Lexikon: Sparquote

Die Sparquote eines Landes ist der Prozentsatz des Volkseinkommens, der nicht ausgegeben, sondern gespart wird.
Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte (Löhne abzüglich Steuern und Sozialversicherungsbeiträge) wird unterteilt in Konsum und Sparen. Jenen Anteil am verfügbaren Einkommen, welchen wir beiseite legen, ist der Sparanteil. Gespart werden kann über Sparkonten, Wertpapierkäufe, Einzahlungen in Lebensversicherungen etc.
Neben der privaten Sparquote wird auch eine gesamtwirtschaftliche Sparquote berechnet. Sie setzt die Ersparnisse von privaten Haushalten, Unternehmen und Staat in Beziehung zum Bruttosozialprodukt oder zum Bruttoinlandprodukt.
Die Sparquote ist wichtig für wirtschaftliches Wachstum. Denn das gesparte Geld können Unternehmen für Investitionen verwenden und somit mehr produzieren. Bei einer zu hohen Sparquote sinkt aber der Konsum. Dadurch wird das Wirtschaftswachstum gebremst, weil die Produkte der Unternehmen nicht mehr gekauft werden.
Die private Sparquote betrug 2007 in der Schweiz ca. 17%, die gesamtwirtschaftliche Sparquote 31%.
Im internationalen Vergleich der privaten Sparquote zeigen sich sehr unterschiedliche Sparmuster: Die USA hat eine sehr niedrige Sparquote von ein paar Prozent, während diejenige der EU-Staaten bei ca. 10% liegt.

 

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Artikel wurde am 30.12.2011 zuletzt aktualisiert

 

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