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Wirtschaft ist auf eine Mitte-Links-Politik angewiesen

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Die Schweiz ist am Wahl­sonn­tag ökologischer ge­wor­den. Die Chan­cen ste­hen damit gut, dass die Clean­tech-I­ni­tia­t​ive der SP Schweiz mir ihrer For­de­rung nach einer ökologischen In­dus­trie­po­li­tik​ im neuen Par­la­ment und im Volk eine Mehr­heit fin­det. Damit wird in den nächsten Jah­ren das grösste Beschäftigungsprogram​m ausgelöst, das die Schweiz in ihrer jüngeren Ge­schichte er­lebt hat. Der Schub wird nötig sein, denn die Stel­lenab­bau­welle der tra­di­tio­nel­len In­dus­trie hat mit No­var­tis erst begonnen.

Doch ist die Schweiz mit dem neuen Parlament auch sozialer geworden? Werden wir in den kommenden Jahren Mehrheiten finden für bezahlbaren Wohnraum, für anständige Löhne, für eine wirksame Familienpolitik und für eine moderne AHV mit sicheren Renten?

Die zentrale Frage der kommenden Legislatur heisst: Wie weiter mit der Personenfreizügigkeit​? Die Personenfreizügigkeit​ ist die Lebensader der Schweizer Wirtschaft. Politisch ist sie ein Mitte-Links-Projekt. Das Herzstück der Personenfreizügigkeit​ sind die Flankierenden Massnahmen, also jene innenpolitischen Massnahmen, die Lohndumping verhindern sollen. Die Methode «Öffnung mit flankierenden Massnahmen» wurde von der SP und den Gewerkschaften entwickelt und durchgesetzt. Denn seit der EWR-Abstimmung ist klar: Das Volk stimmt der Personenfreizügigkeit​ nur zu, wenn vom damit ausgelösten wirtschaftlichen Schub alle profitieren und die Risiken eingegrenzt werden können. Eine Mitte-Rechts-Politik ist folglich das Ende der Personenfreizügigkeit​.

Wer für die Lebensader der Schweizer Wirtschaft, die Personenfreizügigkeit​, auch künftig die Unterstützung des Volkes will, tut deshalb gut daran, zusammen mit der SP und den Gewerkschaften die Schweiz sozialer zu machen, die wachsenden Ungleichheiten zu bekämpfen und den Mittelstand zu stärken.

Dazu braucht es Mindestlöhne, mehr Gesamtarbeitsverträge​ und tatsächlichen Schutz gegen Lohndrückerei auf allen Lohnebenen. Es braucht eine Wohnungspolitik, die bezahlbaren Wohnraum für alle und insbesondere für Familien gewährleistet. Und es braucht eine Finanzpolitik, die das Geld in Bildung, zum Beispiel in bezahlbare Kinderbetreuung, statt in Kampfflieger investiert.

Die Personenfreizügigkeit​ ist ein Freiheitsrecht. Die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer ist frei, dort den Lebensmittelpunkt zu wählen, wo sie oder er eine passende und spannende Arbeit findet. Dies im Gegensatz zur Kontingentslösung, bei der die Arbeitgeber Arbeitskräfte holen, resp. schicken und dabei vergessen, dass es Menschen sind. Ein Zurück zum Saisonnierstatut kann es nicht geben. Auch weil uns die bildungs- und integrationspolitisch​en Spätfolgen dieser kurzsichtigen Billigarbeiterpolitik​ bis heute teuer zu stehen kommen.

Gerade weil die Personenfreizügigkeit​ im Grundsatz eine gute Sache ist, dürfen wir die Augen vor den wachsenden sozialen Ungleichheiten, den Missbräuchen beim Lohnschutz und den Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt nicht verschliessen. Die explosiven Fakten sind bekannt: 1 Prozent besitzt in der Schweiz gleich viel Vermögen wie 99 Prozent der Bevölkerung. Auf 40 Prozent aller kontrollierten Arbeitsstellen werden die Lohnbestimmungen verletzt. Und die Wohnungspreise vertreiben die Familien aus den Innenstädten, weil der Spekulation keine Grenzen gesetzt werden.

Arbeiten wir in den nächsten Jahren über die Parteigrenzen hinweg an einer Schweiz, die ihren Reichtum künftig gerechter teilt und damit den Menschen das Vertrauen gibt, dass alle vom Fortschritt profitieren können! Und wählen wir am 14. Dezember einen entsprechenden Bundesrat! Eine offene und eine soziale Schweiz sind keine Widersprüche. Im Gegenteil: In unserer direkten Demokratie bedingen sie sich zunehmend.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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38%
(13 Stimmen)
Hans Meier sagte Dezember 2011

Neuestes Beispiel für eine SVP-Propagandalüge. Die SVP setzt sich entgegen ihrer Propaganda nicht für weniger Bürokratie ein. Die Mehrwertsteuer wir nicht vereinheitlicht und damit wird die Bürokratie nicht abgebaut.

Die SVP Wirtschaftspolitik ist zu oft deckungsgleich mit den links. Da die Linken nicht gegen die PFZ sind, ist Links wirtschaftsfreundlich​er als die SVP.




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61%
(23 Stimmen)
Michael Bernasconi sagte Dezember 2011

Sehr geehrte Frau Fehr

Ich würde Sie gerne Fragen, ob sie schon einmal in Ihrem Leben an einer Vorlesung über Volkswirtschaft teilgenommen haben?

Nach Ihren Aussagen würde ich dies eher verneinen.


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76%
(17 Stimmen)
Jeannette Wulkow- Nyffeler sagte Dezember 2011

Sehr geehrte Frau Fehr
Mich würde mal die Statistik wunder nehmen, wieviele Arbeitssuchende wir jetzt schon haben und wieviele Schwarzarbeiter.
Wun​dere mich auch nicht über die ausgesteuerten Alkoholiker.
Das denke ich Frau Fehr, wird die richtige Aufgabe für Sie und Ihre Parteikollegen sein,um Lösungen zu finden als sich grosse Gedanken über Mitte Links oder Mitte rechtsPolitik zu konsentrieren.
Freundliche Grüsse



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81%
(16 Stimmen)
Jeannette Wulkow- Nyffeler sagte Dezember 2011

Sehr geehrte Frau Fehr
Ich zittiere Sie: "Eine Mitte-Rechts-Politik ist folglich das Ende der Personenfreizügigkeit​." Richtig! Was spricht dagegen, wenn wir wieder mal diejenigen Fachkräfte, die wir wirklich brauchen, in unser Land holen??
Mindestlöhne​, sind Grundlohn Fr.2000.-, plus 13.04% plus Trinkgeld, genug???
Denn So habe ich mit 18 Jahren im A la Carte Service begonnen und verdiente nicht schlecht dabei. Dafür hatten wir aber eine Topp Dienstleistung und eine Topp Qualität, die unser Land ausgezeichnet hat.
Heute Frag ich mich nur noch wo ist unsere Qualität geblieben. Q steht ja bekanntlich für beides.
Freundliche Grüsse


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73%
(11 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Dezember 2011

Jürg Rimann geschrieben:
In der Schweiz haben wir grossen Wohlstand grosse Wohlfahrt aber wir bezahlen einen hohen Preis dafür weil:

- Firmen (zugegeben unter gewissem internationalem Druck)trotz milliarden Gewinnen Personal entlassen. Wo bleibt die Invetition in Forschung und Entwicklung? (wo bleiben z.B. die Resulatate in der Krebsforschung)
))

Genau Herr Jürg Rimann,

Immer wieder heisst es, um in die Zukunft zu gehen, müsse die Forschung verstärkt werden, und dann kommt so ein Brimborium an Aussagen, dass dies verhindert würde.

Forschung ist etwas Progressives, und wird durch Konservative und Ängste verhindert.

- Genf​orschung, was an Ängsten begründet ist, ob diese Horrorszenarien berechtigt sind, auf alle Fälle wurden da Gesetze erlassen, die vieles verhindern.

- Atomforschung, nach Fukushima und teilweise schon vorher haben Ängste dazu geführt, dass man Vogelstrauss Politik betrieben hat, ob wohl wir ja die Büchse der Pandora geöffnet haben.

- Chemie, ich lese täglich, dass alles chemisch sei, und es besser wäre biologisch zu Essen, muss erkennen, dass alles was Angst macht, einfach chemische Stoffe genannt wird.

- Die Medizin, soll dazu führen, dass wir ein gesundes Methusalem Alter erreichen, aber bitte ohne Chemie und Genzeugs, und auch ohne Drogen jeglicher Art! Wohlwissend, dass es soziale Probleme bringt, diese Überalterung.

- In​dustrie, aber bitte keine Waffen, Verbrennungsmotoren, oder Sachen welche elektromagnetische Schwingungen erzeugen, da haben wir Verbote und Gesetze.

- Auch die Architekten dürfen nicht das Bauen und verwirklichen, was sie erlent haben, zumindest nicht hier in der Schweiz. Umweltschutz, und so.

Eben, Progressives Forschen wird durch Konservative Intellektuelle verhindert. Nach einer Forschung sollten ja hier Arbeitsplätze generiert werden. Da klemmt es dann wieder überall.

Beliebt sind Forschen im Altertum. So mach ein PolitikerIn ist einfach einmal ein studierter des Rechtes, und an obigen Gesetzen mitverantwortlich.

Dann haben wir alle Arten von Philosophen, wo bitte bleibt da der Progressive Teil, die nichts anderes zu tun haben als Alte Sprüche zu rezitieren.
Jene der Musik Künste studierend, alte ehrenwerte Werke neu zu inszenieren, so dass ein Vogelfänger Papageno auf einmal in Windeln singend über die Bühne tingelnd.
Wir haben jene, welche die Alten Schriften zum X-ten Mal neu studieren, und darin Mögliche und unmögliche Geheimnisse neu entdecken,

Was bitte wollen wir erforschen?
Bringt es den Hungernden etwas, wenn Sie dann mit der Gewissheit verhungern dürfen, wie die Welt sich wirklich dreht?
Oder die Erkenntnis, eigentlich wäre genug zum Essen da, jedoch scheitert es an der Logistik oder dem Willen von uns, etwas daran zu ändern?



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88%
(25 Stimmen)
Damaris Cynthia Bächi sagte Dezember 2011

Mitte-Links und wirtschaftsfreundlich​??? Ein Widerspruch in sich! Dank den Linken müssen vor allem die KMU's durch Steuern, Gebühren, Abgaben und anderen Schikanen bluten ...


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81%
(16 Stimmen)
Thomas Niedermann sagte Dezember 2011

Liebe Frau Fehr

Ob das ganze Mitte-Links oder Mitte-Rechts genannt wird ist schlussendlich egal.
Ich nehme war, dass die Mehrheit der Bevölkerung eine freiheitliche Ordnung will, bei der in Not Geratenen geholfen wird aber kein Anreiz zum Ausnutzen der Sozialwerke besteht. Diesem Grundsatz sollten Taten folgen und nicht Parolen.

Parole 1: Mindestlohn = weniger Missbrauch auf den z.B. Baustellen:
Diesen Zusammenhang führen Sie auf. Wenn schon jetzt die gültigen Limiten durch GAV nicht eingehalten werden, dann wird es bei einem Mindestlohn tendenziell doch eher schlimmer als besser.
Parole 2: Personenfreizgigkeit = Lebensader = Flankierende Massnahmen sind die Lösung.
Ja wir brauchen fremde Arbeiter, dies hatten wir aber schon vor der Personenfreigügigkeit​. Dabei ist für einen Kleinstaat wie die Schweiz die Anzahl und die Qualifikation sehr wichtig. Leider ist es so, dass die Anzahl durch das Personenfreizügigkeit​sabkommen bestimmt wird und damit Qualifizierte aus nicht EU Staaten keine Bewilligung mehr bekommen. Bildhaft kriegen wir damit mehr Bauarbeiter aus Slowenien und weniger IT Spezialisten aus den USA.
Das Lohnniveau in der Schweiz ist höher -ergo ziehen wir solange andere an bis sich dieses nach unten angleicht - da helfen auch keine flankierenden Massnahmen. Für entsprechenden Nachschub ist gesorgt, Dazu muss man nur die Grössenverhältnisse zwischen den EU Staaten und der Schweiz betrachten.
Parole 3 Wir brauchen mehr Gesetze und Regelungen um das Ganze besser steuern zu können:
Links fordert immer mehr Einflussnahme durch den Staat und für die Classe Politique. Damit wird das föderalistische System in der Schweiz immer mehr geschwächt und damit die wirkliche Lebensader ausgehebelt. Überall ist die Classe Politique den Beweis schuldig geblieben, dass sie es besser kann als der Markt. Keines der System ist perfekt auch ein liberales System hat Nachteile - aber es ist weitaus das Erfolgreichere.
Paro​le 4: Wir brauchen ein Beschäftigungsprogram​m
Nein das brauchen wir eben nicht. Wir brauchen verlässliche und gute Rahmenbedingungen und nicht ein Programm aus Bern, dass Appenzell die schöne Zukunft bringt. Ein sozialistischer Politiker mit Studium in Psychologie uA weiss es sicher nicht besser als der Unternehmer vor Ort.

Was wir brauchen ist:
Eine Personenfreizügigkeit​ welche wir verkraften können und unseren Interessen auch dient. D.h. konkret brauchen wir Nachverhandlungen, dass in gewissen Berufsgattungen Limiten eingeführt werden können, dass Mindestqualifikatione​n als Voraussetzung gelten sollen.

Ein Sozialwesen welches die Übergänge zwischen Problemphase und Rückkehr zur Normalität durchlässig ist. Beispielsweise kann sich ein Sozialhilfeempfänger mit drei Kinder und einem Zuschuss von 4'500.- Sfr es sich nicht leisten eine Arbeit zu 4'500.- anzunehmen = weil dann muss er Abgaben zahlen und hat dann nur noch ca 3'800.-. Wir brauchen eine Lösung, dass er bei jeder Arbeit und sei es nur mit 1000.- Lohn, mehr hat als wenn er gar nichts tut.

Die EU hat sehr grosse Probleme, weil sie eben alles politisch lösen will, Beschäftigungsprogram​me lanciert die uneffektiv sind und dazu horrende Schulden anhäuft. Alles über einen Kamm schert wie zB Rumänien = Deutschland und sich damit Riesenprobleme aufgeladen hat. Verzweifelt sucht man daraus einen Ausweg.
Und jetzt kommen Sie und preisen das als die richtige Richtung an. Um Himmelswillen nein.

PS: Ich spreche viel mit Ausländern, auch aus der EU. Ich stelle dabei fest dass ein grosser Unterschied zwischen der Meinung der Politiker und den Bürgern besteht.
PS 2:Beim Skifahren sitze ich mit Deutsch zusammen und man kommt ins Gespräch. Ich bin sehr erschrocken, als mich der Deutsche allen ernstes fragt ob wir in der Schweiz auch solche Probleme hätten wie sie. Dass Schulgebäude nicht mehr unterhalten können und es teilweise Löcher in den Dächern hätte. Auf vielen Autobahnstrecken muss die Geschwindigkeitslimit​e über Brücken gesenkt werden, weil es die Brücke sonst nicht mehr aushalten würde.


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79%
(19 Stimmen)
Karl Müller sagte November 2011

Vor den diversen Abstimmungen zur Personenfreizügigkeit​ haben uns Politiker, Experten und Medien immer versprochen:

Die Ausländer kehren in ihre Heimat zurück, wenn sie ihre Arbeit verlieren. Ganz sicher!

Die arbeitslos gewordenen Ausländer halten sich offensichtlich nicht an dieses Versprechen.
Warum nicht?

Politiker, Experten und Medien haben keine Ahnung warum das so ist.

Das von den Erwartungen der Politiker, Experten und Medien abweichende Verhalten der arbeitslos gewordenen Ausländer war jedoch bereits vor der ersten Abstimmung im Mai 2000 vorhersehbar, wenn man sich in die Lage dieser Menschen versetzt hat. Denn die Sache ist doch kristallklar:
Ich komme in die Schweiz, weil ich hier mehr Lohn bekomme als in meiner Heimat.
Ich bleibe in der Schweiz, auch wenn ich meine Arbeit verloren habe, weil ich hier mehr Geld vom Staat erhalte als in meiner Heimat und dort sowieso keine Stelle finden würde.

Die Ausländer verhalten sie wie Du und ich, also vernünftig.

Vermut​lich wird es eine staatlich finanzierte Untersuchung geben, die in einigen Jahren zur Erkenntnis kommt, dass das Verhalten der arbeitslos gewordenen Ausländer nicht den wirtschaftlichen Modellen und den Erwartungen der Politiker, Experten und Medien entspricht und dass man leider keine Erklärung für das "Fehlverhalten" der arbeitslos gewordenen Ausländer hat.
Die Empfehlung der Politiker, Experten und Medien wird lauten: an der bewährten Personenfreizügigkeit​ ist festzuhalten.

Sie sehen: Ich rechne offensichtlich nicht damit, dass Politiker, Experten und Medien irgendwann so werden wie Du und ich, also vernünftig.


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69%
(13 Stimmen)
Karl Müller sagte November 2011

Mit dem Mindestlohn ist es so eine Sache.
Er hat durchaus seine Vorteile, denn wenn die Arbeitskräfte mehr verdienen, haben weniger Leute Anspruch auf Sozialhilfe und Beiträge an die Krankenkassenprämien.​ Der Sozialstaat und damit wir alle wird also entlastet. Das ist sicher positiv.

Der Mindestlohn verursacht jedoch auch Probleme:
Denn wenn der Preis des Wirtschaftsgutes Arbeit steigt, bedeutet dies ein grösseres Angebot an Arbeit und eine kleinere Nachfrage nach Arbeit.
Das heisst konkret:

Ein grösseres Angebot an Arbeit bedeutet:
Weil die Löhne steigen, wird es mehr EU-Bürger geben, die in der Schweiz arbeiten möchten. Dies führt zu einer höheren Arbeitslosigkeit. Siehe mein Kommentar weiter unten:
Warum führt eigentlich die Personenfreizügigkeit​ zu Massenarbeitslosigkei​t?

Eine kleinere Nachfrage nach Arbeit bedeutet:
Weil die Löhne steigen, wird die Produktion teurer. Viele Unternehmer werden Arbeitsplätze abbauen. Auch dies führt zu einer höheren Arbeitslosigkeit.

​Die Einführung des Mindestlohns führt also zwangsläufig zu mehr Arbeitslosen und mehr Staatsausgaben.
Dem wirkt jedoch entgegen, dass die Leute mehr Geld zur Verfügung haben und mehr konsumieren. Das wiederum führt zu Wirtschaftswachstum und mehr Arbeitsplätzen.
Um wieviel die Arbeitslosigkeit tatsächlich zunimmt, lässt sich also nicht zum Voraus sagen.

Wenn wir die Personenfreizügigkeit​ nicht anpassen, werden wir sehr bald mit wesentlich mehr Arbeitslosen konfrontiert sein.

Wenn wir sicher sein wollen, dass die Einführung des Mindestlohnes nicht zu mehr Arbeitslosigkeit führt, müssen wir unsere Ausländerpolitik oder etwas konkreter die Personenfreizügigkeit​ anpassen.


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87%
(23 Stimmen)
Karl Müller sagte November 2011

Warum führt eigentlich die Personenfreizügigkeit​ zu Massenarbeitslosigkei​t?

Ein Gewerkschafter hat vor einigen Monaten in einem Interview behauptet: in der Schweiz betrage die effektive Arbeitlosenrate wenigstens 10%. Bei etwa 4'588'000 Erwerbstätigen entspräche dies rund 450'000 Arbeitslosen.
(Das ist realistisch, denn neben den ALV-Bezügern gibt es auch noch Teilzeitbeschäftigte die mehr arbeiten möchten, in IV und Sozialhilfe abgeschobene Arbeitsfähige, Ehegatten, die sich vom Ehepartner versorgen lassen, obwohl sie gerne selber arbeiten würden, Resignierte, usw.)

In den kommenden Jahren müssen wir mit einer weiteren massiven Zunahme der Arbeitslosigkeit rechnen.
Warum?

W​enn ein Personalchef die Wahl hat zwischen einem Neueinwanderer der 3'900 verlangt und einem gleich qualifizierten Arbeitslosen, der 4'000 will, wählt er die für ihn günstigere Lösung. So spart er übers Jahr 1'200 Franken. Die Gesellschaft zahlt in der gleichen Zeit 48'000 Franken Arbeitslosengeld. So kommt es zur Massenarbeitslosigkei​t.

Hinzu kommt noch ein weiteres Phänomen. Die Unternehmer entlassen altgediente aber leider teure Mitarbeiter und ersetzen sie durch billige Neueinwanderer. Das ist gut für den eigenen Geldbeutel, aber leider schlecht für die Staatskasse. Diese Praxis wird in Zukunft viele Nachahmer finder. Sehr viele!


Was können wir tun?

Wir können nichts tun, dann fliegt uns das Sozialsystem irgendwann um die Ohren.

Wir können auf das Sozialsystem ganz verzichten, dann haben wir bald die Strassen voller Bettler und verhungernder Kinder.

Wir können die Ausländer an die Grenze stellen sobald sie ihre Arbeit verloren haben. Das wäre effizient, aber unfair.

Wir können den Zugang der Ausländer zum Sozialsystem einschränken. Sie erhalten weniger Geld und weniger lang Geld als die Schweizer. Irgendwann müssen sich die Heimatstaaten wieder um ihre Landeskinder kümmern.

Wir können die Unternehmen zwingen Ausländer durch gleich gut qualifizierte arbeitslose Schweizer zu ersetzen. Das wäre jedoch mit einer wahnwitzigen Bürokratie verbunden.

Wir können dafür sorgen, dass die Ausländer für die Unternehmen teurer werden: durch eine Einwanderungsgebühr und eine Abgabe für jeden beschäftigten Ausländer, diese sollte umso tiefer sein je länger der Ausländer schon in der Schweiz arbeitet. So werden die Schweizer für die Firmen günstiger als die Ausländer und die Neueinwanderer teurer als die alteingesessenen Ausländer. Diese Abgaben müssten an die Unternehmen zurück fliessen, via tiefere Steuern und Abgaben, sonst leidet die Wirtschaft.

Es gibt also durchaus Handlungsmöglichkeite​n.

Und es besteht Handlungsbedarf!
Die​ neusten Zahlen:

Monatserge​bnisse 2011:
Wanderungssald​o der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung
Janu​ar 6900
Februar 6200
März 5900
April 4900
Mai 6400
Juni 4700
Juli 4800
August 8000
September 10500
Oktober
November
Dezember

Und das trotz Wirtschaftskrise und immer mehr Arbeitslosen.

http://www.bfs.ad​min.ch/bfs/portal/de/​index/themen/01/02/bl​ank/key/bevoelkerungs​stand/01.html


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88%
(26 Stimmen)
Hans P. Grimm sagte November 2011

Hauptsache die Parlamentarier können sich ihre Bezüge erhöhen, ob das Volk nun darbt oder nicht!


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88%
(41 Stimmen)
Karl Müller sagte November 2011

Warum kommen die Ausländer in die Schweiz?
Weil sie kommen wollen.
Weil sie kommen dürfen.
Wenn unqualifizierte Ausländer nicht einwandern dürfen, so hat das in der Regel keinen Einfluss darauf ob ein qualifizierter Landsmann kommen will oder nicht. Ausser die beiden sind miteinander verwandt oder befreundet.

Wir können die PFZ also problemlos durch eine gesteuerte Einwanderungspoltik ersetzen.
Es darf nur kommen, wer von der Wirtschaft gebraucht wird und für den es keinen gleichwertigen Ersatz in der Schweiz gibt. Sei es nun ein arbeitsloser Schweizer oder alteingesessener Ausländer.


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76%
(37 Stimmen)
Karl Müller sagte November 2011

Die PFZ ist super!
Oder doch nicht?

Welche Folgen hat die Einwanderung?

Die Sozialausgaben wachsen, weil die nicht 120% einsatzfähigen Arbeitslosen in die Sozialhilfe abgedrängt werden.
Auf den Strassen und in den Zügen hat es immer weniger Platz.
Der Energieverbrauch steigt.
Die Umwelt wird immer mehr verschmutzt.
An den Schulen wird der Ausländeranteil immer grösser. Wenn in einer Klasse mehr als die Hälfte der Schüler nicht richtig Deutsch kann, so ist das eine Katastrophe. Für die ganze Klasse.
Je mehr arbeitslose Ausländer in der Schweiz leben, umso grösser wird der Bedarf an gut qualifizierten ausländischen Lehrern, Aerzten usw. für die Versorgung ihrer vom Sozialstaat lebenden Landsleute.

Die Ausländer brauchen Wohnraum. Dies führt zu einer erhöhten Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt und entsprechend höheren Mieten.
Die Ausländer besetzen einen Arbeits-oder Studienplatz.
Die Ausländer konsumieren.
Mehr Produktion und Konsum führt zu einer höheren Nachfrage nach Produktions- und Konsumstätten und damit auch auf dem Immobilienmarkt. Entsprechend höheren Preise sind die Folge.
Die Ausländer sind mobil. Dies erfordert mehr Verkehrsfläche.
Erge​bnis: Durch die Einwanderung nimmt die Zersiedelung massiv zu.


Aber: Die Ausländer finanzieren uns doch bekanntlich die AHV!!

Das ist richtig. Aber nur im Moment, denn aus den Beitragszahlern werden irgendwann Rentner.

Ab wann lohnt sich eigentlich ein Ausländer für die AHV?
Bei 44 Beitragsjahren und einer durchschnittlichen Lebenserwartung von knapp 22 Jahre muss mit zwei Monaten Arbeit ein Monat Rente finanziert werden. Wie gross müsste der Monatslohn sein um die Maximalrente zu finanzieren?
Maximal​rente = 2 * Monatslohn * Beitragssatz
Dies ergibt:

Monatslohn​ = Maximalente / (2 * Beitragssatz) =
= 2'320 / (2 * 8.4%) = 13'810 Franken
Das ist ein stattlicher Monatslohn.
Für die Minmialrente wäre ein Lohn von 6'905 nötig.
Auch so viel verdient nicht jeder.

(Viele Ausländer haben nicht 44 Jahre gearbeitet. Die Höhe der Rente wird entsprechend kleiner: je 1/44 pro Jahr Erwerbstätigkeit. Sie haben aber auch entsprechend weniger Beiträge bezahlt. Der minimale Monatslohn für eine ausreichende Finanzierung bleibt also gleich hoch.)

In der Schweiz leben immer mehr EU-Studenten. Sie bezahlen den AHV-Minimalbeitrag von jährlich 475 Franken und erhalten einige Jahrzehnte später eine AHV-Rente. Keine Angst nicht die Minimalrente (1'160 Franken pro Monat) aber doch immerhin etwa 1/44 der Minimalrente (pro Studienjahr in der Schweiz), das sind etwa 2%, also etwa 20 Franken im Monat. Das macht im Jahr eine Rente von etwa 240 Franken. Das bedeutet: Sobald die Ex-Studis eine Rente beziehen, sind sie bereits nach zwei Jahren in der Gewinnzone. Wenn sie im Rentenalter in die Schweiz zurück kehren, haben sie auch noch Anspruch auf Ergänzungsleistungen,​ dies ohne Einschränkungen.
Vie​le Ausländer lassen ihre älteren Verwandten in die Schweiz nachkommen. Die zahlen nur den AHV-Minimalbeitrag und erhalten später, wie die Studenten, eine reduzierte Minmalrente plus Ergänzungsleistungen.​

Es gibt wohl keine Investition mit einer besseren Rendite.
Für unsere Sozialsystem ist das jedoch langfristig gesehen eine Katastrophe.


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94%
(33 Stimmen)
Werner Nabulon sagte November 2011

Kleine Rechenaufgabe:
Monat​slohn Kt. ZH CHF 4‘000.- Brutto
Summe der Abzüge: CHF. 572.00
AHV/IV/EO CH​F. 206.00
ALV CHF. 44.00
NBU CHF. 66.00
KTG CHF. 16.00
Pensionskasse ​CHF. 240.00
Ausbezahlter Lohn ca CHF. 3‘428.- Netto
Obligatorische​ KK ZH ca CHF. 280.- (190.- / 420.-)
Miete inkl N.K. CHF. 1‘000-. Kleine Wohnung
Strom/TT/EDV​/TV CHF. 200.-
Es bleiben zum Leben ca CHF. 1‘948.-
Steuern: ​CHF.----
ÖV Kosten CHF. ----
Für Essen, Kleider, Waschen, Konsum, bleiben im Kanton Zürich etwa CHF. 1‘500.-, wohlverstanden die Person Arbeitet 40Std die Woche.
Wir stellen Fest: ein grosser Negativer Punkt sind die Sozialabgaben und KK zusammen, die ca 852.- (ohne Steuern) ausmachen. ¼ Lohn
Miete und der Strom/Verbrauch ca 1‘200.- wer so billig wegkommt hat sehr viel Glück. 1/3 Lohn
Im Bereich ½ 1‘500.- sind für Essen, Waschen, Körperpflege.
Wer Pech hat muss um die CHF. 150.- für den ÖV ausgeben. Es ist ein Lohn, kein Sklavenlohn, wird aber durch die hohen Lebenshaltung Kosten weggefressen!



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80%
(20 Stimmen)
Franziska Keller sagte November 2011

Mitte-Links/Mitte-Rec​hts und/oder Rechts-oder Linksaussen? Ich kann mir vorstellen, dass wir bald keine Zeit für das Geplänkel um politische Ausrichtungen haben werden.
Es geht in allernächster Zukunft wohl eher konkret um die Frage:
Die Wirtschaft? Welche Wirtschaft? Und: Geld? Welches Geld? Und vor allem wo?

Gerald Celente, amerikanischer Trendforscher der sich weltweit einen Namen mit seinen zuverlässigen Voraussagen zur weltweiten Entwicklung der Wirtschaft und Politik gemacht hat. Der Mann ist ernst zu nehmen:

http://www​.propagandafront.de/1​91860/trendforscher-w​arnt-vor-landerubergr​eifenden-bankenschlie​sungen-nach-weihnacht​en.html

Nigel Farage, vermutlich der Einzige der in Brüssel die Wahrheit sagt:

http://www.y​outube.com/watch?v=T_​6365-AvJI




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