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Von Mythen und Märchen zum Bankgeheimnis

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Von My­then und Märchen zum Bankgeheimnis

"Es war ein­mal ein Land der Zwer­ge. Die Zwerge waren rich­tige Chramp­fer. Und überdies immer ehr­lich und vertrauenswürdig. Darum brach­ten eben­falls ehr­li­che und vetrauenswürdige Chramp­fer aus aller Welt ihre hart er­ar­bei­te­ten Gold­ta­ler in das kleine Zwer­gen­land. Und weil so viele Leute ihre Gold­ta­ler in das Zwer­gen­land brach­ten, wur­den die Rie­sen aus den gros­sen Nachbarländern eifersüchtig. Und sie be­gan­nen, die Zwerge ganz, ganz fies zu pie­sa­cken. Aber die Zwerge blie­ben stand­haft und ver­tei­dig­ten die Privatsphäre ihrer Kun­den wie die Löwen - und wenn sie nicht ge­stor­ben sind, dann kämpfen sie noch heute!"

 Ungefähr so geht das Märchen, dass uns hier­zu­lande die ver­ei­nigte Schwarz­geld­front aus Ban­ken und bürgerlichen Par­teien ver­su­chen auf­zu­bin­den. Eine schöne Ge­schichte zwar, aber eben lei­der nur ein Märchen. Es ist er­staun­lich, wie hartnäckig sich die My­then um Ban­ken und Bank­ge­heim­nis hal­ten. Dies be­ginnt schon bei der Ent­ste­hungs­ge­schi​ch­te. Erst vor we­ni­gen Tagen hat mir ein Ban­ker doch tatsächlich wie­der ver­sucht zu erklären, das Bank­ge­heim­nis sei ent­stan­den, um jüdische Vermögen vor dem Zu­griff des Hit­ler­staa­tes zu schützen. Fakt ist: Das Bank­ge­heim­nis wurde 1934 erst­mals in der na­tio­na­len Ge­setz­ge­bung fest­ge­hal­ten. Ein Jahr nach der Machter­grei­fung und ganze sie­ben Jahre vor den ers­ten Beschlüssen zur „Endlösung“, d.h. zur zen­tral ge­plan­ten, mas­sen­haf­ten Er­mor­dung jüdischer Men­schen. Das Bank­ge­heim­nis diente schon da­mals nur einem Zweck: Aus der Schweiz eine Steu­er­oase zu ma­chen. Einen Ort also, der es Super­rei­chen aus der gan­zen Welt ermöglicht, sich ihrer Ver­ant­wor­tung gegenüber den Ge­sell­schaf­ten in ihren Heimatländern zu ent­zie­hen.

 Das Bankgeheimnis schadet der demokratischen Gesellschaft. Es ermöglicht einer kleinen, steinreichen Minderheit, in ihren Heimatländern –  auch in der Schweiz - zwar alles zu konsumieren, was ihnen die Gesellschaft ermöglicht (Bildung, Gesundheit, Infrastruktur, öffentlicher Verkehr, Post, Sicherheit, etc.), aber dafür keinen angemessenen Beitrag zu leisten. Alle anderen können das nicht: Jeder und jede NormalbürgerIn hat einen Lohnausweis, den wir der Steurrechnung beilegen müssen. Und auf alle Zinsen, die wir auf unser Sparbuch erhalten, zieht der Staat Verrechnungssteuer ab. Die kriegen wir nur zurück, wenn wir sie mit der Steuererklärung zurück fordern. Wir Normalsterblichen sind gegenüber den Steuerbehörden längst zu 100% transparent – mit dem Schutz der Privatsphäre hat das Bankgeheimnis eben auch nichts zu tun.

 Oder doch. Aber eben nur für solche, die keine Privatsphäre verdient haben. Steuerkriminelle, Waffenhändler, Drogenbarone, Diktatoren oder korrupte Politiker. So wurden zum Bespiel gerade nach den arabischen Revolutionen wieder Vermögen aller dieser Despoten auf Schweizer Bankkonten entdeckt. Alleine in den letzten zwei Jahren betrug die Kapitalflucht aus Griechenland 16 Milliarden Euro – in der kleinen Schweiz landeten ganze 10%. Und wir fragen uns, warum das Land pleite geht.

 Wenn es eng wird, malt die Rechte gerne Horrorszenarien an die Wand, die uns erwarten würden, wenn wir es auch nur wagen sollten, die Banken etwas genauer zu kontrollieren. Was Sie gerne verschweigen: Die Banken machen heute weniger als 7% der Schweizerischen Wirtschaftsleistung aus – deutlich weniger als die Industrie, der Detailhandel oder die Forschung. Das gilt auch für die Steuern: Von der Mehrwertsteuer ist die Branche sowie ausgenommen. Und von den gesamten Steuern aus Einkommen und Vermögen auf allen Ebenen machten sie 2004 nicht mal ganz 6% aus, 2008 noch kümmerliche 0.9%. Die beiden Branchenleader UBS und CS zahlen nach der Finanzkrise überhaupt keine Steuern – sie können weiterhin die Verluste geltend machen. Bei der UBS ist das noch mindestens bis 2014 der Fall. Dass sie das aber nicht daran hindert, weiter Milliardenboni zu zahlen, überrascht wohl auch niemanden mehr.

 Das Bankgeheimnis ist nur eines: Beihilfe zur internationalen, organisierten Kriminalität. Und wenn der SPD-Politiker Steinbrück jetzt wieder die Kavallerie dagegen losschicken will, dann hat er nur eines: Absolut recht.

 

Kommentare von Lesern zum Artikel

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57%
(28 Stimmen)
Harald Buchmann sagte April 2012

Im Grunde sagen viele Schweizer, besonders im rechten Spektrum ganz offen: Es geht uns ums Geld. Bankgeheimnis ist profitabel, die Abschaffung würde uns kosten. Gleichzeitig betonen sie, dass das Bankgeheimnis nichts schlimmes sei, da ja nur die Privatsphäre geschützt würde, nicht aber Steuerbetrug und Geldwäsche (im letzten Punkt haben sie wohl weitgehend recht bezüglich dem heutigen Bankgeheimnis-Überres​t).
Das ironische ist aber, wenn dann ein HSG Ethikprofessor in Deutschland sagt: "vielen Schweizer Politikern fehlt ein Unrechtsbewusstsein bei Steuerhinterziehung"​, dann löst es gerade unter Rechten Politikern ein Aufschrei aus...


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40%
(10 Stimmen)
Franziska Keller sagte April 2012


"Oswald Grübel propezeit der Schweiz harte Zeiten wenn sie so verhandelt wie bisher":

http://w​ww.tagesanzeiger.ch/s​chweiz/standard/Diese​-Weissgeldstrategie-i​st-unbrauchbar/story/​19096291


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47%
(15 Stimmen)
Karl Müller sagte April 2012

Wenn es um die Steuern geht werden immer verschiedene Sachen vermischt:

1. Wieviel unseres Geldes soll beim Staat landen?
In diesem Punkt gehen die Meinungen ziemlich auseinander.
2. Wofür soll unser Steuerbatzen ausgegeben werden?
Auch bei diesem Punkt sind die Kontroversen gross.
3. Was soll besteuert werden?
Auch hier gehen die Meinungen auseinander.
4. Welches Ausweichverhalten der Besteuerten hat ein verfehltes Steuersystem zur Folge?
5. Was ist von Steuerhinterziehung zu halten?

Wenn man möchte kann man beim Steuersystem Aenderungen vornehmen, entweder direkt über eine Initative oder indirekt via die Wahl derjenigen Politiker, die versprechen die Gesetze in die gewünschte Richtung zu ändern.

Wir können uns also nicht beklagen. Wir haben genau das Steuersystem, das die Mehrheit möchte. Für Demokraten ist klar, dass sie die vom Staat (bzw. von der Mehrheit) eingeforderten Steuern zahlen, wenn auch mit sehr grossem Widerwillen.

Steue​rhinterziehung ist also undemokratisch!

We​r eine Aenderung der Gesetzgebung wünscht, muss trotzdem die geforderten Steuern zahlen. Aber er kann eine Initiative starten und so diesen Missstand beheben.


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53%
(19 Stimmen)
Werner Nabulon sagte April 2012

Herr Karl Müller,

Jeder soll seine Steuern bezahlen. Vor allem die Einkommenssteuern. Und da führen ja in der Regel keine Wege daran vorbei, bei seinem Einkommen zu schummeln.

Und wenn ich nun entgegen der heutigen Tendenz finde, ich spare etwas Geld, lebe etwas bescheidener, soll ich bestraft werden?

Merken Sie eigentlich nicht, wer mit diesen Parolen auf das Vermögen der Bürger zuzugreifen schlussendlich belohnt wird?
Dass es dem Bürger vergeht, ab den Immens Hohen Steuern, überhaupt Geld auf die Seite zu legen? Um es noch einmal zu versteuern?
Man bestraft schon lange jene, welche sich eine Eigentum- Wohnung, Haus anschaffen, setzt Eigenmietwert ein, betraft den Sparer.

Eine Sozialistische Partei solle darauf achten, dass Ihre Bürger möglichst ohne Schulden dastehen, damit sie vom Kapital, den Mächtigen nicht andauern in die Knie gezwungen werden können.
Geld befiehlt, wer bezahlt der Befiehlt, wer kein Erspartes hat muss sofort auf das Sozialamt, und dort weitere Befehle über sich ergehen lassen.

Wer Verschuldet ist, bis hin zu Staaten, muss sich von Fremden sagen lassen, was zu tun ist, was Sache ist. Wer Ver- und Über- schuldet ist, verliert seine Freiheit, Unabhängigkeit.

Ir​gend Wo hört der Anstand auf, überhaupt Steuern zu verlangen.



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48%
(21 Stimmen)
Karl Müller sagte April 2012

Wer seine Steuern ehrlich zahlt profitiert vom Bankkundengeheimnis, denn die Bank leitet keine Informationen über die Kontobewegungen an den Steuervogt weiter. Wie der Bürger sein Geld ausgibt geht den Steuervogt nun wirklich nichts an. Das soll so bleiben.
Nun weiss aber der Steuervogt von den ehrlichen Steuerzahlern wieviel Geld sie am Ende des Jahres besitzen und wie hoch die Zinseinkünfte waren. Das muss der Steuervogt auch von unehrlichen Steuerzahlern wissen. Denn wenn man an der Besteuerung des Vermögens und der der Zinsen festhalten möchte, muss der Steuervogt diese Informationen besitzen damit er die geschuldete Steuer festsetzen kann. Eine entsprechende Anpassung des Bankkundengeheimnisse​s ist sinnvoll.
Die Steuerehrlichkeit liesse sich auch durch eine Erhöhung der Verrechnungsstuer auf 100% sehr einfach verbessern.
Nebenbei​: Steuerehrlichkeit hat etwas mit Ehre zu tun.


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47%
(19 Stimmen)
Karl Müller sagte April 2012

Bei der Frage ob man Steuerhinterziehung gleich behandeln soll wie Steuerbetrug kann man unterschiedlicher Meinung sein. In diesem Punkt entspricht Gesetzgebung von Deutschland nicht derjenigen der Schweiz.
Bei Wirtschaftsspionage sieht es anders aus. Sie ist sicher auch in Deutschland verboten.

Wie würde wohl Deutschland reagieren, wenn ein Kanton Staatsangestellte dazu auffordern würde deutsche Unternehmen auszuspionieren?

W​enn das auffliegen würde, wäre der Krach gross. Und alle Verantwortlichen müssten den Hut nehmen und dürften ihr Leben lang die Schweiz nicht mehr verlassen, weil sie international zur Fahndung ausgeschrieben wären.

In der Vergangenheit hat so mancher deutsche Politiker und Beamter zur Wirtschaftspionage gegen die Schweiz aufgerufen. Sie alle sollten international zur Fahndung ausgeschrieben werden.


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54%
(28 Stimmen)
Werner Nabulon sagte April 2012

Frau Franziska Keller,
Neid, die Schweiz ist ganzheitlich gesehen zu erfolgreich als Land. Punkt.

Dann musste ich erfahren durch die Medien, dass Herr Cédric Wermuth nebst Nationalrat noch Sozi Viezepräsident ist. Er wurde ja nach seiner Verklärten Ansicht hinsichtlich diesem Steuerabkommen gefragt konnte dann in den tendenziösen Schweizer Medien seine Parolen loslassen.

Man will die Schweiz mit der Brechstange ruinieren, oder zu Zahlungen zwingen, um der erfolglosen EU beizustehen. Beamte werden ja in diesen Staaten sehr schnell entlassen, da man diese nicht wirklich braucht. Also muss ein Genosse versuchen dem Anderen in einem Pleite Land beizustehen.



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36%
(39 Stimmen)
Franziska Keller sagte April 2012

Ich habe gegoogelt:
Listen Steueroasen weltweit 2012 und Deutsche Banken und Steueroasen 2012. Hier nur ein paar kleine Häppchen davon, die aber klarstellen was auf diesem Planeten los ist und wie wir uns von linken Schuldzuweisungen den Kopf in den Sand drücken lassen. Wie dieser Anklagepunkt dazu benützt wird uns ein weiteres mal durch die Hintertür zu verkaufen (s. Kleingedrucktes im neuesten Vertrag).
Google liefert seitenweise interessante Informationen zum Thema, hier nur das "Amüsante".
Kann mir irgendeiner schlüssig erklären warum man uns die ganze Zeit würgt und die anderen einfach machen lässt? Wem nützt das was. Wer profitiert davon und warum? Was sind die wahren Gründe für das ganze "Böse Schweiz Theater"?
Ich bin gespannt?

http://w​ww.attac.de/startseit​e/detailansicht/datum​/2012/01/27/deutsche-​grossbanken-weiter-ma​ssiv-in-steueroasen-p​raesent/?no_cache=1&c​Hash=3fa2aaee1171705b​40d6a024e2e80007
(So​ - und wir kriechen zu Kreuze!)

http://st​eueroasen-weltweit.ne​t/
(Zum Schreien! Werbung zum Geldverstecken!)

h​ttp://www.etc-lowtax.​net/steueroasen.htm
​(Info's zu den besten Steueroasen weltweit für Steuerberater und Rechtsanwälte)

htt​p://www.geldmarie.at/​steuern/steuerparadie​se.html
(Blog mit Liste unserer "Konkurrenten".)


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57%
(51 Stimmen)
Thomas Niedermann sagte April 2012

Ach hüte uns vor dem Cedric Wermuth:
- Denn was so schön nach Recht und Moral tönt ist in Wahrheit eine wirtschaftliche Auseinandersetzung alles andere ist nur Ablenkung.
- Wir haben immer mehr Politiker die uns regieren wollen, der gläserne Bürger ist dazu ideal - da nimmt man auch gerne die Hilfe von Genossen aus anderen Staaten in Anspruch
- Die Überwindung des Kapitalismus ist festgelegtes Ziel - ergo eine grosse Umverteilung mit den ach so gescheiten Politikern die eine Neidkultur weiter anstacheln.

Realit​ät ist doch:
- Die Schweiz hat Ihren Reichtum nicht gestohlen - wir hatten auch Glück zugegeben - aber sorry wir haben auch weniger ausgegeben und mehr gearbeitet. Zudem ist unser Volksvermögen nicht durch zwei Weltkriege geschmälert worden, es konnte vererbt werden.
- Die überwiegend grösste Anzahl der Schweiz zahlt ihre Steuern korekt. Wie bei allen Sachen gibt es immer wieder Ausnahmen. Diese liegen in der Natur des Menschen und sind auch ein Teil des Preises für die Freiheit. Mit der Wermuth-Logic müsste man alle Autos mit GPS ausrüsten und wer zu schnell fährt wird automatisch bestraft etc etc.

Also hört mir auf mit diesem "Hau den Banker" und als Vertreter der Schweizerischen Bevölkerung erwarte ich einfach auch, dass der Standpunkt Schweiz vertreten wird (die Internationale könnt ihr anschliessend singen)


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40%
(47 Stimmen)
Werner Nabulon sagte April 2012

Herr Thomas Steffen,

Erstens betreiben wir eine Politik der Angst.
Angst, den Job zu verlieren, ohne Geldmittel (ALV/IV) dazu stehen, AHV / BVG Dritte Säule KK, im Alter und Krankheit ohne Mittel dazu stehen, schliessen Versicherungen für alles und jenes ab, alles aus Angst….
Angst, KKW Explodieren, Stauseen Brechen, die Welt ginge unter, wir würden Überfremdet, die Landschaft zugepflastert, man könnte einen Unfall haben mit dem Fahrzeug, …

Jeder egal ob links oder rechts hat da seine Psychosen, und verlangt für seine Psychosen ein Gesetz.
Alle diese Gesetze führten dazu, dass Gelder an einem Ort angehäuft werden, (für schlechte Zeiten) und genau darauf haben sich Gauner und Abzocker, Egoisten spezialisiert, diese Gelder an sich zu reissen.
1:12 Initiative, es sind BVG / solche Pool Verwalter, welche Gigantische Löhne zulassen. Und wir, lassen das einfach so zu, weil ja ein Gesetz uns verpflichtet, in eine BVG Kasse zu bezahlen. Wir müssen ebenso in eine AHV Kasse bezahlen, ebenso in eine KK Kasse einbezahlen.
Wir haben schon lange die Eigenverantwortung abgegeben, an den Staat, (das wären eigentlich wir) und lassen uns Sicherheit vorgaukeln, wieder aus Angst.

Angst, ängstliche Menschen gehen nicht mutig in die Zukunft, können keine Verhandlungen führen mit anderen Staaten, weil immer die Angst das eigene Denken beherrscht, man könnte möglicherweise etwas verlieren.
Wer nicht bereit ist, Risiken selber zu tragen, auch einmal Rückschläge hinzunehmen, aus Angst, bringt es nie zu etwas.
Der verkriecht sich in seiner Höhle, schaut ängstlich nach draussen, was da Böses abgeht. Grübelt und Studiert herum, auch wenn das Wasser in seiner Höhle drin schon bis zur Hüfte reicht, ob es nun gescheit ist, Wasser zu schöpfen, oder ob das Auswirkungen auf die Umwelt haben könnte, die möglicherweise ganz schlimm enden.

Seine letzten Gedanken werden sein, vor dem absaufen, er wäre glaubs besser gewesen, aus der Höhle rauszugehen, aber nun ist es zu spät.

Wir tragen keine Selbstverantwortung mehr und deshalb fehlt es uns an sozialer und emotionaler Kompetenz.
Grosse Röhre, und wenn es schief geht, war es niemand der dafür war! Niemand ist dann gewillt und bereit, ehrlich dazu zu stehen, dass man einmal für diesem Mist mit JA abgestimmt hatte.

Angst ist immer der schlechteste Berater und erzeugt Feiglinge und Lügner, Blender.



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38%
(24 Stimmen)
Rainer Selk sagte April 2012

Es darf nicht vergessen werden, dass mit dem 2+4 Vertrag (Integration der DDR in die BRD) per Handstreich Teile des Grundgesetzes der BRD ausser Kraft gesetzt wurden. Das wissen viele Deutsche noch überhaupt nicht. Die BRD darf also rechtlich überhaupt keine Steuern einziehen. So werden auch Gerichtsurteile nicht unterschrieben.... Und es gibt zunehmend Menschen in D, die sich gem. neuester UNO Gesetze zu sog. selbständigen Einheiten deklarieren, also zwar in D leben, aber keine Verpflichtungen dort haben.

Es gibt dazu im Inernet genug Aufsätze, weshalb ich hier auf Details verzichte. Das ganze ist aber soweit, dass die BRD eigentlich nicht anderes als eine Abwicklungs AG, die ca. 60 deutschen Unternehmen gehört!!!

Gem. Bushs Vize Cheney ist WK II noch nicht vorbei. So hat D auch noch keinen Friedensvertrag und gilt in der UNO noch immer als Feindstaat.

Wenn also die Behörden in D faktischen nicht berechtigt sind, Steuern einzutreiben, muss man sich fragen, ob es dann das hier so breit ausgewalzte 'Schwarzgeld' überhaupt rechtlich gibt. Gbit es das nicht, fällt die ganze Diskussion in sich zusammen und Zahlungen an die Abwicklungs AG BRD wäre rechtlich sogar nicht mal haltbar.



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48%
(40 Stimmen)
Kurt Anton Brugger sagte April 2012

Guten Tag Herr Wermuth, Sie fallen mir immer wieder auf, wie Sie von Ihren Kontrahenten (insbesondere von der SvP) verlangen sachbezogen und nicht ideologisch zu argumentieren. Was Sie in diesem Beitrag zum Bankgeheimnis von sich geben, ist mehrheitlich indeologisches und populistisches Wischiwaschi.
1. Das BG hat auf dem Finanzplatz Schweiz eine lange Tradition. Es ist lange bevor Sie(Politologie) studiert haben, gesetzlich verankert worden,in Kraft getreten und zum schutz der Privatsphäre der Bürger die Zuwiderhandlung unter Strafe gestellt worden.
2. Alle Schweizer haben in der Folge von der positiven Auswirkung auf den Finanzplatz, indirekt profitiert. Nicht zuletzt auch die SP und deren Klientel.
3. Der Missbrauch einerseits durch Steuerflüchtlinge und andererseits druch die Finanzinstitute ist zu bekämpfen, durch Massnahmen wie sie immer wieder in periodischen Abständen ergriffen wurden. Die aktuellen Verträge sind bestens geeignet Steuerdelikte zu eliminieren. Auch frühere Massnahmen die getroffen wurden (Geldwäscherei,Despot​engelder) haben sich bewährt.
4. Steuer- und Finanzdelikte sind so alt wie das Geld selber. Steuerdelikte kennt man in der Geschichte, seit die Bürger der Obrigkeit den Zehnten abzuliefern hatten.
5. Ihr Fronttalangriff auf das Bankkunden-Geheimnis ist weder zielführend noch effizient. Ihre Aussage das BG würde ausschliesslich kriminelle Machenschaften schützen, ist rein ideologisches Geschwätz. Solange in Europa (Luxenburg, Oesterreich) und in einzelnen US Staaten das BKG zum Current normal gehört, steht es in der Schweiz sicher nicht zur Disposition.
6. Der GlamourBanker (SNBP) wo das Bankgeheimnis benutzt wurde, um Mauscheleien mit Devisen und Wertpapieren unter dem Deckel zu halten, ist aus Sicht der SP (und TA) der Popstar der Finanz(unter)welt. Vielleicht können sie mir gelegentlich erklären, warum die SP Führungsriege diesen HighRiskBan-ker deckt. Ich bin gespannt wie die Spin-Doctors seines Fan Clubs in der 2. SOSE die PUK verhindern.
7. Die SP will den Kapitalismus überwinden, das haben die Cüplisozialisten der Basis von den Wahlen 2011 noch eingehämmert. Aus meiner politischen Froschperspektive, sehe ich in Ihren Argumenten gegen das BKG einen schwerwiegenden Widerspruch zu Ihrem Verhalten in der Causa Hildebrand. Trotzdem in beiden Themenbereichen ideologische, unglaubwürdige Schaumschläg-erei.
8. Vielleicht sollten Sie sich mal kurzschliessen mit dem Methusalem unter den Kapitalismusbekämpfer​n. Möglicherweise kann er helfen Ihren gordischen Knoten zu lösen.


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51%
(53 Stimmen)
Willy Burgermeister sagte April 2012

Sehr geehrter Herr Wermuth,

Sie scheinen ein begnadeter Märchenerzähler zu sein. Allerdings zweifle ich an Ihren Fähigkeiten als Nationalrat. Statt unseren Rechtsstaat gegen aussen abzuschirmen, höhlen Sie ihn an der Flanke aus, damit die Kavallerie des deutschen SPD-Politikers Steinbrück mühelos eindringen kann.

OECD, EU, USA – zahlreiche Staaten und Organisationen üben Druck auf unser Land aus, so genannte Steuerflüchtlinge dem Fiskus ihrer Heimatländer auszuliefern. Geltende Verträge oder persönliche Rechte der Betroffenen werden dabei beiseite gewischt. Die Schweiz wird zum bösen Buben der internationalen Fiskalpolitik gestempelt. Zu Recht? Daniel Mitchell, Senior Fellow am Cato Institute sowie Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Zentrums für Steuerwettbewerb, argumentiert, die Ursache des Steuerstreits mit den USA liegt in der dortigen Finanzpolitik. Die finanziell verzweifelte Lage der US-Regierung habe ein imperialistisches Steuersystem entstehen lassen, das notwendigerweise Konflikte mit anderen Ländern erzeuge.

Unser System des ungebrochenen Vertrauens in den mündigen, verantwortungsbewusst​en Bürger weicht einer fatalen Kultur des ungebremsten Misstrauens.

Viell​eicht sollten wir auch einmal darüber nachdenken.

Mit freundlichen Grüssen,
Willy Burgermeister



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56%
(54 Stimmen)
Stefan Pfister sagte April 2012

«Die Schweiz ist reich geworden durch Schwarzgeld» (Sergio Ermotti)

Wenn Linke früher von Schwarzgeld-Geschäfte​n sprachen, nannte man sie "Nestbeschmutzer" und "Landesverräter". Nun sagen es sogar Bankgeheimnis-Befürwo​rter. Nur, dass sie weiterhin nichts Schlechtes daran sehen

"Das Bankgeheimnis ist nicht da, um Schweniereien zuzudecken" (Christoph Mörgeli)

Diesen Spruch brachte Mörgeli im Zusammenhang mit dem Fall Hildebrand. Wenn es aber um die Milliarden Schwarzgelder auf Schweizer Banken geht, zu deren Kunden auch einige Despoten zählen, dann ist die MOral schnell wieder vergessen.

Das Steuerhinterzieher-Ge​heimnis ist nicht mehr zu retten, auch wenn die Ratsrechte versucht, das Unvermeidliche hinauszuzögern.

Ic​h staune, wieviele KOmmentatoren hier anscheinend Schwarzgeld-Geschäfte​ befürworten.


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87%
(38 Stimmen)
Karl Müller sagte April 2012

Steuerhinterziehung kostet den ehrlichen Steuerzahler viel Geld, denn wenn alle Leute ihre Steuern ehrlich zahlen würden, wäre mehr Geld in der Staatskasse und die Steuern könnten entsprechend für alle gesenkt werden. Eine Erhöhung der Ausgaben wäre keine gute Idee.
Die Steuerhinterziehung kostet uns Geld, aber nur Geld. Etwas anderes ist beunruhigender. Die Art und Weise wie die Banken Kredite vergeben dürfen: Ein Teil der Kredite ist gedeckt durch die Einlagen der Bankkunden auf dem Bankkonto usw. und das Eigenkapital der Bank. Der andere Teil der Kredite steht jedoch in der Luft, denn die Banken dürfen auch dann einen Kredit gewähren, wenn dieser nicht zu 100% abgesichert ist. Diese Kreditblase ist eine Gefahr für die ganze Wirtschaft. Das muss sich ändern.


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