Lexikon: Grenzkosten (GK)
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Grenzkosten sind diejenigen Kosten, die aufgewendet werden müssen um eine zusätzliche Einheit herzustellen. Dabei versteht man unter Kosten wie immer in der Volkswirtschaftslehre Opportunitätskosten. Beispiel: Ein Taxiunternehmen hat folgende Aufwände pro Tag:
Wenn die Unternehmung kein einziges Taxi hätte, entstünden verständlicherweise auch keine Kosten. Betreibt die Unternehmung ein Taxi so kostet sie dies 500.- Fr pro Tag, d.h. die Grenzkosten betragen bei 0 Taxis 500.- Fr. pro Tag. Besitzt die Unternehmung aber bereits ein Taxi und schafft sich ein zweites an, so kostet dies mit nur 100.- Franken zusätzlich pro Tag. Dies da beispielweise bereits eine Taxi-Zentrale eingerichtet ist und nur noch der zusätzliche Fahrer und die Kapitalkosten für das zusätzliche Auto bezahlt werden müssen. Für das dritte Taxi würde die Unternehmung lediglich 50.- Franken pro Tag mehr kosten. Die Grenzkosten können sinken wegen den sog. Economies of Scale (d.h. durch Ausdehnung der Menge sinken die durchschnittlichen Kosten). Es kann z.B. sein, dass Taxizentrale nicht wegen dem zusätzlichen Wagen nicht vergrössert werden muss und so lediglich die Kosten den zusätzlichen Autos anfallen. Das vierte Taxi würde die Unternehmung aber bereits wieder 150.- CHF zusätzlich kosten. Diese Zunahme der Grenzkosten (Diseconomies of Scale) kann z.B. auf einer notwendigen Vergrösserung der Garage basieren, der Verknappung der Anzahl Taxi-Fahrer auf dem Markt, so dass die Löhne für die Fahrer steigen, oder aber es wird immer komplexer die Taxis zu koordinieren, wodurch wieder mehr Kosten entstehen.
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