Lexikon: Bretton Woods
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Bretton Woods ist ein Vertrag, der die Währungsbeziehungen zwischen den Nationen zwischen 1944 und 1973 geregelt hat. Zudem schuf er den Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie die Weltbank. Der Name des Vertrags kommt von einem Ort in der Nähe von Washington, an dem sich gegen Ende des Zweiten Weltkriegs die späteren Siegermächte trafen und diesen Vertrag schlossen. Das Bretton-Woods-System führte fixe Wechselkurse ein und funktionierte wie folgt:
Die Einführung des fixen Wechselkurssystems basierte vor allem auf keynesiansichen Überlegungen und sollte zu mehr Stabilität und wirksamerer Fiskalpolitik führen. Der Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems: Für den Wiederaufbau nach dem 2.Weltkrieg gewährten die USA den europäischen Ländern grosse Kredite. Dies führte aber dazu, dass die Menge an US-Dollar immer weiter anstieg, während die Goldreserven der USA nicht in diesem Ausmass zunahmen. Es kamen deshalb immer mehr Zweifel auf, dass die USA ihrem Versprechen, sämtliche Dollar in Gold einzutauschen, noch nachkommen können. Immer mehr Länder machten von ihrem Eintauschrecht gebrauch und tauschten ihre US-Dollar gegen Gold ein. Aus diesem Grund hebte der amerikanische Präsident im August 1971 diese Golddeckungspflicht auf. Immer mehr Länder verkauften in der Folge ihre US-Dollarbestände, was zu einem enormen Abwertungsdruck des US-Dollars führte. Im Januar 1973 gab dann auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) den fixen Franken-Wechselkurs auf. Der SNB folgten alle wichtigen Industrieländer und das System der fixen Wechselkurse ging unter.
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