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Treibjagd

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Gehen wir kurz davon aus, die Vorwürfe an die Adresse von Chri­stoph Mörgeli träfen zu. Wie müsste sein Vor­ge­setz­ter kor­rek­ter­weise agie­ren? 1. Er müsste das di­rekte Gespräch su­chen, zunächst in­for­mell. 2. Falls wei­ter­hin De­fi­zite blei­ben, gibt es ein or­dent­li­ches Be­ur­tei­lungs­ver­f​ah­ren. Es wird ver­bind­lich fest­ge­legt, worin die Dif­fe­ren­zen be­ste­hen und das er­war­tete Ver­hal­ten wird kom­mu­ni­ziert. Falls die Leis­tung des An­ge­stell­ten un­be­frie­di­gend bleibt, folgt Punkt 3. Es be­gin­nen die kon­kre­ten Mass­nah­men. Bei­spiels­weise nimmt Chri­stoph Mörgeli das Recht in An­spruch, einer Nebenbeschäftigung nach­zu­ge­hen. Das ist nach der Per­so­nal­ver­ord­nu​ng der Universität Zürich be­wil­li­gungs­pflic​h­tig. Man könnte – falls die Nebenbeschäftigung dazu führt, dass die Leis­tung am Ar­beits­platz lei­det – diese Be­wil­li­gung auf­he­ben. Das wäre ein star­kes Zei­chen und völlig rech­tens. Sollte das noch immer nichts fruch­ten, könnte man den Miss­lie­bi­gen letzt­end­lich rechtmässig ent­las­sen. So etwas pas­siert wohl täglich mehr­fach in un­se­rem Land. Die Schweiz hat glücklicherweise noch immer einen re­la­tiv fle­xiblen Ar­beits­markt, der auch Ent­las­sun­gen ermöglicht – auch wenn die Ge­werk­schaf­ten alles dafür tun, dass auch der Faulste nicht ent­las­sen wer­den darf. Wir haben nämlich eine be­ein­dru­ckende Zahl von Ge­set­zen, die den Ar­beit­neh­mer schützen. So darf bei­spiels­weise ein Ar­beits­zeug­nis, keine ne­ga­ti­ven Be­mer­kun­gen ent­hal­ten. Man darf keine In­for­ma­tio­nen über persönliche Verhältnisse oder pi­kante De­tails aus dem be­ruf­li­chen Leben eines Mit­ar­bei­ters veröffentlichen. Man darf nicht ein­mal am Kaf­fee­tisch über einen Mit­ar­bei­ter trat­schen. Dem Pro­fes­sor Mörgeli als An­ge­stell­tem der Universität ste­hen diese Rechte eben­falls zu. Sogar wenn er als Na­tio­nal­rat eine Per­son des öffentlichen Le­bens ist. Trotz­dem darf sein Vor­ge­setz­ter sich un­ge­hin­dert in der Zei­tung über die ver­meint­lich ungenügenden Leis­tun­gen sei­nes Un­ter­stell­ten aus­las­sen? Die Präsidentin des Universitätsrates – nota bene als oberste Per­so­nal­ver­ant­wo​rt­li­che der Universität – sieht kei­nen Hand­lungs­be­darf. Ein wei­te­res Mit­glied des Universitätsrates, Nationalrätin und selbst Pro­fes­so­rin, gibt ih­rer­seits be­kannt, die Vorwürfe an Dr. Mörgeli stimm­ten ver­mut­lich. Wie ge­sagt, wir neh­men mal an, die Vorwürfe stimm­ten. Wir müssten trotz­dem zum Schluss kom­men, die Universität ver­halte sich ihrem An­ge­stell­ten gegenüber un­kor­rekt. Gehen wir aber davon aus, die Vorwürfe seien falsch und stel­len die Vor­komm­nisse in einen grösseren Zu­sam­men­hang. Den­ken wir an die Haus­durch­su­chung bei Blo­chers, als der Staats­an­walt mit der Presse im Schlepp vor der Tür stand. Neh­men wir auch wahr, wie in sämtlichen In­ter­net­fo­ren nach verfänglichen Aus­sa­gen von SVP Ex­po­nen­ten ge­fahn­det wird. Dann bleibt nur ein Schluss: es han­delt sich um eine or­ga­ni­sierte Treibjagd.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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77%
(171 Stimmen)
Heinz Kremsner sagte September 2012

Der wissenschaftliche Output von Flurin Condrau ist stattlich und übertrifft diejenige von Mörgeli bei weitem. Die Publikationspflicht verlangt Veröffentlichungen in Wissenschaftszeitschr​iften. Mörgeli hat fast keine da er den wissenschaftlichen Ansprüchen nicht genügt.
Flurin Condrau hat eine gewaltige Anzahl siehe siehe http://tinyurl.com/bs​xh7kz


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80%
(143 Stimmen)
Heinz Kremsner sagte September 2012

Es ist doch amüsant zu beobachten dass von Seiten Weltwoche versucht wird Hr Flurin Condrau als wissenschaftliche Null darzustellen weil er Vorgesetzter von Mörgeli ist. Das ist kompletter Unsinn und beweist dass die Betreffenden von der Sache absolut nix verstehen .
Ein Wissenschafter an einer Universität (egal ob Dr oder Professor) hat gemäss Arbeitsvertrag eine Publikationspflicht http://de.wikipedia.o​rg/wiki/Wissenschaftl​iche_Publikation
In Zeitschriften nicht in Büchern !
Hr Condrau hat eine stattliche Anzahl an Publikationen in Wissenschafts-Zeitsch​riften, Mörgeli nicht weil Mörgeli den wissenschaftlichen Ansprüchen nicht genügt !


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86%
(123 Stimmen)
Heinz Kremsner sagte September 2012

Hier wird die Situation der SVP mit dem Mörgeli dargestellt viel Spass https://pbs.twimg.com​/media/A3e0cnXCYAEhCn​1.jpg:large


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84%
(128 Stimmen)
Heinz Kremsner sagte September 2012

Hr Siegenthaler: ich stelle fest dass das SVP-Kampfblatt Weltwoche ganz gezielt Kommentare auf der Online-Seite zensiert.
Philipp Gut hat den Artikel "Zweieinhalb Bücher in 20 Jahren"
geschrieben​. "Hinter der Kritik an Christoph Mörgeli steht sein Chef Flurin Condrau. Dessen Leistungsausweis ist bescheiden." Von Philipp Gut
siehe http://www.weltwoche.​ch/weiche/hinweisgesp​errt.html?hidID=54594​9

Das ist komnpletter Unsinn den Hr Gut schreibt. Mit einem Kommentar wollte ich das klarstellen. Ich hab den Kommentar 9 mal gesendet. Nie veröffentlicht !!!

Hier der Text den die WW nicht veröffentlicht:

Tj​a Hr Gut. Da liegen sie meilenweit von jeder Realität fern.Nur weil Sie Flurin Condrau nicht kennen ist er unbekannt. Total naiv sowas.
wissenschaftl​iche Veröffentlichungen, Bücher und Zitate von Condrau http://scholar.google​.de/scholar?q=+Flurin​+Condrau&btnG=&hl=de&​as_sdt=0

wissensch​aftliche Veröffentlichungen, Bücher und Zitate von
Mörgeli http://scholar.google​.de/scholar?hl=de&q=c​hristoph+m%C3%B6rgeli​&btnG=&lr=

Die Fakten sprechen eindeutig für Condrau


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88%
(119 Stimmen)
Heinz Kremsner sagte September 2012

Interessant ist doch Hr Siegenthaler dass das SVP-Kampfblatt Weltwoche Lobeshymnen auf Hr Mörgeli schreibt und ihn gegen alles verteidigt.

Auf der Weltwoche Online Seite http://www.weltwoche.​ch wird eine Umfrage gemacht:
Fall Mörgeli vs. Condrau: Glauben Sie, dass seitens der Universität Zürich intrigiert wurde?
Nun bis Samstag war die Zustimmung Nein bei etwa 51 Prozent. Als ich die Nächte Samstag/Sonntag und Sonntag/Montag so zwischen 2 und 4 Uhr morgens auf die Seite schaute ging der Zähler ohne Unterbruch pausenlos beim Ja-Anteil hoch.
Jetzt ist der Ja-Anteil bei 60 %, das Nein bei 29 %.

Es ist doch amüsant dass die SVP-Fanatiker nicht mal vor der (straflosen) Verfälschung von Umfragen zurückschrecken.
Wer sitzt denn nachts um 2-4 Uhr vor dem Computer und nimmt an der Umfrage teil? Niemand ! Ausser SVP-Fanatiker die Umfragen verfälschen.

Die Umfragen der Weltwoche in SVP-Themen sind absolut nichtssagend nutzlos.

Das ist nicht die erste Weltwoche-Umfrage die von SVP-Fanatikern verfälscht wurde. Ich konnte das schon mal bei einer Umfrage betreff Blocher (nachts so 2-4 Uhr) beobachten dass der Zähler zugunsten Blocher lief.


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85%
(124 Stimmen)
Dieter Lohmann sagte September 2012

Aus Sicht des Steuerzahlers ist es unverständlich, dass Doppel-Staatsgehaltbe​züger Mörgeli nicht fristlos entlassen wurde. Jetzt kassiert weitere 6 Monate auf Kosten der Steuerzahler ab(Neben seinem zweiten Staatsgehalt als Nationalrat...). Und das fürs nichts tun! (wobei, viel getan hat er ja offensichtlich auch vorher nicht...)


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84%
(135 Stimmen)
Jolanda Wyss sagte September 2012

Was ich nicht verstehen kann, dass ist das blanke Entsetzen der SVP über die Reaktionen, die nun von allen Seiten erfolgen.

Die Veröffentlichung über die Medien betreffend der evtl. bevorstehenden Kündigung von Herrn Mörgeli war sicher nicht korrekt und man sollte auf jeden Fall den Schuldigen suchen. Soweit sind wir uns einig, aber nur soweit.

Die SVP spekuliert genauso wie es andere auch tun, auch hier weiss man nicht überall wer nun was, wann und wo gesagt, getan, geschrieben hat.

Es wird zur Zeit überall vermutet und überall unterstellt.

Und es tut mir leid, der Durchschnittsbürger orientiert sich bei der Wahl, wem er seine Symphathie schenken soll, eben auch daran, wie sich ein Politiker öffentlich äussert. Und wenn Herr Mörgeli behaupte, dass das Burn-Out Syndrom nur ein Null-Bock Syndrom ist und das nur Leute trifft, die sich vor der Verantwortung drücken und eigentlich zu faul sind zum Arbeiten; Nun ja, dann darf man auch keine grosse Unterstützung erwarten, wenn man selbst mal Probleme hat.

Es ist diese oft überhebliche, herablassende Art, dieses unter die Gürtellinie schiessen, dass ich nicht mag an der SVP und ihr werft das dauernd den anderen vor.

Ich sage das auch zu Herrn Mörgeli, wie man in den Wald schreit so hallt es zurück! Oder der Ton macht die Musik!




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82%
(134 Stimmen)
Kurt Schnitzler sagte September 2012

Aber klar doch, alle internationalen Experten, die das museum begutachtet hatten, alle unabhängigen Experten, die Mörgelis Leistung beurteilten, die Fachkollegen, die Mörgeli ausschliessen wollen, die gesamte Uni Zürich, die gesamte Zürcher Regierung haben sich zu einer internationalen Verschwörung gegen den armen Professor Mörgeli zusammengeschlossen, lach...

Einfach lächerlich! Zumal die Verschwörungstheoreti​ker von der SVP keinerlei Beweise haben.

Ganz im Gegensatz zu den Unterlassungen von Mörgeli; die sind klar nachgewiesen!


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82%
(136 Stimmen)
Dieter Lohmann sagte September 2012

Wenn Mörgeli und seine Anhänger, die ihm offensichtlich blind nachrennen, andere des Mobbings bezichtigen, dann sollten sie dies auch beweisen können. Ansonsten machen sie sich strafbar...

Alle unabhängigen, teilweise internationalen Experten sind sich einig. Das Museum für das Mörgeli zuständig war, ist in katastrophalem zustand! Mörgeli hätte monatelang Zeit gehabt diese Mängel zu beheben. Anstatt dies zu tun hat er Vorgesetzte und Fachkollegen diffamiert und verleumdet.


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81%
(135 Stimmen)
Dieter Lohmann sagte September 2012

Gewisse Leute haben offensichtlich den Begriff "Mobbing" nicht verstanden.

Wenn einer entlassen wird, weil er miserable Arbeit leistet und Vorgesetzte und Fachkollegen öffentlich diffamiert, dann hat das rein gar nichts mit Mobbing zu tun. Dann haben die entsprechenden Stellen nur ihre Pflicht gegenüber dem Steuerzahler erfüllt!!!


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76%
(145 Stimmen)
Heinz Mahler sagte September 2012

Die SVP`ler regen sich oft auf über weit weniger wichtige Vorkommnisse und missbrauchen diese als Propaganda nachdem an Fakten und Realität herumgebastelt wurde.
Könnte es beim Mörgeli nicht auch so sein das er als Arbeitnehmer nicht mehr Tragbar war weil er noch unter den Unfallfolgen leidet ? Andere würden vielleicht sagen er sei nur ein Hypochonder oder Scheinkranker


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24%
(140 Stimmen)
Daniel Ryder sagte September 2012

Ja Herr Lohmann, wie Kremsner, einfach nur nur Fakten verdrehen. Sie Ignorieren was es zu ignorieren gibt!

Und eben genau, das Ganze wurde doch vor einem Jahr aufgegleist. Mörgeli musste sich nicht rechtfertigen, es gab kein Grund! Dies bestätigt ja auch der jetzige vorgeschobene Kündigungsgrund. Wäre es mangels Leistung gewesen hätte man dies weiter als Grund Benutzt, dies konnte man nicht und so wurde das ganze Spektakel auf die Schien des Vertrauensbruch hinaufmanipuliert.


Für den Steuerzahler gibt es nicht günstigeres und Besseres als Mörgeli!



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74%
(143 Stimmen)
Dieter Lohmann sagte September 2012

Gegen Mörgeli läuft seit fast einem Jahr ein ordentliches, rechtlich korrektes Verfahren mit Einbezug von unabhängigen Experten. Mörgeli hat alle Fristen zur Ausmerzung seinrr ungenügenden Arbeit ungenutzt verstreichen lassen. Die Entlassung war die logische Schlussfolgerung und ganz im Sinne der Steuerzahler!!!


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26%
(134 Stimmen)
Daniel Ryder sagte September 2012

Dies ist eine Inkompetente Aussage Herr Lohmann.

Es Zeichnet sich immer mehr ab, dass Hr. Mörgeli das bestmögliche aus den Finanziellen Möglichkeiten ausschöpfte. Zudem denke ich, ist es schon etwas seltsam, dass erst nach 27 Jahren bemerkt wurde das angeblich die Leistung nicht stimmt.

Vor allem Zeichnet sich das Politisch Mobing aus der nun Begründeten Kündigung ab. Zum Verhängnis geworden ist Mörgeli also nicht primär die Beurteilung seiner Arbeit die Ihm nicht hätte nachgewiesen werden können, sondern man musste aus der selbstverschuldeten Notlage durch UNI und Aeppli u.co die Kündigung mit dem Vertrauensverhältnis begründen. Dies wiederum wurde aber durch die UNI selbst gebrochen und zwar in einem unwürdigen ausmass!



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76%
(140 Stimmen)
Dieter Lohmann sagte September 2012

Mörgeli hatte mehrfach die Möglichkeit erhalten seinen Job besser zu machen. Er hat diese Chancen nicht genutzt.

Seine Entlassung ist im Sinne der Steuerzahler!!!


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