Lexikon: Föderalismus
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Der Föderalismus ist ein Organisationsprinzip, bei welchem jedes einzelne Mitglied über eine gewisse Selbstständigkeit verfügt. Die Glieder bilden zusammen aber eine Gesamtheit. Der politische Föderalismus ist eine Variante der politischen Ordnung innerhalb eines Verbunds. Er bezieht sich in der Regel auf den Bundesstaat. Diese Form des Staatsaufbaus besteht im Gegensatz zum Einheitsstaat nicht aus einer einzigen Einheit, sondern gliedert sein Inneres in sogenannte Gliedstaaten. Im politischen Föderalismus werden nun die staatlichen Aufgaben zwischen den gleichberechtigten Gliedstaaten und dem übergeordneten Bundesstaat aufgeteilt. Dadurch entsteht eine beschränkte Selbstständigkeit der Gliedstaaten. Ein Argument für einen föderalistischen Staatsaufbau ist die vertikale Gewaltenteilung, weil durch die Aufteilung der Kompetenzen auf mehrere Ebenen (Bund und Gliedstaaten) eine Machtkonzentration verhindert wird. Zudem können regional konzentrierte Minderheiten besser geschützt werden, falls sie in einem Gliedstaat eine Mehrheit bilden und so eine stärkere Selbstbestimmung erhalten. Ein weiterer Vorteil wird in der regionalen Anpassungsfähigkeit und der Nähe des Staates zum Bürger gesehen. Die Schweiz als föderaler Staat Der Föderalismus nimmt im Bundesstaat Schweiz eine wichtige Rolle ein. Die Gliedstaaten der Schweiz sind die 26 Kantone. Die Bundesverfassung teilt den Kantonen alle Kompetenzen zu, welche nicht explizit dem Bund anvertraut werden. So werden dem Bund beispielsweise Aufgaben wie die Aussenpolitik oder die Verteidigung zugeschrieben, während die Kantone unter anderem für das Schulwesen und die Polizei zuständig sind. Die dritte Ebene des Föderalismus in der Schweiz sind die Gemeinden. Sie erhalten ihre Aufgaben von den Kantonen zugeteilt.
Vimentis finanziert sich durch die Spenden privater Gönner. Artikel wurde am 30.12.2011 zuletzt aktualisiert |
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