Lexikon: Nachfragekurve Weitergeleitet von "Marktnachfragekurve"
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Die Nachfragekurve zeigt, wie viel von einem Gut zu welchem Preis nachgefragt (konsumiert) wird. Die Nachfragekurve kann sowohl für einen einzelnen Nachfrager / Konsumenten als auch für alle Konsumenten eines Gutes dargestellt werden. In den meisten Fällen gilt: Je günstiger ein Gut, desto mehr wird vom Gut nachgefragt bzw. gekauft. Je teurer das Produkt ist, desto weniger wird im Normalfall gekauft. Eine Ausnahme stellen so genannte Giffen-Güter dar, bei denen die Nachfrage steigt, wenn das Gut teurer wird und umgkehrt. Dieses Phänomen kann vor allem bei Luxus- bzw. Prestigegütern beobachtet werden. Formal gesehen entspricht die Nachfragekurve dem Grenznutzen bzw. der Zahlungsbereitschaft des Nachfragers im entsprechenden Punkt. D.h. sie zeigt für jede Menge an wieviel der Nachfrager maximal zu bezahlen bereit ist, um eine weitere Einheit des Gutes zu bekommen. Beispiel: ![]() Die obenstehende Grafik zeigt Annas Brotnachfrage. Bei einem Preis von 6 Fr. pro Stück ist für Anna das Brot zu teuer, sie kauft überhaupt kein Brot und kauft lieber andere Produkte mit ihrem Geld. Je tiefer der Stückpreis liegt, umso mehr Brote kauft Anna. Wie die Kurve zeigt ist Anna z.B. bereit bei einem Preis von 2 Franken 4 Brote zu kaufen. Wie man an der Kurve erkennen kann, wird Anna aber nie mehr als 6 Brote kaufen, auch wenn sie diese geschenkt bekäme. Diese Menge wird Sättigungsmenge genannt. Anna kann ganz einfach nicht mehr Brote brauchen. Die Nachfragekurve einer gesamten Volkswirtschaft, also aller Konsumenten und aller Güter zusammen heisst aggregierte Nachfragekurve. Verschiebung der Nachfragekurve: Eine Verschiebung der Nachfragekurve bedeutet, dass der Nachfrager bei jedem Preis bereit ist eine grössere bzw. kleinere Menge nachzufragen. Verschieben kann sich die Nachfragekurve aus folgenden Gründen:
Verschiebung auf der Nachfragekurve: Es ist wichtig eine Verschiebung auf der Kurve klar von einer Verschiebung der ganzen Kurve abzugrenzen. Zwar steigt oder sinkt die nachgefragte Menge auch bei einer Verschiebung auf bzw. entlang der Kurve, zu einer Verschiebung auf der Nachfragekurve kommt es aber wenn der Marktpreis sinkt oder steigt. D.h. ein Konsument fragt im Normalfall automatisch mehr bzw. weniger nach, wenn das Gut günstiger bzw. teurer wird.
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