Lexikon: Oligopol
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Ein Oligopol ist eine Marktform mit einigen wenigen Anbietern für ein Gut (Angebotsoligopol). Wenn es auf einem Markt nur wenige Nachfrager gibt, so spricht man auch von einem Nachfrageoligopol. Gibt es auf einem Markt sowohl nur wenige Anbieter als auch Nachfrager liegt ein bilaterales oder zweiseitiges Oligopol vor. Beispiele von Oligopolmärkten sind die Automobilmärkte für bestimmte Autoklassen, der Markt für Tennisbälle oder der Rohölmarkt. Wirkungen von Oligopolen: Im Unterschied zur Situation bei vollständiger Konkurrenz ist ein Anbieter (bzw. auch ein Nachfrager) nicht mehr nur ein reiner Preisnehmer. Die Menge die ein Anbieter und seine wenigen Konkurrenten auf den Markt bringen, beeinflussen immer auch den Preis, ähnlich wie bei einem Monopol. In der Folge sind auf einem oligopolistischen Markt die Reaktionen der Anbieter auf einander von grosser Bedeutung. Zudem wird auch immer eine kleinere Menge als bei vollständiger Konkurrenz angeboten, was zu einem entsprechenden Wohlfahrtsverlust führt. Je mehr Anbieter (bzw. auch Nachfrager) es allerdings auf dem Markt hat, desto näher liegt das Ergebnis bei jenem der vollkommenen Konkurrenz. Das resultierende Gleichgewicht in einem oligopolistischen Markt ist im Gegensatz zum Monopol oder der vollständigen Konkurrenz nicht eindeutig, da es sehr darauf ankommt wie die einzelnen Anbieter auf einander reagieren bzw. ob sie sich absprechen oder nicht. Aus diesem Grund werden für die Bestimmung des Gleichgewichts spieltheoretische Ansätze herangezogen. Da es in einem Oligopol per Definition immer nur wenige Anbieter gibt, ist die Gefahr zur Bildung eines Kartells sehr gross. Homogene vs. heterogene Oligopole: Oligopole kann man in zwei Untergruppen aufteilen. Sind die Produkte gemäss den Konsumenten (fast) identisch, so handelt es sich um homogene Oligopole. Im Gegensatz dazu geht es um heterogene Oligopole, wenn sich die Produkte der verschiedenen Anbieter unterscheiden. Preis- vs. Mengenoligopole: Bei den Arten von Oligopolen lassen sich auch Preis- und Mengenoligopole unterscheiden:
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