selbstbedienungsladen​. Die Kriminalität in Kanada, GB und Australien ist angestiegen, nachdem die legalen Privatwaffen eingezogen wurden.


Ursprünglich ist es auch ein linkes Anliegen (R. Luxemburg) das Volk zu bewaffnen um sich gegen eine Willkürregierung zu wehren. Mit Bürgern die bewaffnet sind kann eine (eigene oder fremde) Regierung nicht machen was sie will. Damit wollten die Gründungsväter der modernen Schweiz die direkte Demokratie absichern. Auch wenn man der Meinung ist, dass heute keine Gefahr von einem Totalitarismus besteht, sollten wir nicht auf diese Versicherung verzichten. Niemand kündigt die Lebensversicherung, nur weil seit Jahren nichts passiert ist. Es ist ein grosser freiheitlicher Wert, wenn der Staat das Recht auf Waffen nicht für sich alleine beansprucht. Seit über 150 Jahren hat das Schweizervolk dieses Vertrauen. Deshalb haben wir eine hohe Waffendichte und sind einer der sichersten Orte auf der Welt.
Erst 2008 wurde das Waffengesetzt massiv verschärft und schützt genügend vor Waffengewalt. Bevor man nach neuen Gesetzen ruft sollte man abwarten


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75%
(36 Stimmen)
Dimitri Biel sagte January 2011

Ich kann verstehen das Schusswaffen jemanden beängstigen können. Jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass durch die Waffeninitiative, solche die Gewaltaktionen reduziert werden. Die Abgabe der Waffen ans Zeughaus beansprucht ein mühsamer und für mich sinnloser Aufwand. Das Problem sind schlussendlich die Leute, die die Entscheidung treffen ,ein kriminelles Vorgehen zu verüben, ob mit Schusswaffen oder nicht.(Simon Blaser, Andreas Hug, Dimitri Biel


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74%
(73 Stimmen)
Karl Bühler sagte January 2011

Schutz vor Waffengewalt wollen wir alle.
Mit dem verlangten Bedürfnisnachweis zielt die Initiative darauf ab, den privaten Waffenbesitz der Bürger gänzlich abzuschaffen, jedenfalls bei denen, die sich an das Gesetz halten. Ob aber das simple und nur auf den ersten Blick vernünftig scheinende Rezept: „weniger Waffen gleich mehr Sicherheit“ hilfreich sein wird, ist zu bezweifeln. Jedenfalls greift man in ein komplexes eingespieltes System ein, das vom Verhalten der Menschen bestimmt ist und sich nicht ungestraft stören lassen wird. Die Initianten müssen sich fragen lassen, ob sie sich darüber überhaupt vertieft Gedanken gemacht haben. Entsprechende Studien sind wo? Warum haben wir im internationalen Vergleich trotz vieler Waffen so wenig Missbrauchsfälle? Haben wir uns so an letzteres gewöhnt, dass man jetzt ans Einziehen der zum Schutz und zur eventuellen Verteidigung angeschafften Waffen denkt? Oder sind sich die Initianten ihrer Sache doch nicht so ganz sicher, dass sie als Argument die mit einem Feuerwaffenverbot sowieso nicht beeinflussbare Suizidrate in den Vordergrund stellen?
Es gibt einen menschlichen Ur-Instinkt, sich gegen mögliche Angriffe zu wehren. Weil die Initiative die illegalen Waffen nicht aus der Welt schaffen wird, muss jedermann die Freiheit haben, sich im konkreten Fall verteidigen zu können.
Unsere legalen Waffen haben eine abschreckende Wirkung gegen Uebergriffe. Diese fällt aber weg, wenn Kriminelle zum vornherein annehmen können, dass sich das Opfer nicht wehren kann. Warum haben wohl in Grossbritannien die Uebergriffe mit Feuerwaffen um ca. 40% zugenommen, nachdem die Bürger entwaffnet worden sind?
Kann die nachkommende Generation noch zu einem rechten Umgang mit Waffen erzogen werden, wenn es keine verantwortungsbewusst​en Waffenbesitzer als Vorbilder mehr gibt, sie nie eine Waffe in Händen halten oder lernen kann damit umzugehen, aber anderseits durch die Medien ständig den Waffengebrauch demonstriert bekommt. Eine derartige Unterdrückung der Freiheit würde eine ungesunde Gier fördern und schlussendlich zu keinem guten Ende führen.
Wer keine zunehmende Waffengewalt will, muss die Initiative ablehnen.


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82%
(68 Stimmen)
Roberto Piccinno sagte December 2010

Sehr geehrte Frau Sägesser

Die bestmögliche Lösung wäre meines Erachtens, dass jeder unbescholtene, gesetzestreue und sachkundige Bürger ein bedürfnisfreies Recht (und kein bedürfnisgebundenes Privileg) auf Waffenerwerb, Waffenbesitz und Waffentragen hat, sofern keine Hinderungsgründe (wie etwa Drogen-/Alkoholsucht,​ Gefahr für sich selbst oder Dritte, Unmündigkeit) bestehen.

Da ich das Glück habe zweisprachig aufgewachsen zu sein, kenne ich mich u.a. auch sehr gut im italienischen Waffenrecht aus und kann Ihnen versichern, dass im Zuge blinden Politaktionismus aufgrund der sogenannten "bleiernen Ära" der Roten Brigaden seit 1975 (Gesetz "Lo Bello") drastische Waffenrechtsverschärf​ungen in Kraft traten (u.a. das Bedürfnisprinzip), die kein Promille Sicherheitszuwachs erzielen konnten. Italien wurde und wird tagtäglich mit illegalen Waffen aus dem ehemaligen Ostblock förmlich überschüttet, die dann den Weg in den Norden Europas finden. Das Problem sind nicht die einzeln abgezählten Kleinkaliberpatrönche​n der nachweislich unbescholtenen Waffenbesitzer, die von den Behörden penibelst genau kontrolliert werden, sondern die Unmenge an Kriegsgeräten des äusserst schwer zu kontrollierenden Schwarzmarktes. Und genau hier liegt das Problem..., die Behörden müssen für den Versuch den Schwarzmarkt einigermassen unter Kontrolle zu halten enorme Aufwendungen an Personal und Zeit investieren, die in den allermeisten Fällen mit einer sehr mageren Erfolgsbilanz endet. Wie kann also dem Volk vorgegaukelt werden etwas für die innere Sicherheit zu tun? Indem Waffenregister konsultiert und die darin nachweislich unbescholtenen Waffenbesitzer mit weiteren Verschärfungen drangsaliert werden, um so billigen Wählerapplaus einzuheimsen, ...dies ist ja um so vieles einfacher als in mühevoller Kleinarbeit die Austrocknung des Schwarzmarktes voranzutreiben.


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72%
(71 Stimmen)
Roberto Piccinno sagte December 2010

Hier der bis 2005 immer noch nicht verzeichnete Sicherheitszuwachs, oder doch eher Sozialschaedlichkeit des 1999 in Kraft getretenen "Bundesgesetzes gegen den Missbrauch von Waffen, Munition und Waffenzubehoer", und der Vergleich 7 Jahre zuvor als in den allermeisten Kantonen das Waffentragen, der Erwerb von zu Halbautomaten abgeaenderten Seriefeuerwaffen, von Schalldaempfern, von Laser- und Nachtsichtzielgeraete​n, von Deformationsmunition,​ etc., etc., frei ab 18 Jahren war.

Vorsaetzliche​ Toetung:
Jahr 1992-> 182 Faelle / Jahr 2005-> 204 Faelle

Koerperverl​etzung:
Jahr 1992-> 3700 Faelle / Jahr 2005-> 8099 Faelle

Raub:
Jahr​ 1992-> 2462 Faelle / Jahr 2005-> 2595 Faelle

Erpressung:​
Jahr 1992-> 203 Faelle / Jahr 2005-> 414 Faelle

Drohung:
J​ahr 1992-> 2355 Faelle / Jahr 2005-> 8246 Faelle

Noetigung:

Jahr 1992-> 501 Faelle / Jahr 2005-> 1593 Faelle

Freiheitsbe​raubung und Entfuehrung:
Jahr 1992-> 149 Faelle / Jahr 2005-> 238 Faelle

Notzucht / Vergewaltigung:
Jahr​ 1992-> 316 Faelle / Jahr 2005-> 646 Faelle

Unzuchtsdel​ikte gegen die sexuelle Integritaet:
Jahr 1992-> 2673 Faelle / Jahr 2005-> 3515 Faelle

Gewalt und Drohung gegen Behoerden und Beamte:
Jahr 1992-> 417 Faelle / Jahr 2005-> 1313 Faelle

Liebe Sozialdemokraten, Gruene, Friedensrat, Annabelle und sonstige Traumtaenzer, hoert endlich auf mit strengen Waffengesetzen die Wehrlosigkeit der Buerger und Buergerinnen gegenueber Kriminellen voranzutreiben.

Wi​eviele der Kriminalitaet hilf- und wehrlos ausgelieferte Opfer wollt ihr denn noch generieren?!



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61%
(74 Stimmen)
Roberto Piccinno sagte December 2010

[i]Ich als Frau hätte Angst, wenn mein Partner eine solche Waffe zu Hause hätte und er ausrasten würde.....[/i]

Seh​r geehrte Frau Sägesser

"hätte"​, "würde"... immer schön im Konjunktiv, ...dies nennt sich im Fachjargon "Projektionsangst".​.. und wissen Sie weshalb ich vehement gegen diese Initiative bin? Weil ich der Meinung bin, dass Angstzustände wie die Projektionsangst nicht durch das Waffengesetz, sondern durch entsprechend geschultes Ärztepersonal ausgebügelt werden sollte. Wenn mit Schusswaffen nur Mord und Totschlag assoziert wird, dann trifft das oben geschriebene eben zu. Nur, die Realität sieht anders aus, nämlich so, dass jedes Jahr über 100 Millionen Schuss verletzungsfrei in Schiessständen verfeuert werden... dies sollte doch wenigstens ein bisschen beruhigen, oder nicht?

Weiterhin empfehle ich, sich in keinster Weise auf irgendeine Killias-Studie zu stützen. Tatwaffe Nummer 1 ist mit Abstand das Messer! Und bei Suizide der Strick. Dies sollte doch nachdenklich stimmen?


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39%
(75 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte December 2010

http://www.ebg.admin.​ch/themen/00009/00089​/00093/00275/index.ht​ml?lang=de&download=N​HzLpZeg7t,lnp6I0NTU04​2l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpn​O2Yuq2Z6gpJCDdX15hGym​162epYbg2c_JjKbNoKSn6​A--

Beinahe jedes zweite Tötungsdelikt (46%) findet in der Schweiz im Rahmen von häuslicher Gewalt statt (Killias et al. 2006; Polizeiliche Kriminalstatistik 2009). Davon ist bei 43% eine Schusswaffe das Tatmittel. Dies zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik PKS des Jahres 2009.1
Wie eine Studie des Bundesamts für Statistik BFS zu polizeilich registrierten Tötungsdelikten in den Jahren 2000-2004 verdeutlicht, hängt der Schädigungsgrad der Opfer von versuchten und vollendeten Tötungsdelikten vom eingesetzten Tatmittel ab: So verlaufen Delikte mit Schusswaffen in 45% der Fälle – und somit wesentlich häufiger als mit anderen Tatmitteln – tödlich (BFS 2006). Untersuchungen deuten darauf hin, dass bei einem nicht unbedeutenden Teil von sogenann-ten Familiendramen eine Ordonnanzwaffe verwendet wurde. Dies zeigt etwa eine im Jahr 2010 publizierte Studie von Grabherr et al. über Tötungsdelikte mit anschliessendem Suizid im häuslichen Bereich. In 76 % der untersuchten 75 Fälle, die sich in den letzten 23 Jahren in der Schweiz ereigneten, wurden Schusswaffen verwendet. Davon waren ein Viertel Ordonnanzwaffen (Grabherr et al. 2010).

Ich kann immer noch nicht verstehen, weshalb denn hier nicht präventiv (auch eine Form von Opferschutz) vorgegangen wird und die Armeewaffen aus den Häusern verbannt werden. Eine Begründung (für mich wie die Bedürfnisklausel wird ja schon jetzt verlangt im Waffengesetz, wenn ich alles Richtig mitgekriegt habe ..... Oder habt Ihr einen anderen Vorschlag, wie solche Tötungsdeklikte verhindert werden sollen? Ich als Frau hätte Angst, wenn mein Partner eine solche Waffe zu Hause hätte und er ausrasten würde.....


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57%
(54 Stimmen)
Rico Blaser sagte December 2010

Eben gerade gefunden:
Kriminelle​ sind für waffenfreie Zonen.

"Unser Grundstück und Haus ist eine waffenfreie Zone!
Unsere Familie ist gegen jede Form von Gewalt und Waffen und wir bitten alle Einbrecher, Räuber und Vergewaltiger diesen Entscheid für ein friedliches Leben zu akzeptieren.
Unser Nachbar ist aktiver Soldat, in einem Schützenverein und bewaffnet - vielleicht besuchen sie lieber ihn."


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75%
(67 Stimmen)
Beat Eichelberger sagte December 2010

Nun, Hans Meier, vielleicht ist es auch besser, wenn Sie ein ehemaliger Schütze sind. Wenn es für Sie stimmt, dann ist das gut. Nur, woher nehmen Sie sich die Frechheit, anderen Ihre Sicht aufzuzwingen? Ob nun einer Waffen zum Spass, für den Sport oder für den Selbstschutz hat spielt doch keine Rolle!? Solange keine Straftat verübt wird, kann von mir aus einer sein Gewehr für den Weltuntergang bereithalten..... Alles andere regelt das Strafgesetzbuch! Wir sind nicht in einer kommunistischen Diktatur, in der Bürger schon im Voraus "bestraft" werden, nur weil sie etwas verbotenes tun KÖNNTEN. So nicht!

300 Tote im Jahr! Wow, was für eine Zahl. Haben Sie sich schonmal die Mühe gemacht, diese auch zu hinterfragen? Sie ist ein Witz! Nichts als eine fragwürdige Hochrechnung eines nicht minder fragwürdigen Strafrechtsprofessors​, welcher sogar in den eigenen Reihen nicht unumstritten ist. Von den angeblichen 300 Toten durch Armeewaffen stellten sich bei näherer Betrachtung im Jahr der Untersuchung gerade mal knappe 300 Schusswaffen - NICHT ARMEWAFFEN - Tote heraus. Davon rund 260 Suizide und 40 Tötungsdelikte. Wobei in diesen 40 auch Notwehrfälle und polizeilicher Waffengebrauch eingerechnet ist.
Nun könnte man sagen, diese 260 Suizide seien viel. In Anbetracht der total ca. 1'300-1'500 Suizide jedes Jahr in der Schweiz sind diese 260 jedoch nicht mal eine Erwähnung wert! 1300 Suizide in einem der reichsten Länder sollten zu denken geben, nicht die Art und Weise wie sie verübt werden!! Suizid ist ein Menschenrecht, ebenso die Entscheidung über das wie. 1.7 sogenannte "Personenunfälle" registriert die SBB TÄGLICH, doch das wird nicht veröffentlicht. Reden Sie mal mit einem Lokführer, welcher einem Suizidwilligen seinen Wunsch erfüllen musste? Der mehrmals in der Woche an derselben Stelle vorbeifahren muss, die Blumen sieht und nachts aufwacht weil er das Geräusch des Aufpralls hört! Aber nein, die Waffen sind das Problem.....
Wissen Sie eigentlich, dass das von Ihnen erwähnte Stern Titelbild (war übrigens auch im Blick) zu einem Zeitpunkt entstanden ist, als das Sturmgewehr 90 noch garnicht an private abgegeben wurde? Woher nehmen Sie sich das Recht, zu behaupten, dass ein Schweizer ihm das Gewehr verkauft habe? Auf demselben Titelbild stand auf der anderen Seite ein UCK Kämpfer mit einem Österreichischen AUG Sturmgewehr. Woher er das wohl hatte? Auch von einem Nachbar? Solche stupiden Einzelfälle als Begründung für ein flächendeckendes Waffenverbot anständiger Bürger zu fordern ist an Egoismus und Ignoranz kaum zu überbieten. Wer keine Waffe will, muss auch keine haben. Aber er hat diejenigen welche Waffen wollen nicht daran zu hindern.


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33%
(64 Stimmen)
Hans Meier sagte December 2010

Ich wurde gefragt warum ich ein ehemaliger Schütze sei

Warum? ca. 300 Tote im Jahr! Zudem habe ich zu viele kranke Gestalten gesehen die ein Gewehr in die Hand gedrückt bekamen. Ein hat mir gesagt (und das ist kein Witz): Natürlich habe er die Waffe behalten, schliesslich komme gleich die weltweite Revolution gegen das Kapital!!!!! Weiter geht es mit den Neonazis aus meinem Zug. Andere haben ein Vorstrafenregister das Aktenordner füllt. Inzwischen verlieren die wenigstens das Anrecht auf die Waffe. Währen den Kriegen in EX-Jugoslawien waren auf den Stern-Titelbild ein UCK-Soldat mit Sturmgewehr. Verkauft vom CH-Nachbar! Wie viele Sturmgewehre sind in Ex-Jugoslawien gelandet? Wahrscheinlich unzählige. Zusätzlich wurden in Italien damals Lastwagen mit Munition abgefangen. Das war alles aus der Schweiz. Darum bin ich für diese Initiative.

Warum ich mit dem Schiessen aufgehört habe ist auch ganz einfach. Schiessen war für mich ein Sport. Aber das hat der Schützenverband nicht begriffen. Das ganze Schützenwesen ist zu einer reinen SVP-Veranstaltung verkommen. Die Waffe war für mich nie irgend eine Demonstration von Tradition, dem Wehrhaften Bürger etc.., das war einzig ein Sportgerät. Mich verbindet absolut nichts mit einer Waffe. Da aber weine Waffe zum töten gebaut wurde, erwarte ich eine genaue Kontrolle der Besitzer. Und keine Vorstrafen zu haben ist da das mindeste.



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77%
(61 Stimmen)
Beat Eichelberger sagte December 2010

Nicht nur mit Emotionen werden Abstimmungen gewonnen. Im Falle der heuchlerischen Initiative Schutz vor Waffengewalt auch mit blanken Lügen!

Der private, legale Waffenbesitzer ist als einziger betroffen. Mit der Annahme dieser Mogelpackung werden weder Todesopfer verhindert, noch kriminelle entwaffnet.
Mit dem Totalverbot bestimmter Waffentypen (Seriefeuerwaffen) werden Sammler wohl oder übel enteignet werden müssen, und das in der Schweiz!? Obwohl dieser Waffentyp noch nie eine Rolle in irgend einem Verbrechen gespielt hat!? Wir reden hier nicht von ein paar Franken, wir reden hier von Sammlungen welche bis zu mehreren hundert Stück umfassen. Privateigentum vernichten und Privatvermögen staatlich beschlagnahmen mag in einer kommunistischen Diktatur gang und gäbe sein, in der freien Schweiz sollte das auch den an Waffen nicht interessierten Menschen zu denken geben.....

Mit Einführung des Bedürfnisnachweises wird faktisch ein Verbot für all jene eingeführt, welche sich eine Waffe zum Selbstschutz zugelegt haben, Waffen als Erinnerungsstücke oder einfach nur so weil sie Freude bereiten zuhause haben. Selbstverteidigung ist aber in jeder freien, demokratischen Nation ein gesetzlich klar zugesprochenes Grundrecht. Dafür wird es in der Schweiz nach Annahme kein Bedürfnis mehr geben, so wie wir es heute schon beim Waffentragen kennen.
Wohin das letztenendes führen wird ist klar und in jedem Geschichtsbuch nachzulesen. Denn eines wiederholte sich in der Geschichte immer und immer wieder, wer über ein Volk Macht ausüben will, es unterdrücken oder gar vernichten, der hat IMMER zuerst für die Entwaffnung der breiten Bevölkerung gesorgt. Schon Lenin sagte: "Registriere unter irgend einem Vorwand sämtliche Feuerwaffen, mit der Absicht, diese später einzuziehen".
Der Vorwand unserer Neokommunisten ist die Sicherheit, die Absicht kennt jeder informierte selber.
NEIN zur unsinnigen, freiheitsfeindlichen,​ verlogenen und nutzlosen Entwaffnungsinitiativ​e!!!!!!!!!!!


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76%
(58 Stimmen)
Roberto Piccinno sagte December 2010

Roberto Piccinno sagte Vor 12 Stunden

Sehr geehrte Frau Sägesser

Das Problem ist nicht die SP oder die SVP, sondern die Projektionsängste und persönlichen Aversionen der Waffengegner, die über jegliche Logik, Erfahrung und Wissen gestellt werden.
Diese Entwaffnungsinitiativ​e wird keinen einzigen Todesfall verhindern können, weder im Bereich der Gewaltkriminalität, noch im Bereich der Suizide. Und wissen Sie weshalb? Weil sich 1.) Kriminelle nicht an Gesetze (auch nicht an das Waffengesetz) halten und 2.) Selbstmörder ihren Selbstmord auch so verüben.
Ich möchte Sie daran erinnern, dass Japan eine der weltweit höchsten Selbstmordraten hat. In Japan ist jedoch der private Schusswaffenbesitz praktisch gänzlich verboten. Wie erklären Sie sich das?
In Kanada wurden in den 1990er gleich eine ganze Reihe moderner Waffentypen verboten, Resultat -> die SCHUSSWAFFENsuizide sanken, jedoch blieb die Zahl der GESAMTsuizide gleich hoch. Dies weil Selbstmörder auf eine andere Methode ausgewichen sind. Übrigens, in der Schweiz ist die beliebteste Selbstmordmethode immer noch mit Abstand der Strick! Hätte ich auch nicht gedacht, ist aber so.

Über den Fähigkeitsausweis lässt sich meiner Meinung nach gerne diskutieren, aber die Bedürfnisklausel ist das allerletzte und ein Schlag ins Gesicht für jeden unbescholtenen Bürger. Wenn ich für jeden Furz, der mit meinem Hobby zusammenhängt, der Behörde gegenüber ein Bedürfnis glaubhaft machen und auf des jeweiligen Beamten Gnade hoffen muss, damit er mir privilegierterweise sein Einverständnis erteilt, dann ist dies weder einem demokratischen Rechtsstaat und schon gar nicht der Schweiz würdig. Das einzige Bedürfnis, das ein unbescholtener, rechtschaffener Bürger, der sich in seinem ganzen Leben nie etwas hat zuschulden kommen lassen, hat, ist der Gang zur Toilette!

Schweize​r Waffenbesitzer haben in den letzten 11 Jahren bereits folgende, total unnütze und mit KEINEM Promille Sicherheitszuwachs bzw. Missbrauchsverhinderu​ng, Verschärfungen hinnehmen müssen:
- schweizweit eingeführte Bedürfnisklausel für's Waffentragen (vor 1999 war das Waffentragen in über der Hälfte aller Schweizer Kantone vollkommen frei, ohne dass in diesen Kantonen Wildwest-Szenarien verzeichnet wurden!)
Obwohl die berechtigte Notwehr de iure im Gesetz verankert ist, wurde sie damit de facto ausgehebelt, da nur noch Privilegierte wie Politiker, Staatsanwälte, Juweliere, etc. ein Bedürfnis geltend machen können! Der Normalbürger, der der Behörde KEIN Bedürfnis nachweisen kann, darf hingegen im Fall eines rechtswidrigen Angriffes auf den Notarzt oder auf eine reichlich floreale Bestattung hoffen.
- Verbot von ehemaligen Seriefeuerwaffen, die zu Halbautomaten abgeändert wurden (dieser Waffentyp war vor 1999 in über der Hälfte aller Schweizer Kantone frei ab 18 Jahren erwerbbar, trotzdem war die Kriminalitätsrate dieser Kantone damals tiefer als heute nach 11-jährigem Verbot).
- Verbot von Schalldämpfern (obwohl Schalldämpfer nie in einer einzigen polizeilichen Kriminalstatistik zur Ausübung von Straftaten verzeichnet wurden).
- Verbot von Laserzielgeräten (obwohl auch dieses Zubehör nie behördlich negativ aufgefallen ist).
- Verbot von Nachtsichtzielgeräten​ (dito).
- Verbot von Stahlkernmunition (dito).
- Verbot von Deformationsmunition,​ die im Fall eines Einsatzes zur berechtigten Notwehr Menschenleben schützt, da keine durchschlagende Penetration und damit Umfeldgefährdung für Passanten und Drittpersonen eintritt.

Sie sehen also, etliche Verbote, die angesichts der steigenden Gewaltkriminalität absolut nichts Positives gebracht haben. Im Gegenteil, ich bin sogar überzeugt, dass diese Verbote extrem kontraproduktiv sind, da sich der Normalbürger aufgrund der diabolischen Bedürfnisklausel nicht mehr wirksam vor gewalttätigen Übergriffen schützen kann. Jedes Jahr verzeichnet die polizeiliche Kriminalstatistik fast 30'000 Straftaten gegen Leib und Leben. Frauen sind besonders wehr- bzw. schutzlos und damit gefährdet. Dies spiegelt sich in den fast 700 Vergewaltigungen (die Dunkelziffer ist hierbei sicherlich um einiges höher!) pro Jahr wieder. All diese Opfer hätten sich ohne Bedürfnisklausel für's Waffentragen eventuell erfolgreich verteidigen können, statt dank restriktiven Waffengesetzen zur Freibeute jeglicher Krimineller degradiert zu werden.

Deshalb Frau Sägesser werde ich bei dieser Entwaffnungsinitiativ​e bestimmt ein kräfiges NEIN in die Urne einlegen, damit wir Schweizer Waffenbesitzer nicht wieder einmal mehr zum Sündenbock einer verfehlten Sicherheitspolitik gemacht werden.


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