Gotthard Frick SP

Gotthard Frick
Gotthard Frick SP
Wohnort: Bottmingen
Beruf: Denker
Jahrgang: -

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Was denkt Ihr darüber?




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Dafür setze ich mich ein

Eine selbstbewusste (aber nicht arrogante und überhebliche), demokratische, weltoffene, neutrale, soziale Schweiz mit einer glaubwürdigen Landesverteidigung.





Meine politischen Ämter und Engagements




Hobbies / Interessen

Interesse an den grossen Fragen



Meine neusten Kommentare

September 2014 Kommentar zu
Unser Sieg ist das Fernhalten eines Krieges
Sehr geehrter Herr Wagner,

Besten Dank für Ihren Kommentar.

Ich bin mit Ihnen gar nicht einverstanden. Es kann im Krieg nur bestehen, wer bereit ist, alles zu geben. So hat z.B. Leningrad drei Jahren deutscher Belagerung widerstanden, bei ungeheuren Opfer an Soldaten, aber besonders der Zivilbevölkerung, von der monatlich zur schlimmsten Zeit zehntausende erfroren und verhungerten. Wer damals nur schon die Frage stellte, ob man nicht kapitulieren sollte, wurde sofort erschossen. Hinter die russischen Truppen an anderen Fronten, die wankten, wurden oft grosse Einheiten der Staatspolizei geschickt, die jeden, der floh, sofort erschoss. Das hat mit Menschlichkeit, Gutmenschentum, etc. gar nichts zu tun. Aber wie sähe die Welt heute aus, wenn die Sowjetunion "lieber" gewesen wäre, Hitler gewonnen und damit seine Hand auf die riesigen Ressourcen des Landes hätte legen und sogar die USA hätte besiegen können?

Man kann sehr wohl in ein Militärbündnis, aber dann ist man vom ersten Tag Teil einer Kriegspartei und im Krieg. Ich bin dagegen.

Aber bleiben wir selbstständig und verteidigen uns selber, so müsste die Armee - wie sie das bis in die jüngere Vergangenheit einmal war - so stark sein, in erster Linie dank Soldaten, die eine wirklich kriegsgenügende, sehr harte Ausbildung hatten und immer wieder haben, dass wir die Greuel eines Krieges vom Land fernhalten können. Das geht nur, wenn jeder potenzielle Angreifer in seiner Kosten-Nutzenrechnung​ vor dem Angriff unter dem Strich zu roten Zahlen kommt, wie das im 2. Weltkrieg der Fall war.

Natürlich kann uns ein potenzieller Gegner sehr schmerzliche Wunden zufügen, ohne das ein einziger feindlicher Soldat die Grenze überschreitet. Deshalb müssen wir uns überlegen, wie wir das mindestens im Umfang reduzieren können.

Schliessli​ch die, die meinen, nicht zu kämpfen oder sich nicht „verheizen zu lassen“, die nicht bereit sind , ungeachtet der Verluste, alles zu opfern, sei das kleinste Risiko, haben fast immer den grössten Preis bezahlt. Wer hat 6 Millionen wehrloser, unschuldiger Menschen in Gaskammern umgebracht und dann in Öfen "verheizt"? Hätten sich die Juden im Ghetto von Warschau lieber von der SS wehrlos abtransportieren, vergasen und dann „verheizen“ lassen sollen, oder war ihr Entscheid, zum langen Kampf, fast ohne Waffen, ohne Lebensmittel, ohne irgendeine Unterstützung nicht die bessere Entscheidung? Die, die überlebten, wurden dann alle umgebracht. Aber nochmals: War das nicht die richtige Entscheidung freier, würdiger Menschen?

Wer schneidet gegenwärtig wehrlosen Frauen, die man vorher nackt ausgezogen hat, die Kehle durch, also schächtet sie, und verkauft die Flasche christlichen Blutes anscheinend für 100'000 Dollar nach Saudi Arabien, wo sich gewisse Reiche damit von ihren Sünden reinwaschen sollen? Je nach Entwicklung des Umfeldes sind auch die heutigen Europäer zu allen denkbaren Bestialitäten fähig, wie wir sie bis heute aus der ganzen Weltgeschichte kennen.

Dass sie sich nicht - um Ihre Worte zu brauche - verheizen liessen, hat sie nicht gerettet. Im Gegenteil.

Da wir keine glaubwürdige Armee mehr haben und es 10 Jahre bräuchte, bis sie wieder auf der Höhe der Zeit ist, werden wir zum ersten Mals seit 200 Jahren in einen nächsten Krieg gerissen. Unsere Nachfolger, werden dann erleben, was er heisst, wehrlos „verheizt“ zu werden und können dann auf Grund der Erfahrung entscheiden, ob es nicht besser gewesen wäre, wir hätten eine kriegsbereite Armee gehabt.

Meinen Soldaten habe ich immer gesagt, wir müssen ganz gefährlich sein, um einen Krieg vom Land fernhalten zu können. Und so habe ich sie ausgebildet.

Ganz abgesehen davon, ist unsere, leider auch aufgeweichte Neutralität - d.h. sich auf keinen Fall auf der Seite einer Partei in einen Krieg zu begeben aber gleichzeitig bereit zu sein, das Land mit einer starken Armee zu verteidigen - weltweit einmalig. Verfolgten alle Völker diese Politik, gäbe es schon lange keine Kriege mehr.

Diese Zwillingsschwestern - Neutralität und Verteidigungswille und -Fähigkeit - haben uns weltweit, zum meinem Erstaunen sogar in China, ein einmaliges Ansehen als friedfertigstes, aber wehrhaftestes Volk gebracht. Seit dem Zwischenfall mit dem äthiopischen Flugzeug, der dazu führte, dass sich die ganze Welt hämisch, spöttisch, ironisch über die Schweiz lustig machte, über das reichste Land der Welt, das kein Geld für seine Armee ausgeben will, ist dieses Bild unseres Landes zerstört, mit allem was das im Kriegsfall bedeutet.

Solche Fragen müsste man an sich eingehend diskutieren können. Hier ist das nicht möglich.

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick 6.09.2014

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September 2014 Kommentar zu
Unser Sieg ist das Fernhalten eines Krieges
Sehr geehrter Herr Wild,

Besten Dank für Ihren Kommentar. (Ich verzichte auf das Wort "Genosse", da es mich zu stark an die Millionen Toter, die Lagerhäftlinge, die gescheiterte Wirtschaftspolitik und die Diktatur im Sowjetblock erinnert).

Mein Artikel, an dem Sie sich stören, erschien in mehreren Schweizer Tageszeitungen. Der "Schweizerzeit" hatte ich ihn nicht geschickt. Sie hat ihn abgedruckt. Es freut mich, wenn andere Zeitungen meine Meinung publizieren.

Als freier Schweizerbürger kann ich meine Meinung äussern wo ich will, halte aber den Ton der SVP als nicht zur Schweiz passend und habe ihr das schon verschiedentlich mitgeteilt. Die Themen, die sie aufgreift, sind aber sehr wohl einer Debatte wert. Es wäre erfreulich wenn es in der SPS auch wirkliche Debatten zu den grossen Themen gäbe.

Die SPS hat meines Wissens gar kein Medium mehr, wo man Meinungen äussern kann. (Das 9 mal im Jahr erscheinende "links" ist kein Ersatz dafür. Dazu bräuchte es etwas unternehmerische Fähigkeiten. Es ist aber offensichtlicht leichter, anderen das von ihnen verdiente Geld abzunehmen, als es selber unternehmerisch zu erschaffen.
Lieber Herr Wild, dass heisst nicht, dass ich nicht gegen die unannehmbaren Exzesse auf gewissen Chefetagen wäre. Aber die einmalige Chance, dem mit einem vernünftigen Vorschlag eine Riegel zu schieben, hat die SPS ja mit der 1:12 Initiative vertan).

Vor langer Zeit, als es noch eine blühende SP Tagespresse gab, hatte ich dort immer wieder Artikel publiziert. Damals gab es auch noch die "Rote Revue, das Magazin, wo Grundsatzfragen diskutiert wurden. Dort konnte ich in der Konzeptionsdebatte um die Armee einen langen Artikel zu der von mir vorgeschlagenen Konzeption publizieren. Ich schlug eine grosse, eine glaubwürdige Armee vor. Im zweiten Weltkrieg bis gegen Ende des 20. Jahrhundert hatte wir das noch. ALLE Kriegsparteien des II. WK hatten die Möglichkeit geprüft, ihren Feind durch die Schweiz anzugreifen. Alle kamen zum Schluss, es lohne sich nicht, die Schweizer Armee sei zu stark und die Schweizer seien bereit zu kämpfen. (Sogar die USA prüften das 1944 auf Wunsch Stalins, als sie in Frankreich lange an der deutschen Front stecken blieben. Die Schlussfolgerung der Führung der so starken, kriegserfahrenen US Streitkräfte: Ein Erfolg eines Angriffes auf die Schweiz sei „zweifelhaft“, „doubtful“). Heute kann jede Macht unser Land billig haben.

Als Bürger, der die Schweiz mit ihrem weltweit einmaligen demokratischen System erhalten will ist man in Ihrer Sicht national-konservativ?​ Wie interessant.

Sind Sie sich eigentlich bewusst was Krieg für ein Land und seine Bevölkerung wirklich bedeutet? Das wollen die Armeebefürworter von unserem Frauen, Kindern und Männern fern halten, nicht, wie ihnen unterstellt wird, aus Freude an Uniformen und Waffen Soldätelis spielen. Jeder Schweizer sollte ihnen dafür dankbar sein.

Das Grundanliegen der SPS (darum bin ich 1954 beigetreten und immer noch dabei) ist es, die Gefahren des Lebens so gut als möglich abzuwenden, besonders für die schwachen, in bescheidenen Verhältnissen lebenden Menschen: Armut, besonders auch im Alter, Krankheit, Unfälle, Invalidität, Arbeitslosigkeit etc.

Ausgerechnet die SPS merkt nicht, welcher Widerspruch ihr Anliegen der Abschaffung der Armee zu ihrem Grundanliegen des Schutzes der Menschen ist. Sie setzt unser Volk bewusst dem Risiko aus, die ganzen Greuel eines Krieges wehrlos über sich ergehen lassen zu müssen. Die sind unendlich viel schlimmer, als die Risiken im Frieden. Da Krieg das Schlimmste ist, was einem Volk passieren kann, kann ich in der Debatte mit denen nicht "lieb" sein, die unser Volk diesem Risiko aussetzen.

Da wir heute keine starke Armee mehr haben und da sie noch weiter eliminiert wird, werden wir mit Sicherheit in einen nächsten Krieg hineingerissen. Die SPS kann dann vor das Volk treten und sagen: "DAS HABEN WIR SO GEWOLLT".

Abgesehe​n davon, dass es keine SP Organ gibt, wo man debattieren könnte, ist es auch in der Partei praktisch unmöglich. Ich schrieb vor wenigen Jahren dem SPS Parteivorstand 2 mal, ich möchte mit ihm über die Grundfragen der Schweiz diskutieren. Das erste Mal schrieb das Sekretariat, wie sehr sich die Parteiführung freue, dass Mitglieder mitdenken. Auf meine widerholte Anfrage kam gar keine Antwort mehr. Zur gleichen Zeit versuchte ich auch, die Leitung des Gewerkschaftsbundes zu einem Gespräch zu treffen. Dort erhielt ich auf meine Anfrage gar keine Antwort. Vor der Gripen-Abstimmung hatte ich den Kantonalparteinen von Basel-Stadt und Basel-Land geschrieben und eine kontradiktorische Diskussion vorgeschlagen. Von beiden Kantonalparteien erhielt ich keine Antwort. Etwas später hatte ich auf dem SPS Zentralsekretariat Bern eine Debatte mit einer Sekretariatsperson. Die Person teilte mir mit, die Natur der Menschen, mindestens in Europa, habe sich völlig verändert, und ein Krieg in Europa sei deshalb für alle Zeit ausgeschlossen (das war noch vor der Ukraine).

Soviel zu Ihrem Vorschlag, innerhalb der Partei zu diskutieren.

Ich werde mich weiter für eine glaubwürdige Landesverteidigung einsetzen, wobei es dafür vielleicht schon zu spät ist. Trotzdem hoffe ich, ich erlebte es noch, dass die SPS wieder eine starke Landesverteidigung unterstützt.

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick, Bottmingen, 5.09.2014
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September 2014 Kommentar zu
Eine kleine Geschiche angewandter "Westlicher Werte".
Bottmingen, 3.09.2014
Sehr geehrter Herr Knall, vielen Dank für Ihre Ergänzungen. Ich erinnerte mich nicht mehr an alle und nahm nur die Bekannteren in meine Aufzählung auf. Einige weitere hätte ich vielleicht noch in meine Liste aufnehmen können. Vielleicht werde ich noch einige aus Ihrer Liste aufnehmen und Sie dabei selbstverständlich nennen. Ich muss mir das noch überlegen.

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick
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May 2014 Kommentar zu
GRIPEN jagd "SCHOCKWELLEN DURCH INDUSTRIE UND REGIERUNGEN"
Ich muss sie leider korrigieren. Die FINANCIAL TIMES ist eine URENGLISCHE ZEITUNG.
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May 2014 Kommentar zu
Mitglied der NATO werden?
Vimentis.ch

Sehr geehrter Herr von Wildenstein,

Ich habe nicht gesagt, die Gripen-Gegner wollten die Schweiz in die NATO führen, sondern dass sie das im Falle eines Neins bewirken, weil dann in wenigen Jahren unser Luftraum von uns selber im Neutralitätsfall nicht mehr geschützt werden kann. Die NATO wird ihn dann uneingeschränkt für ihre eigenen Zwecke benützen und keine grossen Umwege mehr fliegen. Der Bundesrat kann dann nur „heftig“ protestieren. Aber ein Gegner der NATO wird feststellen: „Aha, die NATO benützt den Schweizer Luftraum“ und Gegenmassnahmen treffen - und schon sind wir auf Seiten einer Partei im Krieg, selbst wenn wir gar nicht unternommen hätten. Im Kriegsfall ist das Territorium der Schweiz, mit allem was wir haben, für alle Kriegsparteien viel zu wichtig, als dass sie diesen „Preis“, (das Wort ist aus einer deutschen Angriffsplanung entlehnt) nicht in ihre Kampfführung einschliessen würde - falls er billig oder gratis zu haben wäre. Sollte in den nächsten Jahren ein Krieg in Europa doch Wirklichkeit werden, werden wir unweigerlich hineingerissen, weil wir – auch dank SPS - keine Armee mehr haben, die stark genug ist, ihn vom Land fern zu halten.

Ich finde es erstaunlich, dass man das überhaupt erklären muss, so offensichtlich ist es. Aber ich weiss, das schon lange währende schöne Wetter lässt viele glauben, die Welt habe sich verändert. Auf dem Zentralsekretariat der SPS wurde ich sogar darüber belehrt, die menschliche Natur habe sich völlig verändert und ein Krieg in Europa sei deshalb ausgeschlossen. Also Hyperschall-Epigeneti​c.

1943 wurde die letzte grosse deutsche Angriffsplanung nicht ausgelöst, um die Schweiz zu erobern, sondern ausschliesslich, um zu verhindern, dass wir freiwillig oder gezwungenermassen auf Seiten der Alliierten in den Krieg eintreten, dass unser Territorium und der Luftraum den Feinden Deutschlands zur Verfügung stünde. Deutschland sah das als beunruhigendes mögliches Problem. Per Saldo kam die Planung doch zu einem für uns gesamthaft positiven Schluss, weil es angesichts der strikten Neutraliät undenkbar sei, dass wir von uns aus in den Krieg eintreten würde. So etwas sei mit der Schweizer Mentalität völlig unvereinbar. Und zweitens, weil wir eine sehr starke Armee hätten. Sie haben das folgende Zitat aus dieser Angriffsplanung vielleicht schon bei mir gelesen: „Die Bezwingung der sich erbittert verteidigenden Truppen im Hochalpenreduit wird eine schwer zu lösende Aufgabe darstellen.“ Müsste nicht jeder Schweizer auf eine solche Beurteilung durch die „besten Soldaten“ der Welt (laut Schlussbericht des US Senates über den 2. WK) stolz sein und dafür sorgen, dass wir auch in Zukunft so gesehen werden und damit einen Krieg vom Land fernhalten können? Nur dann können wir auch weiterhin als einziges Volk der Welt sogar über Kampfflugzeuge abstimmen.

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick, Bottmingen
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April 2014 Kommentar zu
"Nicht den Hauch einer Chance"?
Sehr geehrte Frau Schlatter, dies ist meine letzte Antwort. Nicht, wegen Missachtung Ihrer Meinung, sondern weil ich eine grössere Aufgabe übernommen habe, die mich voll beansprucht.

Sie schrieben:

Denn, wer "nicht verletzbar" ist, beziehungsweise gut ausgerüstet ist, hat weniger Hemmungen , Aggressionen und Tabubrüche zu begehen. Wer verwundbar ist, wird sich weniger offensiv verhalten und vielleicht eher den Konsens suchen".

Ich fordere keine Aufrüstung der Welt, sondern wieder eine starke Schweizer Armee, da wir nur so einen Krieg vom Land fernhalten können. Wir haben uns 200 Jahre lang NICHT OFFENSIF verhalten, eine starke Armee gehabt und wurden nie in einen Krieg gerissen. DARUM MÜSSEN WIR WEITERHIN STRITKT NEUTRAL BLEIBEN. Wir dürfen nicht der SPS folgen, die fordert, die Armee abzuschaffen und bis es soweit ist eine kleine Interventionsstreitma​cht aufrechterhalten, deren Aufgabe gemäss SPS nicht die VERTEIDIGUNG DER SCHWEIZ wäre, sondern in anderen Ländern für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Als Ziele solcher Einsätze von Schweizer Truppen werden ausdrücklich die arabischen Ländern genannt.

Weil auch potentielle Angreifer verwundbar sind, haben sie viel grössere Hemmungen, ein kleines Land anzugreifen, das miltiärisch stark, als wenn es unverteidigt ist. Ich zitiere hier nochmals was ich schon sagte. Als der deutsche Generalstab 1939 zum Schluss kam, ein Angriff auf Frankreich durch die Schweiz lohne sich wegen der starken Schweizer Armee und dem schwierigen Gelände nicht, fügte der deutsche Generalstabschef die Notiz in sein Kriegstagebuch ein, "Eine Umgehung (der französischen Front, GF) durch eine unverteidigte Schweiz wäre eine verlockende Möglichkeit. In eine für jedermann verständliche Sprache übersetzt heisst das, die Wehrmacht hätte die Maginotlinie durch die Schweiz umgangen und wir wären in den 2. Weltkrieg gerissen worden. Ein kleines Land wird übrigens auch von niemandem als Bedrohung empfunden.

Ihre Argumentation erinnert mich an das Mitglied der SPS (ich habe es schon einmal erwähnt), das am Parteitag 1935, während Hitlers Höhenflug, in etwa sagte, wir wollen uns nicht wehren. Denn sollten die braunen Horden in unser Land kommen, werden sie durch unsere Friedfertigkeit so beeindruckt, dass sie uns achten werden.

Haben die 6 Millionen vergaster Mensch Deutschland bedroht. Waren sie nicht extrem friedfertig? Hat es die braunen Horden irgendwie beeindruckt, dass sie sich nicht wehrten, bzw gar nicht wehren konnten, weil sie dazu nicht vorbereitet waren. Waren sie trotz ihrer Wehrlosigkeit zu wenig zum Konsens bereit?. Haben die in Nanjing bestialisch umgebrachter 350'000 Kinder, Alte, Frauen und Männer Japan irgendwie bedroht? Waren sie trotz ihrer Wehrlosigkeit nicht zum Konsens bereit?

Hat irgend eines dieser vergasten oder sonst wie umgebrachten Opfer während der vorhergehenden Friedenszeit erwartet, dass so etwas möglich sei, das ihm oder ihr das passieren werde? Haben die 20'000 jungen Frauen in Nanjing erwartet, dass sie von rasenden Soldaten tagelang vergewaltigt und dann umgebracht würden, indem man ihnen Pfähle oder zerbrochene Flaschen durch die Vagina in den Unterleib stiess?
Wie ich auch schon sagte, weil das kollektive Bewusstsein der Chinesen durch die wiederholt von Europa, Japan und den USA ausgelösten Kriege, Besetzungen und Abspaltungen riesiger Gebiete und das damit verbundene unermessliche Elend und Leiden bis in die Tiefe verletzt wurde, unterstützt heute dieses Volk die massive Aufrüstung Chinas. Auch unter den vielen mir bekannten ChinesenInnen, die gegen das Regime sind, habe ich keine getroffen, die gegen die massive Aufrüstung wären.

Im Gegensatz zu so vielen anderen MitbürgernInnen in unserem Land, die das alles nur vom Hören und Sagen kennen und glauben, es könne nie wieder Krieg geben. Das meinten auch 90% der Europäer bis 1913 und dann wieder bis 1933.

Weil wir den höchsten Lebensstandard der Geschichte des Planeten Erde erreicht haben und alle im Land lebenden Menschen nur diese Goldenen Zeiten kennen, sind wir nicht mehr in der Lage, zu erkennen, dass auch schlechte Zeiten, sogar katastrophale Zeiten zur Geschichte gehören. Als Mitglieder einer direkten Demokratie entscheiden wir, auch Sie, liebe Frau Schlatter, darüber, ob wir die nötigen persönlichen und finanziellen Opfer bringen wollen, um falls nötig das Schlimmste vom Land abhalten zu können oder nicht und werden je nach unserem Entscheid die Konsequenzen tragen.

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick, Bottmingen
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April 2014 Kommentar zu
"Nicht den Hauch einer Chance"?
Zum Gripen:

Sehr geehrte Frau Schlatter: Ich habe leider keine Zeit, gut formuliert zu antworten. Aber kurz stichwortartig:

Der Aufbau und der Unterhalt einer Luftwaffe ist eine langfristige Angelegenheit.
Flugzeuge müssen gewartet werden. Je intensiver sie in der Luft sind, desto rascher nützen sie sich ab (besonders die Zelle). Falls Sie ein Auto haben verstehen Sie das. Je intensiver sie es benützen, desto rascher muss es ersetzt werden. Wenn die F-18 nicht durch zusätzliche Flugzeuge ergänzt werden, erreichen sie schon 2025 das Ende ihrer Einsatzfähigkeit, statt wie erwartet erst viel später. Besonders, da wir unbedingt wieder eine 24-Luftraumüberwachun​g sicherstellen müssen. Wissen Sie, dass immer ungefähr ein Drittel aller Flugzeuge in Wartung ist, also gar nicht eingesetzt werden kann?

Wenn wir nicht jetzt neue Flugzeuge für die Zukunft anschaffen, dann haben wir später gar keine Piloten und Flugzeuge mehr.
Haben Sie meinen Bericht auf vimentis.ch über das weltweite Gespött über unser Land und seine Luftwaffe gelesen, weil französische Kampfflugzeuge das entführte äthiopische Flugzeug über der Schweiz begleiten mussten? Sehen Sie nicht ein, dass das sicherheitspolitisch eine Katastrophe ist und dass es besonders in Kriegs- oder Spannungszeigen von grösster Wichtigkeit ist, dass die Menschen übrzeugt sind, wir seien bereit und hätten die Mittel, uns zu verteidigen?. Und wenn ich weltweit sage meine ich weltweit. Nicht nur z.B. in Deutschland sondern auch in entfernten Ländern wie China, Indien, Sri Lanka, Australien, den USA, haben fast alle Medien über die Schweiz gespottet. Alle habe auch auf die Absicht, von Bundesrat und Parlement hingewiesen, die erkannten Lücken mit dem Gripen zu schliessen, aber auch gesagt, das er wahrscheinlich in der Volksabstimmung durchfallen wird. Sie können sich vorstellen, wie die internationalen Medien darauf reagieren werden, dass das reichste Volk der Welt kein Geld mehr für seine Landesverteidigung ausgeben will, falls in der Abstimmung die Kapitulierer und Armeeabschaffer gewinne sollten.

Wenn wir eine starke Armee haben, werden wir nicht in eine Krieg gerissen, weil es sich dann für einen Angreifer nicht lohnt, wie während der letzten 200 Jahre. Das will ich. Ich will nicht, dass hundertausende von Schweizer Frauen, Kindern, Alten auf bestialische Art und Weise umgebracht werden, wie das in jedem Land passiert, dass in den Krieg gerissen wird. Deshalb müssen wir eine starke Armee und Luftwaffe haben und strikt neutral bleiben.

Wir können nicht wieder den ganzen, jahrelangen Evaluationsprozess und Beschaffungsprozess durchmachen, falls der Gripen abgelehtn wird Bis dann ist die Luftwaffe zerstört (was die Armeeabschaffer ja wollen).

Haben Sie mitbekommen, dass Schweden jetzt massiv aufrüsten will, und mehr Flugzeuge (Gripen!!) und U-Boote kaufen will, weil es realisiert hat, dass sich die internationale Lage rasch verschlechtert hat, dass russische Kampfflugzeuge und U-Boote die schwedische Verteidigung immer wieder testen, indem sie bis an dessen territoriale Grenze vorstossen ? Haben Sie mitbekommen, dass in diesen Tagen wieder russische Atombomber in die internationalen Gewässer bis an die englische Küste geflogen sind, und sofort englische Kampfflugzeuge aufgestiegen sind, um sie zu kontrollieren und einer der Piloten sagte: "So sichern wir die Souveränität in unserem Luftraum“. Die Fotos, die die englischen Piloten von den Bombern machten, können Sie heute im Internet auf BBC News sehen.

Wissen Sie, dass das internationale Neutralitätsrecht neutrale Länder verpflichtet, den Kriegsparteien die Benützung des Luftraumes und des Territoriums zu verwehren? Kennen sie die drei Aufgaben der Luftwaffe:

1. Im Frieden die Überwachung des Luftraumes (NATO Kriegsflugzeuge wollen immer wieder mal über die Schweiz. Private Piloten verirren sich manchmal und werden dann von der Luftwaffe identifiziert und auf einen Flugplatz geleitet (passiert einmal im Monat!!. Einer meiner Cousins verirrte sich mal im Smog von Los Angeles, rief die US Airforce um Hillfe, die ihn fand und auf einen Flugplatz führte). Auch unbekannte grössere Flugzeuge kommen manchmal unfreiwillig in unseren Luftraum und müssen identifiziert und begleitet werden.

2. Im Neutralitätsfall den Kriegsparteien die Benützung unseres Luftraumes nötigenfalls gewaltsam zu verwehren. (Sind Sie über die Luftkämpfe unseres Luftwaffe vom Juni 1940 mit der deutschen Luftwaffe über der Ajoie informiert (Die Deutschen verloren 11, wir 3 Maschinen)?. Wissen Sie das in Dübendorf nach Kriegsende weit über 100 amerikanische Bomber standen, die unsere Luftwaffe dort zur Landen gezwungen, oder wenn beschädigt, dorthin begleitet hatte, weil sie unseren Luftraum verletzt haben? Wissen Sie, dass Schaffhausen am 1. April 1944 durch einem irrtümlichen Angriff eines amerikanischen Bombergeschwaders der 8.Luftflotte zerstört wurde? Gottseidank hatten wir damals Luftschutzkeller und einen guten Luftschutz (was wir heute nicht mehr haben, denn uns verwöhntes Volk meint, der ewige Friede sei ausgebrochen), sonst wäre es nicht bei „nur“ 40 Toten und 271 zum Teil Schwerverletzten geblieben.

3. Im Kriegsfall muss unsere Luftwaffe kämpfen. Dabei hat sie dank der Kavernen auf den Kriegsflugplätzen in den Alpen bessere Chancen als die Luftwaffen anderer Länder, Angriffe auf die Flugplätze zu überstehen.

Der von der Schweiz zu kaufende Gripen ist länger und kann mehr Treibstoff fassen, als das vor einigen Jahren evaluierte Modell. Trotzdem verwenden die Gegner immer noch die nicht mehr gültigen Testergebnisse von damals. Andere rechnen die Kosten über zehn Jahre auf. Haben sie schon mal über ein Schulhaus, Spital, Altersheim, Universität, neue Brücke oder Strasse etc. abgestimmt, in dem die ganzen zukünftigen Betriebskosten aufgerechnet wurden? Nur beim Gripen machen das die Armeeabschaffer und Kapitulierer. Jedes Mittel ist ihnen offensichtlich gut genug.

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick
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February 2014 Kommentar zu
Film und Forschung kennen keine Grenzen
Beijing, 21.02.2014

Sehr geehrter Herr Schneider, Die Welt ist heute im Umbruch und die Globalisierung hat auch den Bereich von Krieg und Frieden erreicht.

Herr Jean-Claude Junker, bis vor kurzem Präsident der EURO-Gruppe, hält einen Krieg in Europa wieder für möglich. Herr Egon Bahr, prominenter SPD Politiker, Vater der deutschen Ostpolitik, meinte am 4. Dezember 2013 an einem Vortrag vor Gymnasiasten in Heidelberg, wir befänden uns wieder in einer Vorkriegssituation und Demokratie und Menschenrechte spielten in der Internationalen Politik keine Rolle, nur die Interessen der Staaten zählten. Das SIPRI Friedensforschungsins​titut in Stockholm soll laut Zeitungsberichten die heutige Situation mit der Lage kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges vergleichbar halten. Es genüge ein Funke, um einen Brand in Gang zu setzen. Das entspricht meiner Einschätzung. Seit kurzem halte ich einen militärischen Konflikt in Europa schon viel früher für möglich, als ich das bis vor kurzem selber dachte. Sie werden wohl nicht bestreiten, dass die oben genannten Leute bzw. das SIPRI keine im "Reduit einbetonierten, ewiggestrigen Militärköpfe" sind, wie man die Befürworter einer glaubwürdigen Landesverteidigung bei uns ja nennt.

Sollte das passieren, dann werden die USA, NATO und unsere Nachbarn als NATO-Mitglieder, als Hilfe unter „Freunden“ getarnt, ziemlich sicher gleich den "Schutz" unseres Luftraumes, vielleicht auch der Flugplätze und der Alpentransversalen übernehmen, wegen ihrer militärischen Interessen und der strategischen Bedeutung der Schweiz und weil wir unsere internationale Verpflichtung als neutrales Land, allen Kriegsparteien den Einbezug unserer Luftraumes und Territoriums in ihre Operationen zu verwehren, nicht mehr selber gewährleisten können. Das wir keine Armee mehr haben, dürfte schon allen Generalstäben bekannt sein. Passiert das, sind wir schon Mitglied einer Kriegspartei, mit allem, was das bedeutet.

Ich sehe auch die wachsenden Spannungen hier in Asien sehr klar. Die Welt wird täglich gefährlicher.

Die langen Jahre des weltweit höchsten Lebensstandards seit der Entstehung des Planeten Erde haben unser Volk übersatt gemacht. Es glaubt, das sei alles für alle Zeiten gottgegeben und wir bräuchten keine starke Armee. Es sieht die Realität der Welt nicht mehr und will die Opfer für eine glaubwürdige Landesverteidigung nicht mehr erbringen. Sollte es einen Krieg in Europa geben, werden wir mit grösster Wahrscheinlichkeit und möglicherweise laut obigem Szenario mit einbezogen. Ich hoffe, alle heutigen Armeegegner werden dann die katastrophalen Folgen und das unendliche Leiden ohne Jammern ertragen und die Verantwortung für diese von ihnen herbeigeführte Entwicklung übernehmen.

Falls Sie mehr zu meiner Meinung zum Thema Schweizer Armee erfahren möchten, können Sie auf meinem Vimentis-Bürgerblog meinen Artikel:“ Welche Armee brauchen wir?“ und auch meine anderen Beiträge zu Armeefragen lesen.

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick
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February 2014 Kommentar zu
Film und Forschung kennen keine Grenzen
Zur Zeit Beijing, 21.02.2014

Ich will mich zum Inhalt des Artikels von Herrn Aebischer nicht äussern. Aber zur Diskussionskultur folgendes sagen: Ein giftiger, hässiger Ton und persönliche Beleidigungen, die nichts mit dem Thema zu tun haben, sind bei uns (und weltweit, auch hier in China, wenn es z.B. um Japan geht) in Diskussionen um verschiedene Meinungen leider die Norm.

Herr Aebischer hat sehr sachlich argumentiert, ohne nach irgend einer Seite Dreck zu schleudern und deshalb für mich einen beispeilhaften Diskussions-beitrag geleistet. Das möchte ich hier würdigen (Als lebenslanges, unbedeutendes SP Mitglied und guter Kenner der Welt habe ich nach reiflicher Überlegung JA zur Masseneinwanderungsin​itiative gestimmt und halte diesen Enscheid auch noch heute für richtig.)

Noch eine Fussnote zur negativen Haltung der SP zur Armee: Ich nehme an, dass weltweit Millionen von Lesern die ersten erstaunten bzw. sehr abschätzigen Bemerkungen über die Schweiz gesehen haben, wo mitgeteilt wurde, dass unser Land selbst im Frieden den eigenen Luftraum nicht mehr schützen könne. Am sarkastischsten war der Kommentar von BLOOMBERG. Dort wurde gesagt, wenn man die Schweiz besetzen wolle, solle man das vor 0800 Uhr morgens oder nach Büroschluss um 1700 Uhr machen. In der chineischen Presse wurde nur sachlich berichtet, französische Kampfflugzeuge hätten das entführte äthiopische Flugzeug über den Schweizer Luftraum bis zum Flughafen Genf begleitet. Bisher war die Schweiz weltweit wegen ihre absolute Friedfertigkeit und Neutralität bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung einer starken Armee weltweit hoch angesehen. Das wir heute keine Armee mehr haben, die einen Krieg vom Lande fernhalten könnte, dafür bei der NATO (Partnerschaft für den Frieden) mitmachen, könnten wir noch sehr teuer bezahlen. Diese Thema gehört in den grösseren Zusammenhang der Abstimmung um die Stellung der Schweiz in Europa und der Welt.

Mit freundlichen Grüssen aus dem schwer feinstaubbelasteten Beijing

Gotthard Frick, Bottmingen
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October 2013 Kommentar zu
Neue Kampfjets sind ein unnötiger und teurer Luxus
Beijing, 16.10.2013

Herr Knall,
Das tue ich ganz sicher nicht. Bei der Gelegenheit: Danke für Ihre anerkennenden Worte, auch früher schon.
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