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Wo wollen die Superreichen denn hin?

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Wie kann man da­ge­gen sein, dass die, die mehr als die meis­ten ver­die­nen und mehr als die meis­ten be­sit­zen, steu­er­lich nicht auch noch pri­vi­le­giert wer­den? Es ist unverständlich, wie die In­itia­tive zum Schreck­ge­spenst hoch sti­li­siert wird. Vom Ende des Föderalismus wird ge­re­det. Dabei wird mit die­ser In­itia­tive der Föderalismus gestärkt, Kan­tone und Ge­mein­den verfügen wei­ter­hin über ihre Steu­er­po­li­tik, ein­zig Mindestsätze für Spit­zen­ver­die­ner und Vermögende wären vor­ge­schrie­ben. Wird die In­itia­tive an­ge­nom­men, müssten nur rund ein Drit­tel der Gross­ver­die­ner, die vor­nehm­lich in den Kan­to­nen Zug und Schwyz lo­gie­ren, mehr Steu­ern zah­len. Das sind 0,2 Pro­zent aller Steu­er­pflich­ti­gen​. Und bei den Multimillionären wären es 1,2 Pro­zent, die bei einem Ja am 28. No­vem­ber eine höherer Steu­er­rech­nung bekämen. Es han­delt sich also um win­zige Min­der­hei­ten, die durch die In­itia­tive etwas zu ver­lie­ren ha­ben, die dann so­viel zu be­zah­len hätten wie in an­dern Kan­to­nen. Nichts­de­sto­trotz kur­siert die Be­haup­tung, die Mindestsätze würden den Stand­ort Schweiz schwächen und es sei damit zu rech­nen, dass Rei­che ins Aus­land ab­wan­dern. Mit dem Ef­fekt, dass am Ende alle mehr Steu­ern zah­len müssten. Das ist Hum­bug. Wenn die höchsten Ein­kom­men pri­vi­le­giert wer­den, blu­tet der Mit­tel­stand. Auch mit den 22 Pro­zent Ein­kom­mens­steu­ern​ auf Jahreslöhnen von über 250`000 Fran­ken ist die Schweiz Spitze in der Liste der Niedrigststeuerländer​. Wo wol­len die Rei­chen denn hin? Nach Rumänien, Bul­ga­rien oder Po­len, die we­ni­gen Länder, die we­ni­ger Steu­ern ver­lan­gen als die Schweiz? Tiefe Steu­ern für Super­rei­che ma­chen die Schweiz nicht zum Pa­ra­dies. Rechts­si­cher­heit, hohes Aus­bil­dungs­ni­veau​, in­takte In­fra­struk­tur, wun­der­bare Land­schaf­ten und ein­zig­ar­tige Lebensqualität sind min­des­tens so at­trak­tive Stand­ort­fak­to­ren,​ die für die ganze Bevölkerung Lebensqualität be­deu­ten.

 

Die Initiative ändert also nichts an der internationalen Attraktivität der Schweiz, sie bewirkt nicht, dass alle mehr Steuern bezahlen müssen und sie bedeutet auch nicht das Ende des Föderalismus. Die Initiative  «Für faire Steuern. Stopp dem Missbrauch beim Steuerwettbewerb.» sorgt für Ausgleich und macht die Schweiz im Innern einfach gerechter.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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33%
(9 Stimmen)
St. Wagner sagte Juni 2011

Die Rechten lehenen alles ab indem sie sagen: "Wir machen alte Schweizer Werte kaputt!". Die amerikanischen Rechten erklären alles, indem sie mit dem Sozialismus drohen (in den USA das Schreckgespenst Nr. 1, mit dem Terrorismus). Da kann man doch super Parallelen ziehen: Angstpolitik!


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50%
(16 Stimmen)
Marc Meier sagte November 2010

Föderalismus.

Es wird viel darüber geredet ob es uns (Nicht-Superreichen) nun zu Gute kommt wenn man die Steuern auf diese Weise erhöht oder nicht.
Faktisch ist es doch der Kanton und die Gemeinde die dieses Risiko tragen müssen, sie können sich über Mehreinahmen freuen oder aber sich mit den Einkommenseinbussen abfinden.
Es macht überhaupt keinen Sinn, das schweizweit zu besprechen. Das Argument, dass die Kantone sich ohne Initiative gegenseitig schaden würden ist an den Haaren herbeigezogen. Es gibt einen internationalen Standortwettbewerb und den wid es auch nach der Initiative noch geben, einzig können sich die einzelnen Kantone dann darin schlechter positionieren.


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50%
(12 Stimmen)
Markus Breisinger sagte November 2010

Schöne Geschichte Herr Inler. Dankeschön


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61%
(23 Stimmen)
Beni Inler sagte November 2010

Liebe Frau Graf
Nun ist es wieder mal soweit, Abzocker, mehr Steuern für Reiche, höhere Renten, weniger Beiträge, mehr Lohn, weniger Arbeit..... vielleicht wäre an der Zeit sich gedanken zu machen ob sie wirklich den rechten Weg gehen mit der SP!! Vielleicht sollten sie Verantwortung übernehmenund selber Arbeitsplätze schaffen aber nicht solche die subventioniert werden!!!
Haben Sie Frau Graf jemals Ihr " Salär " als Nationalrätin in Frage gestellt ob dieses nicht zu hoch sei??? Galaube kaum... Hier eine kleine Geschichte zu den Steuern vielleicht ein wenig zum schmunzeln oder ist auch was dran???

Viel Spass dabei:

Das Abendessen und die Steuerreduktion

Ze​hn Personen nahmen jeden Abend zusammen in einem Restaurant ihr Essen ein. Die Rechnung für alle zusammen belief sich immer auf 100.--. Die zehn teilten die Rechnung immer so auf, wie sie Steuern bezahlen mussten:
Die ersten vier (die Ärmsten) bezahlten nichts
Der Fünfte bezahlte 1.--
Der Sechste bezahlte 3.--
Der Siebte bezahlte 7.--
Der Achte bezahlte 12.--
Der Neunte bezahlte 18.--
Der Zehnte (der Reichste) bezahlte 59.--
Alle waren zufrieden. Eines Abends teilte ihnen der Besitzer des Restaurants mit, dass sie fortan 20.-- weniger bezahlen müssten, da sie so gute Stammkunden seien. Das Abendessen für alle kostete also nur noch 80.--. Die zehn beschlossen, auch weiterhin die Rechnung so unter sich aufzuteilen, wie sie Steuern bezahlten.
Für die ersten vier änderte sich nichts – sie assen nach wie vor umsonst. Für die anderen resultierte folgendes:
Der Fünfte bezahlte nun auch nichts mehr (100% Einsparung)
Der Sechste bezahlte nun 2.-- anstelle von 3.-- (33% Einsparung)
Der Siebte bezahlte nun 5.-- anstelle von 7.-- (28% Einsparung)
Der Achte bezahlte nun 9.-- anstelle von 12.-- (25% Einsparung)
Der Neunte bezahlte nun 14.-- anstelle von 18.-- (22% Einsparung)
Der Zehnte bezahlte nun 49.-- anstelle von 59.-- (16% Einsparung)
Jeder der sechs kam billiger weg. Aber nach dem Essen begann plötzlich Streit. „Ich bekomme nur 1.-- von den 20.--, die uns der Wirt als Rabatt gab“ sagte der Sechste und – den Zehnten fixierend: „Der kriegt 10.--!“ „Ja, das stimmt“ sagte der Fünfte – „ich spare auch nur 1.--. Es ist unfair, dass der Zehnte zehnmal mehr einspart als ich!“ „Das stimmt!“ rief der Siebte. „Warum soll der 10.-- zurückbekommen, wenn ich nur 2.-- erhalte – so bekommt der Reiche alles!“ „Ja genau“ riefen die ersten vier miteinander. „Wir bekommen auch nichts!“
Am nächsten Abend kam der Zehnte nicht mehr zum Nachtessen. Die neun assen ohne ihn. Beim Bezahlen bemerkten sie: Sie alle zusammen hatten nicht genug Geld, um auch nur die Hälfte der Rechnung zu bezahlen!
So funktioniert das Steuersystem: Die Leute, die am meisten bezahlen, haben auch am meisten von einer Steuerreduktion. Aber wenn wir diese Leute zu hoch belasten und sie sogar angreifen, weil sie reich sind, dann kann es passieren, dass sie eines Tages nicht mehr an unserem Tisch sitzen. Denn draussen in der Welt hat es noch viele gute Restaurants, in denen diese Leute Platz nehmen können....

Um in der Schweiz nicht besteuert zu werden braucht man die Schweiz nicht zu verlassen.... es reicht die Papiere zu verschieben ;-)


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38%
(37 Stimmen)
Willy Burgermeister sagte November 2010

@ Markus Breisinger
@ Christoph Gruber

Einverstand​en! Unsere Politiker scheinen sich von der Wählerbasis abheben zu wollen. Und wenn dem so ist, dürfen wir uns auch nicht wundern, dass, statt ernsthaft politisiert, mit Schlagworten und Worthülsen polemisiert wird. Dazu zwei Beispiele:

1) Die SP hat sich überholt, ihr Programm ist nicht mehr zeitgemäss. Sie müsste wirtschaftlich offener sein, sich der Globalisierung, der Alterung der Gesellschaft und dem internationalen Wettbewerb stellen. Aber das tut sie nicht.

2) Wenn es um die Attraktivität als Steuerstandort geht, schneidet die Schweiz gar nicht so gut ab, wie angenommen wird, stellt Praktikus in der Finanz und Wirtschaft fest. Im Gegenteil: Sie belegt nur Rang 41. Das zeigt eine Studie, die diese Woche ­vorgestellt wurde.

Und jetzt will die SP die Steuern noch erhöhen!


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52%
(33 Stimmen)
Markus Breisinger sagte November 2010

@Christoph Gruber
Sie haben völlig recht. Die meisten Politiker verfassen einen Artikel und werfen den mal in die Runde. Offensichtlich sind sie an einer Diskussion nicht interessiert. Sie haben ja ihre Meinung und die werden sie kaum ändern, auch dann nicht, wenn gute Gegenargrumente vorliegen. Einige Wenige nehmen Stellung, das ist aber eher die Ausnahme.
Ich bin auch überzeugt davon, dass Frau Graf-Litscher diese Kommentare nicht liest, wie auch Herr Fehr sie nicht liest und wenn er einen "Blog" veröffentlicht, der 86 % Gegenstimmen einbringt, wird ihn das wohl kaum berühren oder zum Denken bringen.

Ich begrüsse die Meinungsvielfalt und habe schon viele interessante Meinungen gelesen. Das gefällt mir an dieser Seite. Es ist aber sicher nicht so, dass die Verfasser interessiert wären, unsere Meinungen zu kennen.

So freue ich mich halt weiterhin über interessante Beiträge der Leserinnen und Leser.


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74%
(42 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte November 2010

Der Normalverdiener (Einkommen unter 7'000.--) können nicht unbegrenzt für Steuerausfälle aufkommen. Die Kantone kämpfen ja mit einem sich Unterbieten an Steuereinnahmen (siehe Link http://www.nzz.ch/200​7/03/11/il/articleEZW​SM.html, mehr online zu finden). Wer bezahlt diese Millionen, resp. Milliarden an den ausfällen? Dank Sparmassnahmen und Entlassungen von Personal das RAV und ev. später Sozialdienst? Welche Aufgaben werden nicht mehr oder bloss oberflächlich ausgeführt (Sicherheit, Gesundheit, Umwelt?). Arlesheim ist in den roten Zahlen, Stettlen schrieb rote Zahlen, Lachen und Oberentfelden schreiben auch. http://dometownarlesh​eim.ch/2010/10/21/fin​anzausgleich-treibt-a​rlesheim-in-die-roten​-zahlen/ / http://www.bernerzeit​ung.ch/region/bern/Di​e-Gemeinde-schreibt-r​ote-Zahlen/story/2595​5818 / http://news1.ch/News/​498b0c1b-8d72-48da-87​dc-ecd29e3ca37b / http://www.aargauerze​itung.ch/aargau/aarau​/oberentfelden-rutsch​t-in-die-roten-zahlen​-100624335 und weitere.... Bei den Kantonen rechnet Zürich mit tiefen Zahlen und Tessin ist sicher auch in den roten Zahlen. Sparen ist gut, wenn die Einnahmen fehlen, doch zu welchem Preis (online kann habe ich auch Dinge diesbezüglich gefunden inkl. Reorganisationen mit allem drum und dran). Exzessives Verhalten macht kaputt und am Ende bezahlen alle. Wollen wir das weiterhin zulassen?


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41%
(46 Stimmen)
Christoph Gruber sagte November 2010

Ich habe eine grundsätzliche Frage zum Verständnis des Begriffes "Blog" durch Frau Graf-Litscher und Vimentis. "Blog" heisst für mich Diskussion zwischen jemandem, der einen Artikel ins Netz stellt und denjenigen, die dazu ihre Meinung äussern. Offenbar genügt es hier aber, dass Frau Graf-Litscher irgendein Pamphlet, welches ihr die SP-Medienabteilung geschrieben hat, ins Netz stellt und sich dann jeglicher Diskussion entzieht. Es ist offensichtlich, dass die Behauptungen von Frau Graf-Litscher einer Diskussion nicht standhalten.


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70%
(33 Stimmen)
Roger Seglias sagte November 2010

Hmm... Wenn ich hier die ganzen Argumente für und wider der aktuellen Steuerinitiative lese, bleibt mir nichts anderes übrig, als auf das kürzlich angesprochene Thema bedingungsloses Grundeinkommen zu verweisen: Es würde schlicht und einfach das fairest vorstellbare Steuersystem beinhalten, in dem nicht mehr die Arbeit versteuert würde, sondern der Konsum.
Tatsache ist: je mehr jemand verdient, desto stärker konsumiert er.
Würde, wie der Vorschlag dies vorsieht, eine 50%- Konsumsteuer erhoben, würden tatsächlich alle gleichviel Steuern bezahlen - und dies automatisch unter Berücksichtigung ihrer persönlichen finanziellen Leistungsfähigkeit.
​Sehen wir dies doch mal am Beispiel eines Flugtickets an: Leute aus besserverdienenden Kreisen buchen für sich wohl kaum Economie-Class-Ticket​s, sondern eher Bussiness- oder Firstclass und würden daher automatisch höhere Steuerabgaben tätigen als weniger gut Verdienende. Besserverdienende geben auch mehr Geld in anderen Bereichen des Lebens aus, sei dies im Wohn- Essens- oder Vergnügungsbereich.
​Der Vorschlag dieses kurz BGE genannten Modells ist noch lange nicht zur Genüge durchdacht, doch ich denke, es ist höchste Zeit, dass das Thema ernsthaft Aufgegriffen und - von verschiedenen Seiten - durchdacht wird.

An dieser Stelle möchte ich an das Buch 'Die Grenzen des Wachstums' erinnern, das vor Jahrzehnten schon vom 'Club of Rome' herausgegeben worden ist. Ich möchte auch an die aktuellen Diskussionen um CO2 und Klimaerwärmung erinnern und nicht zuletzt an die jüngste Wirtschaftskrise.
Da​s alles sind gute Gründe, die Welt und ihre wirtschaftlichen Strukturen gründlich zu überdenken und bisher sehr exotischen Gedankenmustern ihren Raum zu geben.
Gegenwärtig beschreiben die Gegner der aktuellen Vorlage die Konsequenzen einer Zustimmung am kommenden 28. November in den schwärzesten Farben. Tatsache ist, dass der Kanton Zürich die Pauschalbesteuerung abgeschafft hat. Es hat im Anschluss daran tatsächlich Leute gegeben, die aus ehemals sehr steuergünstigen Gemeinden am rechten Zürichseeufer aus Steuergründen weggezogen sind - aber die damals in den schwärzesten Farben ausgemalten Folgen sind ausgeblieben.
Es ist mir klar: Es geht hier nicht um das BGE, sondern darum, das bestehende Steuersystem fairer zu gestalten. Auf Grund der oft komunizierten Schwarzmalerei gebe ich persönlich der Vorlage keine bis nur sehr geringe Chancen. Ein Grund für ein Ja ist meines Erachtens aber umsomehr gegeben, da der Steuerwettbewerb - als Sache an sich möglicherweise wirklich im heutigen System nicht sinnlos - so, wie er heute betrieben wird, in einer selbstzerstörerischen​ Spirale auslaufen könnte und auch würde, wenn keine Schritte dagegen unternommen werden.


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44%
(25 Stimmen)
Karl Müller sagte November 2010

Diese Initiative spühlt Geld in die leeren Staatskassen, das ist erfreulich. Und wenn einige Steuernomaden weiter ziehen: Was soll's? Wer wird sie vermissen?

Interes​sant ist der Betrag 250'000 Franken. Die meisten SP-ler verdienen nicht ganz so viel aber doch deutlich mehr als 100'000. Wer schneidet sich schon gern selbst ins Fleisch! (:

Am Grundproblem im Bereich Steuern würde sich jedoch durch die Annahme der Initiative nichts ändern: in der Schweiz gibt es knapp 30 verschiedene Steuersysteme. Wer mit mehreren Kantonen zu tun hat, zahlt viel Geld für den Steuerberater. Für die grossen Unternehmen ist das kein Problem. Den Kleinen wird es so jedoch erschwert im Nachbarkanton aktiv zu werden. Es ist wie im Mittelalter mit den Zünften, Konkurrenz wird ausgeschlossen.

Es​ würde für alle Beteiligten einfacher, wenn es ein einheitliches Bundessteuerrecht gäbe (Einkommens- und Vermögenssteuer für Privatpersonen, Gewinn- und Kapitalsteuer für Firmen). Bund, Kantone und Gemeinden würden festlegen welche Steuern sie erheben wollen (der Bund kennt keine Vermögenssteuer) und welcher Steuersatz für die einzelnen Steuern gelten soll.
Bereits jetzt kennen die Gemeinden keine eigene Steuergesetzgebung und trotzdem gibt es Steuerwettbewerb zwischen den Gemeinden eine Kantons. Ein entsprechender Wettbewerb würde auch zwischen den Kantonen spielen.


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40%
(48 Stimmen)
Christoph Gruber sagte November 2010

Frau Graf, Sie fragen, wer dagegen sein könne, dass die Superreichen nicht auch noch privilegiert würden. Diese Argumentation ist armselig und hilflos, denn diejenigen, welche Sie als Superreiche bezeichnen, tragen in der Schweiz schon heute die grösste Steuerlast. Die SP will einfach noch mehr vom Einkommen und vom Vermögen der Vermögenden konfiszieren, als dies bis jetzt schon geschieht. Das ist ist nichts anderes als sozialistische Umverteilung. Sie sind dafür und ich bin dagegen.


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56%
(25 Stimmen)
Rico Lang sagte November 2010

Es kann nicht in unserem Interesse liegen, gute Steuerzahler zu vertreiben und neue abzuschrecken. Deshalb bin ich gegen die Steuerinitiative. Aber die von Hr. Schindler Hergiswil in 10vor10 behaupteten 60-70% Steuern habe ich nicht verstanden. Kann mir jemand diese Berechnung erläutern?


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50%
(38 Stimmen)
Robert Brusa sagte November 2010

Liebe Frau Graf,
die Haare werden ihnen zu Berge stehen wenn sie meine Meinung zum Thema lesen. Steile Progression, Reichtumssteuern usw. Liegen im Trend. Aber sind sie auch fair? Ich meine nein. Fair wäre ein einheitlicher Steuersatz - mit Entlastungen bei den untersten Einkommen. Es will mir einfach nicht einleuchten, warum einer der doppelt soviel verdient nun dreimal oder mehr Steuern bezahlen soll. Aber klar, Reiche sind eine Minderheit und denen kann man mit Mehrheitsentscheids etwas oder auch viel abzwacken. Aber ist das auch fair?


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37%
(52 Stimmen)
Wilfried Merki sagte November 2010

Guten Tag Frau Graf-Litscher,
Ihre "Argumente" sind SP-Doktrin, also Kommunisten-Gewäsch, welches destruktiv, unnütz und unwürdig ist. Die Schweiz zockt die Reichen schon genügend ab mit der Wehrsteuer! (Entschuldigung, Direkte Bundessteuer, die ja nach dem 2. Weltkrieg wieder hätte abgeschafft werden müssen....) Dort zahlen 5 % der Steuerpflichtigen über 90 % der Steuermilliarden. Und wischen Sie zuerst vor der eigenen Tür! Da habt ihr ja den selbsternannten Europapolitiker der pro Jahr CHF 600'000 für Spesen abzockt (mehr als ein Bundesrat steckt der Andreas Gross jährlich in die Tasche!) Und dann noch euer Asylanten-Aushängesch​ild, der noble schwarze Wahlhelfer und SP Nationalrat, den ihr auf eure Liste genommen habt. Ein Angolaner ohne Asylantengrund! (Seine Kinder leben unbehelligt in Angola!) WEg mit ihm aus dem Nationalrat, ich will nicht von solchen Gestalten vertreten werden!
Der Gipfel ihrer dilettantischen Frechheit liegt in Ihrer arroanten Frage, wo wollen die Superreichen denn wohlhin? Dort wo alle Banken schon sich etabliert haben und wo's auch schöne Häuser an Gewässern gibt, nach Singapur zum Beispiel oder nach London oder New York! Dort sind die Steuern dann tiefer als bei uns! Aber eben. Es darf ungestraft Politik mit falschen Argumenten gemacht werden, denn man will sich ja auch in der Öffentlichkeit profilieren!
Ihre Hasspredigt verusacht mir Übelkeit wie die meisten der SP-Genossen, denn mit Lügen und scheinbaren Gutmenschenparolen führt ihr die Menschn ins Unglück. Ich wünsche der Schweiz mehr Schweizer, die das Erreichte schätzen und Sorge dazu tragen wie auch zum unersetzlichen Gut der Freiheit und des freien Unternehmertums. Nehmt doch mal zur Kenntnis, dass Euer Kommunistengeshwafel in der DDR, in Russland kläglich gescheitert ist und schlagt euch auf die konstruktiven Seiten von Politik und Gesellschaft.


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40%
(57 Stimmen)
Markus Breisinger sagte November 2010

Sehr geehrte Frau Graf-Litscher
Ich finde schon den Titel schon arrogant. Er zeigt fehlendes Fingerspitzengefühl und auch Wertschätzung gegenüber Personen welche tragende Säulen der Wirtschaft und der Gesellschaft sind. Für Sie sind Reiche einfach schlechthin Abzocker, welchen man den Meister zeigen will und das mit möglichst vielen Emotionen. In welche Bereiche lässt sich diese Denkweise noch anwenden?! Wer sind denn die eigentlichen Abzocker?
Wenn eine überwiegende Mehrheit Nichtbetroffener über eine Minderheit verfügen kann und soll, ist es immer schlecht.

Ich gehöre nicht zu denjenigen, die mehr bezahlen müssen, weil ich im Kanton Basel-Stadt wohne und nicht auf das entsprechende steuerbare Einkommen komme. Trotzdem bin ich entschiedener Gegner der Initiative. Die Steuerhohheit gehört in die Kantone und zwar vollumfänglich und nicht nur, was über dem Mindeststeuersatz liegt.

Ungesunder Steuerwettbewerb ist in der Tat schlecht, ein gesunder Wettbewerb ist aber für gewisse Regionen überlebensnotwendig.

Wäre ich ein Reicher im Kanton Appenzell und müsste den gleichen Mindestsatz bezahlen, wie in St. Gallen oder Zürich, könnte ich gleich nach Zürich ziehen, was den Kanton AI wohl nicht freuen wird. Es gibt genügend Kantone in der Schweiz, die unter dem Wegzug von Jungen Leuten gelitten haben. In gewissen Kantonen ist die Bevölkerungszahl seit Jahren rückläufig und damit auch die Steuereinnahmen. Wenn ich als St. Galler im Jahr 35'000.-- Steuern sparen kann, könnte ich mir vorstellen in den Kanton Appenzell zu ziehen. Wer soll den um Himmelswillen freiwillig zuziehen.

Sie reden auch immer davon, dass die Reichen nicht wegziehen können oder werden und wenn sie es tun, seien sie Landesverräter. Es kann ja auch sein, dass Sie damit Neuzuzüger stoppen.

Ist einer der CHF 400'000.-- im Jahr verdient ein Superreicher? Ich denke nicht. Stört es ihn, wenn er fast 50 % an Steuern abliefern muss? Wahrscheinlich schon, vorallem, wenn er sieht, für was das Geld ausgegeben wird.
Man bedient sich solcher Begriffe etwas unüberlegt.

Die Steuerinitiative ist nur ein erster Schritt. Weitere Schritte zur "Überwindung des Kapitalismus" sind bereits in der Pipeline. Irgendwann bezahlen wir 50 % Steuern und die Kassen sind trotzdem leer, weil sich immer mehr noch mehr bedienen.










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