Oft hört man, meist aus eher rechten Kreisen, die Grünen sollten sich gegen die Zuwanderung aussprechen, weil dadurch Umweltprobleme entstünden. Es gäbe Platzprobleme, es würde mehr überbaut und zubetoniert, der Energieverbrauch steige. Deshalb hätten die Grünen allen Grund, gegen Zuwanderung zu sein.
Schauen wir uns das ganze mal ruhig und logisch an.
Lebt ein Ausländer in der Schweiz, braucht er hier Platz zum Wohnen, er verbraucht Energie und produziert CO2.
Lebt derselbe Ausländer in Deutschland, braucht er in Deutschland Platz zum Wohnen, verbraucht in Deutschland Energie und produziert in Deutschland CO2.
Lebt er in der Türkei, wird eben dort Platz und Energie benötigt und CO2 produziert.
Und nicht zu vergessen: Wenn ein Schweizer im Ausland Ferien macht oder gar auswandert, dann braucht dieser Schweizer im Ausland Platz zum Wohnen und verbraucht Energie und produziert CO2.
Für die Umwelt ist es Hans was Heiri, wo ein Mensch lebt. Es kommt viel mehr auf dessen Lebensweiser an.
Wer gegen hohen Energieverbrauch ist, kann sich für Sparen und Energieeffizienz einsetzen.
Wer gegen Zubetonieren ist, kann sich für verdichtetes Bauen einsetzen. Also mehr in die Höhe bauen, Mehrfamilienhäuser statt Einfamilienhäuser.
Aber wer gegen Ausländer ist, aus welchen Gründen auch immer, soll sich bitte kein falsches grünes Mäntelchen anziehen. Denn „Ausländer raus!“ ist keine Umweltpolitik.


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